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Windows 7 auf dem Mac Pro
19. Mai
Heute bin ich nach vielen Ruhepausen dazu gekommen mal Windows 7 RC auf meinem Mac Pro zu installieren. Die Installationszeit dauerte kaum 17 Minuten, geschuldet an den mehrfachen Bootphasen, wo ich nicht aufgepasst habe und er immer wieder Mac OS X startete. Erstaunlicherweise war nach der Installation fast jedes Hardware-Gerät mit Treibern versehen, sodass ich nur noch die aktuellen Audio- und Grafikkartentreiber hinterher schieben musste.
Ich bin ziemlich beeindruckt über die Leistungsfähigkeit des Mac, wo er doch im Vergleich zu anderen PC-Systemen, die ähnlich “alt” sind, doch weitaus besser abschneidet (jetzt knapp 1,5 Jahre). Gut, die Grafikkarte und die Platte kann man tauschen bzw. in den Mac dazupacken, um den Gesamt-Leistungsindex zu erhöhen. Das System selbst werkelt auf einer knapp 2 Jahre alten 120GB Platte und die Grafikkarte ist eine 8800GT. Insofern dennoch vollkommen überzeugend. Ich bin gespannt, wie sich die einzelnen Tests mit Anwendungen, Spielen und anderem Gedöhns machen werden. Ebenso, ob irgendwann mal der Aufrüstwahn im PC-Sektor aufhören kann, denn bisher schafft es kaum ein Programm oder Spiel die 2, 4 oder gar 8 Prozessoren (2×4) überhaupt effektiv und konsequent auszunutzen. Bisher heißt immer noch die Devise: mehr Takt und Cache, umso besser. Zum Beispiel war ich von Crysis & Co. mehr als enttäuscht, weil sie nicht in der Lage waren, mehr als 2 Kerne anzusteuern, um andere Rechenaufgaben – ja gar grafikintensive Rechenoperationen für “schwächere” Grafikkarten auszulagern.
Wie auch immer … eins ist jedenfalls Fakt: ich arbeite gern mit Windows, supporte dies auch beruflich, wie auch privat, entwickle Anwendungen für Kunden auf diesen Systemen, aber Windows 7 wird in meinen Augen Mac OS X nicht das Wasser reichen können – aber es nähert sich langsam, ganz langsam, da hier und da ein paar Dinge adoptiert wurden … subjektive Meinung und Erfahrung halt.
Windows 7 nur mit Windows
18. Mai
Um Windows 7 mal nativ auf dem Mac Pro die nächsten Tage testen zu können, wollte ich einfach “nur” die 64-Bit Edition von Microsoft herunter laden. Die Bedingungen für den Download lasen sich gut: benötigt werde der IE7, IE8 oder Firefox. Kein weiterer Ton zum benötigten Betriebssystem oder sonstigen Voraussetzungen.
Ich also frisch ans Werk, mich mit meinem bestehenden Account angemeldet und – nichts passiert. Er sprang immer wieder zur vorherigen Seite zurück und startete den Download nicht einmal ansatzweise. Also eine virtuelle Maschine mit Windows XP gestartet und das Ganze von dort ausgeführt und – es ging problemlos herunter zu laden.
Frage an MS: Ihr wollt doch eure Software an den Mann (oder Frau) kriegen, oder? Dann solltet ihr auch den Download von nicht Windows-Systemen aus zulassen. Wer, wenn er nicht gerade eine DVD bereits sein Eigen nennt, installiert sich vorher ein Windowssystem, um Windows 7 herunter laden zu können?
Guter Service
08. Mai
Ich war die letzten 3 Tage in der Nähe von Stuttgart dienstlich unterwegs. Genau in dem Moment, wo ich das Macbook mobil gut gebrauchen konnte, versagte der Akku nach nur 20 Ladezyklen – obwohl das Gerät weniger als 1 Jahr alt ist. Somit musste ich es für die Vorbereitung eines größeren Projektes an der Strippe lassen und die halbe Leistung des Prozessors in Kauf nehmen. Ich rief den Apple Support an und eröffnete einen Fall. Dieser bat mich das Ganze in einem Service-Center noch einmal überprüfen zu lassen, aber es scheint auf ein Defekt des Akkus hinaus zu laufen, welches mir dann dort direkt getauscht werden würde.
Gesagt, getan – heute war ich in Berlin am Ernst-Reuther-Platz, habe denen das Gerät in die Hand gedrückt. Die haben auf die Schnelle eine Diagnose mit einem Serviceprogramm gestartet und danach umgehend und kostenlos den Akku getauscht. Keine 10 Minuten später saß ich bereits wieder im Auto und fuhr gen nächster Kunde. So muss das sein
Da haben die Formalitäten für den Austausch länger gedauert als der Austausch selbst
Zwar ist es doof, dass das mit dem Akku passiert ist, aber Produktions- und Chargenfehler gibt es überall und an dieser Stelle entscheidet der Service und der war sehr gut!
