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Beiträge getaggt mit Defekt
Notebook + Bohrer = defekt
28. Mai
Ich habe schon einige Dinge in meinem beruflichen Alltag gesehen und auch so manche Denkaussetzer mitbekommen. Beim vorliegenden Fall ist bei einem HP Notebook der inner Stift des Netzteilsteckers im Notebook verblieben. Handwerklich begabt setzte man sich ans Werk und versuchte den stecken gebliebenen Stift aus dem Notebook herauszubekommen. Statt mit Pinzette wurde mit Bohrmaschine gearbeitet und die komplette Dose “heraus gebohrt”.
Danach landete das Notebook bei uns – Fehlerbeschreibung “Geht nicht – bekommt keinen Strom!”. Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass keinerlei Garantie darauf besteht und dennoch auf Kundenwunsch das Ganze zu HP eingeschickt. Heute kam die Antwort: Netzteil wird gemäß Garantie getauscht, aber die Reparatur des Notebooks ist wegen der “Eigenreparatur” kostenpflichtig geworden.
Hätte der Kunde gleich uns kontaktiert, anstatt ein “Gespräch” zwischen Bohrer und Notebook zu starten, wäre auch dieser Schaden kostenfrei repariert worden. Naja – ist ja “nur” ein kleines Sümmchen Geld *hust*.
Futschikato
16. Mai
Man denkt, es kann einen selbst nie ereilen. Seit gestern hat es mich getroffen: 650GB an Daten im Eimer – mehr oder weniger. Dadurch, dass ich noch nicht so weit war mit den Sicherungsplatten an meinem Mac Pro, hatte ich nur selektiv bestimmte Dateiordner gesichert. Zum Glück waren darunter mein Fotoarchiv und andere mir wichtige Dateien.
Der Grund ist Seagate’s tolles Firmware-Problem, welches nach einer unbestimmten Zeit X die Platten nicht mehr anlaufen lässt. Irgendwie muss die 750GB Platte bei der Update-Orgie bei mir durchgerutscht sein. Ergo, hab ich erst einmal das Nachsehen.
Ich werde mir wohl oder übel eine neue Platte kaufen – die Plattenpreise sind derzeit eh mehr als akzeptabel – und die 750er ES.2 (Enterprise wohlbemerkt) werde ich als RMA einschicken, denn sie ist erst im Oktober 2008 gekauft worden. Wenn es gut geht, dann bekomme ich die Platte mit neuer Firmware zurück und die Daten sollten noch drauf sein.
In der Zwischenzeit habe ich eine verbliebene 500GB Platte im Einsatz, wo ich die wichtigsten Daten aus der Time Maschine Sicherung wieder eingespielt habe. Es wird Zeit sich wirklich über ein Sicherungsverfahren Gedanken zu machen. Mein Server steht eh schon bereit – er muss nur vernünftig ausgestattet werden.
Unmöglich? Doch möglich …
02. Apr
So etwas habe ich in meiner langjährigen Berufszeit noch nicht erlebt. Ein Kollege hatte bei einem Kunden heute Netzwerkkabel, welche von einer Kabeltrommel des Elektrikers bereits vorverlegt war, fertig gemacht und aufgelegt. Beim letzten Kabel bekam er aber keine Verbindung mittels seiner Testgeräte. Erst das “Gute” zeigte auf, dass es bei dem 18m langen Kabel ein Problem nach 16m, bzw. 2m, wenn man von der anderen Seite heran geht, auftauchte.
Er stellte einen massiven Knick in der Isolierung fest und öffnete diese. Gummi-Isolierung und äußerer Flechtschirm waren intakt, aber die einzelnen Adern darunter waren der Hammer, denn diese waren anscheinen während der Produktion mal gerissen und mittels kleinen roten Isoierbändern miteinander verknüppert worden. Danach kam der Flechtschirm und die Isolierung drüber, welche sich durchgehend bei der besagten Kabeltrommel auf 1km Länge erstreckte. Ergo existierte dieser Fehler bereits während der Produktion des Kabels.
