Ärger: Was erwarte ich von einer Recovery-CD/DVD …
Ich bin ein großer Fan von Grafikkarten, Mainboards oder Notebooks die aus der Hand von Asus stammen. Die Hardware ist in meinen Augen qualitativ und auch der ganze mitgelieferte Krempel (CD’s, Handbücher usw.) ist bisher immer lobenswert gewesen. Die heutigen Quälereien haben mir aber ganz schön zu denken gegeben. Hat Asus gepennt oder wollen die ernsthaft das heute erlebte einem Anwender zumuten?
Hintergrund des Geschehens: Ein Kunde hat das Vista seines hypertollen Notebook durch die Installation eines nicht ganz so kompatiblen Programmes zerlegt. Das Programm hat tief im System instabile Pseudo-SCSI-Treiber eingeschleust, die, egal mit welchen Methoden der Reparatur, den Startvorgang von Vista in einen hübschen, einheitsbreifarbigen BSOD hineinlaufen ließen. Nachdem ich meine Schaffenskraft einer möglichen Reparatur stundenlang bereitwillig opferte, um dem System das ursprünglich gewollte Leben einzuhauchen, entschloss ich mich die Recovery-Datenträger auszupacken und das System somit wieder in den Auslieferungszustand zurückzuversetzen.
Nun gut, sicherheitshalber die kleine Festplatte ausgebaut (klein im Sinne von 2,5 Zoll), alle wichtigen Daten temporär gesichert, Platte wieder rein. Schneller als ich gedachte hatte, war der vollautomatische Recovery-Vorgang beendet und ich freute mich meiner selbst … zu früh, wie ich dann feststellen musste.
Das System selbst funktionierte zwar, aber mindestens die Hälfte aller Geräte im Gerätemanager waren mit diesem tollen “Häh”-Fragezeichen versehen. Ich dachte ich sehe nicht richtig. Und so etwas nennt sich Recovery-DVD?
Nun … dann nehmen wir doch einfach den Support-Datenträger, wo alle Treiber mit Hilfe eines einzelnen “AllInstall”-Tools installiert werden. Dieses verweigert mir aber nach dem Start den Dienst, lachte mich hämisch mit einer MessageBox aus, auf der stand: “Supported OS: Vista Basic, Vista Home, Vista Home Premium, Vista Business, Vista Ultimate”.
Sicherheitshalber hab ich noch mal ein VER in die Commando-Box gejagt und unter Windows selbst die Versionsnummer und die Edition überprüft.
Ja ich weiss – aber vielleicht wusste die MessageBox mehr als ich – hätte ja sein können
Noch mehr verärgert über den ganzen Verlauf durfte ich dann in akribischer Kleinarbeit jeglichen Treiber von der Asus-Webseite herunterladen … und wer die Asus-Seiten kennt, weiß, dass die Downloads mit einer affenartigen Geschwindigkeit stattfinden.
Nachdem ich dann ca. “5 Jahre” später alles beisammen hatte – und das waren mehr als 470 MB an Treiber und Tools – ging das Extreme Installing los. Sprich für jeden einzelnen Schmuh an Hardware oder Funktionalität gab es einen eigenen Installer.
Man kann selbstverständlich NICHT mehrere Installer gleichzeitig laufen lassen und selbstverständlich möchte jeder nach Abschluss einen Neustart initiieren.
Toll Asus .. ganz toll. ich hatte euch heute ganz dolle lieb *grummel*
Mmhh, also so wie Du das hier erzählst, erinnert mich das doch sehr stark an einen Bericht, den ich vor kurzem im Netz entdeckt habe…
http://stevenf.com/2007/09/macs_really_do_run_windows_better.php
Den Beitrag kenne ich auch. So schlimm wie dort drin beschrieben hätte ich es selbst nicht erwartet – vor allem, da der Autor meinte er wäre eher Mac-User … aber du siehst, man kann sich auch täuschen. Jedenfalls hat das Ganze mich heute arg Nerven gekostet.
Tolle Sache, sowas ähnliches hab ich neulich mit nem Dell Notebook erlebt auf Arbeit. Ich sollte das ding neu aufsetzen mit der Recovery CD. War auch kein Problem, aber es fehlten alle wichtigen Treiber. Echt Prima dachte ich mir so. Die Original Treiber-CD war natürlich nicht mehr aufzufinden also dachte ich mir: wirste die mal bei DELL runterladen. Pustekuchen, sowas haben die nicht. Ich extra beim Support angerufen, aber das einzige was er mir, in sehr gebrochenem Deutsch, anbieten konnte war eine mail mit allen Links drin zu den Treibern für dieses Notebook, die ich mir dann wohlgemerkt alle selbst runterladen könne. Na vielen Dank auch! Wo is das Problem einfach ein ISO von der dazugehörigen Treiber-CD ins Netz zu packen? Naja, logisches Denken kann man heutzutage leider nicht erwarten.