Kategorie : Spiele

Monkey Island 2 für iPhone / iPod touch

Titelbild 19 Jahre hat es gedauert bis LucasArts eine Neuauflage eines weiteren Klassikers für PC und auch für iPhone /iPod touch herausgebracht hatte.

Guybrush Threepwood ist wieder unterwegs und schöner denn je …

Die Rede ist von Monkey Island 2- LeChucks Revenge – mit eines der, meiner Meinung nach, besten Point&Click Adventures der letzten 25 Jahre. Es reiht sich in die vielen sehr guten Adventures von LucasArts ein, wie zB.: Monkey Island 1, Maniac Mansion, Day of the Tentacle (DOTT), The Dig, Full Throttle oder Monkey Island 3. Natürlich ist Sam & Max nicht vergessen.

Guybrush ist auf der Suche nach dem Schatz Big Whoop. Zu Beginn der Geschichte begibt sich Guybrush nach Scabb Island, wo es einen Hinweis auf die Lage des Schatzes geben soll. Die Insel wird jedoch von Largo LaGrande beherrscht, LeChucks altem Leutnant. Mittels eines Voodoo-Zaubers befreit Guybrush die Insel von seiner Schreckensherrschaft; allerdings verliert er dabei LeChucks Bart (den er als Siegestrophäe behalten hatte) an diesen. Mit dem Bart gelingt es Largo, den Piraten LeChuck als Zombie wiederzubeleben.

Guybrush zieht los, um die vier Kartenteile der Insel zu finden, auf welcher der Schatz Big Whoop lagert. Auf der Suche trifft Guybrush unter anderem wieder auf Elaine, die sich zwischenzeitlich von ihm getrennt hatte. Zudem stellt sich heraus, dass die Karte einst der Besitz von Captain Horatio Torquemada Marley, Elaines Großvater, und dessen Crew war; alle vier Besitzer dieser Karte sind nach ihrer Entdeckung unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen oder verschollen. (Auszug aus Wikipedia)

Aber es ist nicht nur eine simple Neuauflage. Im Gegenteil, denn das ganze Spiel wurde ordentlich aufpoliert und grafisch, wie auch tontechnisch, auf moderne Maßstäbe gehievt. Sämtliche Hintergründe und Figuren wurden überarbeitet und erstrahlen in neuem Glanz. Komplett durch die Bank wurden zum sämtliche Dialoge in englischer Sprache vertont, Hintergrundmusiken überarbeitet, die Steuerung speziell für das iPhone / iPod touch angepasst – und ich muss sagen, dass die neue Steuerung sehr gut umgesetzt wurde.

(NEU) Largo im Hotel (ALT) Largo im Hotel Als zusätzliches Schmankerl ist es möglich im komplett alten “Look” vom Jahre 1991 zu spielen. Ein einfaches “Aufspannen” mit zwei Fingern (Aufzoomen) schaltet zwischen der alten und der neuen Ansicht um. Somit kann man mitunter sehen, dass nicht allein die Grafik (welche zu damaliger Zeit wirklich top war) entscheidend ist, sondern der Spielwitz und das Gameplay an sich.

Zu dem Look selbst gesellt sich auch nahtlos während des Wechsels der Grafik der Wechsel der Musik, welche in einer scheinbar erweiterten General-MIDI Version daher kommt. Auch wenn der neue Soundtrack wunderbar ist, so gefällt mir beim Bone-Song die Urversion immer noch besser ;)

(NEU) auf Phatt Island (ALT) auf Phatt Island Mit Hilfe der neuen Steuerung ist die Bedienung recht einfach. Ein einfaches Tipp auf den Bildschirm lässt Guybrush zu diese Stelle hinbewegen. Gegebenenfalls ist eine weitere Aktion, sofern man ein benutzbares Objekt antippt, vorausgewählt – “Ansehen”. Möchte man eine andere Aktion durchführen, wählt man lediglich ein Aktionssymbol am unteren Rand aus und danach den Ort, mit dem interagiert werden soll. Einfach simpel :)