Das so etwas überhaupt verkauft wird? Zum Glück gibt es Firmen und Leute, die ihre Arbeit noch testen …
Genaue Fehlerbeschreibung
31. Jan
Zum Glück hatte ich heute nichts Wichtiges vorgenommen, denn ansonsten hätte der Kunde !heute! alt ausgesehen. Um 19.00 Uhr bimmelt mein Telefon, während wir uns gemütlich eine Folge Babylon 5 ansehen. Ein Angestellter des Hotels lässt verlauten, dass ein Rechner, der mitunter wichtig ist (wie alle Rechner), ständig die Netzwerkverbindung trennt und wieder aktiviert und somit ein Arbeiten im Netz, sprich mit über das Netz laufende Betriebsanwendungen, nicht möglich ist. Somit sind die Buchungen, Bestellungen, Reservierungen usw. – sprich der gesamte Hotelablauf nicht möglich.
Auf meine Frage, ob es nur diesen Rechner betrifft, erhalte ich ein definitives “JA”. Das schränkte für mich das Problemfeld auf den Rechner ein – ergo Kabel oder Netzwerkkarte. Ich rückte also von zu Hause in die Firma raus, um Netzwerkkarten und Werkzeug zu holen und hottete dann zum Kunden. Dort angekommen wollte ich gerade mich ans Werk machen, begutachtete schon das Problem (welches sich ohne Vorführeffekt auch mal zeige), als ich noch einmal sicherheitshalber nachfragte, ob das Problem wirklich nur an diesem Rechner auftritt.
Natürlich erhielt ich dann die Aussage, dass sich das Problem auch auf andere Rechner ausgeweitet hätte. Dieses Problembild ist natürlich vollkommen anders und schließt als Erstes ein Problem mit einer Netzwerkkarte eines Rechners aus – Murphy schlägt nicht ohne Weiteres so schlimm zu. Es ging daraufhin in den Keller, denn mir schwante schon Übles. Ich begutachtete die Switche eine Weile und an einem Port fiel mir auf, dass dieser alle paar Minuten komplett dunkel wurde, bis er darauf wieder mit voller Last kommunizierte. Wenige Augenblicke später war die LED des Ports wieder aus und so weiter und so fort.
Ich verfolgte das Kabel, welches auch prompt ins Nirvana verschwand. Die Kabeldokumentation war schlichtweg nicht existent und ich hatte schon den Switch in Verdacht. Ich spielte das Ganze gedanklich, als auch verbal durch und der Angestellte meinte darauf hin, dass oben unter dem Tisch nachträglich auch so ein Switch angeschlossen wurde.
Also wieder hoch und quer durch das Hotel gestiefelt und den “neuen” Switch dort unter die Lupe genommen und siehe da: dieser meinte alle paar Minuten einen Reset durchzuführen, welcher dazu führte, dass die Rechner ihre Verbindung zum Netzwerk verlierten. Klasse Sache! Er war übermäßig heiß und das Problembild und die Begleiterscheinungen passten wie die Faust aufs Auge.
Auf ins Auto, zurück in die Firma und einen passenden Switch gesucht und in Windeseile wieder zurück, angeschlossen und alles funktioniert wieder. Fertig war ich dort kurz vor 22.00 Uhr. Die Hin- und Herfahrten und das “falsche” Suchen des Problems forderten ihre Zeit. Aber wäre die später zugetragene Info, dass alle Rechner in einem Bereich davon betroffen sind, früher gekommen, hätte ich schon vorher einen passenden Switch mitgebracht. Das hätte knappe 50 Minuten Zeit einsparen können. Interessant war dann zu erfahren, dass sie schon knappe 2 Wochen das Problem hatten. Nur kristallisierte sich es in Form von Programmaussetzern, temporären Datenfehlern oder allgemeinen Problemen bei Netzwerkzugriffen.
In diesem Sinne – ein schönes und “arbeitsfreies” Wochenende!
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