Kategorie : PC

Hinter dir, ein dreiköpfiger Affe

Good news everyone! Ich war bisher immer der Meinung, dass man erst die Klassiker der Computerspiele-Geschichte spielen sollte, um eine Aussage über die Qualität heutiger Spiele treffen zu könne. Ausreden gab es viele, warum man die Klassiker nicht spielen “konnte”: laufen kaum auf heutigen PCs oder sind graphisch “grottenschlecht” (neee, das denke ich persönlich nicht). Jetzt ziehen diese Ausreden aber nicht mehr, denn TADAAA:

Monkey Island wird es im Sommer als Special Edition geben. Das Spiel wurde Windows-tauglich gemacht und zudem massiv aufpoliert, nebst Sprachausgabe und zeitgemäßen gezeichneten neuen Grafiken. Und da die Engine die gleiche ist, ist auch das Spiel im Kern zum Original aus dem Jahre 1990 identisch. Und mit das Beste an der Neuauflage ist die Möglichkeit zur Laufzeit zwischen Retro- und Neuansicht umzuschalten. Genial! Ich freu mich – wieder etwas für die Sammlung

RTFM

sbs-2k8-ram.jpg Derzeit testen wir in der Firma unterschiedliche Serverbetriebssysteme und Serveranwendungen aus, da die Infrastruktur bei uns erneuert werden soll. Zusätzlich muss man in diesem Gewerbe auf der Höhe der Zeit bleiben und seine Hände an neuen Hard- wie auch Softwaretechnologien legen – man möchte ja auch den bestmöglichen Support seinen Kunden zu Gute kommen lassen.

Dass bei jeder Aktion auch immer RTFM (Read The Fucking Manual) gilt, sollte bekannt sein. Dass man selbst das mitunter nicht beachtet ebenso – zum Leidwesen der eigenen Zeit. Heute zum Beispiel lief eine knappe Stunde lang die Installation eines SBS 2008 Standard (Small Business Server 2008) auf einer Testmaschine, nur um im Moment der Euphorie über das baldige Ende der Installation der angegebene Screenshot gezeigt wird.

Installation ergo nicht möglich, da die Testmaschine “nur” 2GB RAM zur Verfügung hat und kein passender RAM mit ECC zur Verfügung steht und ebenso nur für diesen Fall speziell für die Testmaschine nicht extra angeschafft wird. Ich sagte ja schon immer, dass mehr RAM stets zu bevorzugen ist, aber dass für solch ein Produkt gleich 4GB Pflicht sind, ist schon etwas … nja, bescheiden!

Dennoch hätte man die Stunde einsparen können, wenn schon während oder vor der Installation darauf hingewiesen worden wäre, dass zu wenig RAM in der Kiste steckt. Microsoft signalisiert ja sonst auch jeden Pups unter Windows.

Naja, was solls .. die Moral von der Geschicht – vergiß niemals nie das RTFM nicht!

Notebook + Bohrer = defekt

hp-defekt-bohr.jpg Ich habe schon einige Dinge in meinem beruflichen Alltag gesehen und auch so manche Denkaussetzer mitbekommen. Beim vorliegenden Fall ist bei einem HP Notebook der inner Stift des Netzteilsteckers im Notebook verblieben. Handwerklich begabt setzte man sich ans Werk und versuchte den stecken gebliebenen Stift aus dem Notebook herauszubekommen. Statt mit Pinzette wurde mit Bohrmaschine gearbeitet und die komplette Dose “heraus gebohrt”.

Danach landete das Notebook bei uns – Fehlerbeschreibung “Geht nicht – bekommt keinen Strom!”. Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass keinerlei Garantie darauf besteht und dennoch auf Kundenwunsch das Ganze zu HP eingeschickt. Heute kam die Antwort: Netzteil wird gemäß Garantie getauscht, aber die Reparatur des Notebooks ist wegen der “Eigenreparatur” kostenpflichtig geworden.

Hätte der Kunde gleich uns kontaktiert, anstatt ein “Gespräch” zwischen Bohrer und Notebook zu starten, wäre auch dieser Schaden kostenfrei repariert worden. Naja – ist ja “nur” ein kleines Sümmchen Geld *hust*.

