Fakten, Erlebnisse, Gedanken und Erkenntnisse
Privates
Privates über mich
Ich habe es getan …
20. Jul
… und ich fühlte mich sogar richtig gut dabei, wenn ich ehrlich bin. Ich habe die letzten Tage intensiv, wie auch die Wochen zuvor, lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Schritt wagen sollte oder nicht – schließlich hatte ich so etwas vorher noch nie getan.
Ich weiß noch nicht, welche Rolle ich dabei spielen werde, aber zumindest weiß ich, dass ich daran mitwirken und teilhaben möchte. An etwas, was einen Großteil meiner Gedanken teilt und diese vertritt. An etwas, was meiner Familie und mir die Möglichkeit gibt, die Lebensweisen zu ermöglichen, die einem Jeden schwarz auf weiß zustehen. An etwas, wo auch meine engsten Vertrauten, Bekannten, ja auch Kollegen und auch jene, die ich bisher noch nicht kenne, mitwirken und sich auch rein gedanklich unterstützend einbringen können.
Es wird ein anstrengender Weg für mich – das weiß ich nur allzu genau – aber ich habe mich entschlossen, diesen Weg zu gehen, denn ich will etwas tun, weil es so, wie es derzeit ist, nicht weitergehen kann. Priorisiert gehen Familie und Arbeit selbstverständlich vor, dennoch möchte ich alle restlichen mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen.
Ich habe heute einen Mitgliedsantrag für eine Partei ausgefüllt und abgeschickt. Welche genau, das werde ich dann verkünden, wenn es auch offiziell bestätigt wurde, aber der geneigte Leser meines bescheidenen Blogs kann dies sicher erahnen bzw. aus den Zeilen heraus lesen.
Die letzten Jahre und Monate haben mich massiv an der Glaubwürdigkeit der meisten bestehenden Politiker und vieler Parteien zweifeln lassen. Es gibt hier und da Ausnahmen, konnte ich mich aber mit ihnen nur im geringen Teil identifizieren. Jeder von uns – auch wenn er es jetzt noch nicht schlimm findet oder als Problem betrachtet – hat massiv verbriefte Grundrechte einbüßen müssen und an den restlichen Grundrechten wird fleißig immer weiter gegraben, um diese schlussendlich irgendwann zu begraben. Unsere Bildung hat die letzten 20-30 Jahre eine massive Talfahrt hingelegt und es wurde politisch eher mehr zerstört, als erneuert. Wir haben uns selbst unsere Jugend zum Teil bildungstechnisch und sozial verkorkst und meckern darüber, dass wir keinen “vernünftigen” Nachwuchs haben. Die Überwachung eines Jeden schreitet immer weiter voran und wenn nicht bald etwas dagegen getan wird, dann weiß die Wirtschaft und der Staat bald alles, wenn nicht sogar mehr über uns, als wir selbst – Dinge, die keinem außer uns selbst etwas angehen.
Wir werden gegängelt, kriminalisiert, diffamiert und zu bloßen Konsumenten degradiert und das alles weil wir “nur” die Bürger dieses Staates sind. Was die Politiker aber vergessen ist, dass wir alle Staat sind. Wir sind der Souverän in diesem Land und die Politiker, die Ämter und alle anderen, die aus öffentlichen Geldern finanziert und bezahlt werden, sind eigentlich unsere Angestellten. Sie sollen für uns die Arbeit machen und nicht gegen uns arbeiten.
Das alles ist nur ein kleiner Teil, der mich vor einiger Zeit hat aufwachen lassen … und weil meckern und informieren allein nicht immer ausreicht, gehe ich eben einen Schritt weiter in eine Zukunft, die ich selbst verständlicherweise noch nicht sehen kann, ich aber diese versuche für andere, wie auch für mich, gemeinschaftlich zu formen.
Passt auf eure Daten auf
17. Jun
Ein Erlebnis vom Freitag, welches ich allen mal nahe legen möchte, hat mir doch etwas die Verwunderung in die Augen getrieben. Wir haben über die Bucht eine Stoffhandtasche (nein, nicht für mich – versteht sich von selbst) ersteigert, welche auch uns prompt zugesendet wurde. Beim Auspacken der Tasche aus der Verpackung fielen uns eine Menge Zettel entgegen.
Nun waren das keine gewöhnlichen Zettel. Nein, es waren diverse Krankenscheine, Krankschreibungen diverser Art, Überweisungen, Schriftwechsel mit der Krankenkasse und eine Rechnung über eine Pink-Vamp-Perücke aus dem Sex-Shop! Wir wüssten nun ohne Anstrengungen die Adressdaten (das wüssten wir auch ohne das Ganze), Geburtsdatum, Krankenversichertennummer, Krankheitsverlauf der letzten Wochen, Medikamentation, behandelnde Ärzte, Kontoverbindungsdaten (auf Grund der via EC bezahlten Rechnungen) usw.
