Kategorie : Privates

In eigener Sache

Der geneigte Leser möge mir nachsehen, dass in der letzten Zeit recht wenig Neues hier zu finden war. Dies hat unter anderem mehrere Gründe, die ich kurz anreißen möchte.

Da ich seit nun bald 2 Jahren mich direkt politisch engagiere, geht darin sehr viel Zeit auf. Es macht mir trotz vieler Widrigkeiten sehr viel Spaß und ich kann sehen, dass wir – zusammen mit Piraten vor Ort, im Land Brandenburg und im Bund – eine Menge bewegen können. Dazu zählen Aktionen (zB. Mahnwachen), Treffen (mit Piraten auf kommunaler und Landesebene, sowie politischen, inhaltlichen und dienstleistenden Arbeitsgruppen), Veranstaltungen (Bürgerforum, geplanten Bürgerhaushalt, Parteitage, Besuche von Veranstaltungen anderer politischer Parteien), Pressemitteilungen schreiben. Dazu zählt auch die Verantwortung (Ehrenamt) als Vorsitzender des Kreisverbandes Brandenburg a.d. Havel die bestehenden und neuen Inhalte zu transportieren und zu präsentieren. Ebenso die mir selbst auferlegten ehrenamtlichen Tätigkeiten auf Landesebene.

Parallel dazu habe ich Familie, die primär die mir freie Zeit (vor der politischen Arbeit) in Anspruch nimmt. Zudem geraten selbst das eine oder andere sehr ausschweifende Hobby von vor 3 Jahren mehr und mehr in den Hintergrund – die Prioritäten und Interessen haben sich verschoben.

Ich denke aber, dass es wichtig ist, was ich mache. Nicht nur für mich oder meine Familie, sondern für alle – ich möchte mit daran wirken Verbesserungen zu realisieren. Idealist halt :)

Ich versuche Besserung ;)

Piraten ziehen weiter vorwärts

cc-by 2010 Michael Hensel

Abstimmung - cc-by 2010 Michael Hensel

Das letzte Wochenende habe ich zusammen mit mir wichtig gewordenen Freunden, Bekannten und Gleichgesinnten in Chemnitz verbracht: mit Piraten beim zweiten Bundesparteitag 2010.

An diesem Wochenende wurde gemeinschaftlich über die Erweiterung des Grundsatzprogrammes diskutiert und abgestimmt – und was soll ich sagen: Das Programm wurde erweitert!

Sicherlich ist diese Erweiterung für die primär an den Kernthemen festhaltenden Mitglieder kein sehr guter Schritt, aber es ist in meinen Augen ein weiterer Schritt vorwärts, den Piraten ein Gesicht zu geben: aus Grund- und Bürgerrechten abgeleitet, so wie auch die Kernthemen selbst aus den Grund- und Bürgerrechten abgeleitet sind.

Was wurde nun alles beschlossen? Weiter lesen …

GardenNET

Ehrlich gesagt, so richtig zuversichtlich war ich nicht, dass außerhalb der Stadt im Garten ein relativ ordentlich funktionierender und den Umständen schneller Internetzugang möglich ist. Dennoch habe ich etwas Technik zu Testzwecken vorerst besorgt und im Grünen heute in Betrieb genommen.

Als UMTS-Stick nutze ich “noch” den Huawai E161 mit O2, denvornehmlich für dienstliche Zwecke im Einsatz habe, wenn ich zu Kunden unterwegs bin. Als WLAN-Router kommt ein Asus RT-N13U (Rev. B) zum Einsatz. Lediglich die Revision B ist in der Lage ein per USB angeschlossenen USB-UMTS-Stick zu nutzen. In dieser Kombi (E161) gibt es nur einen Haken: derzeit muss ich noch einen aktiven USB-Hub dazwischen schalten, da der E161 zu viel Energie vom USB-Port zieht, den der RT-N13U leider nicht bereitstellen kann.

Wo das iPhone und andere Handys (zB. Smartphones mit Windows Mobile) bereits kein stabiles UMTS bereitstellen konnten, so läuft diese Konstellation mit HDSPA und satten und stattlichen 200 KByte pro Sekunde Download – und das obwohl die nächste Funkzelle doch ein ganzes Stück weit entfernt ist.

