Fakten, Erlebnisse, Gedanken und Erkenntnisse
Arbeit
Spaßtest Stickie-RAID 0
17. Jun
Aus Spinnerei habe ich mir mal 5 Stück unserer Werbe-USB-Sticks (2GB) heute geschnappt, einen USB-Hub an den iMac angeschlossen und mal mit dem Festplatten-Dienstprogramm ein RAID 0 über alle 5 Sticks aufgebaut. Die Datenrate mit knappen 10MB pro Sekunde ist noch recht ordentlich, wenn man bedenkt, dass alle 5 Sticks am gleichen USB-Port hängen und “hoffentlich” (Genaueres weiß ich noch nicht) die Daten auch konsequent auf allen Sticks beim Schreiben verteilt werden.
Auch die Fehleranfälligkeit habe ich mal überprüft. Speziell meine ich hier den Punkt, wenn ein Stick mal abwesend ist. Nach Entfernen eines Sticks läuft das RAID 0 wie erwartet nicht mehr. Beim wieder Stecken erkennt das System das auf die Sticks verteilte RAID und stellt es gewohnt zur Verfügung. Auch ein Wechsel der einzelnen Sticks an unterschiedliche Ports des gleichen Hubs oder gar an andere USB-Ports des Macs verkraftet das System anstandslos.
Was man damit nun machen kann? Hmm, mal überlegen. Vielleicht einen temporären Download-Ordner, der bei Eliminierung eines USB-Sticks nicht mehr zugriffig ist? Hier entscheidet sich mitunter die Qualität der Verteilung der Datenblöcke auf den gesamten RAID-Datenträger. Ich denke mal, ich werde den Spaßtest mal im Hinterkopf behalten und mir mal die Funktionsweise des Software-RAID in MacOS X aneignen. Vielleicht erspart es mitunter einen Truecrypt-Container für derartige Dateien – wer weiß.
Update: Erhebliche Bedenken und Verschärfungen
12. Jun
Völlig sinn- und merkbefreit gab es lautes Gedöhns. Nachdem der Bundesrat erhebliche Mängel und Grundrechtseingriffe bezüglich der geplanten KiPo-Sperren festgestellt hat, wird der Wunsch nach tiefergehenden Sperrmaßnahmen lauter – und das auch noch völlig ohne den Verstand einzuschalten, denn aus Reihen der CDU wird gefordert,
dass die geplante Sperre auf Ebene “vollqualifizierter Domainnamen” nicht ausreiche und trotz der Befürchtungen vieler Experten über große Kollateralschäden eine Blockade “auf der Ebene der Internetprotokoll-Adressen als Mindestmaßnahme” vorzusehen sei.
Kollateralschäden sind mehr als nur vorprogrammiert, wenn auf IP-Ebene geblockt werden soll. Zum Beispiel “verstecken” sich hinter der IP-Adresse von meinem Blog mehrere hundert oder gar tausend andere Domains. Die wären, nebst meiner eingeschlossen, alle gesperrt!
Zusammen mit den “Wünschen” nach Ausweitung der Sperren bestätigt sich das Ganze immer mehr, dass eine Zensurinfrastruktur aufgebaut werden soll. Denn wie Heise im Artikel, und die Kritiker wie auch meine Wenigkeit bereits schrieben:
Der Kampf gegen Kinderpornographie im Internet werde damit nicht vorangebracht. Stattdessen würde die Wirtschaft dazu verpflichtet, “flächendeckend eine Sperrinfrastruktur zu schaffen”. Angesichts immer neuer Forderungen, die Maßnahme auf weitere Inhalte wie “Killerspiele” oder Islamismus auszudehnen, wachsen laut Süme “die Zweifel an der Zusage der Bundesregierung, die Maßnahme bleibe auf jeden Fall auf Kinderpornografie beschränkt”.
Es ist schon krass, dass die Zweckbindung (ein Hasswort für mich) bereits vor der Verabschiedung des Gesetzes aufgehoben werden soll.
