Kategorie : Privates

Update: Beim möglichen unrechtmäßigen Online-Schnüffeln ertapptes Bayern

Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt einen Kommentar dazu abgebe – schließlich wird man vorsichtig in seiner Wortwahl und sichert sich nach und nach durch Informationen ab. Was aber gestern vermeldet und schon letzte Woche als Konsequenz aus einer Aktion im Januar diesen Jahres in meinen Augen repressalisch und unrechtsstaatlich durchgeführt wurde, kann man nicht ungelesen, ungehört oder ungesehen einfach verkommen lassen – es muss informiert werden.

Was ist zusammengefasst passiert? Ein Informant aus dem Justizministerium in Bayern hat augenscheinlich brisante bzw. ein brisantes internes Dokument dem CCC und der Piratenpartei zugespielt, welche dieses auch veröffentlichten. Dieses Dokument könnte ein Beweis dafür sein, dass die bayrische Justiz schon vor irgendwelchen gesetzlichen Regelungen (Anfang/Mitte 2007) sich “illegaler”, nicht rechtlich abgedeckten Mechanismen bedient hat, um verschlüsselte Kommunikationen am Zielrechner selbst abzufangen und auszuleiten (die Installation erfolgt via Anhang per eMail oder durch Beamte vor Ort laut Programmbeschreibung).  Ebenso, wenn dies der Fall sein sollte und der Verdächtige nicht so dumm war den eMail Anhang auszuführen und er dennoch überwacht wurde, hieße dies, dass auch heimlich in seine Wohnung eingedrungen wurde, um den “Trojaner” aufzuspielen – und das ohne gesetzliche Grundlage und somit illegal.

Was das Ganze noch brisanter macht, ist die Art und Weise, wie nun die bayrische Justiz zähnefletschend reagiert. Das ganze Engagement richtet sich nicht gegen die bescheidenen Missstände und  dubiosen Machenschaften im eigenen Haus, nein: gegen den Informanten, der aus moralischen Gründen über die Missstände informieren wollte und vlt. auch musste. In meinen Augen wurden nicht rechtskräftige Durchsuchungen und Beschlagnahmungen bei Zeugen durchgeführt (als diese gelten die beiden Durchsuchten) und es wurden laut Meldungen Repressalien angedroht, nur um die Identität des Informanten zu erlangen.

Man könnte nun meinen, dieses Vorhaben der Justiz war ein Eigentor, da eine derartige Aktion eigentlich nur bestätigen kann, dass das veröffentlichte Dokument korrekt ist. Und wenn es korrekt ist, zeigt es die nicht vorhandene gesetztreue Haltung und Durchführung einzelner Staatsorgane.

Was ich hoffe, dass Udo Vetter, der Betreiber des Lawblog und anscheinend Anwalt der Durchsuchten, etwas Wind in die Geschichte bringt, sodass auch die “großen” Medien darüber berichten, sofern diese nicht schon in irgend einer Art und Weise “unterwandert” oder verhindert sind. Wieso? Die ARD zum Beispiel berichtete vollkommen unterschiedlich (und vor allem falsch) im Vergleich zu Heise und Fefe über die Anhörung zum BKA-Gesetz.

Was ich mich letztendlich frage: der von der Bundesregierung verabschiedete Hackerparagraph §202c – ist jener Paragraph nicht ein Eigentor für den Staat selbst? Wer sich diesen Paragraphen mal durchliest sollte feststellen, dass man meiner Meinung nach die Firma DigiTask GmbH danach belangen und verurteilen kann – wie auch jede andere Firma oder staatliche Einrichtung, die solche oder ähnliche Software herstellt.