Windows 7 auf dem Mac Pro

w7-hwtest01.png Heute bin ich nach vielen Ruhepausen dazu gekommen mal Windows 7 RC auf meinem Mac Pro zu installieren. Die Installationszeit dauerte kaum 17 Minuten, geschuldet an den mehrfachen Bootphasen, wo ich nicht aufgepasst habe und er immer wieder Mac OS X startete. Erstaunlicherweise war nach der Installation fast jedes Hardware-Gerät mit Treibern versehen, sodass ich nur noch die aktuellen Audio- und Grafikkartentreiber hinterher schieben musste.

Ich bin ziemlich beeindruckt über die Leistungsfähigkeit des Mac, wo er doch im Vergleich zu anderen PC-Systemen, die ähnlich “alt” sind, doch weitaus besser abschneidet (jetzt knapp 1,5 Jahre). Gut, die Grafikkarte und die Platte kann man tauschen bzw. in den Mac dazupacken, um den Gesamt-Leistungsindex zu erhöhen. Das System selbst werkelt auf einer knapp 2 Jahre alten 120GB Platte und die Grafikkarte ist eine 8800GT. Insofern dennoch vollkommen überzeugend. Ich bin gespannt, wie sich die einzelnen Tests mit Anwendungen, Spielen und anderem Gedöhns machen werden. Ebenso, ob irgendwann mal der Aufrüstwahn im PC-Sektor aufhören kann, denn bisher schafft es kaum ein Programm oder Spiel die 2, 4 oder gar 8 Prozessoren (2×4) überhaupt effektiv und konsequent auszunutzen. Bisher heißt immer noch die Devise: mehr Takt und Cache, umso besser. Zum Beispiel war ich von Crysis & Co. mehr als enttäuscht, weil sie nicht in der Lage waren, mehr als 2 Kerne anzusteuern, um andere Rechenaufgaben – ja gar grafikintensive Rechenoperationen für “schwächere” Grafikkarten auszulagern.

Wie auch immer … eins ist jedenfalls Fakt: ich arbeite gern mit Windows, supporte dies auch beruflich, wie auch privat, entwickle Anwendungen für Kunden auf diesen Systemen, aber Windows 7 wird in meinen Augen Mac OS X nicht das Wasser reichen können – aber es nähert sich langsam, ganz langsam, da hier und da ein paar Dinge adoptiert wurden … subjektive Meinung und Erfahrung halt.

Windows 7 nur mit Windows

Um Windows 7 mal nativ auf dem Mac Pro die nächsten Tage testen zu können, wollte ich einfach “nur” die 64-Bit Edition von Microsoft herunter laden. Die Bedingungen für den Download lasen sich gut: benötigt werde der IE7, IE8 oder Firefox. Kein weiterer Ton zum benötigten Betriebssystem oder sonstigen Voraussetzungen.

Ich also frisch ans Werk, mich mit meinem bestehenden Account angemeldet und – nichts passiert. Er sprang immer wieder zur vorherigen Seite zurück und startete den Download nicht einmal ansatzweise. Also eine virtuelle Maschine mit Windows XP gestartet und das Ganze von dort ausgeführt und – es ging problemlos herunter zu laden.

Frage an MS: Ihr wollt doch eure Software an den Mann (oder Frau) kriegen, oder? Dann solltet ihr auch den Download von nicht Windows-Systemen aus zulassen. Wer, wenn er nicht gerade eine DVD bereits sein Eigen nennt, installiert sich vorher ein Windowssystem, um Windows 7 herunter laden zu können?

Windows 7 RC

Ich habe seit gestern das “Glück” Windows 7 RC testen zu können. Zur von mir bereits unter die Lupe genommenen Betaversion und meinem Fazit hat sich noch einiges geändert – zum Guten, wie auch zum Schlechten in meinen Augen. Die Installation der RC in VMWare Fusion 2.0 dauerte keine 15 Minuten ohne zusätzliche Treiberinstallationen. Das ist bisher eine der schnellsten Installationszeiten, die ich erleben durfte. Im Vergleich zur Betaversion hat sich noch einiges geändert. Das für mich auffälligste Argument ist die Verbesserung der Geschwindigkeit des Systems.

