Kategorie : Hilfe

Microsoft, Exchange 2010 und Anonymous

Es gibt Anwendungen, die gern einmal Mails versenden: Statusinformationen, Erinnerungen an die User oder auch Hinweis auf Änderungen von Einträgen in einem System. Davon schwirren bei uns im Unternehmen einige herum. Besonders eine alte Anwendung, die aber sehr wichtig ist (welche ist das leider nicht) verschickt gern Mails, wenn ein Anwender Eintragungen bzw. Änderungen von Vorgängen getätigt hat. Das klappte bis vor der Einführung von Exchange 2k10 sehr gut.

Mails versendet diese Anwendung an einen offen verfügbaren SMTP-Server ohne jegliche Anmeldung, weswegen der 2k10 selbstverständlich dicht machte. Hierzu hatte ich einige Lösungshinweise versucht umzusetzen. Ich richtete einen neuen SMTP-Empfangsconnector ein, setzte die Zugriffsberechtigungen auf IP-Ebene, sodass nur spezielle Arbeitsstationen im lokalen Netz erlaubt waren darüber und nur an spezifische Empfänger zu versenden – wer will schon ein offenes Relay haben. Brachte aber alles nichts, denn den eigentlichen PowerShell Befehl, der für die Berechtigungsfreigabe für Anonymous-Zugriffe nötig ist, wollte ums verrecken nicht funktionieren.

Unter dieser Seite gibt es eine Anleitung mit auch eben jenen Befehl, der zum Scheitern verurteilt ist – zumindest auf deutschsprachigen Systemen.

Get-ReceiveConnector “Anonymous Relay” | Add-ADPermission -User “NT AUTHORITY\ANONYMOUS LOGON” -ExtendedRights “Ms-Exch-SMTP-Accept-Any-Recipient”

Der obige Befehl schlägt mit der Meldung fehl, dass der Benutzer bzw. die Gruppe “NT AUTHORITY\ANONYMOUS LOGON” nicht gefunden werden konnte. Selbstverständlich schlägt der fehl, da es sich eben um keine englischsprachige Maschine handelt. Der richtige Befehl lautet ergo:

Get-ReceiveConnector “Anonymous Relay” | Add-ADPermission -User “ANONYMOUS-Anmeldung” -ExtendedRights “Ms-Exch-SMTP-Accept-Any-Recipient”

oder

Get-ReceiveConnector “Anonymous Relay” | Add-ADPermission -User “NT-AUTORITÄT\ANONYMOUS-Anmeldung” -ExtendedRights “Ms-Exch-SMTP-Accept-Any-Recipient”

Bei aller Anpassung und Normierung von Pfaden, Junctions, SymLinks auf Grund der Problembeseitigung von unterschiedlichen Pfaden in Abhängigkeit von der Programmsprachversion (zB. “Program Files” zu “Programme”) sollte Microsoft einfach mal die Namen der System-User normieren. Dann klappt es auch besser mit dem TechNet.

“Freies” iPhone und nervende Rufumleitung

*Piep* die Wand an. Wenn ich mir den Blog hier so ansehe, dann hat sich lange Zeit nichts getan. Schuld daran bin ich selbst – oder besser die Priorisierung meiner freien Zeit. Dennoch versuche ich etwas Kontinuität wieder in die Sache zu bringen – ich gebe mir zumindest Mühe ;-)

Seit nun mehr 2 Tagen komme ich in den Genuss eines iPhone 3G S. Vertragsfrei, ohne SIM- oder Netlock. Ich hatte bereits für viele Kunden deren iPhones eingerichtet – vornehmlich in der Anbindung an deren Exchange 2003 bis Exchange 2010 Umgebung. Das funktioniert auch wunderbar. Erfahrung hierzu hatte ich bereits mit meinem iPod touch gemacht. Die Anbindung an einen erreichbaren Exchange Server ist denkbar einfach und bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung. Wenn doch – einfach fragen ;-)

Als ich das neue “Telefon” eingerichtet hatte, störte mich immens die Meldung bei eingehenden, wie auch abgesetzten Anrufen, dass Anrufe umgeleitet werden würden. Bei abgehenden Anrufen war/ist diese Meldung nicht weiter erwähnenswert, da nicht störend. Aber bei eingehenden Anrufen nervt dies gewaltig, da zuerst die Meldung der Anrufumleitung quittiert werden muss, bevor man das Telefonat annehmen kann. Ärgerlich … besonders, wenn mehrere Anrufe hintereinander eintrudeln (weil abwesender oder nicht ran gehender Besitzer) und dann für die Anzahl der Anrufe die Meldungen bestätigt werden müssen.

Dieses Problem tritt meiner Meinung nach nur bei SIM- und Netlock freien iPhones auf. Bei “Timo Beil” nicht, da im iPhone die nötigen Carrier Informationen hinterlegt sind. In den freien iPhones nicht.