Der Vorteil zudem ist die Garten-weite Bereitstellung des Zuganges via WLAN, was derzeit während der Mittagspause von 3 Leuten auch ergibigst genutzt und getestet wird ;-)

GardenNET lässt grüßen!

In der nächsten Testphase werde ich versuchen mal meine Hände an ein Huawai E5 zu kriegen. Dieses dann mit einem USB-Ladegerät an die Steckdose gestöpselt, sollte ebenso langen und ist zudem recht kompakt. Die Frage ist lediglich, wie groß die Reichweite ist. Aber das lässt sich sicherlich herausfinden.

Update: Parteitag mit Popcorn, Selbstvernichtung und dennoch positiver Bilanz …

07.08.2010: Es war kein ruhmreicher Abgang des ehemaligen Landesvorstandes – er war kläglich, gezeichnet von Verblendung, Selbstüberschätzung, Mangel an Eigenkritik und purem Egoismus. Gezeichnet von Fakten, die keine waren, gezeichnet von Annahmen und Verschwörungstheorien in Akte X Manier. Es war eine vermeintliche Darbietung und versuchte Kontrolle des Parteitages, um unliebsame Mitmenschen, die inhaltlichen und strukturellen Aufbau betrieben und nicht in deren Sinne war, schlecht darzustellen, öffentlich zu diskreditieren, zu diffamieren und zu verleumden.

Dieses Spiel passiert bereits seit über 10 Monaten, wo mit Faktenlosigkeit, blind geglaubten und nicht geprüften Aussagen billige und polemische Meinungsmache betrieben wurde aus Reihen des ehemaligen Landesvorstandes. Wer anstelle mit Popcorn und Kacke schmeißen will, der sollte seine Aussagen wohl überlegen, denn ansonsten trifft man sich nur selbst.

Unhaltbare, ungesicherte und unbeweisbare Aussagen in den Raum zu pusten, kann ganz schnell nach hinten losgehen.

Der Parteitag gestern zeigte ganz deutlich, dass viele Kritiker in den letzten 10 Monaten Recht hatten. Diese Kritiker, wozu auch ich zählte, hatten unentwegt faktisch, mit Belegen und Nachweisen aus öffentlichen Quellen die Aussagen und Taten des Vorstandes, respektive des Schatzmeisters, angeprangert, angezweifelt – ja sogar Missstände aufgezeigt. Anstatt eine Selbstreflektion durchzuführen, wurde gefeuert – von allen. Vielleicht aus Unwissenheit, aus getätigter “Überzeugungsarbeit” aus den eigenen Reihen oder vielleicht sogar unter Drohung? Wer weiß das so genau.

Faktum ist, dass der erste Teil des Parteitages zeigte, dass über 90% aller Befürchtungen und Kritiken korrekt waren:

  • Minderungsanträge wurden nicht wie vorgegeben an die Bundesgeschäftsstelle gesendet – somit stand jeder Beschluss eines Parteitages oder eines Vorstandes einer Gliederung auf der Kippe und wäre anklagbar gewesen … danke an die Bundesgeschäftsstelle und Teile des Bundesvorstandes, die uns bei der Bestätigung der Minderungen vor Ort halfen, damit der Parteitag wegen dieser leicht vermeidbaren, aber niemals umgesetzten Lappalie nicht anfechtbar wird
  • es wurde versucht die per Satzung festgelegten Rechnungsprüfer, die den finanziellen Teil des Tätigkeitsberichtes mit Unterlagen auf dem Parteitag prüfen sollen, nicht wählen zu lassen
  • die Finanzen, oder besser die Bearbeitung der Finanzen, war eine Katastrophe – auch wenn die Rechnungsprüfer vor Ort eine Entlastung empfahlen, waren sie von den Unterlagen schockiert, ja sie konnten nicht einmal ordentlich prüfen, da die Dokumente schlichtweg fehlten (nicht mitgebracht) und die Beschaffung aus der Landesgeschäftsstelle viel Zeit kostete und somit sehr oberflächlich das Ganze in Augenschein genommen werden konnte
  • der Vorstand setzte sich über die eigene Satzung hinweg und vermied es, trotz vorheriger Information, nötige Tagesordnungspunkte zu verkünden
  • die Mitgliederanzahl ist von ca. 339 Mitgliedern auf 238 geschrumpft – und das nach offizieller Angabe des Landesschatzmeisters ab dem 19.07.2010 – obwohl es keinerlei Probleme gäbe
  • und vieles mehr im hoffentlich bald veröffentlichten Protokoll im Landes-Wiki …. ich will nichts vorweg greifen.

