Fakten, Erlebnisse, Gedanken und Erkenntnisse
Hard & Software
Projekt GPGMail mit neuem Ort
29. Jul
Alex, der im neuen Team von GPGMail ist, hat soeben einen Kommentar in meinem alten GPG Artikel hinterlassen und darauf hingewiesen, dass das GPGMail Projekt weiter fortgeführt wird und an einer zentralen Stelle unter www.gpgmail.org zu finden ist.
Es ist schön zu sehen, dass sich einige um das Projekt versammelt haben, um eine störende Lücke zu schließen, sodass man auf einfache Weise PGP unter Mac OS mit Hilfe von Apple Mail nutzen kann.
Danke für den Hinweis im Kommentarbereich und danke für das Engagement für ein Tool, welches ich täglich benutze und heutzutage immer wichtiger denn je wird!
Im Downloadbereich findet sich die aktuelle Version 1.3.0 für Snow Leopard 10.6.4.
Monkey Island 2 für iPhone / iPod touch
27. Jul
19 Jahre hat es gedauert bis LucasArts eine Neuauflage eines weiteren Klassikers für PC und auch für iPhone /iPod touch herausgebracht hatte.
Guybrush Threepwood ist wieder unterwegs und schöner denn je …
Die Rede ist von Monkey Island 2- LeChucks Revenge – mit eines der, meiner Meinung nach, besten Point&Click Adventures der letzten 25 Jahre. Es reiht sich in die vielen sehr guten Adventures von LucasArts ein, wie zB.: Monkey Island 1, Maniac Mansion, Day of the Tentacle (DOTT), The Dig, Full Throttle oder Monkey Island 3. Natürlich ist Sam & Max nicht vergessen.
Guybrush ist auf der Suche nach dem Schatz Big Whoop. Zu Beginn der Geschichte begibt sich Guybrush nach Scabb Island, wo es einen Hinweis auf die Lage des Schatzes geben soll. Die Insel wird jedoch von Largo LaGrande beherrscht, LeChucks altem Leutnant. Mittels eines Voodoo-Zaubers befreit Guybrush die Insel von seiner Schreckensherrschaft; allerdings verliert er dabei LeChucks Bart (den er als Siegestrophäe behalten hatte) an diesen. Mit dem Bart gelingt es Largo, den Piraten LeChuck als Zombie wiederzubeleben.
Guybrush zieht los, um die vier Kartenteile der Insel zu finden, auf welcher der Schatz Big Whoop lagert. Auf der Suche trifft Guybrush unter anderem wieder auf Elaine, die sich zwischenzeitlich von ihm getrennt hatte. Zudem stellt sich heraus, dass die Karte einst der Besitz von Captain Horatio Torquemada Marley, Elaines Großvater, und dessen Crew war; alle vier Besitzer dieser Karte sind nach ihrer Entdeckung unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen oder verschollen. (Auszug aus Wikipedia)
Aber es ist nicht nur eine simple Neuauflage. Im Gegenteil, denn das ganze Spiel wurde ordentlich aufpoliert und grafisch, wie auch tontechnisch, auf moderne Maßstäbe gehievt. Sämtliche Hintergründe und Figuren wurden überarbeitet und erstrahlen in neuem Glanz. Komplett durch die Bank wurden zum sämtliche Dialoge in englischer Sprache vertont, Hintergrundmusiken überarbeitet, die Steuerung speziell für das iPhone / iPod touch angepasst – und ich muss sagen, dass die neue Steuerung sehr gut umgesetzt wurde.
Als zusätzliches Schmankerl ist es möglich im komplett alten “Look” vom Jahre 1991 zu spielen. Ein einfaches “Aufspannen” mit zwei Fingern (Aufzoomen) schaltet zwischen der alten und der neuen Ansicht um. Somit kann man mitunter sehen, dass nicht allein die Grafik (welche zu damaliger Zeit wirklich top war) entscheidend ist, sondern der Spielwitz und das Gameplay an sich.
Zu dem Look selbst gesellt sich auch nahtlos während des Wechsels der Grafik der Wechsel der Musik, welche in einer scheinbar erweiterten General-MIDI Version daher kommt. Auch wenn der neue Soundtrack wunderbar ist, so gefällt mir beim Bone-Song die Urversion immer noch besser
Mit Hilfe der neuen Steuerung ist die Bedienung recht einfach. Ein einfaches Tipp auf den Bildschirm lässt Guybrush zu diese Stelle hinbewegen. Gegebenenfalls ist eine weitere Aktion, sofern man ein benutzbares Objekt antippt, vorausgewählt – “Ansehen”. Möchte man eine andere Aktion durchführen, wählt man lediglich ein Aktionssymbol am unteren Rand aus und danach den Ort, mit dem interagiert werden soll. Einfach simpel
Die Schwierigkeit des Gameplay selbst orientiert sich an der einfachen Version des Ur-Spiels. Damals gab es zwei wählbare Schwierigkeitsgrade, die zwar inhaltlich sehr ähnlich waren, aber wenn man zB. einen Hammer in der leichten Variante einfach so mitnehmen konnte, dann ging das in der schweren Fassung erst dann, wenn man vorher andere Tätigkeiten ausübte.