Update:
Weil ich es gerade in einem Gespräch mitbekommen habe – die Sperre via IP-Ebene ist vergleichbar mit dem Zunageln und Verrameln von einem Eingang eines Mehrfamilienhauses, wie zB. einem Hochhaus. Nur weil einer Mist, der darin wohnhaft ist, wird der Eingang blockiert und keiner kann mehr rein. Nur mal zum Verständnis wie bescheuert allein dieser Gedanke ist, die Sperren auf IP-Ebene einführen zu wollen.
Update 2:
Nicht durchsetzen konnte sich der Wirtschaftsausschuss mit seiner Empfehlung, zunächst auf die effektive Umsetzung der bestehenden Möglichkeiten der Strafverfolger zum Löschen kinderpornographischer Angebote im Netz zu drängen. Auch die von den Wirtschaftspolitikern gewünschte Übersicht von Servern mit Kinderpornographieangeboten in Ländern, in denen deutsche Ermittlungsbehörden auch keine indirekten Zugriffsmöglichkeiten haben, verlangen die Länderchefs nicht.
Womit eigentlich bewiesen ist, dass es nicht gewollt ist, KiPo zuerst zu löschen. Vielleicht kann man so weit gehen und sagen, es ist nicht gewollt gegen KiPo im Allgemeinen vorzugehen.
Rechner tut nix mehr
12. Jun
Ich weiß nicht 100%ig genau, wieso es passiert, aber es passiert ab und zu, dass ein Rechner nicht starten will. So, wie beim gerade gelieferten Rechner eines Kunden. Der Mitarbeiter des Kunden berichtete, dass der PC auf das Einschalten mittels Power-Button nicht reagiert – sprich er bleibt aus. Ich habe gerade den PC bei uns angestöpselt und das Gleiche ausprobiert und konnte das Ganze ebenso nachvollziehen. Die Lösung kann primär zweierlei Art sein.
- Netzteil im Eimer – sprich austauschen
- Netzteil bzw. Mainboard muss “resetted” werden
Für Punkt 2 muss einfach das Stromkabel abgezogen werden und wenn das Netzteil einen Hauptschalter hat muss dieser auf EIN (1) stehen. Danach einmal lang bzw. mehrfach den Power-Button drücken. Hiermit werden sämtliche Kondensatoren auf Mainboard und Netzteil entladen und somit liegt kaum noch Restspannung und Reststrom an.
Danach alles wieder anschließen und starten und wenn es das Problem aus (2) war, dann löft das Ganze wieder!
RTFM
28. Mai
Derzeit testen wir in der Firma unterschiedliche Serverbetriebssysteme und Serveranwendungen aus, da die Infrastruktur bei uns erneuert werden soll. Zusätzlich muss man in diesem Gewerbe auf der Höhe der Zeit bleiben und seine Hände an neuen Hard- wie auch Softwaretechnologien legen – man möchte ja auch den bestmöglichen Support seinen Kunden zu Gute kommen lassen.
Dass bei jeder Aktion auch immer RTFM (Read The Fucking Manual) gilt, sollte bekannt sein. Dass man selbst das mitunter nicht beachtet ebenso – zum Leidwesen der eigenen Zeit. Heute zum Beispiel lief eine knappe Stunde lang die Installation eines SBS 2008 Standard (Small Business Server 2008) auf einer Testmaschine, nur um im Moment der Euphorie über das baldige Ende der Installation der angegebene Screenshot gezeigt wird.
Installation ergo nicht möglich, da die Testmaschine “nur” 2GB RAM zur Verfügung hat und kein passender RAM mit ECC zur Verfügung steht und ebenso nur für diesen Fall speziell für die Testmaschine nicht extra angeschafft wird. Ich sagte ja schon immer, dass mehr RAM stets zu bevorzugen ist, aber dass für solch ein Produkt gleich 4GB Pflicht sind, ist schon etwas … nja, bescheiden!