(NEU) Top-Ansicht Phatt Island (ALT) Top-Ansicht Phatt Island  Die Schwierigkeit des Gameplay selbst orientiert sich an der einfachen Version des Ur-Spiels. Damals gab es zwei wählbare Schwierigkeitsgrade, die zwar inhaltlich sehr ähnlich waren, aber wenn man zB. einen Hammer in der leichten Variante einfach so mitnehmen konnte, dann ging das in der schweren Fassung erst dann, wenn man vorher andere Tätigkeiten ausübte.

Obwohl ich es zig-mal durchgespielt habe – damals mehrfach unter DOS, unter Windows mit Hilfe von ScummVM – spiele ich es erneut gern. Nicht nur weil es frisch daherkommt, sondern weil es meiner Meinung nach ein zeitloser Klassiker ist, den man stets hervorkramen und durchspielen kann.

Die Dialoge, sowohl in Textform in deutsch (im Klassik-Modus auf Englisch), sind einfach herrlich und ich erfreue mich daran endlich sehr gut vertonten Text genießen zu können.

Und ich denke einen kleinen Ausblick geben folgende Screenshots (NEU/ALT), welches Spiel als nächstes in einer Neuauflage erscheint .. und wenn es kein Spoiler sein sollte, dann zumindest ein Easter Egg, der mir bisher aufgefallen ist. (ALT) Guybrush im Kostümverleih (Hase Max rechts) (NEU) Guybrush im Kostümverleih (Tentakel rechts)

Alles in allem meine Wertung: 5 von 5 Punkten! :)

Hinter dir, ein dreiköpfiger Affe

Good news everyone! Ich war bisher immer der Meinung, dass man erst die Klassiker der Computerspiele-Geschichte spielen sollte, um eine Aussage über die Qualität heutiger Spiele treffen zu könne. Ausreden gab es viele, warum man die Klassiker nicht spielen “konnte”: laufen kaum auf heutigen PCs oder sind graphisch “grottenschlecht” (neee, das denke ich persönlich nicht). Jetzt ziehen diese Ausreden aber nicht mehr, denn TADAAA:

Monkey Island wird es im Sommer als Special Edition geben. Das Spiel wurde Windows-tauglich gemacht und zudem massiv aufpoliert, nebst Sprachausgabe und zeitgemäßen gezeichneten neuen Grafiken. Und da die Engine die gleiche ist, ist auch das Spiel im Kern zum Original aus dem Jahre 1990 identisch. Und mit das Beste an der Neuauflage ist die Möglichkeit zur Laufzeit zwischen Retro- und Neuansicht umzuschalten. Genial! Ich freu mich – wieder etwas für die Sammlung

Auf Wiedersehen Azeroth – Willkommen Aventurien

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Nachdem mein “World of Warcraft”-Account mal wieder pünktlich auf Eis gelegt wurde, ist es mal wieder an der Zeit, andere Welten zu betreten. Um so schöner ist es, dass zeitgleich aus dem “Amazonas” eine Lieferung eintraf: Das Schwarze Auge – Drakensang.

Als alter Fan der Nordland-Triologie war für mich von Anfang an klar, dass auch Drakensang in den Genuss kommen muss von mir gespielt zu werden. Bis auf einige kleine Schnitzer, die sicherlich aber noch gefixt werden, bin ich nicht enttäuscht worden. Die Atmosphäre ist für meine Begriffe Klasse, das Handling nach Umgewöhnung mehr als ordentlich, anspruchsvolle Questen warten darauf gelöst zu werden und das Mikromanagement wird in großen Teilen den Vorgängern gerecht.

