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Hardware: VPN-Router

Draytek Vigor 2820Lang hatte ich überlegt, ob ich meine Fritz!Box 3050 gegen einen selbst gefrickelten Router mittels FreeBSD oder einer anderen Distribution aufsetze. Aber ich stolperte immer wieder über den letztendlichen Stromverbrauch der Geräte – trotz Nutzung von embedded VIA oder Intel Atom Boards. Der Austausch war aber Pflicht, da ich auf Grund einiger Mac OS X Updates dem DNS Bug erlegen war, welcher ein elendig langsames Surfen verursachte. Updates gab es keine von AVM, da meine Fritz!Box einfach zu alt ist/war. Schrecklich …

Nach einiger Recherche bin ich auf die Firma Draytek gestolpert, welche einen sehr guten Ruf hat, deren Geräte noch im preislich vertretbaren Rahmen bewegen (im Vergleich zu einer 7270 müssen die sich nicht verstecken) und zusätzlich hardwarebasiertes VPN unterstützen. In diesem Modell ist ebenso ein ADSL-Modem verbaut. Man muss dazu sagen, dass die Vigor 2820 in den SME-Bereich fällt (Small Enterprise). In diesem Bereich ist AVM nicht vertreten. Der deutsche Technik-Support ist vorbildlich. Diesen hatte ich vor meiner Kaufentscheidung kontaktiert und gelöchert und meine Bedingungsfragen gestellt: zB. Mac OS X und Vigor, Vigor und DFL-800 bzw. DFL-200 LAN-to-LAN VPN möglich? Die Antworten waren präzise und kamen wie aus der Kanone geschossen .. beeindruckend.

Der Draytek Vigor 2820n kann bis zu 32 eigenständige VPN-Verbindungen parallel verwalten. Der Zugriff ist bei den Protokollen PPTP, L2TP over IPSec mit den Standard-Boardmitteln von Windows XP, Windows Vista und Mac OS X möglich. Unter Mac OS X ist ebenso der Zugriff via IPSec mittels dem freien IPSecuritas erfolgreich. Es bindet sich wie der integrierte VPN Client von Leopard ins Menü ein und man kann einfach die vorkonfigurierten Verbindungen Starten. Mehr brauch ich persönlich nicht, denn damit sind alle Möglichkeiten funktionabel. Besonders in dem Zusammenhang, wenn ich voraussichtlich beruflich im April nach England muss. Die Briten müssen ja nicht alles mitbekommen, was über die Leitung kommt, wenn ich Daten aus/in die Firma, wie auch von zu Hause brauche. Das geht bei bestehender VPN_Verbindung locker und flockig von der Hand, ohne Ports weiterleiten zu müssen – einfach auf alle Rechner hinter dem Vigor zugreifen können.

Auch das Surfen ist wieder mehr als angenehm. Das Gerät selbst bietet WLAN auf Draft N und mein HTMAC braucht jetzt ein Kabel weniger. Das netzwerkkabel durch 2 Räume kann ich nun zurückziehen, denn mehr als 100 MBit hatte ich eh nicht hinbekommen, das das durch die Wand gezogene Kabel einfach zu kurz war/ist, um es auf einen Gigabit-fähigen Switch ordentlich zu stecken. Räumlichkeiten halt. Insgesamt können 4 eigenständige SSIDs konfiguriert werden und spezifisch für jede SSID kann festgelegt werden, auf welche Bereiche (LAN, WLAN, WAN) zugegriffenw erden darf. Zum Beispiel könnte man für “arme” Nachbarn eine WLAN-Verbindung konfigurieren, womit diese gesichert surfen können, diese aber nicht auf mein Netzwerk mit meinen Rechnern zugreifen können. Schick!

Der Vigor ist mit Sicherheit nicht einfach zu konfigurieren – es bedarf einige tiefergehende GrundKenntnisse. Sprich, wem die Fritz!Box schon schwer vorkam, dem wird die Vigor der Horror auf Erden sein. Ich für meinen Teil kann dieses Gerät, welches ich seit 2 Tagen im Einsatz habe, wärmstens empfehlen. Sicherlich ist der Preis von ca. 235 € nicht wenig, aber allein durch das Hardware-VPN ist es mehr als preiswert.

Alte DOS-Spiele? Boxer!

 

icon_spotlight.png Vor einigen Tagen bin ich auf eine interessante Anwendung gestoßen. Der Ursprung war ein Frontend für DOSBox. DOSBox ist ein emuliertes X86-System mit DOS, indem man fast alle alten DOS Spiele und Anwendungen laufen lassen kann. Das Einbinden der jeweiligen Programme und Anpassen von DOSBox-Variablen war immer ziemlich aufwändig und mühselig. Doch dafür habe ich jetzt Boxer entdeckt (für Mac OS X), welches mir diese lästigen Arbeiten abnimmt.

