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Elektronische Fingerabdrücke und verschwindende Zweckbindung

Als hätte ich es nicht vorher geahnt, trumpft heute Heise mit einer für mich im Voraus geahnten Meldung auf. Dem Bundesrat gehen die bereits beschlossene Zweckbindung zum Einsatz / Abruf / Verwendung der elektronischen biometrischen Daten (Fingerabdrücke / biometrisches Passbild) nicht weit genug und fordert somit “Nachbesserung” – sprich Verschärfung.

Es ist bald nicht mehr so weit hergeholt, wenn jeder Fingerabdruck, der bei einem Tatbestand jeglicher Art aufgefunden wurde und sei er noch so zufällig und eigentlich ohne Belang, direkt mit den gespeicherten Fingerabdrücken abgeglichen wird – ergo man selbst unschuldig ins Visier gerät.

Was besonders interessant ist – eigentlich sollten die Fingerabdrücke nur im Ausweis sein. Seltsam ist, dass diese auf einmal in Datenbanken auftauchen – sollte das nicht dem Einen oder Anderen zu denken geben? Vielleicht in die Richtung, was man mit “geklauten” Fingerabdrücken einem alles unterjubeln und unterschieben kann?

Wie ich so etwas nenne? Verlogen und hintergangen … oder wie es der Fürst von Lichtenstein kürzlich über das aktuelle Deutschland sagte: das vierte Reich!

“Wir sind ratlos, wo das Problem liegen könnte”

Es ist ja bekanntlicherweise schon amtlich und Viele bekamen bereits Post (ich noch nicht, aber ich brenne schon darauf mit einer Musterklage mal beim Anwalt vorbeizuschauen). Der Inhalt? Die eineindeutige Steueridentifikationsnummer.

Man könnte beinahe anfangen zu lachen, wenn das eigentliche Grundthema nicht so traurig wäre. Das es schier schwierig, vielleicht gar unmöglich ist, sämtliche Daten aus den einzelnen Behörden zusammenzufassen, das war fast jedem im Hinterkopf klar. Das die Zusammenführung derart Müll produziert hat sollte Jedem aufzeigen, wie gewissenhaft mit den Daten vor der Zentralisierung umgegangen wurde und mit Sicherheit danach weiter umgegangen wird.

Ich habe nicht einmal genügend Finger an meinen Händen, um die verzögerten, schief gelaufenen und unnützen IT-Projekte des Bundes zu zählen. Das kostet unser aller Geld – Steuergelder für Dinge, die keinen sichtlichen Nutzen mitbringen (außer es ist alles zentral und wird alles besser – wer es glaubt). Wieso gibt man diese Unsummen nicht für wichtige Dinge aus? Geld für die Bildung, Unterstützung von sozial Schwachen, die dieses Geld weitaus dringender bedürfen oder Schaffung und Unterstützung von Arbeitsplätzen. All das ist weitaus besser als in sinnlose Projekte das Ganze zu verpulvern.

Zusätzlich kostet es vielleicht auch irgendwann einmal die Identität, wenn, wie beim Datenabgleich, Einträge auftauchen:

… heißt zudem etwa der Rentner William Jung jetzt mit Nachnamen “Ficken” und wurde in “Hamburg, Kasachstan” geboren. Astrid Brauer stammt demnach angeblich aus dem Iran, ihr Mann aus Russland und ihr Sohn aus Spanien.

Und wir reden hier “nur” von der Steuernummer – nicht einmal vom ePerso. Wenn ich mir ein derartiges Fiasko bei der Einführung der biometrischen Ausweise vorstelle, wird mir ganz schlecht. Ich frage mich sicherlich später, wo ich dann geboren wurde, welchen Nachnamen ich derzeit besitze und wieso um Gottes Willen ich eine Namensänderung vornehmen lassen muss, nur weil das Amt 1000%-ig sicher ist, dass deren falschen Daten stimmen und ich ergo in deren Augen lüge?

Die Damen und Herren spielen mit Dingen, die leicht nach hinten losgehen können und wahrscheinlich auch werden. Ich mag mir nicht vorstellen, wenn ich durch einem Fehler im System auf einmal durch eine falsche Herkunft, eines Namens oder der Religion auf einer ganz anderen Liste stehe und die netten Herren vom BKA, BND, SEK oder sonst wer an meine Türe “sanft” anklopfen oder die Wohnung verwanzt und überwacht wird.

Aber sie können nichts dafür – sie sind ratlos, wo das Problem liegen könnte. Oder anders gesagt: Sie wissen nicht, was sie tun.

Viren- und Spamschleuder mittels Trojanischem Pferd …

virus.jpg Ein heutiger Notfall eines Kunden hat mir mitunter einiges zu denken gegeben. Der Kunde hatte wirklich nicht sehr viel Wissen über Computer an sich. Er nutzt diesen vornehmlich zur Kommunikation mit seinen Bekannten und Verwandten, da diese meist mehrere hundert oder gar tausende Kilometer entfernt wohnen. Da er zusätzlich recht erschwert mobil ist (gehbehindert, ansonsten topfit), hilft ihm der Computer dabei den Kontakt zur Außenwelt nicht zu verlieren.

Ein erster Blick auf den Patienten war erschütternd – es gab schon augenscheinlich unterschiedlichste Schadprogramme, die den Desktop zum Einen mit Werbefenstern zupflasterten, zum Anderen ständig über Bedrohungen und Einbrüche in den PC berichteten. Auffälligerweise ohne bestehender Netzwerkverbindung. Alle hauseigenen Möglichkeiten von Windowx XP Home (Taskmanager, CMD, Adressleiste des Explorers und vieles mehr) waren “administrativ” gesperrt worden Weiter lesen …

Ärger: Lachnummer Elektronische Gesundheitskarte und deren Macken …

Irgendwie komme ich aus dem Kopfschütteln und Lachen nicht mehr heraus. Das Thema ist die elektronische Gesundheitskarte und die neu aufgetauchten Probleme inkl. einer möglichen und derzeit akzeptieren Lösung. Der besondere Knaller ist, dass selbst das BSI diese Lösung als akzeptabel empfindet.

Hintergrund sind die bestehenden, gravierenden Probleme bei der PIN-Eingabe, wobei 75% der Tester in Flensburg nicht in der Lage waren die korrekte PIN einzugeben und somit deren Karte gesperrt wurde.

Damit dieses nicht passiert, soll der Arzt treuhänderisch anstelle des vergesslichen Patienten dessen PIN verwalten und eingeben. Übersetzt heißt dies, dass ich mein geheimes Passwort einer “vertrauenswürdigen” Person geben soll, die sich für mich daran erinnert? Und so etwas kommt vom BSI? Wo doch derartige privaten und sensiblen Daten auf der Karte sich befinden?

Angeblich wäre dieses durch die ärztliche Schweigepflicht gedeckt. Eine super Schutzbehauptung, wie ich finde. Wie darf ich mir das dann vorstellen? Mein Passwort/PIN wäre dann immer noch sicher, weil ich es jemanden erzähle der es ganz sicher nicht weitererzählen darf? Selten so gelacht … Weiter lesen …