Nach Rücksprache mit dem Verkäufer haben wir das Ganze wieder zurückgesendet, welcher heilfroh war, das Ganze wieder zurück zu erhalten. Angenommen, ich wäre bei einer Versicherungsagentur tätig, wäre das mitunter ein gefundenes Fressen – auch für andere Berufszweige wären dererlei Informationen nicht unerheblich.
Also, entweder aufgepasst, was versendet wird, abheften, was längerfristig benötigt und wichtig ist oder die Dokumente in die Ablage S – wie Shredder. So jedenfalls vernichten wir Adress- und andere Daten, die nicht in den Müll dürfen!
Futschikato
16. Mai
Man denkt, es kann einen selbst nie ereilen. Seit gestern hat es mich getroffen: 650GB an Daten im Eimer – mehr oder weniger. Dadurch, dass ich noch nicht so weit war mit den Sicherungsplatten an meinem Mac Pro, hatte ich nur selektiv bestimmte Dateiordner gesichert. Zum Glück waren darunter mein Fotoarchiv und andere mir wichtige Dateien.
Der Grund ist Seagate’s tolles Firmware-Problem, welches nach einer unbestimmten Zeit X die Platten nicht mehr anlaufen lässt. Irgendwie muss die 750GB Platte bei der Update-Orgie bei mir durchgerutscht sein. Ergo, hab ich erst einmal das Nachsehen.
Ich werde mir wohl oder übel eine neue Platte kaufen – die Plattenpreise sind derzeit eh mehr als akzeptabel – und die 750er ES.2 (Enterprise wohlbemerkt) werde ich als RMA einschicken, denn sie ist erst im Oktober 2008 gekauft worden. Wenn es gut geht, dann bekomme ich die Platte mit neuer Firmware zurück und die Daten sollten noch drauf sein.
In der Zwischenzeit habe ich eine verbliebene 500GB Platte im Einsatz, wo ich die wichtigsten Daten aus der Time Maschine Sicherung wieder eingespielt habe. Es wird Zeit sich wirklich über ein Sicherungsverfahren Gedanken zu machen. Mein Server steht eh schon bereit – er muss nur vernünftig ausgestattet werden.
Spielerische Fähigkeiten- und Wertevermittlung
11. Mai
Die Neugier der Kleinen ist bemerkenswert. Auch die Fähigkeit der Adaption und Nachahmung ihrer Bezugspersonen. Entweder möchten sie am elektronischen “Klafünf” ein Medley zum Besten geben oder sie studieren am sonntäglichen Frühstückstisch die Zeitung, wie es auch Mama und Papa halt tun. Lernen, Begreifen, Verstehen, Meinungsbildung, Erfassen von Geschehnissen um uns herum, kreatives Beschäftigen mit mehr als nur einem Sinnesorgan gleichzeitig – das sind Dinge, die man gern sieht und solange es den Kleinen Spaß macht, sollte man auch keine Steine in den Weg legen
Es macht richtig Spaß unserer Lütten beim Aufwachsen und Begreifen ihrer Welt zuzusehen
Altersdurchschnitt
09. Mai
Anscheinend haben wir uns für unsere Wohnung eine tolle Ecke ausgesucht. Seit gestern ist der Altersdurchschnitt in der Hood hier von 62 auf 65 Jahren angestiegen. Da kann selbst unsere Lütte mit ihrem 1 Jahr und ein paar Krumme nichts mehr daran reißen.
Naja – irgendwann, und so lange dauert das nicht mehr, müssen auch die Politiker umdenken, denn meine Generation, die mit dem Internet groß geworden ist, wird derzeit massiv in die Ecke gedrängt … ich nenne so etwas eine Einbahnstraße für die Politiker ..
Guter Service
08. Mai
Ich war die letzten 3 Tage in der Nähe von Stuttgart dienstlich unterwegs. Genau in dem Moment, wo ich das Macbook mobil gut gebrauchen konnte, versagte der Akku nach nur 20 Ladezyklen – obwohl das Gerät weniger als 1 Jahr alt ist. Somit musste ich es für die Vorbereitung eines größeren Projektes an der Strippe lassen und die halbe Leistung des Prozessors in Kauf nehmen. Ich rief den Apple Support an und eröffnete einen Fall. Dieser bat mich das Ganze in einem Service-Center noch einmal überprüfen zu lassen, aber es scheint auf ein Defekt des Akkus hinaus zu laufen, welches mir dann dort direkt getauscht werden würde.
Gesagt, getan – heute war ich in Berlin am Ernst-Reuther-Platz, habe denen das Gerät in die Hand gedrückt. Die haben auf die Schnelle eine Diagnose mit einem Serviceprogramm gestartet und danach umgehend und kostenlos den Akku getauscht. Keine 10 Minuten später saß ich bereits wieder im Auto und fuhr gen nächster Kunde. So muss das sein
Da haben die Formalitäten für den Austausch länger gedauert als der Austausch selbst
Zwar ist es doof, dass das mit dem Akku passiert ist, aber Produktions- und Chargenfehler gibt es überall und an dieser Stelle entscheidet der Service und der war sehr gut!
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