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Bundeswehr: Größen-WA(h)N

Oh mein Gott .. leidet man bei der Bundeswehr an Größenwahn?

Ein IPv6 /32er Subnet- Block entspricht gemäß Tabelle einen Adressraum von 2^96 IP-Adressen. Das sind bescheidene 79.228.162.514.264.337.593.543.950.336 einzelne Adressen – das grenzt fast schon an zig Fantastillionen. Was wollen die denn damit? Jedem einzelnen Schuss Munition eine eigene IP verpassen, damit man sie besser via traceroute verfolgen kann?

Nur weil mit IPv6 mehr Adressen zur Verfügung stehen, muss man nicht jedem Dahergelaufenen die Adressräume in den Rachen werfen.

Die Qual der Wahl – (m)ein Kommentar

(via flickr)

Was für ein Tag. Habt ihr das alles mitbekommen, was so durch diverse Medien herumgeisterte? Bei der einen eigentlichen Geschichte wäre mir fast das Auto von der Straße abgekommen, so erschrocken hatte ich mich. Und solche Geschehnisse und Informationen kurz vor der Wahl zu erhalten kann für bestimmte Parteien nicht sonderlich nützlich sein – eher sogar schädlich (hoffentlich). Aber fangen wir einfach mal sukzessive an – sprich der Reihe nach.

Als aller Erstes kommt mein Lieblingsminister – ja, der Herr Schäuble. Ich glaube heute hat kaum einer das nicht vernehmen können, was in seinem Hause so alles ausgearbeitet wurde. Anstoß des Ganzen war ein kleines Dokumentlein, welches mal die taz zur Verfügung gestellt hat. Weiter lesen …

Die Schwarz-Gelbe Fratze lässt blicken …

“Bloß keine Linken”, höre ich immer wieder. “Die bringen dem Land den Ruin, die Grünen”, höre ich darauf weiter. “Schwarz-Gelb ist das, was uns nach vorn bringt”, muss ich mir daraufhin anhören und verdrehe schon die Augen.

Ich sage mir immer, dass diese Leute es nicht besser wissen .. sie wollen es anscheinend auch nicht besser wissen. Sie vermeiden es bewusst sich zu informieren und wenn ich ihnen die Fakten auf den Tisch lege, sehe ich lediglich betretenes Schweigen und die Zahnräder fangen langsam an sich wieder zu bewegen. Ist auch logisch, wenn diese auf Grund der Denke und das Nichtzulassen von anderen Meinungen und Informationen verrostet sind. Da bedarf es mal einen kräftigen Schwall flutschenden Öles, damit sich deren Apparat wieder bewegt.

Sicherlich bin ich politisch “vorbelastet”. Das wissen die engsten Bekannten und kann der eine oder andere Leser meiner gesammelten Ergüsse auch heraus interpretieren. Was ich denke ist, dass Schwarz-Gelb eines der schlimmsten Situationen für Deutschland sein wird, die wir uns überhaupt vorstellen können. Wieso eigentlich? Vielleicht sollte man sich auch mal die Zeit nehmen und einfach lesen, was die so machen wollen. Steht ja da alles schwarz auf weiß drin!

Nun ja – die CDU hat natürlich mitunter die schlimmsten Grundrechtsverletzungen in der Geschichte der Nachkriegszeit verursacht. Schon allein dafür sind sie unwählbar. Und eben allein dafür sollte vielleicht mal darüber nachgedacht werden ein strafrechtliches Exempel zu statuieren. Bevor hier einige anfangen zu schreien: auch die SPD mit einigen ihrer Vertreter im Bundestag sollte da nicht ungeschoren davon kommen, denn auch für Abgeordnete gilt das Halten an das Grundgesetz – egal ob Gewissen oder nicht.

Die FDP dagegen stemmt sich im Wahlkrampf mit aller Macht in Richtung “Wahrung der Bürgerrechte”. Das ist ein löbliches Ziel, wenn es denn auch stimmen würde. Sprachlos, aber nicht unvorbereitet, erfährt man so nach und nach, wieviel die FDP so von Bürgerrechten hält. Allein in Sachsen hat man einen bürgerrechtsfreundlichen Koalitionsvertrag beschlossen, der so bürgerrechtsfreundlich ist, wie es der Todfeind von “Superman” nur sein kann.

Man liest da Dinge, wie  ”Ausweitung von Telefon-Überwachung auch auf Internet-Telefonie”, “weiteren Stellenabbau von Polizeien”, “mobile Kennzeichenerfassung”, “effektive Videoüberwachung öffentlicher Plätze” und Verkehrsmittel – alles Dinge, die “bürgerrechtsfreundlich” sind.

Um so mehr bin ich überrascht und erfreut, wenn Mitglieder der Etablierten beginnen zu realisieren, was hier im Land eigentlich faul ist. Menschen, die etwas bewegen wollten, aber deren Parteispitze nicht auf die Basis hören wollte. Menschen, die sich einer Bewegung anschließen und eine andere verlassen, weil sie in dieser Bewegung erhört werden und die Möglichkeit haben, gegen das Ausufern des Grundrechteabbaus sich einzusetzen. Unsere Grundrechte sind unserer aller Basis und zeigen dem Staat seine Grenzen auf.

Wieviel Angst muss der Staat vor seinem Volk haben, wenn er dessen Rechte immer weiter einschränkt – und das auch noch unter zwar mitunter “löblichen”, aber vorgeschobenen Gründen und das ganze Volk wird verdachtunabhängig protokolliert und überwacht? Wie dumm müssen wir sein, dass wir Versprechungen, wie Steuersenkungen glauben? Sind wir nicht auch darauf reingefallen, als uns Frau Merkel etwas von “Mehr Netto” erzählte, aber das mit 19% Mehrwertsteuer ausgleichen musste? Wieviel ist denn am Geld hinten raus verblieben? Schon einmal eine Rechnung gemacht?

Ist es nicht traurig, dass wir all das haben zugelassen? Ist es nicht traurig, dass wir alle nicht eher etwas dagegen getan haben, um dem Einhalt zu gebieten? Sind wir alle schon so intellektuell ausgehölt worden, dass wir nicht mehr ohne Hilfe und Hinweise erkennen können, was man mit uns anstellt?

Was erwartet eigentlich der Großteil in Deutschland? Das sich etwas verbessert, wenn man zwischen Rot, Gelb und Schwarz umherspringt mit seinem Kreuz? Glaubt jemand wirklich, frei nach Volker Pispers, dass Scheiße besser wird, bloß weil man sie in eine Vase packt?

Es gibt an der Stelle nur eine Möglichkeit – sich umorientieren und hinterfragen, wer außer Schwarz und Gelb und vielleicht auch leicht Rot für etwas steht, womit man sich identifizieren kann. Eine Farbe, die etwas symbolisiert und mobilisiert, die aufweckt und Selbstbeteiligung ermöglicht. Vor allem sollte man sich die Frage stellen, ob der Grundrechteabbau legitim für einen ist, oder nicht. Es ist egal, ob die Farbe dann Grün, oder tief Rot ist. Von mir aus wählt euer Schwarz oder Gelb .. aber bedenkt, dass Demokratie nicht allein durch das Kreuz auf dem Wahlschein statt findet. Demokratie kommt von uns allen und wer etwas ändern möchte, der sollte sich auch dafür einsetzen und nicht nur meckern.

Wer ist denn der Souverän in diesem Land? Wer sollte die Geschicke in diesem Land lenken? Das seid ihr und ich alle zusammen und nicht nur die dort “oben”. Also tut etwas dafür, engagiert euch, wirkt mit und wenn das Mitwirken noch so klein ist – ihr habt etwas dazu beigetragen.

Aus technischer Sicht (bzw. aus Sicht eines IT-lers) würde ich in solch einer Situation, wie wir sie die letzten Jahre erleben durften, sagen: “Alles löschen und neu installieren! Den Virus wird man sonst nicht mehr los!”, oder aber das ganze System neu flashen, denn besser wird es auf keinen Fall!

Spätestens am 27.9.2009 heißt die Devise für mich “Klar machen zum Ändern“.

“Das ist alles nur geklaut” …

Nun gut – bezüglich des Inhaltes sag ich nichts. Jeder macht es so, wie er es kann.

Aber die Musik, Leute .. irgendwie kam mir diese bekannt vor, als ich den Refrain des JU-Songs Brandenburg gehört hatte. (ca. 0:40 beginnend).

