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Tipp: NTFS schreiben unter OS X
Wer wie ich hin und wieder auf NTFS-partitionierte Laufwerke zugreifen muss, hatte unter Mac OS X die Qual der Wahl. Entweder musste ein paralleles Windows-System mittels Bootcamp eingerichtet oder eine Software, welche den Zugriff auf NTFS ermöglicht, käuflich erworben werden oder gar nicht erst mit NTFS anfangen und auf FAT32 umsteigen. Nur hat eben FAT32 einige Probleme bezüglich der maximalen Dateigröße, weswegen es nicht sinnvoll war, an dessen Einsatz überhaupt zu denken.
Ich bin vor Wochen rein zufällig, da ich Bekannten etwas auf eine NTFS-formatierte Festplatte kopieren sollte, über eine Möglichkeit gestoßen unter Mac OS X auf NTFS-Datenträger zuzugreifen – vorausgesetzt, es handelt sich um USB Datenträger. Die Software der Wahl heißt hier VMWare Fusion. Es ist gut möglich, dass dies auch mit VirtualBox funktioniert – probiert habe ich es aber noch nicht.
Fusion hat hier die Möglichkeit ein USB-Gerät virtualisiert in die virtuelle Maschine zu leiten. Währenddessen ist dieses Gerät unter Mac OS X nicht sicht- und nutzbar und steht dann alleinig innerhalb der VM zur Verfügung. Als Beispiel habe ich einen USB-Stick genommen und die Schritte bis innerhalb der VM bildhaft abgelichtet.
Das USB-Gerät wird wie gewohnt angestöpselt und man “wartet”, bis Mac OS X es gefunden und gemountet hat. Die VM wird wie gewohnt gestartet. Danach begibt man sich an den unteren Rand des VM-Fensters von VMWare Fusion, drückt rechte Maustaste (oder CTRL-Linksklick) auf das USB-Symbol.
Es werden alle Geräte angezeigt, die via USB angeschlossen sind. Ein Klick darauf genügt und das USB-Gerät wird unter Mac OS X ausgeworfen und virtuell in die VM eingebunden.
Danach steht das Laufwerk unter Windows (hier Windows Vista) zur freien Verfügung – inklusive vollem Zugriff auf NTFS. jetzt kann sich nach Belieben ausgetobt werden.
Hierzu habe ich in der VM den USB Stick formatiert. Damit es auch nachweisbar ist habe ich als Dateisystem NTFS gewählt und den Vorgang abschließen lassen.
Der USB Stick ist daraufhin unter neuem Namen (STICKIE) und mit dem Dateisystem NTFS gesegnet worden.
In den Eigenschaften des Datenträgers kann man das Ganze “bewundern”. Der Stick hatte zuvor ein FAT32 Dateisystem – und jetzt halt nicht mehr.
Danach kann man einfach Dateien auf das NTFS-Dateisystem kopieren. Hierzu habe ich testweise ein AVI von einem wirklich grottenhaften und schlechten Spiel genommen. Aber darüber lasse ich mich nicht weiter aus. Ärgert mich eh schon, dafür Geld ausgegeben zu haben, da ich dachte, es würde sich vom Prinzip her an dessen Vorgänger richten – falsch gedacht!.
Nach getaner Arbeit kann der Stick normal ausgeworfen werden. Entweder über die Auswerfen-Funktion von Windows, oder aber über besagtes Symbol, von wo aus das USB-Gerät verbunden wurde. Danach steht es wieder unter Mac OS X zur Verfügung – dieses Mal als NTFS formatiertes Laufwerk.
Der komplette Inhalt des Sticks (das besagte Video) ist enthalten und selbst das Info-Fenster unter OS X besagt, dass das Dateisystem NTFS ist. NTFS ist also ohne große Probleme unter OS X möglich. Zwar muss die VM laufen, bzw. gestartet werden, aber das dauert nur wenige Sekunden (zumindest bei mir), bis die VM gestartet ist oder aber, auf Grund der Entwicklung von Anwendungen, sie läuft eh bereits. Vielleicht geht VirtualBox ebenso? Traut sich wer zu testen?
| Dieser Beitrag wurde von FireFox am 1. März 2009 um 21:00 veröffentlicht und unter Hard & Software, Hilfe, Mac abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |