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Deppen-Mail
03. Jul
Die GroßKotzrigen GroKo verlangt Vertrauen. Vertrauen in ein Projekt immensen Ausmaßes in jeglicher Hinsicht. Ein Projekt, wo Firmen abspringen und lieber etwas Eigenes versuchen zu realisieren oder gar realisiert hatten. Wieso sollte ich dieser GroKo vertrauen? Nach Vorratsdatenspeicherung, ELENA, PKZ Steueridentifikationsnummer, BKA-Befugniserweiterung, Online-Durchsuchung und Internet-Zensur soll man gerade der GroKo Vertrauen in das Projekt DeppenDe-Mail entgegen bringen? Das ich nicht lache!
Wer vertraut schon einen möglichen Überwachungsmechanismus aus Staat und Wirtschaft? Um es noch einmal ins Gedächtnis zu rufen verweise ich noch einmal auf einen zusammenfassenden Beitrag vom Februar auf meinem Blog:
War klar, dass das Bürgerportal-Gesetz so schnell intern im Kabinett beschlossen wurde. Und bisher haben sich meine Unkenrufe alle Male bestätigt. Hier ist also die neue De-Menz (Deutsche Email Mit Eingebautem Nachrichtendienst Zugang), ähh ..De-Mail!
Kommen wir also zu den Fakten.
- De-Mail kostet Porto, denn nach “Berechnungen des Bundesinnenministeriums soll De-Mail jährlich zwischen 1 Milliarden und 1,5 Milliarden Euro einsparen, die sonst für den Versand ausgegeben werden“. Und damit die Einsparungen gegenfinanziert werden können: “Für den Versand und die Bestätigigung muss er Porto bezahlen.”
Geile Logik, muss ich schon sagen! Was machen die mit den von unseren Steuergeldern eingesparten Milliarden, plus den neuen Portogebühren?- De-Mail kostet mindestens Einrichtungsgebühren, wenn nicht sogar Grundgebühren: “Jeder Bürger, der sich eine kostenpflichtige De-Mail-Adresse zulegt, kann vertrauliche und verschlüsselte Mails verschicken und empfangen.“
- De-Mail verschlüsselt erst ab dem Provider. Ergo, die vertraulichen und zu verschlüsselnden Daten wandern ungeschützt vom Router zum Mail-Provider. Ist klar, denn sonst könnte man gar nicht bei Straftaten die Daten auswerten. Somit kann immer noch sich eingeklinkt werden. Sei es der Staat oder schadhaftes Gewürm auf den Rechnern von Infizierten – den Schutzlosen! Die Mail muss immerhin vom Rechner bis zum Mailserver des Providers – das ist ein langer Weg. Der Satz sagt eigentlich schon alles: “De-Mail unterliegt den gesetzlichen Rahmenbedingungen der elektronischen Kommunikation. Das heißt, das Mitlesen von Inhalten ist grundsätzlich nur nach entsprechender richterlicher Anordnung möglich, wie es auch bei Papierpost der Fall ist. Ansonsten wird die gesamte Kommunikation und Datenablage standardmäßig vom Provider verschlüsselt.” Also ist Mitlesen möglich und erwünscht. Ich glaube kaum, dass stinknormale Postkarten nachvollziehbar sind .. das nenne ich einmal eine vertrauensvolle Leistungsbeschreibung eines kostenpflichtigen Verschlüsselungsdienstes. Ich kann mir gar nicht ausmalen, wer so blöd sein sollte …
- Die privaten Schlüssel zur Signierung und Verschlüsselung liegen nicht in der Hand des Nutzers, sondern in der Hand des Providers und des Staates bzw. der ausführenden und organisierenden Behörde. Insofern kann von gesicherter Vertraulichkeit und Integrität keine Rede sein. Ich bin mal gespannt, wie schnell auf einmal eine dieser verschlüsselten Mails oder Daten von ganz alleine sich entschlüsselt, nur weil ein richterlicher Beschluss in der Luft herumgewedelt wird. Und vor allem: welcher Art richterlicher Beschluss, sprich welcher Straftat, erlaubt es das?
- Wer seine De-Mails auf Grund von Internetproviderwechsel, Mailproviderwechsel, Sperrung, Abwesenheit usw. nicht abholt, der verpasst somit auch die verbindlichen Zustellfristen von Rechtsbescheiden, Dokumenten, Behördenbescheiden, Mahnbescheiden, Bußgeldbescheiden, Falschparktickets usw. Bei der Post kann ich jemanden dazu beauftragen, dass jemand in Abwesenheit meiner Person meine Post liest und mich informiert. Wer wird also diese “vertrauliche” Mailadresse anderen zur Einsicht bzw. zur Verfügung stellen, mit der verbindliche Einkäufe, Nachweise und anderes Gedöns angestellt werden können? Na?
- Gemäß §25 der Verordnung erhält das BMI in meinen Augen Ermächtigungen, bestimmte Paragraphen umgestalten zu dürfen – unabhängig vom Bundesrat. Ein Schelm, der daran denkt, dass die freiwillige De-Mail auf einmal zur Pflicht werden lässt. Weitere Hintertürchen sind in dem Text nicht nur unscheinbar auffindbar. Wer lesen kann, der ist im Vorteil!
- Hat sich schon einmal jemand über die Langzeitarchivierung Gedanken gemacht? jetzt hab ich ein amtliches Papier in einem Ordner im Schrank. Dann habe ich ein Dokument auf der Festplatte. Nur das Dokument ist signiert, der Ausdruck aber nicht. Was passiert beim Datenverlust?
Hab ich noch etwas vergessen? Mit Sicherheit! Aber allein diese Punkte schüren bei mir den inneren Drang ganz weit Abstand vor der De-MenzMail zu nehmen. Da “vertraue” ich ja lieber Google, als den Mist hier.
Mich würde mal wirklich interessieren, wie die Befürworter aus behördlicher Sicht von “damals” jetzt darüber denken. Ist das immer noch eine tolle Sache und verhilft zu weniger Bürokratie? Wenn ja: ist es das wirklich wert? Würdet ihr dafür bezahlen wollen? Wird es Bürokratie einsparen? Wird es Ressourcen einsparen? Wird es auch für Jahrzehnte funktionieren – sprich die Dokumente weiterhin existieren, wie bei Papier inkl. Datensicherheit und Sicherung?
Apropos: Interessant wird es, wenn Trojaner die gültigen De-Mailadressen an Spamschleuder-Server und Botnetze schicken. Die kommen mit Sicherheit an und ich glaube kaum, dass dort Filtermechanismen seitens der Provider arbeiten dürften, denn sonst könnte ja ein wichtiger Bescheid versehentlich als Spam eingestuft werden. Sprich, je mehr ich drüber nachdenke, umso mehr Kritikpunkte an diesem System finde ich – obwohl, zugegebenerweise habe ich bisher kein gutes Haar dran gelassen, weil es kein gutes Haar gibt!
Es soll ja noch Leute geben, die immer noch eine lebenslange ePost-Adresse besitzen. Ich hoffe irgendwann werden solche Politiker und Wirtschaftslumpis vom Darwinschen Realismus eingeholt.
“IT-Sicherheitskits” gratis …
08. Apr
und das Ganze mindestens 1 Millionen Mal – wenn es nach der Bundesregierung geht. Damit soll angeblich die Akzeptanz und die Verbreitung von Anwendungen für den ePerso geschaffen werden. Wenn ihr mich fragt, ist es ein mehr als einfacher Weg, den Bundestrojaner unter das Volk zu bringen.
Mal im ernst – mit Sicherheit sind nur Windows-Nutzer “bevorteilt”, oder? Oder glaubt Jemand, dass die Regierung auf den beiliegenden CDs Antivirenprogramme und andere Anwendungen, wie Treiber usw für das Lesegerät, für Linux, Mac OS X & Co. ausliefern?
Programme für den ePerso … das klingt als ob man auf dem Ding Tetris spielen könnte … interessant ist dieser Schachzug aber schon, denn wenn man bedenkt, dass man alles dazu bekommt, wenn man als erster beim ePerso laut “Hier ich!!” schreit. Das klingt ganz stark nach IT-Kit-Abwrackprämie! Konjunkturprogramme für Kartenlesegeräte scheinen also im Anmarsch zu sein. Und ehe wir uns versehen, wird der ePerso, mit der dazu gehörenden Schaffung einer zentralen Authentifizierungsinfrastruktur, Pflicht sein, um überhaupt ins Internet zu kommen, De-Mail wird Zwang bei der Kontaktaufnahme mit Behörden werden, Netzsperren helfen den Providern den Datenverkehr zu analysieren, flächendeckende Verteilung von Lesegeräten und Software und die Ausweispflicht in Internet-Cafes, um nur einige Dinge zu nennen, die bereits im Anmarsch bzw. bereits da sind.
Klingt übel oder? Naja, das freie Internet als Kommunikationsplattform für den gemeinen, freien Bürger wird in dieser Form in ein paar Jahren definitiv nicht mehr existieren. Steht ja einigen Leuten irgendwie im Weg und so wie es jetzt ist, lässt es sich schlecht kontrollieren – das Internet und der Bürger, versteht sich …
Und da fragt man sich zu Recht, ob einige der Leute da oben noch zurechnungsfähig zu sein scheinen. Es gibt ja eh nur zwei Möglichkeiten – Absicht oder Unwissenheit. Beides ist mehr als schlimm und mit der Unterstellung von Absicht halte ich mich noch zurück … Milliarden Euro werden sinnlos aus dem Fenster geworfen und wirklich keiner dort oben denkt nur ansatzweise darüber nach, ob das Geld auch sinnvoll eingesetzt bzw. dessen eigentliche Nutzung auch kontrolliert wird. Spätestens im Herbst, nach der Wahl, werden wir mit massiven Steuererhöhungen bombardiert – irgendwie muss ja das Geprasse wieder zu Bruchteilen reingeholt werden.
Nachdem die Abwrackprämie dann ausgelaufen ist, wird die Automobilindustrie eine Talfahrt vom Feinsten hinlegen. Die Leute sind mit Autos für die nächsten Jahre eingedeckt – hat daran schon Jemand mal drüber nachgedacht? Das Geld wird einfach sinnlos verprasst und es schaut keiner darauf – es kontrolliert ja auch keiner. Wichtig ist nur, dass es bis vor der Wahl alle sein muss, weil derjenige, der die Wahl gewinnt muss letztendlich die Scherben ja zusammenkehren – oder aber er schafft es vorher, das Volk zu blenden.
Was wird also passieren? Ich denke mal, die Lösung ist einfach …
Internetfilter
06. Feb
So wie es aussieht, werkelt die Große Koalition erfolgreich und fast unabänderbar im Geheimen im EU-Parlament an der Internetfilterung im Allgemeinen. Es ist zwar “nur” eine Empfehlung, aber die Vergangenheit hat gezeigt, was aus “Empfehlungen” wurden. Hier geht es nicht mehr nur um KiPo, sondern mitunter auch um Urheberrechtsverletzungen.
Obwohl die Fr. Zypries vehement öffentlich ablehnte, dass es so etwas wie Internetfilterung zur Aufspürung von Urheberrechtsverletzungen in Deutschland nicht geben wird, wird es diese dennoch geben – per Express aus der EU.
Ergo, um solche Verletzungen in Downloads usw. zu erkennen, muss der komplette Content, sprich der komplette Dateninhalt eines jeden Zuganges gefiltert werden. Und wer glaubt, dass andere Kommunikations- und Downloadarten davon nicht betroffen sind, dem sei eines gesagt: wie soll vorher ansonsten erkannt werden, dass es sich um “Illegales” handelt?
Es geht hier in der Empfehlung auch nicht darum, dass mitunter Provider nach Aufforderung eines Gerichtes bzw. eines gerichtlichen Beschlusses tätig werden – nein, es geht darum, dass die Rechteinhaber direkt das Recht erhalten, sich an die Provider zu richten.
Ich verweise hierzu einfach mal auf §5 des GG:
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
Und das wird es dann nicht mehr geben – denn sämtlicher Content wird durchleuchtet. Wenn das kommen sollte, dann ist mitunter die Deppen-Mail blanker Hohn bezüglich sicher und vertraulich – ich sag nur unverschlüsselt bis zum Provider!!!
eGK noch sicherer vor sich selbst …
05. Feb
Mal ehrlich – ich steh diesem System mehr als skeptisch gegenüber, aber mit den “geplanten Neuerungen” wandelt sich die Skepsis in komplettes Unbehagen.
Ich streite nich ab, dass die eigentliche Idee des Ganzen möglicherweise gut sein könnte. Aber so, wie sie derzeitig realisiert und weiterhin geplant ist, wird das in meinen Augen ein GAU sondergleichen. Wieso?
Ich sprach bereits über die 6-stellige PIN. Da ja vornehmlich ältere Leute dazu neigen, diese zu vergessen, ist geplant, die Karte mit Biometrie zu füttern – Fingerabdrücke. Nun sollte man aber wissen, dass vornehmlich bei Kindern und älteren Menschen die Biometrie nicht mehr zuverlässig funktioniert – Stichwort verändernde Fingerkippen bzw. “Verschleiß” der Oberfläche des Fingers. Sprich die Merkmale zur Identifikation sind/werden ungenauer bzw. verschwinden. Und dieser Sachverhalt ist amtlich und nachgewiesen. Wieso also brauchen wir das dann?
Damit die “Verarbeitung” schneller von statten geht, soll die eGK nun auch RFID erhalten. Meine Bedenken hierzu sollten jedem Leser bekannt sein – wenn nicht, dann sind diese hier gesammelt zu finden. Kurz zusammengefasst: unsicher, ungeschützt aus bis zu 45m auslesbar, geschützt (Aluhülle) aus ca. 40cm, passiv und ohne Kenntnis des Trägers sind die Daten und die Position mit geeigneter Technik feststellbar.
Und wenn ich dann höre, dass eine USB-Schnittstelle angedacht ist, wo ein Großteil aller Botnetz-, Trojaner-, Schadsoftware-kontrollierten Rechner die im vollen Umfang oder zu Teilen auf der eGK befindlichen Daten (nach PIN-Eingabe) auslesen könnten, dann wird mir schwarz vor Augen. Der Anwender ist ahnungslos bezüglich der Infektion, Daten, wie Inhalte, PIN, Gesundheitsverlauf, Verschlüsselungspasswörter von eGK, ePerso oder De-Mail können abgezogen werden und bilden ein noch besseren Überblick darüber, wer was wann wie macht für bestimmte Organisationen. Oder aber der Identitätsdiebstahl ist vorprogrammiert.
Das Projekt eGK läuft noch nicht einmal ansatzfähig in Bruchteilen und viele Punkte sind noch nicht einmal im Ansatz durchgesprochen. Es gibt eine Unmenge an Stellen, wo es massiv hakt und dennoch wird fleißig weiter geplant, welche Ausfallpunkte man noch einbauen könnte. Was bei ePass und ePerso begann, wird auch auf die eGK ausgeweitet. Die Lobby lässt grüßen. Sinn und Zweck? Weitere verschwindbare Datenhalden mit sensiblen Informationen für Staat und Wirtschaft und die Wirtschaft reibt sich die Hände und verdient sich bei erfolgreichem Durchsetzen eine goldene Nase damit und in der Politik wandern die Koffer. Und wir sind die gelackmeierten melkbaren eierlegenden Wollmilchsäue.
De-Menz
04. Feb
War klar, dass das Bürgerportal-Gesetz so schnell intern im Kabinett beschlossen wurde. Und bisher haben sich meine Unkenrufe alle Male bestätigt. Hier ist also die neue De-Menz (Deutsche Email Mit Eingebautem Nachrichtendienst Zugang), ähh ..De-Mail!
Kommen wir also zu den Fakten.
- De-Mail kostet Porto, denn nach “Berechnungen des Bundesinnenministeriums soll De-Mail jährlich zwischen 1 Milliarden und 1,5 Milliarden Euro einsparen, die sonst für den Versand ausgegeben werden“. Und damit die Einsparungen gegenfinanziert werden können: “Für den Versand und die Bestätigigung muss er Porto bezahlen.”
Geile Logik, muss ich schon sagen! Was machen die mit den von unseren Steuergeldern eingesparten Milliarden, plus den neuen Portogebühren? - De-Mail kostet mindestens Einrichtungsgebühren, wenn nicht sogar Grundgebühren: “Jeder Bürger, der sich eine kostenpflichtige De-Mail-Adresse zulegt, kann vertrauliche und verschlüsselte Mails verschicken und empfangen.“
- De-Mail verschlüsselt erst ab dem Provider. Ergo, die vertraulichen und zu verschlüsselnden Daten wandern ungeschützt vom Router zum Mail-Provider. Ist klar, denn sonst könnte man gar nicht bei Straftaten die Daten auswerten. Somit kann immer noch sich eingeklinkt werden. Sei es der Staat oder schadhaftes Gewürm auf den Rechnern von Infizierten – den Schutzlosen! Die Mail muss immerhin vom Rechner bis zum Mailserver des Providers – das ist ein langer Weg. Der Satz sagt eigentlich schon alles: “De-Mail unterliegt den gesetzlichen Rahmenbedingungen der elektronischen Kommunikation. Das heißt, das Mitlesen von Inhalten ist grundsätzlich nur nach entsprechender richterlicher Anordnung möglich, wie es auch bei Papierpost der Fall ist. Ansonsten wird die gesamte Kommunikation und Datenablage standardmäßig vom Provider verschlüsselt.” Also ist Mitlesen möglich und erwünscht. Ich glaube kaum, dass stinknormale Postkarten nachvollziehbar sind .. das nenne ich einmal eine vertrauensvolle Leistungsbeschreibung eines kostenpflichtigen Verschlüsselungsdienstes. Ich kann mir gar nicht ausmalen, wer so blöd sein sollte …
- Die privaten Schlüssel zur Signierung und Verschlüsselung liegen nicht in der Hand des Nutzers, sondern in der Hand des Providers und des Staates bzw. der ausführenden und organisierenden Behörde. Insofern kann von gesicherter Vertraulichkeit und Integrität keine Rede sein. Ich bin mal gespannt, wie schnell auf einmal eine dieser verschlüsselten Mails oder Daten von ganz alleine sich entschlüsselt, nur weil ein richterlicher Beschluss in der Luft herumgewedelt wird. Und vor allem: welcher Art richterlicher Beschluss, sprich welcher Straftat, erlaubt es das?
- Wer seine De-Mails auf Grund von Internetproviderwechsel, Mailproviderwechsel, Sperrung, Abwesenheit usw. nicht abholt, der verpasst somit auch die verbindlichen Zustellfristen von Rechtsbescheiden, Dokumenten, Behördenbescheiden, Mahnbescheiden, Bußgeldbescheiden, Falschparktickets usw. Bei der Post kann ich jemanden dazu beauftragen, dass jemand in Abwesenheit meiner Person meine Post liest und mich informiert. Wer wird also diese “vertrauliche” Mailadresse anderen zur Einsicht bzw. zur Verfügung stellen, mit der verbindliche Einkäufe, Nachweise und anderes Gedöns angestellt werden können? Na?
- Gemäß §25 der Verordnung erhält das BMI in meinen Augen Ermächtigungen, bestimmte Paragraphen umgestalten zu dürfen – unabhängig vom Bundesrat. Ein Schelm, der daran denkt, dass die freiwillige De-Mail auf einmal zur Pflicht werden lässt. Weitere Hintertürchen sind in dem Text nicht nur unscheinbar auffindbar. Wer lesen kann, der ist im Vorteil!
- Hat sich schon einmal jemand über die Langzeitarchivierung Gedanken gemacht? jetzt hab ich ein amtliches Papier in einem Ordner im Schrank. Dann habe ich ein Dokument auf der Festplatte. Nur das Dokument ist signiert, der Ausdruck aber nicht. Was passiert beim Datenverlust?
Hab ich noch etwas vergessen? Mit Sicherheit! Aber allein diese Punkte schüren bei mir den inneren Drang ganz weit Abstand vor der De-MenzMail zu nehmen. Da “vertraue” ich ja lieber Google, als den Mist hier.
Mich würde mal wirklich interessieren, wie die Befürworter aus behördlicher Sicht von “damals” jetzt darüber denken. Ist das immer noch eine tolle Sache und verhilft zu weniger Bürokratie? Wenn ja: ist es das wirklich wert? Würdet ihr dafür bezahlen wollen? Wird es Bürokratie einsparen? Wird es Ressourcen einsparen? Wird es auch für Jahrzehnte funktionieren – sprich die Dokumente weiterhin existieren, wie bei Papier inkl. Datensicherheit und Sicherung?
Apropos: Interessant wird es, wenn Trojaner die gültigen De-Mailadressen an Spamschleuder-Server und Botnetze schicken. Die kommen mit Sicherheit an und ich glaube kaum, dass dort Filtermechanismen seitens der Provider arbeiten dürften, denn sonst könnte ja ein wichtiger Bescheid versehentlich als Spam eingestuft werden. Sprich, je mehr ich drüber nachdenke, umso mehr Kritikpunkte an diesem System finde ich – obwohl, zugegebenerweise habe ich bisher kein gutes Haar dran gelassen, weil es kein gutes Haar gibt!
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