Obwohl ich es zig-mal durchgespielt habe – damals mehrfach unter DOS, unter Windows mit Hilfe von ScummVM – spiele ich es erneut gern. Nicht nur weil es frisch daherkommt, sondern weil es meiner Meinung nach ein zeitloser Klassiker ist, den man stets hervorkramen und durchspielen kann.
Die Dialoge, sowohl in Textform in deutsch (im Klassik-Modus auf Englisch), sind einfach herrlich und ich erfreue mich daran endlich sehr gut vertonten Text genießen zu können.
Und ich denke einen kleinen Ausblick geben folgende Screenshots (NEU/ALT), welches Spiel als nächstes in einer Neuauflage erscheint .. und wenn es kein Spoiler sein sollte, dann zumindest ein Easter Egg, der mir bisher aufgefallen ist.
Alles in allem meine Wertung: 5 von 5 Punkten!
Endlich radioeins als mp3-Stream
01. Jun
Lang hat es gedauert. Es gab “Dirty Hacks” für den Mac, ein Widget das bei mir nicht funktionierte. Angeboten hatte mein Lieblingssender ‘radioeins‘ lediglich WMA bzw. RealPlayer als Streamingformat. Bei einem heutigen Besuch, nachdem ich völlig entnervt vom dudelnden BB Radio des Kollegen einen alternativen Abspielweg als VLC haben wollte, fand ich Erfreuliches vor:
MP3-Stream live.m3u » / live.pls »
Auch wenn es lang gedauert hat: danke radioeins, auf dass ihr endlich nicht nur mein Bitten erhört habt!
Empfehlung App: Angry Birds
04. Apr
Seit einigen Tagen habe ich auf dem iPhone (und vorher auf dem iPod touch) “Angry Birds” im Einsatz. Ich persönlich finde das Spiel Klasse und hat auch bereits einige andere in meinem familiären Umfeld in seinen Bann gezogen.
Das Spielprinzip ist einfach, die “Geschichte” dahinter kurz erzählt. Die bösen Schweine haben sich der Nachkommen der Vögel “angenommen” (geklaut) und nun sind die Vögel sauer und versuchen ihre Eier mit Hilfe ihrer Fähigkeiten wieder zu erlangen. Ganze 105 einzelne Level warten darauf gemeistert zu werden. Einige haben es ganz schön in sich. Der Wiederspielwert ist ebenso gegeben, weil man geneigt ist, sein Resultat in den einzelnen Leveln zu verbessern.
Für mich ein Spiel mit 5 Sternen
GPGMail und Snow Leopard 10.6.3
04. Apr
Mir ist das nur unterschwellig aufgefallen, dass seit dem Update auf 10.6.3 das GPGMail Plugin nicht so richtig mehr funktionierte. Wird die verschlüsselte Mail geöffnet (Doppelklick), wird nach Eingabe der Passphrase die Mail entschlüsselt. Lässt man diese aber im Hauptfenster lediglich entschlüsseln, schlägt dieser Vorgang mit folgender Fehlermeldung fehl:
[MimePart getNumberOfAttachments:isSigned:isEncrypted:]: unrecognized selector sent to instance 0×11b200f60
Dies lässt sich mit einer aktuellen Version des GPGMail Plugins beheben und ist hier zum Download angeboten.
“Abofalle” für Unwissende bei Vodafone?
03. Apr
Heute begab es sich wieder, dass der anwesende Besuch meine Tätigkeiten als “Computer-Fachmann” in Anspruch nahm. Zudem sollte ich mir eine Sache annehmen: die Zugriffigkeit auf die Online-Rechnungen von Vodafone.
Der Zugriff auf das Portal von Vodafone sollte eigentlich bereits seit letztem Jahr gewährleistet sein, als der Besuch bei dem Händler des Vertrauens sich hat die Online-Rechnung andrehen lassen, nur um einige Euronen sparen zu können. Was der Händler aber meinem Besuch nicht erklärte war, dass mein Besuch sich selbst den Zugang zum Vodafone-Portal einrichten musste. Statt dessen ließ man meinem Besuch im Glauben, dass dies bereits eingerichtet wurde. Unterlagen gab es keine, die dies erklärten. Der Besuch versuchte mehrere Wochen lang sich dort einzuloggen, was aber daran scheiterte, dass er noch nicht registriert war.