Nach einigem Stöbern bin ich auf den “Carrier Mobile Generator” gestoßen, mit Hilfe dessen man auch für Anbieter wie Vodafone oder O2 die nötigen Carrier Informationen hinterlegen lassen kann. Dieser generiert eine Datei, die man dann mittels iTunes auf das iPhone einspielen lässt. Danach kommen – zumindest bei mir erfolgreich verlaufen – keinerlei Meldungen mehr. Lediglich die Adresse für die APN, zur Einwahl beim Provider zum surfen, muss noch nachgetragen werden, es sei denn man hinterlegt diese gleich im Profil.

Ich empfehle die Anleitung auf der Seite des “Carrier Mobile Generator” genau zu lesen und die nötigen Informationen, wie “Carrier name” (bei Vodafone = Vodafone.de) oder “Supported SIM (Your MCC/MNC e.g. 20622)” aus den Menüs des iPhones (mittels “Anruf” *3001#12345#*) herauszulesen und einzugeben.

Nach Wahl von *3001#12345#* öffnet sich die “Field Test Application“. Dann “MM Info” wählen -> “Serving PLMN” und unter “Mobile Country Code” und “Mobile Network Code” nachsehen. Wenn der Wert für “Mobile Country Code” zB. 234 ist und der Wert für “Mobile Network Code” zB. 15 ist, ergibt sich daraus der MCC/MNC-Wert (für den Generator) von 23415. Ist der “Mobile Country Code” gleich 234 und der “Mobile Network Code” gleich 6, dann muss vor der 6 eine führende 0 eingefügt werden und daraus resultiert der MCC/MNC-Wert von 23406.

In meinem Fall war der “Mobile Country Code” 262 und der “Mobile Network Code” 2, woraus dann 26202 resultiert.

Die generierte Datei muss dann lediglich gemäß Anleitung via iTunes bei angeschlossenem iPhone via Update eingespielt werden. Es werden dann die Carrier Daten mittels der bereitgestellten Informationen aktualisiert und dann entsprechend benutzt. Danach noch schnell einmal neu starten und fertig ist das Eliminieren der bescheidenen Meldung.

Thats it .. ich hoffe bei mindestens einen Leser verhilft dieses zum erfolgreichen Abstellen der Meldung ;-)

In diesem Sinne …

Lösung: Die Schneekatze hat Startschwierigkeiten

Seit letzter Woche bin ich im Besitz einer Familienpackung Schneeleoparden, die es sich nach und nach auf den Macs im Haushalt gemütlich machen. Drei Installationen verliefen völlig problemlos. Die vierte heute, auf dem iMac in der Firma, hatte mit leichten Startschwierigkeiten zu kämpfen.

Egal ob ich unter Leopard aus ein Update ausführen oder mittels DVD gestartet dieses verrichten wollte, bekam ich nicht die Möglichkeit die Installation auf die einzige Platte im System zu machen. Ich erhielt lediglich folgende Fehlermeldung mit einem lustigen gelben Dreieck ala “Jefahrenbucht” aus Monkey Island 3:

Mac OS X kann nicht auf Volume “Macintosh HD” installiert werden, da dieses Volume nicht als Startvolume für Ihren Computer verwendet werden kann.

Ich wollte auf dem iMac ein Update ausführen. Erstens weil er erst 1 Monat alt ist und kaum irgendwelche Programme installiert und Dateileichen vorhanden sind und zweitens, weil ich meine sämtlichen Konfigurationen und Kundenzugänge für die Administration nicht nachträglich neu einrichten wollte.

Nun kursierten eine Menge Hilfestellungen im weltweiten Netz, dass die Platte keine GUID-Partitionstabellen enthalten würden und deswegen dieses verwehrt wäre. Dem war bei mir leider nicht so.Ich bin dann zufällig auf einen kleinen Tip unabhängig von der Schneekatze gestoßen, der bei mir in dieser Konstellation erfolgreich war.

Mac OS X kann zur Laufzeit die Partitionsgröße der eigentlichen Partition verändern. Hierzu muss lediglich im Festplatten-Dienstprogramm die Größe der zu installierenden Partition geändert und gespeichert werden. Danach kann man auch prompt wieder die alte Größe wiederherstellen lassen.

sl-part-resize

In meiner Konstellation habe ich die letzte Ziffer – hier eine 5 – lediglich auf 4 gesetzt, das Ganze übernommen und kurz darauf gleich wieder geändert in 5. Die Partitionsdaten wurden damit neu geschrieben und einer Installation stand sowohl aus Update unter Leopard bzw. direkt gebootet via DVD nichts mehr im Wege.

slinst-ok

SQL: Zeichenketten innerhalb einer Spalte verändern

Dieser Eintrag ist für mich formell eine Gedankenstütze, aber vielleicht hilft sie dem Einen oder Anderen. Mich hat die Suche danach einen halben Abend gekostet.