Dennoch hätte man die Stunde einsparen können, wenn schon während oder vor der Installation darauf hingewiesen worden wäre, dass zu wenig RAM in der Kiste steckt. Microsoft signalisiert ja sonst auch jeden Pups unter Windows.
Naja, was solls .. die Moral von der Geschicht – vergiß niemals nie das RTFM nicht!
Notebook + Bohrer = defekt
28. Mai
Ich habe schon einige Dinge in meinem beruflichen Alltag gesehen und auch so manche Denkaussetzer mitbekommen. Beim vorliegenden Fall ist bei einem HP Notebook der inner Stift des Netzteilsteckers im Notebook verblieben. Handwerklich begabt setzte man sich ans Werk und versuchte den stecken gebliebenen Stift aus dem Notebook herauszubekommen. Statt mit Pinzette wurde mit Bohrmaschine gearbeitet und die komplette Dose “heraus gebohrt”.
Danach landete das Notebook bei uns – Fehlerbeschreibung “Geht nicht – bekommt keinen Strom!”. Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass keinerlei Garantie darauf besteht und dennoch auf Kundenwunsch das Ganze zu HP eingeschickt. Heute kam die Antwort: Netzteil wird gemäß Garantie getauscht, aber die Reparatur des Notebooks ist wegen der “Eigenreparatur” kostenpflichtig geworden.
Hätte der Kunde gleich uns kontaktiert, anstatt ein “Gespräch” zwischen Bohrer und Notebook zu starten, wäre auch dieser Schaden kostenfrei repariert worden. Naja – ist ja “nur” ein kleines Sümmchen Geld *hust*.
Nachtrag: England
01. Mai
Da ich die letzten Tage arg eingespannt war, kommt nun noch ein kleiner Nachtrag meiner Englandreise. Ich hatte ja angesprochen, dass ich versuchen wollte ein paar Fotos von den vielen Kameras dort zu machen. Beim Versuch und der ersten Ausführung ist es auch geblieben, als während der Fotoaufnahmen zwei freundliche Polizisten kamen. Diese wiesen mich darauf hin, dass es gegen das Gesetz wäre, Sicherheitsvorrichtungen und Apparaturen zu fotografieren oder zu filmen und “baten” mich, mein fast vollendetes Panorama auf der kleinen Digicam zu löschen – natürlich mit Sofortkontrolle.
Ich hatte versucht, die gelöschten Bilder wieder zu rekonstruieren, was mir bisher aber nicht gelungen ist. Die wiederhergestellten Bilder waren bisher allesamt korrupt und nicht darstellbar, was mich sehr ärgert. Anscheinend löscht die Digicam doch etwas anders die Aufnahmen. Und ich hatte extra danach keinerlei Aufnahmen mehr getätigt, um die Wiederherstellung nicht zu versauen. Jedenfalls, aus der Perspektive wo ich mein Panorama machen wollte, waren allein mehr als 20 Kameras, teils Nachtsicht, teils Dom, teils rotierend bzw. zoomfähig, auffindbar. Wirklich schade, dass das nicht geklappt hat.
Dass man beim Passieren der 2 Sicherheitsbereiche (besser des zweiten Bereiches) seine Schuhe ausziehen, sein Notebook wie auch Kameras aus der Tasche nehmen (meiner Einer “durfte” auch das Macbook anstarten, damit die Leutchen dort sicher sein konnten, dass es keine Attrappe ist), den Gürtel aus der Hose nehmen, sowie auch andere Dinge machen muss, ist fast jedem bekannt. Beim Passieren des ersten Bereiches im Terminal 5 in Heathrow musste ein Großteil sich auch von den Kameras fotografieren lassen. “Ausgewählte” Leute wurden energisch zur Abgabe von Fingerabdrücken gebeten – zum Glück wirkte ich anscheinend harmlos, sodass mir das Ganze erspart blieb.
Alles Erfahrungen, die anscheinend schon akzeptiert, dennoch in meinen Augen mehr als übertrieben sind … der alltägliche Terror halt!
Letzte Kommentare