Das alles ist aber eigentlich kein Problem, wenn man darüber etwas Kenntnis hat. Die Registrierung ist recht schnell erledigt und der Zugriff auf sämtliche Rechnungen und Tarife seitdem ist dann ohne Weiteres möglich. Bei der “Einweisung”, wie man dann die Online-Rechnungen als PDF herunter lädt, und der Erklärung der dargestellten Einzelpositionen bei den Rechnungen, fiel mir eine seltsame Position auf: “Real Music Paket L“, für bescheidene 8,395 Euro netto im Monat – sprich 9,99 Euro inkl. Märchensteuer und das jeden Monat seit September letzten Jahres. Auf Rückfrage, ob dies denn Sinn mache und man es benötige, erhielt ich die Antwort, dass man dies niemals abgeschlossen hätte. Da seitdem (September) auch eine Einzelauflistung nicht möglich war (wir erinnern uns: wegen dem nicht vorhandenen Zugang zum Vodafone Portal), fiel dies dem Besuch überhaupt nicht auf.
Da er dies aber überhaupt nicht wissentlich gebucht hat und es auch nicht haben wollte, machte ich mich auf die Suche dieses Abo irgendwie abzustellen. Auf “Mein Vodafone” konnte ich es nicht direkt finden. Letztendlich stieß ich unter “Abos & Käufe“, “Mobiles Bezahlen” und dann “Vodafone live!-Services” auf einen Link (“Hier kommen Sie direkt zur Übersicht Ihrer Vodafone live!-Transaktionen“), mit Hilfe dessen dann eine SMS auf die anzugebende Handynummer gesendet wird. In dieser befindet sich dann ein Link, welchen man vom Handy aus aufzurufen hat.
Danach landet man im live!-Portal von Vodafone und muss sich durch eine Anzahl von Links durcharbeiten, um letztendlich zum eigentlichen Ziel zu gelangen. Zuerst darf man auf “Meine Abos” klicken, welches sich als Link ziemlich unscheinbar (zumindest für mein Empfinden) darstellt.
Danach landet man auf ein Menü, wo man mittels Klick auf “live!-Services” zur nächsten Unterseite gelangt.
Nun ist man aber noch lange nicht fertig, denn man erhält jetzt erst eine Übersicht über die Abos, die man “angeblich” abgeschlossen hat. Hier findet man Abos, welche man im eigentlichen Portal im Web überhaupt nicht zu Gesicht bekommt. Zum Einen gibt es den Freizeichenton-Dienst, der einen Anrufenden so tolle Musik anstelle des Freizeichentons entgegen wirft und zum Anderen erscheint dort auch das Real Music Paket L. Ein Klick auf “Abo kündigen” darunter setzt die Abokündigung in Gang.
Dann wird man gefragt, wie es des öfteren so üblich ist, ob man das Abo auch ja wirklich kündigen möchte. Wer das möchte, der klicke auf Ja, ansonsten muss man mit dem Abo und dessen Kosten leben.
Wenn alles richtig gemacht wurde, ist hiernach das Abo gekündigt. Zum Glück für meinen Besuch.
Wie ist das Ganze passiert? Nach mehrfachem Nachfragen hatte mein Besuch im September einmal eine MP3 aus dem live!-Portal herunter geladen, um diese als Klingelton zu verwenden. Anscheinend gab es auf der Downloadseite Kleingedrucktes oder Verstecktes, welches dem Herunterlader dieses Abo im Nachhinein aufdrückt – als Bonus für einen Monat kostenfrei. Darauf folgende Monate sind selbstverständlich mit Kosten verbunden, denn zu verschenken hat man ja schließlich nichts.
Ich persönlich finde so etwas unter aller Sau, hat es doch etwas von Vogonismus, die Abo-Kündigung in der letzten Ecke und nur über Handy erreichbar zu verstecken. Charakteristisch für den Vogonismus ist der Aufbau eines unüberschaubaren Netzes an Kommunikationskanälen und -formen, als auch die inkonsistente Nutzung der Kanäle, so dass Informationen nicht dort vorliegen, wo sie erwartet werden, selbst wenn vergleichbare Informationen bereits auf diesem Wege verbreitet wurden.
Ebenso ist dieses Geschäftsgebaren in meinen Augen mehr als befremdlich – vor allem, wenn unter 18-Jährige so ein Abo aufgedrückt bekommen, wo ggfs. die Eltern den eigentlichen Vertrag abgeschlossen bzw. mit unterzeichnet haben.
Im Hinblick auf die 7x 9,99 Euro, die bereits sinnlos aus dem Fenster geworfen wurden, blieb trotz des Verlustes etwas Positives beim Besuch: die Erkenntnis, dass man auch bei “neuen Medien” vor Kleingedrucktem und Haustürgeschäften aufpassen muss – lieber vorher Nachfragen und dann handeln.
Zwar etwas spät, aber wie sagt man so schön: Aus Schaden wird man klug
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