Faktum ist auch, dass der ehemalige Landesvorstand sich gestern völlig zum Narren und unglaubwürdig gemacht hat. Allein das Konstrukt, dass die Piratenpartei finanziell und organisiert von Institutionen unterwandert wird (zB. der Verfassungsschutz) – ebenso im Landesverband Brandenburg – und dies auch noch in namentlichen Einklang mit unter anderem meiner Person zu bringen war ein riesengroßer Haufen Mist in deren eigenes Gesicht. Allein für solch eine Aussage – vorgetragen vor dem gesamten Parteitag – müsste man Anzeige erstatten. Wer Behauptungen in den Raum stellt und diese nicht begründen oder darlegen kann und das auch noch in dieser Art und Weise, der … unfassbar .. ich halte mich lieber mit meiner Aussage hierzu zurück, ansonsten vergesse ich mich.

Wichtig ist, dass eine derartige paranoide Verblendung einfach nur schlimm ist – vielleicht waren es auch die Marsianer? Es fand keine Aussage statt, die irgend etwas mit Selbstkritik zu tun hatte. Meine Person wurde ebenso in dem Zusammenhang genannt, da ich den Landesvorstand angeblich und vehement mit Anträgen arbeitsseitig gelähmt hätte – dabei habe ich nicht einen einzigen Antrag an den Vorstand gestellt. Und wer vorgibt, dass sich nichts bewegt hätte im Landesverband, keine inhaltliche Arbeit geleistet worden wäre, der hat es verpeilt sich darüber im Klaren zu werden, was er monatelang geblockt und wogegen er vehement gearbeitet hat. Der hat es verpeilt, welche Anträge auf dem Parteitag selbst gestellt werden sollten und ebenso, was über 10 Monate für Arbeit in allen Kreisen, Kreisverbänden und im Land selbst durchgeführt wurden, weil man blindlings versuchte die eigene Linie zu fahren, anstatt gemeinschaftlich auch andere Projekte und Bestrebungen unter einen Hut zu bekommen … ich sag nur “Spalter” finanziert durch den Verfassungsschutz!

Das war schon ein dickes Stück …

Wer auf solch einen Niveau versucht miteinander zu arbeiten und Politik zu machen, dem kann ich kein Vertrauen und keinen Glauben schenken. Wie sagte ein guter Freund und Pirat:

“Wenn du privat lügst, ist es mir egal – aber wenn du politisch lügst, dann bist du unglaubwürdig ..”

wahre Worte.

Ich bin mehr als enttäuscht über Teile des ehemaligen Landesvorstandes – besonders über den ehemaligen Vorsitzenden, der stellvertretenden Vorsitzenden und erst recht über den ehemaligen Landesschatzmeister. Die Selbstdarstellung und der massive Griff ins Klo auf dem Parteitag war bezeichnend und ich denke für einen Großteil anderer Piraten ebenso, dazu ein Mitglied des Bundesvorstandes und die Bundesgeschäftsstellenvertretung und der Versammlungsleiter ..

Zum Glück wurde im zweiten Teil des Parteitages konstruktiv gearbeitet. Die Wahlen waren fair, der neue Vorstand meiner Meinung nach gut zusammengesetzt, Anträge wurden bearbeitet und ein neuer Programmpunkt bzw. Forderung für den Landesverband als Position beschlossen – die Forderung auf ein Grundrecht auf Internet (Breitband). Man sieht, man kann mit bereits Wenigen inhaltlich arbeiten. Und das wird sich steigern, da bin ich mir sicher.