Update: Auch der Spiegel Online schreibt dazu etwas …

 

Weiterbildung

Ab morgen, eine Woche lang, trete ich zur Weiterbildung an. Aber nicht als Schüler oder Lehrling, sondern als Dozent. Vermittelt werden soll mein alltägliches Arbeitsgebiet, insbesondere Rechnerarchitekturen, Netzwerkstrukturen (nebst Hintergrundwissen, Einrichtung) und technische Fertigkeiten im Umgang mit der Rechentechnik (Suche nach Problemursachen, Installation und Einrichtung/Konfiguration) und das Ganze gewürzt mit einer Prise Auftragsbearbeitung inkl. Rechnungslegung, Projekt- und Zeitmanagement sowie Kundenbetreuung.

Da bin ich mal gespannt, wie ich mich bei meiner Bewährungsprobe so schlagen werde :-)

Mein HTHIASIM

Nach einigen Wochen der Testerei folgt wie meist die Ernüchterung. Sicherlich fällt es mir auf der einen Seite schwer diesen Schritt zu gehen, hätte ich es mir doch gewünscht, dass es funktioniert, wie ich es erwarte.

Die Rede ist vom HTMAC, laufend unter Mac OS X mit EyeTV und FrontRow. In den letzten Tagen haben sich in meinen Augen massive Fallstricke entwickelt, die normalerweise bei einem HTMAC/HTPC nicht auftauchen sollten.

Welche Probleme taten sich auf?

  1. Die Integration des Fernsehmoduls (EyeTV) mittels PyeTV ist bei Weitem nicht so angenehm wie unter VMC (Vista Media Center). Störend ist vor allem das nicht Starten von Aufnahmen aus Front Row heraus, welche Sonderzeichen im Dateinamen enthalten (C.S.I. – Den Tätern auf der Spur).
  2. Das Fernsehmodul hat ebenso einen bescheidenen Schönheitsfehler. Sofern ich live fernsehe habe ich mittels der Apple Remote keine Möglichkeit das Live-TV zu stoppen. Dies ist aber notwendig, damit der HTMAC wieder schlafen geht, wenn er nicht benötigt wird. Ohne das Stoppen läuft der Timeshift im Hintergrund weiter und der Mac bleibt an.
  3. So niedlich die Apple Remote auch ist – eine komfortable Bedienung ist nicht möglich. Sämtliche Funktionen, die man in- und auswendig mittels der MCE-Remote (Microsoft Fernbedienung) kannte, versuchte man in nur 6 Tasten zu packen. Es ist eine große Eingewöhnung von Nöten und trotzdem ist die Fehlbedienung sehr hoch.
  4. Bei einer Vorführung vor Freunden wollte ich auch eine DVD mit Bildern vorführen. VMC fragte immer nett nach, ob die Bilder auf der DVD via einer Diashow dargestellt werden sollen. Front Row bleibt stumm. Unter Mac OS X müssen die Bilder in die iPhoto Bibliothek importiert werden, sodass dann Front Row damit arbeiten kann. Sehr sehr umständlich, wie ich finde.
  5. In den letzten Tagen vermehrten sich die Einschlaf- und Aufwachprobleme am Mac. Insbesondere wenn er doch einmal aufwachte war die Chance groß, dass die aufzunehmende Sendung 0 Byte groß war. Trotz längerer Problemsuche kam ich zu keiner geeigneten und funktionierenden Lösung. Derartiges ist mir unter VMC nie passiert.

Das sind leider nur die ärgerlichsten Probleme, die ich hier aufgezählt habe. Und so schwer es mir auch fällt muss ich leider sagen, dass Microsoft mit seinem VMC um Längen vorn liegt. Sicherlich ist die EPG Integration einfach lachhaft verglichen mit EyeTV, welches ohne Zweifel eine einfache Sendersuche, Senderzuordnung und EPG Darstellung hat, aber sie funktioniert unter VMC.