Alles in allem eine wirklich gelungene Umsetzung der Fantasy-Welt Aventurien, die weitaus mehr Lust nach mehr macht. In maximaler Auflösung, Farbtiefe und in meinen Augen liebevollen Detailgrad durch die Lande zu streifen, macht schon ordentlich was her und für meine Zwecke ist es mehr als ausreichend und hübsch anzusehen. Lediglich Windows musste ich nach über 2 Monaten Nichtnutzung wieder ausmotten. Was mich stutzig machte war, dass ich nach 2 Monaten gezwungen wurde meine Vista Lizenz erneut zu aktivieren. Es wurden keinerlei Hardware-Änderungen oder Sonstiges vorgenommen und ja – es war bereits aktiviert. Sollte diese Lizenzpolitik seitens Microsoft einem zu Denken geben?

Alles in allem kann ich mich erneut in eine fantastische Welt vertiefen und Pause machen wann ich will und mich nicht der Echtzeit des MMORPG hingeben und einen ruhigen und günstigen Moment abwarten zu müssen :-)

ScummVM – die bessere VM

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Seit Jahren existiert dieses Projekt bereits. Seit Jahren nutze ich ScummVM (Script Creation Utility for Maniac Mansion Virtual Machine) regelmäßig, um nach und nach gute, “alte” Klassiker im Adventure Bereich auch auf neuen Rechnern spielen zu können.

Seien es die, bis heute in den Bereichen Story, Spieltiefe, Atmosphäre und Weiter lesen …

Sam&Max und meine Heimat …

Es ist schon interessant: Da spielt man nichts ahnend eine Runde Sam&Max Season One, um einige Episoden später einen Gag über die eigene Heimat präsentiert zu bekommen. Genauer gesagt findet man diesen Gag in der 2. Episode mit dem Namen “Situation: Comedy”. Sie schaffen es, sich bei einem TV-Sender als Schauspieler zu verdingen und bekommen prompt Rollen in einer Sitcom.
Die Szene die die beiden spielen sollen gestaltet sich ungefähr so: Sam & Max sind ehemalige Farmer und halten eine Kuh in ihrem Appartment. Dies ist aber laut dem Vermieter untersagt und genau dieser taucht immer wieder auf, um zu sehen, ob seine Forderungen der kuhfreien Zone eingehalten werden. Somit gilt es für Sam & Max ihren Vermieter auszutricksen, indem sie die Kuh “verstecken” bzw. verkleiden.
Sie verkleiden die Kuh, sodass sie wie ein Koch aussieht. Der Vermieter platzt herein und lässt sich überzeugen, dass die “Kuh” ein französischer Koch wäre. Dumm ist nur, dass die Kuh hinter sich eine ihrer braunen zusammengepappten Überreste der widergekäuten Gräser zu liegen hat. Da das Ganze ja Sam&Max ist, packt man flink einen Teller unter die Ausgeburt des rektalen Kanals und verkauft das Ganze als neuste, von der Koch-Kuh erstellte, Kreation. Darauf hin sagt der Vermieter: “Hmm, das schmeckt … interessant.” Und der Rest der Konversation mit Hilfe von zwei ausdrucksstarken Bildern:


Irgendwie fühle ich mich dennoch geehrt, dass die Uckermark, meine Heimat, in einem Computerspiel erwähnt wird :-)

Ansonsten kann ich jedem, der Adventure-Spiele mag, Sam&Max Season One ans Herz legen. Es knüpft gelungen an das vor über 13 Jahren erschienene “Sam&Max: Hit the Road” an und überzeugt in der neuen Fassung mit bissigem Humor, markanten Sprüchen und überwiegend gut durchdachten Rätseln. Zugegeben – die einzelnen Episoden sind vergleichsweise recht kurz, aber als Gesamtwerk (6 Episoden) ist die Zeit zum Lösen für knappe 22 Euro sehr gut angelegt. Zusätzlich unterhält das Spiel auch beim zweiten oder dritten Mal durchspielen, da genügend Dialoge und einige versteckte Gags vorhanden sind.