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Auflösung: Langsamer Datei-Transfer

Was hab ich mich gestern nicht geärgert, als mehrfach, auf Grund des Reparaturvorganges, welcher im Übrigen erfolgreich verlaufen ist, der Exchange Store hin- und herkopiert wurde und dieser Kopiervorgang jeglichen Wert von Zeit und Raum sprengte. Mich ließ dieses “Problem” nicht sonderlich gut schlafen, vor allem weil mich das doch innerlich ziemlich gewurmt hatte und ich versuchte heute herauszufinden, ob der Server anfängt in die digitalen Abgründe zu wandern, oder aber noch viel schlimmer – ob das Ganze normal ist.

Im Zuge dessen habe ich als Erstes das Ganze Verhalten an unseren eigenen Servern nachgespielt. Dazu nahm ich eine Systemsicherung in Größe von 19GB und kopierte diese auf unterschiedliche Ziele – auf ein UNC-Pfad, USB-Platte und ein physikalisch getrenntes Plattensystem. Bei all diesen Vorgängen konnte ich eines beobachten: nach 2GB übertragenen Daten sauste die Transferrate massiv in den Keller, um wenige Sekunden später wieder auf fast volle Leistung zu steigen. Das Erscheinungsbild war also ähnlich, nur nicht mit derart langen “Blockaden”, wie beim Servereinsatz gestern.

Selbst auf dem Kundenserver habe ich das Ganze heute noch einmal laufen lassen. Nein, nicht den Reparaturprozess – ich bin doch nicht verrückt. Zur Verwunderung verliefen diese “Blockaden” relativ kurz. Es schien nahezu ähnlich schnell (schnell ist hier dehnbar), wie bei unserem Firmenserver. Was passiert hier also? Weiter lesen …

“Wir sind ratlos, wo das Problem liegen könnte”

Es ist ja bekanntlicherweise schon amtlich und Viele bekamen bereits Post (ich noch nicht, aber ich brenne schon darauf mit einer Musterklage mal beim Anwalt vorbeizuschauen). Der Inhalt? Die eineindeutige Steueridentifikationsnummer.

Man könnte beinahe anfangen zu lachen, wenn das eigentliche Grundthema nicht so traurig wäre. Das es schier schwierig, vielleicht gar unmöglich ist, sämtliche Daten aus den einzelnen Behörden zusammenzufassen, das war fast jedem im Hinterkopf klar. Das die Zusammenführung derart Müll produziert hat sollte Jedem aufzeigen, wie gewissenhaft mit den Daten vor der Zentralisierung umgegangen wurde und mit Sicherheit danach weiter umgegangen wird.

Ich habe nicht einmal genügend Finger an meinen Händen, um die verzögerten, schief gelaufenen und unnützen IT-Projekte des Bundes zu zählen. Das kostet unser aller Geld – Steuergelder für Dinge, die keinen sichtlichen Nutzen mitbringen (außer es ist alles zentral und wird alles besser – wer es glaubt). Wieso gibt man diese Unsummen nicht für wichtige Dinge aus? Geld für die Bildung, Unterstützung von sozial Schwachen, die dieses Geld weitaus dringender bedürfen oder Schaffung und Unterstützung von Arbeitsplätzen. All das ist weitaus besser als in sinnlose Projekte das Ganze zu verpulvern.

Zusätzlich kostet es vielleicht auch irgendwann einmal die Identität, wenn, wie beim Datenabgleich, Einträge auftauchen:

… heißt zudem etwa der Rentner William Jung jetzt mit Nachnamen “Ficken” und wurde in “Hamburg, Kasachstan” geboren. Astrid Brauer stammt demnach angeblich aus dem Iran, ihr Mann aus Russland und ihr Sohn aus Spanien.

Und wir reden hier “nur” von der Steuernummer – nicht einmal vom ePerso. Wenn ich mir ein derartiges Fiasko bei der Einführung der biometrischen Ausweise vorstelle, wird mir ganz schlecht. Ich frage mich sicherlich später, wo ich dann geboren wurde, welchen Nachnamen ich derzeit besitze und wieso um Gottes Willen ich eine Namensänderung vornehmen lassen muss, nur weil das Amt 1000%-ig sicher ist, dass deren falschen Daten stimmen und ich ergo in deren Augen lüge?

Die Damen und Herren spielen mit Dingen, die leicht nach hinten losgehen können und wahrscheinlich auch werden. Ich mag mir nicht vorstellen, wenn ich durch einem Fehler im System auf einmal durch eine falsche Herkunft, eines Namens oder der Religion auf einer ganz anderen Liste stehe und die netten Herren vom BKA, BND, SEK oder sonst wer an meine Türe “sanft” anklopfen oder die Wohnung verwanzt und überwacht wird.

Aber sie können nichts dafür – sie sind ratlos, wo das Problem liegen könnte. Oder anders gesagt: Sie wissen nicht, was sie tun.

Lösung: Network Shares lassen sich nicht unmounten …

Hin und wieder passiert es unter Leopard, dass ich verbundene Network Shares / Netzwerklaufwerke nicht unmounten kann. Hier und da mounte ich einige Freigaben (Shares) von meinem “Server”, um nach Dateien zu suchen oder halt, wie meist üblich, Dateien abzulegen bzw. auf den Mac zu kopieren. 

Damit der “Server” auch wieder in den wohlverdienten Ruhezustand wechseln kann, muss selbstverständlich (zumindest bei mir) auch mal das Share wieder unmountet werden. Hier taucht besagtes Problem auf – Leopard meldet, dass das Share nicht getrennt werden kann, da noch Zugriffe angeblich darauf erfolgen. Trotz intensiver Suche nach Anwendungen und möglichen Finder-Fenstern konnte ich aber keinerlei Anwendungen finden, die auf das Share noch Zugriff haben.

Nach einigem Suchen fand ich eine Lösung. Da ich, wie auch vielleicht einige andere, gern mal mittels Spotlight oder dem Finder nach Dateien suche, arbeitet der “Dienst” mds (meta data search) im Hintergrund und durchsucht das angegebene Laufwerk/Share nach verwertbaren und indizierbaren Dateien. Manchmal kommt es vor, dass die Suche für den mds noch nicht beendet ist (anscheinend) und somit arbeitet mds vehement weiter und blockiert die Trennung des Shares.

Erkennen kann man dies im Terminal mit Hilfe von

sudo lsof | grep ShareName

Dort sollten offene Zugriffe auf Dateien auf dem Share aufgelistet sein – durch mds. Um dem Abhilfe zu leisten muss man lediglich den mds mittels des Terminals stoppen und dann neu starten.

sudo service com.apple.metadata.mds stop

sudo service com.apple.metadata.mds start

Danach sollte ein Auswerfen/Trennen des festhängenden Netzwerklaufwerkes kein Problem mehr darstellen.