Kategorie : PC

(Update) Windows 8 Developer Preview – erster Eindruck

Nun ja – die ersten 2 Stunden Test fallen sehr ernüchternd aus. Kann vielleicht auch daran liegen, dass ich es bisher nur in einer VM und obendrein ohne Touch-Display ausprobiert habe. Getestet habe ich mittels VirtualBox in der letzt aktuellen Version. Zu beachten ist, dass in den erweiterten Einstellungen der VM (bei mir auf dem Mac  in den Einstellungen unter System/Hauptplatine) die Option IO-APIC aktiviert ist. Wenn nicht, dann tut es nicht. Die VM lief mit 1GB RAM und 64 MB VRAM, sowie ohne jegliche Treiberinstallation. Treiber sind derzeit AFAIK nicht für Windows 8 seitens Oracle verfügbar.

Eine kleine Seitennotiz: VMWare Fusion ließ sich bisher noch nicht dazu bewegen, überhaupt von der ISO zu booten. Stattdessen erhält man den wahrscheinlich neuartigen BSOD – jetzt SSOD (Sad Smiley Of Death).

Begrüßt wird man als Erstes (natürlich später verstellbar) mit einem einfachen Screen inkl. Uhrzeit, wo später auch die aktuellen Statusinformationen (zB. Anzahl Mails, Termine, Wetter usw.) stehen würden. Bis ich herausbekommen habe, dass man diesen mittels Maustaste gedrückt haltend und nach oben ziehend verschieben und somit den Anmeldebildschirm freilegen kann, vergingen ein paar Sekunden der Sucherei und ratloser Klickerei ;)

Danach landet man auch schon Flux (je nach Performance des Systems) im “neuen” Metro Style Menü. Nach bisherigem Nachsehen ist dies auch der komplette Ersatz für das Startmenü des Windows Desktops. Wenn das sich so bewahrheiten sollte, dann gute Nacht meinerseits. Ein Klick auf den derzeit dunkelgrau unterlegten Start-Button wechselt vom Desktop wieder in das Metro-Menü. (siehe Galerie oben im Artikel). Ich habe mich gerade erst bei Windows 7 an den Schnellzugriff via Suchbegriffe gewöhnt, um so mich schnell durch das System zu hangeln.

Zugegeben, das Metro-Menü hat schon seinen Reiz – besonders dann, wenn Applikationen erscheinen, die es ausnutzen (ganztägiger Terminkalender, Mailübersicht, Messaging, RSS usw) und ich stelle mir ein Tablet als Infopanel für den Haushalt vor (elektronischer Familienkalender + Info usw) – aber als Ersatz für das Startmenü? Bitte nicht …

Was ich bisher beobachten konnte ist, dass nach Ausführen der einen oder anderen Anwendung das System immer mehr laggte und schwieriger zu kontrollieren war. Teilweise hatte selbst der Taskmanager über 60% CPU-Last produziert. Erklären könnte ich es mir, wenn man sich dessen Optik und statistischer Auswertung näher ansieht. Hier scheint das Profiling, was vorher extern im Hintergrund lief in verstärkter Form nun mit einzufließen.

Ich werde die Tage das Ganze mal mit Kollegen auf einer physischen Maschine probieren und mir weitere Erkenntnise eintrichtern lassen. Eines sei aber noch gesagt: ohne Tastatur mit “Windows-Taste” wird es verdammt umständlich die Oberfläche zu steuern.

Update 1:

Wie nicht anders zu erwarten, hat ein Kollege auch Windows 8 installiert und wir kommen nach derzeit einigen Suchen zum Schluss: mit dem Wurf ist Microsoft nicht das Gelbe vom Ei gelungen. Als Aufsatz bzw. “Addon” im Stil vom Media Center hätte ich verstanden und akzeptiert und auch für einige Einsatzzwecke (siehe oben) favorisiert. Aber für den täglichen Betrieb ist der Komfort und die Bedienbarkeit in meinen Augen flöten gegangen.

Monkey Island 2 für iPhone / iPod touch

Titelbild 19 Jahre hat es gedauert bis LucasArts eine Neuauflage eines weiteren Klassikers für PC und auch für iPhone /iPod touch herausgebracht hatte.

Guybrush Threepwood ist wieder unterwegs und schöner denn je …

Die Rede ist von Monkey Island 2- LeChucks Revenge – mit eines der, meiner Meinung nach, besten Point&Click Adventures der letzten 25 Jahre. Es reiht sich in die vielen sehr guten Adventures von LucasArts ein, wie zB.: Monkey Island 1, Maniac Mansion, Day of the Tentacle (DOTT), The Dig, Full Throttle oder Monkey Island 3. Natürlich ist Sam & Max nicht vergessen.