Allen Gewählten im Vorstand, den Kassenprüfern und im Schiedsgericht wünsche ich alles Gute bei ihrer Arbeit. Wenn ihr Hilfe benötigt, dann scheut euch nicht uns alle zu fragen, denn nur gemeinschaftlich können wir was bewegen und nur gemeinschaftlich können wir diskutieren und Inhalte ausarbeiten – auch wenn die Meinungen und Gemüter kontrovers sind.

Wenn wir ehrlich zueinander sind, dann sehe ich keine nennenswerten Probleme im vorstehenden Jahr – zumindest keine, die wir nicht lösen können :)

Mein Dank geht an den Bundesvorstand, die Bundesgeschäftsstelle, dem Versammlungsleiter und allen Piraten, die konstruktiv an und für diesem Tag mitgewirkt haben. Gemeinsam packen wir es.

Gruß und mit dem Blick nach vorn, Richtung Sonnenaufgang ;)

Zurück: Von Urlaub und “neuer” Serie

Rot verbrannt bin ich von meinem Familien-Urlaubstrip aus Dänemark zurück. Es ging mal wieder nach Blåvand, einem sehr schönen Flecken Erde. Leider auch ziemlich touristisch überfüllt. Leider hatte meine fotografische Vorbereitung einen massiven inhaltlichen Fehler. Meine komplette Ausrüstung hatte ich mitgenommen und die Speicherkarten völlig zu Hause liegen lassen m(

Naja – so lernt man

Das Wetter war angenehm und sehr erträglich im Vergleich zu den Tagen zuvor in Deutschland, wo man vor lauter Hitze nicht so recht wusste, in welchen schattigen Keller mit integrierter Klimaanlage und zig-Kubikliter Flüssigkeit man sich verkriechen sollte.

Die Tage haben wir vermehrt am Strand genutzt – vor allem Skallingen hat es uns angetan. Eine sehr schmale, sich ellenlang hinziehende Straße bringt einen zu einer wunderschönen Küste, die derart unberührt und unüberladen mit Menschenvolk scheint, dass man sich dort gern aufhält, Sandburgen mit dem Kind aus dem Nichts entstehen lässt oder sich auch in die angenehmen Fluten und Wellen der Nordsee stürzt.

Fast an jedem Abend wurde gegrillt, weswegen sich mein Verlangen danach wohl wahrscheinlich die nächsten Wochen nicht melden wird. Dennoch waren die Abende, welche wir mitunter auch mit Freunden, die separat dort verweilten, verbrachten, sehr angenehm. Wieso?

Wenn alles in unserer Behausung schlief, genoss ich noch einige Minuten und gar Stunden vor dem Fernseher und schaute BBC Entertain. Gepaart mit dänischen Untertiteln wurde ich auf eine Serie aufmerksam, die ich mal als Kind hier und da zu Gesicht bekam, aber nie wusste worum es ging und diese Serie in das hinterste meines Hirnstübchens eingeschlossen hatte.

Die Neuauflage, die an den Abenden gezeigt wurde, faszinierte mich sehr, sodass ich jeden Abend vor des ersehnten Nachtschlafes mir 2 Folgen ansah und mich stellenweise wieder an bestimmte Dinge in meiner Kindheit erinnerte.

Welche Serie dies auslöste? Doctor Who .. die wohl am längsten laufende Science-Fiction-Serie weltweit, produziert von der BBC ..

Die paar Folgen haben mich derart fasziniert, sodass ich heute gleich mir einige DVDs als UK Import geordert habe. Deutsche Fassungen, bis auf die neuen Staffeln 1 und 2, wird es nicht geben, da es in Deutschland kaum ausgestrahlt und somit nur bis dahin synchronisiert wurde. Aber was solls – mein Englisch muss auch wieder auf Vordermann gebracht werden.

Ich freue mich auf den Postboten – und bitte ePost oder ePaket – so einen Müll an Volksverdummung braucht kein Mensch (in Dänemark über die dusslige Werbung davon gestolpert). Aber zu diesem Thema später mehr, wenn ich wieder gedanklich in Fahrt bin.