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Auflösung: Langsamer Datei-Transfer

Was hab ich mich gestern nicht geärgert, als mehrfach, auf Grund des Reparaturvorganges, welcher im Übrigen erfolgreich verlaufen ist, der Exchange Store hin- und herkopiert wurde und dieser Kopiervorgang jeglichen Wert von Zeit und Raum sprengte. Mich ließ dieses “Problem” nicht sonderlich gut schlafen, vor allem weil mich das doch innerlich ziemlich gewurmt hatte und ich versuchte heute herauszufinden, ob der Server anfängt in die digitalen Abgründe zu wandern, oder aber noch viel schlimmer – ob das Ganze normal ist.

Im Zuge dessen habe ich als Erstes das Ganze Verhalten an unseren eigenen Servern nachgespielt. Dazu nahm ich eine Systemsicherung in Größe von 19GB und kopierte diese auf unterschiedliche Ziele – auf ein UNC-Pfad, USB-Platte und ein physikalisch getrenntes Plattensystem. Bei all diesen Vorgängen konnte ich eines beobachten: nach 2GB übertragenen Daten sauste die Transferrate massiv in den Keller, um wenige Sekunden später wieder auf fast volle Leistung zu steigen. Das Erscheinungsbild war also ähnlich, nur nicht mit derart langen “Blockaden”, wie beim Servereinsatz gestern.

Selbst auf dem Kundenserver habe ich das Ganze heute noch einmal laufen lassen. Nein, nicht den Reparaturprozess – ich bin doch nicht verrückt. Zur Verwunderung verliefen diese “Blockaden” relativ kurz. Es schien nahezu ähnlich schnell (schnell ist hier dehnbar), wie bei unserem Firmenserver. Was passiert hier also? Weiter lesen …

Banal, aber nicht immer naheliegend …

So ähnlich könnte man einen Teil auftauchender Computerprobleme  kategorisieren. Heute war so ein Fall. Ein geschätzter Kunde rief verzweifelt um “Hilfe”, da der Primärserver nicht mehr funktionierte. Es wurde mehrfach versucht neu zu starten, aber das Windows SBS 2003 wollte nicht booten. Ich wurde gebeten, auch wenn es Wochenende ist, mich dieses Problems anzunehmen, da wichtige geschäftliche Produktionen noch zu erledigen wären, die unaufschiebbar sind. In meinem Kopf gingen schon die Alarmglocken an und ich versuchte währenddessen unterschiedlichste Szenarien durchzuspielen und mögliche Problemfelder einzukreisen.

Da ich etwas Zeit hatte, weil die Familie den wohlverdienten Mittagsschlaf wahr nahm, spurtete ich zum Kunden. Dort angekommen “begutachtete” ich den Sachverhalt. Schwarzer Bildschirm mit blinkendem Cursor und frequentiell aktiver Festplatten-LED. Ein Blick gen Datensicherungsfestplatte genügte: ich zog das USB-Kabel davon ab und startete den Server erneut. Und siehe da – der 2k3 Server startete.

Was war passiert? In der Nacht ist ein BSOD (Blue Screen Of Death) aufgetreten. Da das System so konfiguriert war, dass bei einem schwerwiegenden Fehler ein Neustart initiiert werden sollte, tat es auch genau das. Es startete neu. Die via USB angeschlossene Festplatte, welche für die Datensicherung genutzt wird, drängelte sich an erster Stelle der zu startenden Datenträger. Da keinerlei Bootinformationen darauf zu finden sind und das BIOS, wie auch bei vielen anderen Systemen, nicht in der Lage ist USB-Datenträger für den Bootvorgang auszuklammern, blieb das Ganze an der Stelle stehen. Ohne Funktion.

Problem gelöst, Kunde erfreut, innere Zufriedenheit erhöht – mehr kann man an der Stelle nicht erwarten. Und da nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung dieses Problem als zu banal eingestuft wurde, wird jetzt auch eine Liste mit Erste Hilfe Maßnahmen erstellt – damit unnötige Kosten und Aufwand gespart werden :-)

Ein beharrlicher und blinder “Panda”

Wenn man seine Daten und seine Rechnersysteme vor Schädlingen, Schadprogrammen und hölzernen Pferden schützen möchte, dann muss mindestens ein Virenschutzprogramm – ein Antivirusprogramm – auf den jeweiligen möglichen Opfern seine Arbeit verrichten.

Das ist auch bei einem speziellen Kunden der Fall – nur leider hat hat ihm das nichts genützt. Nicht deswegen, weil sein Server mit Viren bombardiert wurde, sondern weil sein eingesetztes Antivirenprogramm mit dem knuddeligen Pandakopf von jetzt auf gleich erblindete und massiven destruktiven Murks baute. Der Kunde meldete sich bei uns, weil er sich nicht mehr an seinem Server (Microsoft Small Business Server 2003) anmelden konnte. Nach Eingabe des Administratorkennwortes wurde er an- und umgehend darauf wieder abgemeldet. Ebenso wurden keine Mails mehr abgerufen und die auf dem Server bereitgestellte Online-Banking Software verweigerte ihren Dienst.