Guybrush ist auf der Suche nach dem Schatz Big Whoop. Zu Beginn der Geschichte begibt sich Guybrush nach Scabb Island, wo es einen Hinweis auf die Lage des Schatzes geben soll. Die Insel wird jedoch von Largo LaGrande beherrscht, LeChucks altem Leutnant. Mittels eines Voodoo-Zaubers befreit Guybrush die Insel von seiner Schreckensherrschaft; allerdings verliert er dabei LeChucks Bart (den er als Siegestrophäe behalten hatte) an diesen. Mit dem Bart gelingt es Largo, den Piraten LeChuck als Zombie wiederzubeleben.

Guybrush zieht los, um die vier Kartenteile der Insel zu finden, auf welcher der Schatz Big Whoop lagert. Auf der Suche trifft Guybrush unter anderem wieder auf Elaine, die sich zwischenzeitlich von ihm getrennt hatte. Zudem stellt sich heraus, dass die Karte einst der Besitz von Captain Horatio Torquemada Marley, Elaines Großvater, und dessen Crew war; alle vier Besitzer dieser Karte sind nach ihrer Entdeckung unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen oder verschollen. (Auszug aus Wikipedia)

Aber es ist nicht nur eine simple Neuauflage. Im Gegenteil, denn das ganze Spiel wurde ordentlich aufpoliert und grafisch, wie auch tontechnisch, auf moderne Maßstäbe gehievt. Sämtliche Hintergründe und Figuren wurden überarbeitet und erstrahlen in neuem Glanz. Komplett durch die Bank wurden zum sämtliche Dialoge in englischer Sprache vertont, Hintergrundmusiken überarbeitet, die Steuerung speziell für das iPhone / iPod touch angepasst – und ich muss sagen, dass die neue Steuerung sehr gut umgesetzt wurde.

(NEU) Largo im Hotel (ALT) Largo im Hotel Als zusätzliches Schmankerl ist es möglich im komplett alten “Look” vom Jahre 1991 zu spielen. Ein einfaches “Aufspannen” mit zwei Fingern (Aufzoomen) schaltet zwischen der alten und der neuen Ansicht um. Somit kann man mitunter sehen, dass nicht allein die Grafik (welche zu damaliger Zeit wirklich top war) entscheidend ist, sondern der Spielwitz und das Gameplay an sich.

Zu dem Look selbst gesellt sich auch nahtlos während des Wechsels der Grafik der Wechsel der Musik, welche in einer scheinbar erweiterten General-MIDI Version daher kommt. Auch wenn der neue Soundtrack wunderbar ist, so gefällt mir beim Bone-Song die Urversion immer noch besser ;)

(NEU) auf Phatt Island (ALT) auf Phatt Island Mit Hilfe der neuen Steuerung ist die Bedienung recht einfach. Ein einfaches Tipp auf den Bildschirm lässt Guybrush zu diese Stelle hinbewegen. Gegebenenfalls ist eine weitere Aktion, sofern man ein benutzbares Objekt antippt, vorausgewählt – “Ansehen”. Möchte man eine andere Aktion durchführen, wählt man lediglich ein Aktionssymbol am unteren Rand aus und danach den Ort, mit dem interagiert werden soll. Einfach simpel :)

(NEU) Top-Ansicht Phatt Island (ALT) Top-Ansicht Phatt Island  Die Schwierigkeit des Gameplay selbst orientiert sich an der einfachen Version des Ur-Spiels. Damals gab es zwei wählbare Schwierigkeitsgrade, die zwar inhaltlich sehr ähnlich waren, aber wenn man zB. einen Hammer in der leichten Variante einfach so mitnehmen konnte, dann ging das in der schweren Fassung erst dann, wenn man vorher andere Tätigkeiten ausübte.

Obwohl ich es zig-mal durchgespielt habe – damals mehrfach unter DOS, unter Windows mit Hilfe von ScummVM – spiele ich es erneut gern. Nicht nur weil es frisch daherkommt, sondern weil es meiner Meinung nach ein zeitloser Klassiker ist, den man stets hervorkramen und durchspielen kann.

Die Dialoge, sowohl in Textform in deutsch (im Klassik-Modus auf Englisch), sind einfach herrlich und ich erfreue mich daran endlich sehr gut vertonten Text genießen zu können.

Und ich denke einen kleinen Ausblick geben folgende Screenshots (NEU/ALT), welches Spiel als nächstes in einer Neuauflage erscheint .. und wenn es kein Spoiler sein sollte, dann zumindest ein Easter Egg, der mir bisher aufgefallen ist. (ALT) Guybrush im Kostümverleih (Hase Max rechts) (NEU) Guybrush im Kostümverleih (Tentakel rechts)

Alles in allem meine Wertung: 5 von 5 Punkten! :)