Ich erlebte ein wahres Déjà-vu. Aber wer hatte das Original denn bloß gemacht? Nach einigen Suchen bin ich doch fündig geworden.

Ab wie vielen Noten spricht man von einem Plagiat Herr Dietrich Rudorff (Text und Musik des JU-Spots)?

Über den Tellerrand Nr. 21

So! Essen ist alle und es ist wieder einmal Zeit über den Rand zu sehen. Die letzten Tage ist eine Menge passiert und hey: Wir haben Wahlkampf! Mit allen Mitteln wird geschossen – kreuz und quer durch die Walachei und ohne Rücksicht auf Verluste. Getrieben durch die Politik greifen auch viele Medien ohne ihr Gehirn einzuschalten in das triefende Fettnäpfchen. Allen voran der Spiegel!

Wie schön war doch der Auftritt einer, ähm, “wissenden” Journalistin des Spiegels im ZDF. Man merkt in jeder Zeile, wie das Fachwissen nur so aus den Poren tropft – aber schaut selbst:

Genial, oder? Im Internet tummelt sich all das Übel, was es in der Wirklichkeit gar nicht gibt. Nee, ist klar – verstehe – sicherlich gibt es im Internet hier und da Teile, die es auch in der Wirklichkeit gibt. Aber das eigentliche Verbrechen findet vornehmlich in der Realität statt. Durch Bits und Bytes erschossen oder vergewaltigt? Spiegel halt … einmal Fremdschämen bitte …

Und kann mal die Presse langsam die Hetzkampagnie gegen Tauss sein lassen, bis erstens Anklage erhoben wird und ein Richter seinen Spruch ablässt? Wieso bekommen die überhaupt von der Polizei oder der Staatsanwaltschaft interne Informationen? Tauss, wie jeder andere Beschuldigte, hat das Recht ein faires Verfahren zu erhalten. Mit so einer Schmierenkomödie im Spiegel, in der Bild und Co. ist für mich ein faires Verfahren nicht möglich. Ich empfehle Jedem mal darüber nachzudenken, wenn er selbst in solch einer Situation geraten sollte. Es ist heute im Netz leichter durch Unwissenheit, Unkenntnis oder Unachtsamkeit mitunter Bilder, Trojaner oder anderes Zeugs auf seinen Rechner zu bekommen, als einem lieb ist. Und wenn dann die Polizei bei einem ist und die Bude auseinander nimmt, die Nachbarn befragt und ggfs. die Presse darauf aufmerksam wird, dann kann sich jeder selbst ausmalen, was es mit seinem eigentlichen Recht auf sich hat. Der lawblog beschreibt es erneut passend und sachlich, wie der Sachverhalt aus Sicht des Gesetzes aussieht bzw. aussehen sollte.

Aber haben wir nicht genügend andere Probleme? Na anscheinend nicht, denn es wird vornehmlich vehement gegen das Internet geschossen. Nach den hervorragenden geforderten Verhaltensregeln durch Zensursula von der Leyen kommt nun noch Kanzerlamts-Chef Thomas de Maizière – seines Zeichens CDU – und fordert was? Verkehrsregeln für das Internet! Weil nur allein im Internet findet man (bald) Scheußlichkeiten, die jede Vorstellungskraft sprengen werden. Also wünscht man sich weitere Gesetze, die das globale Internet auf deutschem Raum ein “Deutschnet” werden lässt. Wie gut, dass der Stadtanzeiger da mal ein vernünftiges Resümee zieht:

Angesichts der Tatsache, dass die Freiheit des Einzelnen in zahlreichen Staaten der Welt beschnitten und geleugnet wird, können Regierungspolitiker eines freiheitlichen Staates nicht so unkonkret und unwissend über die Einschränkungen von Freiheit reden wie es Politiker gerade der Unionsparteien derzeit tun. Die kulturpessimistische Hybris von „Scheußlichkeiten, die jede Vorstellungskraft sprengen“ ist so zielführend wie das allabendliche Lamento über das miese Fernsehprogramm.

