Getagged : Download

Bohlen: freies Downloaden

Hab mal grad von einem Bekannten folgendes Video als Link geschickt bekommen – ist zwar schon etwas älter, aber schadet nicht (Ende 2007). Eine interessante Aussage (ab ca. 1:34 Minute), die Dieter Bohlen in einem Interview vertritt. Wohlbemerkt etwas, was mitunter auch ich schon lange sage – kriminalisiert nicht die Downloader!

Und ihr Musiker, die ihr euch über den Diebstahl von geistigem Eigentum ausweint: Macht eure Musik und wenn sie gut ist, dann kaufen sich die Leute das auch und eure Fans gehen/fliegen/fahren/schwimmen mit Sicherheit tausende Kilometer weit euch hinterher, damit sie euch live in Concert sehen können!

Man mag über Dieter Bohlen denken, was man will, aber er hat sein eigenes Label und ist somit von dem sterbenden Big-Labels nicht abhängig. Richtige Aussage Herr Bohlen!

 

Windows 7 nur mit Windows

Um Windows 7 mal nativ auf dem Mac Pro die nächsten Tage testen zu können, wollte ich einfach “nur” die 64-Bit Edition von Microsoft herunter laden. Die Bedingungen für den Download lasen sich gut: benötigt werde der IE7, IE8 oder Firefox. Kein weiterer Ton zum benötigten Betriebssystem oder sonstigen Voraussetzungen.

Ich also frisch ans Werk, mich mit meinem bestehenden Account angemeldet und – nichts passiert. Er sprang immer wieder zur vorherigen Seite zurück und startete den Download nicht einmal ansatzweise. Also eine virtuelle Maschine mit Windows XP gestartet und das Ganze von dort ausgeführt und – es ging problemlos herunter zu laden.

Frage an MS: Ihr wollt doch eure Software an den Mann (oder Frau) kriegen, oder? Dann solltet ihr auch den Download von nicht Windows-Systemen aus zulassen. Wer, wenn er nicht gerade eine DVD bereits sein Eigen nennt, installiert sich vorher ein Windowssystem, um Windows 7 herunter laden zu können?

Update – Programm: easyLiveSync

easylivesync.jpg Ich habe mal etwas in meinen Projekten gekramt und ein Programm, welches ich mal für unterschiedliche Bekannte geschrieben habe, herausgepickt. Ursache war erneut eine Anfrage eines weiteren Bekannten, ob es nicht möglich ist, Dateien und Verzeichnisse in “Echtzeit” auf ein Ziel der Wahl zu synchronisieren, damit im Ernstfall eine Wiederherstellung dieser Dateien möglich ist. Ich bitte hier an dieser Stelle das Wort “Ernstfall” nicht zu ernst zu nehmen, denn 100%ige Sicherheit gibt es nicht – auch nicht bei meinen Anwendungen ;-)

Es passiert viel zu oft, dass Dateien zB. von Netzlaufwerken irrtümlich gelöscht werden. Da Windows keinerlei Netzlaufwerk-Papierkörbe kennt, ebenso wenig Mac OS X bei Zugriff auf SMB-Shares, ist dieses Programm vor 2 Jahren entstanden. Es synchronisiert die Quelle zum Ziel (zB. ein eigener “Papierkorb” oder Backup-Ordner auf dem Netzwerk) und verweilt zur Laufzeit im Hintergrund, überprüft die Zugriffe auf die jeweiligen Dateien und Ordner und synchronisiert das Ganze dementsprechend. Wird eine Datei erzeugt, wird diese auch am Ziel umgehend erzeugt. Wird eine Datei geändert, geschieht dies auch am Ziel. Beim Löschen und Umbenennen passiert ebenso das Gleiche am Ziel. (Löschen kann in dieser Version abgeschaltet werden).

Sicherlich gibt es genügend Backup-Programme – kostenfrei und käuflich – aber diese halfen nicht bei oben genanntem Problem, wenn eine Datei erzeugt, aber Minuten oder Stunden später irrtümlich, durch DAU-Verhalten oder Layer-8 Problem, gelöscht wurden. Normale Backup- oder Syncprogramme laufen entweder immer nach einer Zeit X in Minuten oder gar nur einmal täglich.

Ich habe das Programm noch einmal auf die Schnelle etwas bearbeitet (Menüs, Dialoge) und diese ebenso einem Test unter Windows XP und Windows Vista unterzogen. Voraussetzung ist .Net Framework 3.5, aber bei Bedarf kann ich auch das Ganze für 2.0 anbieten.

Technischer Hintergrund: Das Ganze basiert auf der FileSystemWatcher-Klasse des .Net Frameworks, welches Created, Changed, Renamed und Deleted-Ereignisse verarbeitet und diese Information an das Ziel weitergibt. Es ist einstellbar, ob Deleted-Ereignisse verarbeitet werden sollen, oder nicht. Ebenso sind mehrere Sync-Jobs parallel möglich, um mehrere Ordner zu überwachen und zu sichern.

Es wird dringend davon abgeraten, eine komplette Festplatte (zB. Laufwerk C:) überwachen zu lassen. Die Auslagerungsdatei, der Windows-, wie auch weitere systemrelevante Ordner, schreiben gern und viel in ihre Dateien und Ordner herum. Das würde das Programm und somit den Rechner nur unnötig ausbremsen und für eventuell daraus resultierende “Schäden” übernehme ich definitiv keine Haftung. Apropos Haftung: Die Nutzung, der hier kostenfrei zur Verfügung gestellten Anwendung, unterliegt eigener Verantwortung. Das Programm, wie angeboten, ist “as is”, beinhaltet mit Sicherheit den einen oder anderen Fehler und eine 100%ige Funktion kann nicht gewährleistet werden. Das Programm liegt ebenso in den Original-Quellen vor, damit der geneigte Nutzer oder Programmierer sich der Basis annehmen und dann seine eigene Anwendung daraus stricken kann.

