Getagged : China

Finde den Unterschied

Am 26.06.2009 kam folgende Aussage:

Das Blockieren oder Filtern bestimmter Internet-Inhalte ist für die Europäische Union völlig inakzeptabel.” Diese Worte hat EU-Medienkommissarin Viviane Reding der chinesischen Regierung ins Stammbuch geschrieben. Die von Peking geplante Einführung eines Internet-Filters ziele darauf ab, das Netz zu zensieren und die Meinungsfreiheit einzuschränken, sagte Reding in Brüssel. China hat erklärt, der Filter richte sich gegen Seiten mit pornographischem Inhalt und diene dem Jugendschutz. Ab Juli muss die Software auf allen dort verkauften Computern installiert sein.

Heute kam folgendes Statement:

Der Europarat beobachtet die Umsetzung des deutschen Gesetzes zur Zugangserschwernis für Webseiten mit kinderpornographischen Inhalten mit großen Interesse. “Wir wollen sehen, ob wir daraus Lehren für andere Nationen ziehen können”, sagte Maud de Boer-Buquicchio, stellvertretende Generalsekretärin des Staatenbundes, heute auf der Konferenz “Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien” in Berlin. Ihr erscheine die kürzlich vom Bundestag beschlossene Regelung als eine “starke Antwort” auf die Verbreitung von Bildern sexuellen Kindermissbrauchs im Internet.

Wer findet den Unterschied?

China, England, Australien und Deutschland

Na? Was haben all diese Länder gemeinsam? Es ist erstaunlich, dass der politische Protest selbst beim Wallstreet Journal in den USA angekommen ist und dort wird Deutschland in einem Atemzug mit China bezüglich Zensurmaßnahmen genannt.

The Chinese government may be backing down from its plan to install new “filtering” software, Green Dam, on all Chinese computers. But it would be naïve to think that scrapping the Green Dam mandate means the end of headaches for computer- and device-makers world-wide. More and more governments — including democracies like Britain, Australia and Germany — are trying to control public behavior online, especially by exerting pressure on Internet service providers. Green Dam has only exposed the next frontier in these efforts: the personal computer.

[…]

In Germany, Internet users and civil liberties groups are fighting proposed legislation mandating a national censorship system. The Bundestag votes today on a bill authorizing German police to establish and maintain a list of Web sites that Internet service providers would be required to block. In a petition against the bill, German civil liberties groups call it “untransparent and uncontrollable, since the ‘block lists’ cannot be inspected, nor are the criteria for putting a Web site on the list properly defined.” These concerns aren’t unfounded: Some German politicians have already suggested extending the block list to Islamist Web sites, video games and gambling Web sites, while book publishers have suggested it would also be nice to block file-sharing sites too.

Zensur bleibt nun mal Zensur – egal ob es die Chinesen machen oder unsere Regierung einführen will. Und vor einem Jahr noch haben sich diese Redenschwinger in der GroKo hingestellt und sich den Kampf gegen Zensur weltweit auf die Fahne geschrieben, aber im eigenen Land gilt ja so etwas nicht.

(Info via FixMBR)

Deutschland und China in einem Boot

Was haben sich unsere Politiker gesträubt, was haben sie gewettert gegen das Zensursystem der Chinesen. Informations-, Presse- und Meinungsfreiheit dürfe man doch nicht beschneiden oder arg beschränken, wie es die Chinesen tun. Unsere Politiker haben sich auf ihre Fahnen geschrieben mit aller Macht gegen Zensur im Internet zu kämpfen – natürlich immer mit Blick zu den Chinesen.

Viele denken, wir wären weitaus freier und aufgeklärter und ein Zensurmechanismus ist doch in D. nicht möglich. Ich danke hiermit den Chinesen für die klaren Worte: vielleicht macht es ja den einen oder anderen “Zensurfan” nachdenklich, dass sich China schon auf einer Stufe mit “europäischen” Ländern sieht.