Die eigentliche HTMAC Installation bleibt unberührt (bis auf die Aufnahmen und die Musike auf der externen Platte – die brauche ich erstmal mit NTFS für Vista), sodass ich bei Software Updates und Bug Fixes oder gar gefundene Problemlösungen das Ganze wieder unter Mac OS in Gang bringen kann. Insofern ist es an der Zeit (parallel zum Beitrag) den Mac mini mittels Bootcamp für Vista fertig zu machen und Microsoft noch einmal eine Chance als HTPC zu geben. Oder sagen wir besser HTHIASIM: Home Theater Hardware Is Apple, Software Is Microsoft ;-)

Elektronische Fingerabdrücke und verschwindende Zweckbindung

Als hätte ich es nicht vorher geahnt, trumpft heute Heise mit einer für mich im Voraus geahnten Meldung auf. Dem Bundesrat gehen die bereits beschlossene Zweckbindung zum Einsatz / Abruf / Verwendung der elektronischen biometrischen Daten (Fingerabdrücke / biometrisches Passbild) nicht weit genug und fordert somit “Nachbesserung” – sprich Verschärfung.

Es ist bald nicht mehr so weit hergeholt, wenn jeder Fingerabdruck, der bei einem Tatbestand jeglicher Art aufgefunden wurde und sei er noch so zufällig und eigentlich ohne Belang, direkt mit den gespeicherten Fingerabdrücken abgeglichen wird – ergo man selbst unschuldig ins Visier gerät.

Was besonders interessant ist – eigentlich sollten die Fingerabdrücke nur im Ausweis sein. Seltsam ist, dass diese auf einmal in Datenbanken auftauchen – sollte das nicht dem Einen oder Anderen zu denken geben? Vielleicht in die Richtung, was man mit “geklauten” Fingerabdrücken einem alles unterjubeln und unterschieben kann?

Wie ich so etwas nenne? Verlogen und hintergangen … oder wie es der Fürst von Lichtenstein kürzlich über das aktuelle Deutschland sagte: das vierte Reich!

“Getuned und tiefergelegt” – ein Besuch in Zabakuck

Heute waren wir spontan in Zabakuck – einen Kurzausflug unternehmen. Dort gibt es einen kleinen Tierpark nebst kleinem Spielplatz, wo man den Nachmittag sehr gut genießen kann. Der Tierpark als Solches ist gleichzeitig eine Art Behinderten-Werkstatt, wo jene in der Werkstatt Gegenstände herstellen, die Tiere und Gehege pflegen und sich logischerweise auch zusammen finden, um sich auszutauschen. Das Geld (Eintritt für Erwachsene 1,50 €, Kinder 0,50€ und Babys/Kleinkinder frei) kommt sowohl dem Verein (Werkstatt) als auch dem Tierpark zu Gute und ich denke somit ist es auch für einen guten Zweck ausgegeben.

Gleich zu Beginn ist uns folgendes schnittige, tiefergelegte und gepimpte Gefährt aufgefallen ;-)

Pimp my Pony

“Wer hat dem armen Tier die Beine angesägt?”

Zusätzlich zur Entspannung kam noch die Freude unserer Lütten dazu, die quietsch vergnügt so gut wie jedes Tier anfassen und besabbern wollte. Wir haben sie auch fast immer dies tun lassen – bis auf die Ziegen … die muffelten ;-)

 

Wieder Post aus Bonn

Gestern haben auch die restlichen im Haushalt Lebenden Post aus Bonn erhalten. Es ist im direkten Vergleich interessant zu sehen wie “unterschiedlich und rein zufällig” die Nummern vergeben wurden und daraus überhaupt keine Rückschlüsse gezogen werden können *hust*.

Das bereits in einem vorherigen Beitrag verlinkte Schreiben habe ich selbst noch mit einigen Fakten ausgeschmückt und es ist als Einschreiben mit Rückschein mit 3 Beschwerden beinhaltend unterwegs.

Für alle die, die es interessiert: Hier ist meine Vorlage Beschwerde Vergabe der Steuer-ID.

Ich, wie auch andere, sind keine Nummer!