Kategorie : Privates

Püppi hat Post aus Bonn

Ehrlich gesagt hätte ich mir es gewünscht für Püppi und uns keine Post aus Bonn zu erhalten. Die Rede ist von der Zustellung der Steueridentifikationsnummer gemäß § 139b der Abgabenordnung (AO).

Heute ist das erste Schreiben herein geflattert und zwar an unsere Tochter, die gerade mal 8 Monate alt ist. Wer sich noch nicht darüber im Klaren sein sollte, was diese Nummer bedeutet und was diese für Möglichkeiten bietet, der sollte sich etwas auf meinem Blog umschauen oder die in diesem Beitrag beigefügten Links ansehen. Für Informatiker sei gesagt: SteuerID = PrimaryKey.

Als erste Anlaufstelle empfehle ich die Info-Seiten der Humanistischen Union. Da eine Klage nicht mehr vor dem BVerfG geführt werden kann (kann meines Wissens nach nur 1 Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes) gibt es auch ein Beschwerdeschreiben, mit Hilfe dessen man sich bei Erfolg der anstehenden Klage vor dem Finanzgericht berufen kann.

Ich für meinen Teil mache gerade das Beschwerdeschreiben fertig, denn meine Familie und ich wollen keine Nummer sein.

Über Urlaub und neue Berufsfelder …

Seit heute bin ich wieder zurück von einem 1-wöchigen Urlaub in Dänemark. Nach ruhigen 7 Stunden Autofahrt (hin, wie auch zurück) ist diese Reise nun zu Ende. Wir waren zu 8 und 2/2 in Blåvand und haben die Strandnähe inklusive einiger wunderschöner Sonnenuntergänge, die Sehenswürdigkeiten, die Umgebung, das schöne Ferienhaus und das gemischte Deutsch-Dänische Flair genossen – oder sagen wir mal lieber Deutsch-Deutsch-Dänische Flair. Der Ort selbst ist meiner Ansicht nach mit 75% Deutschanteil (Urlauber) eher eine Art Kolonie.

Worüber ich mich leider geärgert hatte, war der “miserable” Internetzugang, welcher aus einem gewöhnlichen Modemkabel, parallel am Telefon angebracht, bestand. Da war ich letztes Jahr in dem Ferienhaus wirklich verwöhnt worden. Somit war Abstinenz angesagt, welche auch nicht geschadet hat – außer dass ich jetzt Einiges an Informationsaufarbeitung vor mir habe.

Selbst unserer Lütten hat es trotz einiger Regentage gefallen und wir waren erstaunt, wie “einfach” sie in der ganzen Zeit war (Schlafen gehen, Aushalten im Kindersitz während der Fahrten usw.). Wir hatten mit weitaus Schlimmeren gerechnet ;-)

Serviceteeknicker Zusätzlich hat dieser Urlaub auch Neues aus der Welt der Berufsbezeichnungen zum Vorschein gebracht. Der Beruf im Bild (unterstrichen) war mir völlig neu.

Ansonsten ist wie immer ein klitzekleiner Auszug in der Foto-Abteilung (Dänemark 2008), oder in diesem Beitrag zu sehen. Seien es Bilder vom Strand und von Sonnenuntergängen, die eine oder andere Anekdote, ein Blick auf den “Auto-Strand” und und und …

Viel Spaß … der “Serviceteeknicker” ;-) Weiter lesen …

Gratulation, Bachelor …

doktorhut.jpg Ich kann freudig verkünden, dass der angehende Bachelor, welcher bei uns in der Firma tätig war/ist, heute sein Kolloquium sehr gut gemeistert hat und somit kein angehender Bachelor mehr ist, sondern ein “Bachelor of Science”. Der zuständige Professor der FH Brandenburg als Erst- und ich als Zweitprüfer konnten ihm hoffentlich seine Zweifel, die vor und während seiner schriftlichen und mündlichen Arbeit aufkamen, mit der heute verkündeten Note verschwinden lassen und damit seinem zukünftigen Werdegang weitere Türen öffnen.

In diesem Sinne, herzlichen Glückwunsch nochmals in aller Öffentlichkeit. Ich freue mich schon auf die nächsten Kandidaten, denen ich als Zweitprüfer während ihrer Bachelor-Arbeit zur Seite stehen kann. Es macht mir zunehmend immer mehr Spaß ;-)

Lachnummer beim Datenschutz

Manchmal frage ich mich, ob Stelleninhaber auch mal ihre Stellenbeschreibung vor Antritt ihres Berufes gelesen und auch verstanden haben. So ging es mir beim heutigen Artikel auf Heise. Bei dem dort angesprochenen und zitierten Herrn Weichert frage ich mich zusätzlich, wie er seine Position als Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz rechtfertigt. Unabhängiger Datenschützer heißt nicht Fürsprecher der Wirtschaft zu sein, sondern glasklar Stellung dagegen zu beziehen, um die Daten vor möglichen Missbrauch zu schützen.

Wie ich zu dieser Aussage komme?

Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Verbraucherdaten ein wertvolles Wirtschaftsgut sind. Das Problem ist nicht der Handel, sondern die Art des Handels und wer hiervon profitiert …

Hoppla, ich glaube ich bin im falschen Film. Wenn also die Verbraucherdaten ein wertvolles Wirtschaftsgut sind, heißt das noch lange nicht, dass die Daten “richtig” und nicht “falsch” gehandelt werden dürfen. Vielmehr bedeutet das, dass überhaupt nicht gehandelt werden darf – weder durch Verkauf, Ausleihe, Verschenken oder gar durch Vererbung. Und wenn einer profitieren soll, dann kein Krimineller, kein Unternehmen oder der Staat – sondern nur Derjenige, dessen Daten gesammelt und veräußert wurden.