“Im Kampf gegen den Terrorismus und andere kriminelle Akte haben alle Staaten das Recht, zur Wahrung der Sicherheit des Staates und der Interessen seiner Bürger Inhalte bestimmter Internetseiten zu filtern. Und ich denke, alle Länder sind im Begriff, eben das zu tun”, sagte der chinesische Diplomat. Ganz offenbar sieht man sich in China in bester Gesellschaft, etwa mit Regierungen in Europa. Die Vereinten Nationen hätten angesichts solcher nationaler Politik Zurückhaltung zu üben, was das Thema Internetfilter anbelange, warnte der chinesische Diplomat. Denn eine Behandlung des Themas beim IGF könne den Eindruck erwecken, dass die Vereinten Nationen Filtermaßnahmen ablehnten. “Da müssen wir sehr vorsichtig sein.”

Klarer geht’s nicht – 1:0 für China! Und good old Germany ärgert sich – weil sie wollen auch ein Tor.

Cyber-Spionage

Ja, die Chinesen müssen mal wieder herhalten. Naheliegend ist es auf jeden Fall, dass sie bewusst und zielgerichtet bestimmte Systeme mittels Trojaner und Rootkit-Technologien einsetzen, um informations- und datentechnisch auf dem Stand zu bleiben. Und wer alles “Opfer” von denen geworden ist – ja sogar auch Deutschland!!! Schlimm ist, dass die infiltrierten Systeme gegen solche Maßnahmen nicht in irgendeiner Form abgesichert sind bzw. es keiner vorher gemerkt hat. Vielleicht sollten Antiviren- und Firewallsoftware-Hersteller sich nicht knebeln lassen, damit staatliche Trojaner auf eine Whitelist kommen. Kaspersky hatte ja angedeutet, dass auf Drängen der Regierung sie diesen Schritt erwägen, wo die Frage im Raum steht, ob sie es nicht bereits für andere Trojaner tun.

In einer früheren Veranstaltung von Panda, der ich persönlich beiwohnen durfte, wurde explizit darauf hingewiesen, dass sie sich nicht den Abhör- und Spionagesoftware der USA unterworfen !hatten!, aber Symantec, McAfee und Co. taten es. Steht also die Frage im Raum, aus welchem Land, wer, wie Einfluss bereits auf die Hersteller genommen hat und welche Software nun wirklich nicht geblockt wird.

Man sollte mal bedenken, welche Software man einsetzt – Outlook Express sollte definitiv nicht mehr genutzt werden, denn Outlook ist ja bekannt dafür mehr als sicher zu sein. Da kann man auch auf sichere, freie Alternativen zugreifen. Ebenso sollte es die Welt bedenklich stimmen, dass fast alles zu Spot-Preisen in China gefertigt wird – ja sogar ganze Rechnersysteme, wo man mitunter nicht mehr weiß bzw. nachvollziehen kann, was für Bauelemente mit welcher Funktion sich auf den Platinen befinden.

Bei all diesen Informationen sollte man eins nicht vergessen: So schlimm die Chinesen sind – die westliche Welt, beginnend mit den USA, England und auch Deutschland, ist nicht besser. Aber das haben die Meisten ja eh wieder vergessen, was der BND gemacht hat! Der Bundes- bzw. BND-Trojaner ist letztendlich nichts anderes, liebe Leser!

China im Weltraum? Das muss ein Fake sein …

Wer sich das offizielle Video auf Youtube mal reinzieht, der wird mit Sicherheit einige Ungereimtheiten beim Videomaterial feststellen. Zum Einen sieht man seltsamerweise keine Sterne, zum Anderen wirkt die Erde im Hintergrund ziemlich wischiwaschi – leicht übersteuert. Wenn man ungefähr ab 5:40 Minuten vorspult, dann sieht man, dass sich die Wolken auf der Erde ändern, als ob das Ganze nur eine wiederholte Sequenz ist (ein Loop).

Wer ab 1:48 beginnend mal die kleine Strippe am Raumanzug (am Körper links vom Gesäß) mal betrachtet, der wird zusätzlich feststellen, dass diese immer nach oben hängt (bis auf ein oder zwei Mal wackelt sie etwas). Ebenso die chinesische Fahne ab 4:48.

Seltsam, oder? Und richtig lustig wird es, wenn man das geladene Video mal am Fortschrittsbalken vor und zurückspult – da wackeln die Sonnenkollektoren auffälligerweise.

Wem fällt noch was auf?