Boxer beinhaltet ein Installationshilfe-Assistenten, welcher entweder das Spiel samt aller Dateien in ein Paket kopiert und einbindet oder aber es erlaubt, von den Original-Installationsmedien in ein solches Paket installieren zu lassen. Ist das Ganze erledigt, genügt ein Doppelklick auf das Paket, Boxer wird ausgeführt und startet mit Hilfe von DOSBox das betreffende Spiel. Einfach genial und genial einfach – ein Programm, welches ich dem geneigten “Alte Spieleliebhaber” und auch dem “Ich möchte mal sehen, ob die Spiele damals wirklich inhaltlich viel besser waren”-Neugierigen empfehlen kann. 

Mein Archiv füllt sich mit jedem Diskettensatz oder CD aus meinem Old-Gamez Archiv, welches ich seit 1990 ständig weiter pflege. Jedes gekaufte Spiel befindet sich noch in meinem Bestand und erhält die Möglichkeit zur Auferstehung, um mich nach all den Jahren erneut zu erfreuen.

Gegenwärtiges und zukünftiges Internet

Gestolpert bin ich heute über Ravenhorst und einen mehr als interessanten Artikel “Streifzug durch die Welt der Zensur und Überwachung“. Er zeigt auf, wo wir uns derzeitig mit den bereits aktiven Gesetzen befinden und wo wir mit den angemeldeten Wünschen, Drängen, Lobbyieren und den neuen Gesetzesvorhaben landen werden.

Mehr als lesenswert, wie ich finde, da die Geschehnisse der letzten Jahre und eben die neuen Vorhaben in einem Artikel zusammengefasst sind. Mit dabei ist unter anderem auch das Bundestagsgutachten zur Netzzensur. Mir wird persönlich mehr als mulmig dabei …

Per Mausklick zum Terrorist

Heribert Prantl, bekannter Jurist, Journalist und Publizist bei der Süddeutschen Zeitung, trifft es voll auf den Punkt mit seinem Kommentar “Per Mausklick zum Terrorist“.

Was da oben im Bundestag zusammengekocht wird, ist einfach nur noch krank. Wir haben Gesetze, deren Sinn und Zweck es ist, Straftäter zu bestrafen. Was die da oben gerade “basteln”, sind Gesetzesgrundlagen, um allein das Vorbereiten bzw. Aneignen von Informationen einer möglichen Straftat unter Strafe zu stellen.

Unter Strafe gestellt wird die noch nicht konkrete Vorbereitung von noch nicht konkreten Straftaten. Die zu einer rechtsstaatlichen Verurteilung untauglichen Strafvorschriften werden deshalb geschaffen, weil der Staat zur Verfolgung dieser neuen nebulösen Delikte das schwere Instrumentarium der Strafprozessordnung auspacken kann: Überwachung und Aufzeichnung der Telekommunikation, Lauschangriff, Hausdurchsuchung bei Kontaktpersonen, Kontrollstellen auf Straßen und Plätzen, Vermögensbeschlagnahme, Verhaftung und Untersuchungshaft wegen Wiederholungsgefahr. Die schwersten denkbaren Maßnahmen und Grundrechtseingriffe werden also auf allerdünnstes Eis gestellt.

Hier geht es wirklich nicht mehr um Strafverfolgung, sondern um Befugnisse jeglicher Art, um vor einer (mitunter fingierten und nicht existentiellen) Tat aktiv zu werden. Aber wie immer wird sich ein Großteil sagen: “Uns wird das nicht treffen …”. 

Lest euch den verlinkten Artikel durch. Der Mann weiß, wovon er redet. Lesenswert!

ELENA – ein Überblick

Wer es etwas genauer wissen möchte, was ELENA ist, und wie, was, wieso und warum dort abgelegt wird, der möge sich den sachlichen Beitrag des Datenschutzbeauftragten durchlesen, der wie immer sehr informativ ist und um Längen über das hinaus geht, was ich hier sonst verzapfe.

Im Zuge dessen schafft er einen neuen Begriff: die Lebens-Vorratsdatenspeicherung, welches wie die Faust aufs Auge passt. Ebenso zeigt er auf, wie leicht diese Datenberge mit doch brisantem, für die Wirtschaft sehr wertvollen Daten passieren kann (zB. wie Schufa-Klausel) und, wie wir es aus der Geschichte adaptieren können, auch wird.

Prädikat: Sehr lesenswert!

Datenschutzbeauftragter Online

Ich bin auf meiner alltäglichen Suche im WWW auf eine interessante Seite gestoßen, die sich in meinen Augen analytisch mit den alltäglich beschlossenen Gesetzen, täglichen Gegebenheiten und vielem mehr auseinandersetzt. 

Nach Überfliegen und Lesen einiger Artikel auf Datenschutzbeauftragter-Online, komme ich persönlich zum Schluss, dass der Betreiber in vielen Dingen ähnliche Gedankengänge, Sorgen und Ansichten vertritt, die mich auch auch tangieren und bewegen.

Die Artikel sind wirklich sehr lesenswert, wenn auch manchmal etwas lang. Dennoch informativ und stellenweise wirklich erschreckend, was so auf uns zu rollt (siehe meine Artikel über Überwachung, Datenschutz und Politik).