Hintergrund war, dass in einer alten Datenbank eines Kunden Zahlen (Preise) eingetragen wurden (fragt mich nicht, warum dort kein passender Datentyp genutzt wurde, sondern Text bzw. VarChar), die aber kein Komma als Nachkommastellen hatten, sondern einen Punkt. Ursache hier war eine falsche Einstellung in den Regionaleinstellungen des jeweiligen PCs, welcher die Eintragungen vorgenommen hatte. Diese stand nicht auf Deutschland, sondern auf UK und somit war der Salat vorprogrammiert. Über 400 Einträge in unterschiedlichen Spalten der Tabelle waren verkehrt hinterlegt und das Auswerteprogramm produzierte einfach nur noch Müll in der Gestalt, dass die eigentlichen Preise mal locker um die 1000er Stelle verrutscht waren. Ja, so kann man mitunter auch seine Bilanzen frisieren – aber Spaß beiseite.

Damit die Daten nicht per Hand in der Tabelle manipuliert und auch kein individuelles Programm, welches den Convert ausführen sollte, entwickelt werden musste, suchte ich nach einer Möglichkeit mittels SQL-Statement das ganze zu realisieren. Letztendlich konnte ich das Problem mit folgendem Statement in den Griff bekommen:

UPDATE [TABELLE] SET [SPALTE] = REPLACE([SPALTE], ‘.’, ‘,’)

Dieser Befehl ersetzt in der resultierenden Zeichenfolge ein vorhandenen PUNKT zu einem KOMMA. Ebenso könnte man anstelle des Punktes und des Kommatas anderweitige Such- und Ersetzungszeichenketten nutzen. Wichtig ist nur, dass zB. beim SQL 2005 Server eine vorhandene Spalte vom Typ Text erst, wenn möglich, in VarChar umgewandelt wird. Ob dies möglich ist, entscheidet letztendlich der Inhalt.

Spaßtest Stickie-RAID 0

stickie-raid_0 Aus Spinnerei habe ich mir mal 5 Stück unserer Werbe-USB-Sticks (2GB) heute geschnappt, einen USB-Hub an den iMac angeschlossen und mal mit dem Festplatten-Dienstprogramm ein RAID 0 über alle 5 Sticks aufgebaut. Die Datenrate mit knappen 10MB pro Sekunde ist noch recht ordentlich, wenn man bedenkt, dass alle 5 Sticks am gleichen USB-Port hängen und “hoffentlich” (Genaueres weiß ich noch nicht) die Daten auch konsequent auf allen Sticks beim Schreiben verteilt werden.

Auch die Fehleranfälligkeit habe ich mal überprüft. Speziell meine ich hier den Punkt, wenn ein Stick mal abwesend ist. Nach Entfernen eines Sticks läuft das RAID 0 wie erwartet nicht mehr. Beim wieder Stecken erkennt das System das auf die Sticks verteilte RAID und stellt es gewohnt zur Verfügung. Auch ein Wechsel der einzelnen Sticks an unterschiedliche Ports des gleichen Hubs oder gar an andere USB-Ports des Macs verkraftet das System anstandslos.

Was man damit nun machen kann? Hmm, mal überlegen. Vielleicht einen temporären Download-Ordner, der bei Eliminierung eines USB-Sticks nicht mehr zugriffig ist? Hier entscheidet sich mitunter die Qualität der Verteilung der Datenblöcke auf den gesamten RAID-Datenträger. Ich denke mal, ich werde den Spaßtest mal im Hinterkopf behalten und mir mal die Funktionsweise des Software-RAID in MacOS X aneignen. Vielleicht erspart es mitunter einen Truecrypt-Container für derartige Dateien – wer weiß.

1&1: Error 500 – Internal server error

Schon nach Nutzung von WordPress 2.7 begannen einige Probleme in meinem Blog. Ziemlich oft konnte ich die interne Aktualisierung von Plugins nícht durchführen und war “gezwungen” die Plugins per Hand zu aktualisieren. Gestern startete ich den Versuch auf WordPress 2.8 upzudaten, was damit endete, dass ich mich nicht mehr im Admin-Bereich anmelden konnte. Deswegen wechselte ich kurzerhand wieder auf die 2.7 zurück.

Die Fehlermeldung, die ich immer erhielt, war Error 500 – Internal server error. Zum Glück bin ich heute über einen passenden Artikel gestolpert und habe die Anleitung dort flugs selbst live ausprobiert. Der Effekt ist, dass nun alle Plugins laufen, diese sich auch sauber live aktualisieren lassen und zudem das Update auf 2.8 erfolgreich verlaufen ist. Zudem habe ich das bemerkte Gefühl, dass das Ganze WordPress nun auch weitaus zügiger unterwegs ist.

Danke hierfür an die dementsprechenden Stellen (hier und hier). Zudem erläutere ich hier die Dinge, die bei mir in Anlehnung an die verlinkten Artikel geholfen haben.

  1. Eine Datei php.ini im wp-admin Verzeichnis der WordPress-Installation anlegen und diese mit “memory=20MB” (ohne Gänsefüßchen) befüllen. Dies half schon allein bei der Auto-Updateproblematik.
  2. AddType x-mapp-php5 .php sowie AddHandler x-mapp-php5 .php in der .htaccess Datei hinzufügen. Dies, so meiner Meinung nach, brachte den zusätzlichen Performanceschub

Auf dass das Bloggen besser flutscht ;-)