Update: Bug bereinigt – in bestimmten Konstellationen wurde das Ziel nicht korrekt geschrieben. Vornehmlich, wenn die Quelle im Vergleich zum bestehenden Ziel kleiner war. Programm + Quellcode in den Links wurden aktualisiert.

Das Programm startet derzeitig immer im Fenster-Modus. Optionen, um dies zu ändern, existieren noch nicht. Ein Doppelklick auf das Symbol in der Tray (das Teil neben der Uhr) blendet das Fenster aus bzw. wieder ein. Die Anwendung kann nur über das Tray-Symbol (rechte Maustaste – Beenden) beendet werden – oder aber, indem es mit dem Task-Manager abgeschossen wird – je nachdem, wie man es gern hat. Über Menüpunkt “Job -> Anlegen” kann ein Sync-Job angelegt werden. Um einen Job zu bearbeiten, einfach rechte Maustaste auf den gewünschten Job in der Liste und dann auf “Job ändern” klicken. Ebenso verhält es sich, wenn ein Job gelöscht werden soll. 

Nachdem ein Job angelegt bzw. geändert wurde (oder aber mit definierten Jobs nach Start von easyLiveSync) wird pro Job jeweils abgefragt, wie weiter vorzugehen ist (Dies wird in einer späteren Version mit hinterlegbaren Job-Optionen geändert werden). Es stehen 3 Möglichkeiten zur Wahl:

  1. Zielordner (alles, aber auch wirklich alles darin) löschen, Quelle in Ziel kopieren und danach das Ganze live überwachen,
  2. Zielordner nicht löschen (wenn zB. schon einmal gesynced wurde), Quelle (neue oder geänderte Dateien und Ordner) werden auf das Ziel kopiert und danach das Ganze live überwacht, oder
  3. nichts kopieren, sondern die Änderungen von Quelle auf Ziel übertragen (hier kann es bei Situationen, wo noch niemals vorher das Ziel gefüllt wurde, zu Problemem kommen – sprich Error).

Mehr gibt es eigentlich nicht zu wissen. ;-)

Für Verbesserungsvorschläge, dumme, negative, wie auch positive Kommentare, bin ich offen – und mit Sicherheit gibt es etwas zu verbessern (zB. Dateifilter, Überprüfung wann eine Datei an Quelle und Ziel gleich ist usw.)

Kein Anfangsverdacht ist zu klein …

… für eine Ermittlung inkl. Strafanzeige und Beschlagnahmung. Der Law Blog informiert, welch geringer Anfangsverdacht ausreicht, um die komplette staatliche Gewalt lostreten lassen zu können.

Es bleibt außen vor, ob der mögliche “Verdächtige” nun wissentlich oder unwissentlich diesen Link geklickt hat. Faktum ist, dass dieser Link weiss Gott wie seine Aufmerksamkeit erregt hat. Da könnte auch genauso ein PDF-Dokument über Gartenbau als bezeichnete Referenz gelegen haben. 

Der Name des Links ist nichts sagend und der Inhalt eh vorher bereits durch Beamte gegen “ungefährliches” Material ausgetauscht worden. Was für eine Straftat hat dieser Jenige denn nun begangen? Legalen Inhalt aus dem Netz geladen?

Einen Nachweis aus den Beiträgen beim Law Blog gefällig? Der ist hier zu finden spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,591060,00.html!

So einfach kann es gehen – und man sieht, wie rechtsstaatlich und sorgfältig auch bei der hoffentlich nicht kommenden BKA-Novelle gearbeitet werden würde. Nur in Ausnahmefällen versteht sich!

“Illegal” downloaden, oder im Laden klauen?

Mal im Ernst. Wenn man die Überschrift so liest, dann heisst es klar: downloaden. Doch heutzutage werden durch die Abmahnindustrie immer größere Steine in den Weg geworfen. Erst jüngst, während meines Urlaubes, ist die neue Klausel des Urheberrechtgesetz verläutet worden. Und wenn man sich das Ganze wirklich mal auf der Zunge zergehen lässt und dabei bestehende Gesetze für Vergehen inkl. deren Höchststrafen betrachtet, dann wirft sich mir folgender frei erfundener Gedanke auf:

Wenn meine Tochter irgendwann zu mir kommt und etwas herunter geladen haben möchte (da ggfs. kein Geld für den “gewünschten” Schund übrig ist), dann sage ich ihr lieber, dass sie in den Laden gehen und sich das Original klauen soll. Effektiv kommt es der Familie günstiger. Wieso?

Wenn jemand klaut, dann hat jener einige “Fehlversuche” (erwischt werden) gut, bevor 5-10 Sozialstunden mal abgearbeitet werden müssen – und wenn zwischendurch aber 10-15 CDs den Weg in die Tasche, ohne dabei gesehen zu werden, finden, dann ist die Ausbeute im Vergleich zu dieser Strafe ein guter Schnitt.

Wenn aber diese CDs, sei es durch den Papa oder dem Kind, herunter geladen werden, dann muss der Papa für den ersten Verstoß als Störer haften und die horrenden Summen der Contentmafia kosten ihn dann 1-2 Monatsgehälter. Vorratsdatenspeicherung und Speicherung und Weitergabe von “illegal” erhobenen Verbindungsdaten durch die Provider sei Dank!

Und nun bitte noch einmal die Antwort zur oben gestellten Frage …