Was ist passiert und wie wurde das Ganze gelöst? Weiter lesen …

Lösung: POP3 Connector auf Abwegen

Lange hab ich gesucht und gesucht und gesucht und heute habe ich endlich eine Lösung gefunden, um das Problem eines Kunden zu beheben.

Der Kunde benutzt seit Jahren einen SBS 2003 (Small Business Server 2003) und ruft seine Mails via des beim SBS eingebauten POP3 Connectors ab. Dass dieser Connector nicht für seine Stabilität berühmt ist, weiß mit Sicherheit jeder, der damit arbeiten muss. Da das Ganze aber bisher wunderbar lief, bestand auch kein Grund der Sorge – bis vor 2 Wochen.

Der POP3 Connector verweigerte fast vollständig seinen Dienst. Im Ereignisprotokoll fand man bis auf einen nichts sagenden Fehler überhaupt nichts Verwerfliches. Der Fehler 1019, der beim POP3 Connector verzeichnet wurde zeigt lediglich, dass ein Fehler aufgetreten ist. Kurioserweise wurde danach mit der Ereigniskennung 1047 quittiert “Der Übermittlungsprozess wurde erfolgreich fertiggestellt.” – das habe ich bemerkt, wie erfolgreich das war. Wie gesagt – keine weiteren Fehlermeldungen waren vorhanden und der POP3-Server war erreichbar (da interner Mail-Server & Proxy zugleich).

Das WWW spuckte für mich nichts brauchbares heraus, außer den POP3 Connector Dienst neu zu installieren. Meine Lösung zeige ich hier einmal Weiter lesen …

(Kontrollierte) Datensicherung = unnötige Kosten?

Diese Frage dürfte für einen Kunden nicht mehr in dieser Form im Raum stehen.

Aus welchem Grund auch immer hat sich das RAID 5 seines SBS 2003 Servers verabschiedet. Da die Festplatten als Solches nach der Prüfung als weiterhin i.O. gelten, gehe ich davon aus, dass eine mehrfache Stromunterbrechung, wie sie auch geschildert wurde, dazu führte, dass die RAID-Informationen nicht mehr korrekt waren und der RAID Controller das Raid als ungültig definierte. Selbst mit einigen unserer herkömmlich eingesetzten Tools war ein Rankommen an die Daten nicht möglich.

Zum “Glück” gab es einen von uns damalig (vor 2 Jahren) eingerichteten Sicherungsjob, der mittels der SBS Sicherungen die Daten auf eine externe Festplatte sichern sollte – nur verweigert diese seit dem letzten halben jahr ihren Dienst und sicherte nur dann, wenn ihr danach war. Wie sich herausstellte, war auch die zweite externe, für die Datensicherung bestimmte Festplatte niemals an dem Server angeschlossen gewesen und vegetierte im Schrank dahin. Es hatte sich keiner die Mühe gemacht, gemäß unserer Einweisung und späteren Nachfragen die Datenträger zu tauschen und die korrekte Funktion zu überprüfen (Protokoll / automatischer Ausdruck des Protokolls / eMail intern des Protokolls). Vom Kunden wurde uns damals “untersagt” derartige Protokolle und Statusinformation an unsere Mail-Adressen automatisiert zu senden – ergo waren wir über den Un-Stand nicht informiert. Wir können auch nur darauf hinweisen und Empfehlungen geben, aber letztendlich ist der Kunde mit seiner Entscheidung selbst verwantwortlich.

Derzeitig läuft noch ein Tool, um ggfs. Datensicherungen auf der externen Platte aufzuspüren. Dennoch sieht es so aus, dass eine Neuinstallation unausweichlich ist.

Die Kosten für z.B. Acronis inkl. 2 ausreichend großer Sicherungsplatten wollte der Kunde damals nicht tragen. Angeblich wäre dies mit unnötigen Anschaffungs- und Folgekosten verbunden. Folgekosten, wie sich herausstellte, in Bezug auf Anschaffung möglicher weiterer Festplatten und Zeiten für das Austauschen und Wegschließen (Bank/Safe) der Sicherungsplatten, sowie Kontrollieren des Sicherungsstatus.

Ob er in Hinblick auf den derzeitigen entstandenen “Schaden” immer noch so denkt?

Ich empfehle sowohl den Privatanwendern, als auch Firmen, sich Gedanken über eine ansprechende Sicherung der Daten zu machen. Denn wenn der Schaden eingetreten ist, dann ist es meist zu spät und nur mit teilweisen hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand mit geringer Erfolgs-Wahrscheinlichkeit zu beheben …