Freiheitseinschränkung … ein tolles Thema für mich. Hat das jemand heute mitbekommen? Unser Verteidigungsminister will uns alle schützen – er liebt uns ganz doll, genauso wie Hr. Schäuble und Frau von der Leyen uns liebt. Und weil er uns so doll lieb hat, möchte er uns auch im Landesinneren vor bösen “Piraten” schützen. Piraten, die auf den Flüssen und Seen ihr Unwesen treiben. Dafür muss er natürlich das Grundgesetz ändern, damit das geht. Er will das ändern, was die Grundgesetzväter explizit zum Schutz vor unserer dunklen Geschichte eingebaut haben – eingebaut, damit sich das nicht wieder bei uns wiederholt. Verständlich, oder?

Es gibt da so einen schönen Spruch: “Er/Sie lügt, bevor er/sie den Mund aufmacht.”. Nun – der Herr Bosbach hilft unseren Beschützer verbal und lügt in meinen Augen allein während des Prozesses des Atmens. Anstoß war ein Forumsbeitrag, der das Ganze genauer durchleuchtet und die Begründung von Bosbach zerpflückt hat. Die Argumentation des Forumteilnehmers ist plausibel und erschreckend zugleich, wie auf billigen, populistischen Wege versucht wird hängenbleibende Schlagzeilen in BILD & Co. zu hinterlassen, auf dass die Menschen im Lande nach G8 im Heiligendamm und Ehrfurcht erbietenden Tiefflügen über Demonstrantenlagern, sowie den “Piraten in Somalia” so nach und nach ihre Rechte aufgeben. Wofür? Für den angeblichen imaginären Schutz – der imaginären Steigerung der Sicherheit. Die Frage ist doch, wo fängt es an und wie weit geht es bzw. lassen wir es gehen? Oder aber, ob wir langsam mal die Notbremse ziehen, um wieder auf ein bürgerrechtliches und freiheitliches Level zurück zu kommen.

Aber das Verteidigungsministerium hat uns richtig lieb – selbst unsere Kinder. Und weil sie uns so lieb haben, schenken sie uns auch was zu essen. Natürlich völlig gesundes Essen. Fettfrei, vitaminreich, nahrhaft und gut für die Entwicklung der Kinder! Das Ministerium hat mal lockere 73.000 Euro Gutscheine von McDonalds verteilt … unfassbar! Und das, obwohl es ein Programm gegen Überwicht gibt. Aber wie immer wird abgewiegelt, weil es ja den Ernährungsgeflogenheiten der Jugend entspräche …

Bei solch einer Wahlkampfluftblase ist es gut zu wissen, dass zumindest die Polizeien wenigstens mitbekommen, wie nach und nach ihre eigenen Kompetenzen untergraben werden sollen und posaunen laut und deutlich “Kein Herumfummeln am Grundgesetz”. Die Betonung liegt wirklich auf Herumfummeln – was anderes ist es nicht, was unsere Politiker die letzten Jahre gemacht haben – herumfummeln und Ohrfeigen vom BVerfG abfassen. Nur reicht das noch nicht diese vornehmlichen Ausdrucker zum Umdenken zu bewegen.

Apropos Wahlkampf – ich glaube, die anderen Parteien brauchen nicht versuchen gegen die SPD Wahlkampf zu betreiben, denn die schafft das bisher ganz alleine sich zu demontieren. Dazu findet man Dinge hier und hier. Eindach fantastisch – sozial und demokratisch. Ein klassisches Fail!

Für andere Dinge, die passiert sind, spare ich mir die Luft und ergo meine Fingerkuppen, denn sie sind es nicht wert darüber zu berichten. Über Wahlkampfdummheit und Wortblasen jenseits der unteren Gürtellinie habe ich zur Zeit keine … Zeit!

In diesem Sinne .. gute Nacht und gute Nacht Deutschland. Zeit zum Ändern!

Epic Fail: Ohne Worte, Herr Jurk

Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf. (via Freie Presse)

Na Herr Jurk aus Sachsen? Epischer ging es nicht, ihre Partei mit Sack über den Kopf an die Wand zu stellen, oder? Eine öffentliche Aussage eine Straftat zu begehen bzw. begangen zu haben (was ja bereits Fakt ist, dass es gegen das Grundgesetz verstößt)? Dazu, werter Herr Jurk, fällt mir gar nichts mehr ein, bestätigt es doch, was ich in den letzten Jahren von der CDU und auch der SPD gelesen, erfahren und erlebt habe – zu meinen und auch anderen Lasten. Vielen Dank für diese Aussage, die meine Überzeugung etwas dagegen leisten zu müssen weiter stärkt!