Daten sind für Verbrecher, Staat und Wirtschaft ein wertvolles Gut – weil man so schöne Dinge wie direkte, unverlangte und nicht so leicht unterbindbare Werbung, Überwachung und Kontrolle des Volkes und Identitäts- und anderen Diebstahl realisieren kann (um nur einige zu nennen). Wenn ich also, wie im dazugehörigen Forum, Hehlerei legalisiere würde, unterbinde ich dann automatisch den dazu vorher nötigen Diebstahl? Nur weil etwas “wertvoll” ist, kann es dennoch verboten werden: siehe z.B. Drogen.

Früher gab es noch keine Anhäufung von Datenbergen und deren Veräußerung in dieser Form an und durch die Wirtschaft – der Missbrauch und wirtschaftliche Nachteile durch Nichtnutzung waren faktisch bei null.

Fakt ist: Persönliche Daten dürfen ohne Einwilligung des Opfers Betroffenen nicht erhoben, gespeichert und gar in jeglicher Form weitergegeben werden. Die Schwelle zum Missbrauch, wie in letzter Zeit gezeigt, ist sehr gering und was man damit alles erreichen, verknüpfen und für Erkenntnisse daraus gewinnen kann, sollte fast Allen einleuchten – spätestens dann, wenn es zu spät ist. Meine persönlichen Daten sind keine handelbare Ware – sie gehören mir.

Babymetrie … der Zwang beginnt sehr früh

biometrie-sammelheft.jpg Auf Grund unseres kommenden Urlaubes, zusammen mit unserer Lütten, sind wir “gezwungen” für das europäische Ausland einen Kinderausweis anzuschaffen. Oder sagen wir mal lieber Kinderpass, denn Kinderausweise gibt es nicht mehr – auf Grund der fehlenden gesetzlichen Grundlage der Nutzung von Biometrie bei den noch gültigen Kinderausweisen. Dieser Kinderpass ist nach meiner Kenntnis für 6 Jahre gültig.

Und Biometrie ist da genau das Stichwort. Selbst für einen Kinderpass – für ein Kind, welches noch nicht einmal das erste komplette Lebensjahr erreicht hat – wird ein biometrisches Passbild benötigt. Derartige Unsinnigkeit muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Ein menschliches Wesen, welches sich in den ersten Jahren noch massiv verändert, wird indirekt über die Eltern verdonnert ein biometrisches Passbild bei einem Fotografen erzeugen zu lassen – nur, damit man seine sauer verdienten Euro mal nicht, wie von Politikern gefordert und verlangt, im Heimatland ausgibt, sondern im Ausland.

Ich will auch gar nicht vom Fotografen reden, der bei einem quirligen Geist, welcher schlimmer und beweglicher als 1000 Flöhe ist, Ruhe bewahren muss, damit das Gesicht mittels der biometrischen Vorlage haargenau und passgerecht auf das digitale Zelluloid gebannt wird. Das Resultat (Foto) ist mehr als beschissen bescheiden, um es auf gute und alt hergebrachte Weise zu sagen.

Ich hatte anfangs echt Probleme meine Tochter überhaupt darauf zu erkennen – und irgendwie beschleicht mich der Verdacht, dass am digitalen Zwischenprodukt mittels Photoshop, Gimp oder von mir aus Paint Hand angelegt oder die Aufnahmen massivst verpfuscht wurden, denn auf keinem meiner Fotos sowie in der Realität sind die Ohren und Augen derart asymmetrisch, wie eben auf jenem uns veräußerten Machwerk. Um es ganz krass auszudrücken, damit auch jeder versteht was ich meine: Karl Dall inklusive das Ganze auch noch an den Ohren.

Oder wollte uns der Fotograf etwas Gutes tun? Ist er vielleicht ein stummer, im Verborgenen agierender Kämpfer gegen die digitale, biometrische Erfassung von Babys und Kleinkindern – der Babymetrie? Ein Kämpfer, der es den Behörden so schwer wie möglich machen will, dass deren Gesichtserkennung im öffentlichen Leben (öffentliche Kameras) ins Leere gehen?

Ich für meinen Teil glaube nein. Auch wenn die Fantasie hier und da dennoch interessant erscheint …

Ein Elefant vergisst nichts, liebe SPD … Wählbarkeit ade!

Obwohl sie schon früher gegen Dr. Schäubles Massen-Überwachungspläne hätten sein müssen, zeigt sich jetzt, hervorgerufen durch die Datenmissbrauchsskandale, das wahre Gesicht der SPD. Ich hatte schon in früheren Beiträgen über die Bauchschmerzen und das Abnicken  einiger bzw. vieler Abgeordneter der SPD geschrieben.

Jetzt ist das Geschrei groß und die SPD, welche die schlimmsten Überwachungs- und Datensammelgesetze nach ’45 mit “abgenickt” haben, gehen gegen Hr. Schäubles Pläne vor. Seien es diejenigen aus der SPD, die die Vorratsdatenspeicherung mit “Bauchschmerzen” abgenickt haben oder Dr. Wiefelspütz, der fast täglich andere Ansichten zu bestimmten Sachthemen vertritt – solange es nicht die Ansichten besorgter und fragender Bürger sind (ich empfehle mal die spitzen und in meinen Augen arroganten Antworten auf abgeordnetenwatch.de) – so definiert er und man sich als Volksvertreter. 

Hier ein kleiner Auszug – ich kann beim besten Willen keine negativ gestellte Frage erkennen, welche eine derartige (und nicht die einzige in diesem Stil) Antwort verursachen könnte: Weiter lesen …