Schmierte in der Beta die Leistungsbewertung ab, läuft sie nun korrekt und zügig bis zum Ende durch und vermittelt trotz VM eine ordentliche Wertung. Die Bewertung der Grafikkarte lasse ich außen vor, denn diese ist bekanntlich in einer VM nicht sonderlich funktionabel und für Aero fehlt es am Turbo – es ist halt nur Software. Es wurden ebenso Grafikfehler ausgemerzt, welche in der Beta doch arg hinderlich waren.

Das Starten von Solitair  lässt jetzt nicht mehr den Rechner einfrieren. Dafür aber rennt die VM mit 100% CPU Last, während die Karten während des Austeilens über den Bildschirm ruckeln. Bei diesem Kartenspiel braucht man anscheinend eine ordentliche Grafikkarte, um es genießen zu dürfen.

Eines der ersten Dinge, die mir aufgefallen waren: es fehlte Windows Mail. Ich las etwas später einen Bericht von Chip, dass Microsoft “angeblich” wegen der Monopolstellung die Mitauslieferung von zB. Windows Mail in Windows 7 gestrichen hat. Anstelle dessen “darf” man sich der Windows Live Dienste bemühen. Um diese Dienste und ergo die Programme nutzen zu dürfen, bedarf es einer Zwangsregistrierung bei Microsoft Live. Wenn man also vorher seine Windows Kopie nur freigeschaltet, aber sich nicht registriert hatte – da man ja nicht wollte, dass Microsoft weiß, dass die Windowsversion die Eigene ist – der darf sich nun mit Namen und allem Drum und Dran bei MS melden und bekommt dann die Software, sofern er diese denn will: Nachtigall ick hör dir trapsen!

Ich habe auch die neuen Funktionen ausprobiert. Nehmen wir zum Beispiel AeroShake. Diese Funktion ist angeblich auf Grund von Kundenfeedback eingebaut worden. Wenn ich ein bestimmtes Fenster alleinig auf dem Desktop haben möchte, dann halte ich meine Maustaste auf dem Fenster gedrückt und “schüttele” (shake) es. Dann verschwinden bzw. werden alle anderen Fenster minimiert. Tu ich dies erneut, dann wird der Ausgangszustand wiederhergestellt. Es gibt dafür auch eine Tastenkombination, aber Windows+POS1 ist doch etwas übertrieben weit auseinander, um es sinnvoll einsetzen zu können. Dieses “Feature” wird entweder nicht oft genutzt werden, oder es wird Probleme mit sich bringen. Ich denke da an Spiele, die mitunter ein permanentes Drücken der Maustaste und deren Bewegung fordert: ein Shooter mit nervösem Spieler wird zusätzliche Schockmomente auslösen ;-) … Dennoch, in meinen Augen eine mehr oder weniger sinnlose Funktion.

Dass die neue Programmleiste stark dem Dock von Mac OS X ähnelt, hatte ich ja bereits angedeutet. Richtig unübersichtlich werden die Hover- und Popupinformationen, wenn ich zum Beispiel auf das IE Symbol gehe. Dann erscheinen alle geöffneten Tabs als Liste (ohne Aero) bzw. als Echtsymbol/Darstellung. Der Wechsel zwischen den Tabs und das Suchen der gewollten geöffneten Webseite wird zum Geduldspiel – zumindest für mich, wenn der Normalfall 15-20 Tabs darstellt.

Ins Detail geht der oben verlinkte Artikel von Chip, inklusive vielen weiteren Screenshots und Videos. Ich für meinen Teil würde sagen, dass Windows 7 besser als Vista ist – auch wenn es mir viel zu schrill und bunt ist und den User massiv entmündigt. Besonderes Augenmerk hierzu sei auf das HomeGroup-Feature gelenkt. Hier bedarf es keinerlei Kenntnisse eines Users mehr, um Daten oder Peripherie im Home-Netzwerk für andere Rechner freizugeben. Ich bin sehr gespannt, wie sich diese HomeGroup mit zusätzlichen Routern (DSL usw) herumschlägt oder ob der Ärger hier vorprogrammiert sein wird – Stichwort IP-Adressen / Standard-Gateway und Konfiguration der Geräte im Auslieferungszustand …

Wir werden sehen, wie es sich auf einem “echten” Rechner sich profiliert. Mal sehen, ob ich die Lust verspüre auf eine separate Platte Windows 7 zu installieren … interessant wäre es schon, wo der Mac Pro leistungstechnisch sich laut MS Leistungsindex befindet.