Es ist Zeit für eine Party – Mario Party 8 auf der Wii

Seit letztem Freitag habe ich das Spiel in meinen Händen. Heute fand ich einige Momente Zeit einen tieferen Blick hineinzuwerfen. In gewohnter Manier wurde seitens Nintendo und Hudson das bewährte Spielprinzip auf die Wii übertragen und mit zahlreichen Neuerungen versehen. Die Neuerungen sind vornehmlich im Bereich der eleganten Eingabemethodik der Wii, als auch daraus folgend in vielen neuen Mini-Spielen zu finden.

Das Spiel
Viel gibt es nicht zu sagen, denn eine Story findet man in Mario Party vergebens. Es gibt in einem Bereich das Ziel der Superstar des Jahrmarktes zu werden, welches man durch nacheinander folgende Spiele gegen den Computer-Gegner realisiert. Mario Party 8 ist wie seine Vorgänger in 2 Spiel-Teile zerlegt – dem Brettspiel-Teil und dem Minispiel-Teil. Alle Spieler starten auf dem Brett, würfeln ihre Schritte aus und ziehen dementsprechend ihre Figur auf ein neues Feld. Es gibt Felder auf denen man Goldmünzen erhält, oder Goldmünzen abgezogen werden, Ereignisfelder, Solospiel-Felder und Donkey-Kong-Felder. Haben alle Parteien ihre Bewegung ausgeführt, so wird der Minispiel-Teil gestartet, indem es um den Erwerb von weiteren Goldmünzen geht. Mit den Goldmünzen kann man sich, unter anderem Bon-Bons oder die wichtigen Sterne kaufen, die für einen gewinnträchtigen Abschluss des Spiels notwendig sind.

Die Grafik
Die Grafik braucht sich vor anderen Kandidaten nicht verstecken, dennoch ist es für mich sehr ärgerlich, dass auf eine komplette 16:9 Umsetzung anscheinend verzichtet wurde. Bei den Spielen bzw auf dem Brett stört es nach längerer Zeit gewaltig, dass der linke und rechte Rand lediglich mit einer (ich nenn es einfach mal so) Platzhalter-Grafik belegt wurde. Finde ich definitv nicht sehr zeitgemäß – hier hätte man weitaus mehr herausholen können, um das Spiel weiter und besser in Sezne setzen zu können.

Das Gameplay
Stellenweise ist ein Spiel in Mario Party ziemlich langatmig. Bis auf bestimmte Zwischensequenzen kann man kaum bestimmte Vorgänge abbrechen bzw. überspringen. Ansonsten lässt das Spiel kaum Wünsche offen. Für jeden ist bei den Minispielen etwas dabei und somit ist die Fairness weitestgehend präsent. Selbst wenn man trostlos sich am Schluss befindet, hat man dennoch die Möglichkeit durch Bonusse des nervenden Kommentators mit etwas Glück sich nach vorn katapultieren zu können.

Die Stärken des Spiels werden meiner Meinung nach erst im Mehrspieler-Spiel ausgereizt. Entweder sind nämlich die Computer-Gegner zu doof, oder zu stark (Schwierigkeitsgrad ist einstellbar) und wenn man selbst einmal zusammen mit einem Computer-Spieler ein Minispiel bestreiten muss, sollte das Glück nicht sonderlich weit entfernt sein – denn dann kann es schnell passieren, dass die KI gegen einen spielt. Aber mit mehreren menschlichen Spielern macht es eine Menge Spaß. Das Spiel selbst erfordert keine Hektik, sodass man sich nebenbei auch um andere Dinge kümmern kann (quatschen, Bier trinken, Zeitung lesen, Müll runterbringen oder gar die Wohnung malern).


Fazit
Ein Spiel für Zwischendurch. Es macht Spaß nach und nach die Minispiele zu bestreiten und hier und da sind nette Ideen und Umsetzungen zu finden, die den Gebrauch der Wiimote auch rechtfertigen. Zusammen mit weiteren fleischlichen Mitstreitern ist ein netter und lustiger Abend gewährleistet. Beide Daumen hoch! :-)

Wertung
Grafik: 7 von 10
Spielinhalt / Umsetzung: 8 von 10
Motivation / Spaßfaktor: 9 von 10

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