HackMac
13. Mrz
Die Intel Atom Prozessoren sind für kleine Rechner oder Fileserver eine interessante Sache. Noch interessanter wird es, wenn man darauf nicht nur den üblichen Kram installieren kann, sondern Mac OS X 10.5 Leopard.
Als Proof-of-Concept habe ich mir ein Board inklusive Atom 330 Prozessor besorgt – im Speziellen das Intel D945GCLF2. Der Atom-Prozessor werkelt mit 2 Kernen. Jeder Kern besitzt Hyperthreading, wodurch insgesamt virtuell 4 Prozessoren existieren. Man gönnt dem Teil etwas RAM (1-2 GB) und eine Festplatte. Ebenso sollte zumindest für die Installation ein DVD-Laufwerk zur Verfügung stehen – entweder SATA oder USB, denn das ist an der Stelle egal.
Insgesamt kommt, je nach Geschmack des Gehäuses, der Festplattenwahl, RAM, inklusive der Leopard Lizenz ca. 250-300 € Straßenpreis zusammen. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, dass es möglich wäre, auf diese Plattform Mac OS X 10.5 zum Laufen zu bringen. Nach dem Proof-of-Concept ist die eigentliche Leopard Lizenz auf das MacBook Pro, was noch unter 10.4 lief, gewandert. Dafür war sie letztendlich gedacht und dafür wird sie auch genutzt. Mehr >
Tipp: NTFS schreiben unter OS X
01. Mrz
Wer wie ich hin und wieder auf NTFS-partitionierte Laufwerke zugreifen muss, hatte unter Mac OS X die Qual der Wahl. Entweder musste ein paralleles Windows-System mittels Bootcamp eingerichtet oder eine Software, welche den Zugriff auf NTFS ermöglicht, käuflich erworben werden oder gar nicht erst mit NTFS anfangen und auf FAT32 umsteigen. Nur hat eben FAT32 einige Probleme bezüglich der maximalen Dateigröße, weswegen es nicht sinnvoll war, an dessen Einsatz überhaupt zu denken.
Ich bin vor Wochen rein zufällig, da ich Bekannten etwas auf eine NTFS-formatierte Festplatte kopieren sollte, über eine Möglichkeit gestoßen unter Mac OS X auf NTFS-Datenträger zuzugreifen – vorausgesetzt, es handelt sich um USB Datenträger. Die Software der Wahl heißt hier VMWare Fusion. Es ist gut möglich, dass dies auch mit VirtualBox funktioniert – probiert habe ich es aber noch nicht.
RTFM
12. Jan
RTFM (Read The Fucking Manual) – ein Leitspruch, den ich gern immer zum Besten gebe, da sich ein Großteil aller Fragen und angeblicher Probleme damit lösen lassen. Dumm nur, wenn man selbst seinen eigenen Leitspruch nicht immer beachtet, denn dann würde ich hier und da nicht zu lange an einem “Problem” sitzen.
Heute ist es mal wieder passiert – der Mac Pro hat noch einmal 4GB Speicher zusätzlich erhalten, damit meine VM’s zum Entwickeln auch mal parallel laufen können, ohne dass andere Programme, die ich zum Recherchieren benötige, nicht unsinnig ausgelagert und somit meine Aktionen nicht erst nach spannenden Leseaktionen des Swap ausgeführt werden.
Mac heruntergefahren, Mac auf, Speicher gesteckt, Mac zu, Mac gestartet und mal schnell im System-Profiler kontrolliert: 4GB sind erkannt worden, obwohl 8GB drin stecken. Darauf hin wieder Mac heruntergefahren, Mac auf, Speicher umgesteckt, Mac zu, Mac gestartet und der System-Profiler sagt: 4GB.
Aller guten Dinge sind 3 und schaute ins Handbuch. Dort wird explizit darauf hingewiesen, wie der Speicher bei bestimmter Anzahl an Modulen gesteckt werden muss. Anderenfalls wird der Speicher nicht korrekt bzw. gar nicht erkannt. Also Mac heruntergefahren, Mac auf, Speicher nach Anleitung umgesteckt, Mac zu, Mac gestartet und der System-Profiler sagt diesmal: 8GB.
Warum nicht gleich so? Notiz an mich: Wenn eigentlich Bekanntes mitunter zu lange her ist, dann gilt auch RTFM. Das erspart Zeit und Nerven.
PS: Wer seinen Mac Pro kostengünstig mit mehr Speicher ausrüsten möchte, der kann mal sein Auge auf zB. das 4GB Kit von Kingston speziell für Mac Pro richten. Im Vergleich zum Speicher, angeboten von Apple, spart man da mächtig gewaltig und für FB-DIMM ECC Speicher ist der Preis mehr als lukrativ.
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