Fakten, Erlebnisse, Gedanken und Erkenntnisse
WLAN und seine Tücken
Seit mitte letzter Woche erhalte ich ständig Anrufe von einem Kunden, dass seine Außendienst-Mitarbeiter permanent Verbindungsabrüche bei der VPN-Verbindung verzeichnen und somit diese nicht in der Lage sind ordnungsgemäß ihrer Arbeit nachzugehen. Ich konnte dies selbst verzeichnen, fand aber keinerlei Probleme in den Log-Dateien der Firewall-Appliance. Die Logs selbst sagten nur, dass die VPN-Clients ihre Verbindung getrennt hätten. Dies teilte ich auch unentwegt der Geschäftsleitung mit. Das Kuriose war zusätzlich, dass innerhalb der Firma des Kunden keine großen Auffälligkeiten beim Mailen oder Surfen zu verzeichnen waren.
Nun muss ich zum genauen Verständnis dazu sagen, dass diese Firma nicht mit DSL gesegnet wurde. Aber auf derem Grundstück stehen verschiedene hohe Lichtmasten. Einer dieser Lichtmasten wurde von einer Firma angemietet, die mit Hilfe von Richtfunk die Gemeinden in der näheren Umgebung zusammenschließen – und als Gegenleistung für die Anmietung fiel auch ein eigenständiges Frequenzband für die Firma ab. Da der Mast, auf dem die Auskopplung realisiert wurde etwas weiter von den Räumlichkeiten der Server entfernt ist, wurde eine weitere kleine Funkstrecke von uns dort aufgebaut, um der Firma den Anschluss an das dahinter erreichbare Internet zu ermöglichen.
So weit, so gut. Ich erreiche heute die Lokalitäten des Kunden nach seinem letzten Hilferuf. Als erstes fiel mir auf, dass die von uns installierte Richtfunk-Antenne anscheinend durch den massiven Wind der letzten Wochen um einige Grad gedreht wurde. Nachdem dies behoben wurde, war seltsamerweise ein noch schlechteres Funksignal zu verzeichnen als vorher.
Nach der erneuten Frage, ob sich seit letzter Woche etwas geändert hätte fiel es dem Verantwortlichen aus heiterem Himmel wieder ein – ein neues Gebäude wurde errichtet und letzte Woche darauf noch ein Aufsatz mit Elektrik und Elektronik darin (ca. 3-4 Meter höher als das errichtete Gebäude). Als wir uns dieses Gebäude ansahen musste ich folgendes erblicken
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Es sei bemerkt, dass durch den Aufsatz das Gebäude ca. 3 Meter höher als die Antennenposition ist. Wäre es Röntgenstrahlung oder so etwas, würde es sicherlich noch klappen, aber Richtfunk? Ich war hinsichtlich erstaunt, dass es überhaupt noch funktionierte (Mail, Internet und sporadisch VPN) – mit einer derartigen Wellenbeugung hatte ich nicht gerechnet.
Und somit wieder einmal ein Einsatz, der sich für den Kunden in keinster Weise gelohnt hat – höchstens in der Gewissheit worin das Problem begründet und dass wir als Firma daran keinen Einfluss hatten.
Schöne Sache dies
| Dieser Beitrag wurde von FireFox am 27. Juni 2007 um 19:28 veröffentlicht und unter Arbeit, Kurioses abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |
vor 3 Jahren
Oh man, sieht das sieht doch n’ Blinder…
Aber ist ja echt n’ Hammer das das überhaupt noch ging, kaum zu glauben.
vor 3 Jahren
Ist wirklich erstaunlich – krass ist ebenso, dass obwohl ich definitiv mehrfach nachgefragt habe, keinem bis heute das überhaupt im geringsten aufgefallen ist. Schon irgendwie kurios. Naja, morgen bzw übermorgen werden wir die Antenne eine Ebene höher anbringen. Darf gar nicht dran denken, wenn ich 15 m überm Boden bin auf diesem Mast. Müssen nur noch schaun, wann das neue Kabel eintrudelt.