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Lösung: Die Schneekatze hat Startschwierigkeiten
03. Sep
Seit letzter Woche bin ich im Besitz einer Familienpackung Schneeleoparden, die es sich nach und nach auf den Macs im Haushalt gemütlich machen. Drei Installationen verliefen völlig problemlos. Die vierte heute, auf dem iMac in der Firma, hatte mit leichten Startschwierigkeiten zu kämpfen.
Egal ob ich unter Leopard aus ein Update ausführen oder mittels DVD gestartet dieses verrichten wollte, bekam ich nicht die Möglichkeit die Installation auf die einzige Platte im System zu machen. Ich erhielt lediglich folgende Fehlermeldung mit einem lustigen gelben Dreieck ala “Jefahrenbucht” aus Monkey Island 3:
Mac OS X kann nicht auf Volume “Macintosh HD” installiert werden, da dieses Volume nicht als Startvolume für Ihren Computer verwendet werden kann.
Ich wollte auf dem iMac ein Update ausführen. Erstens weil er erst 1 Monat alt ist und kaum irgendwelche Programme installiert und Dateileichen vorhanden sind und zweitens, weil ich meine sämtlichen Konfigurationen und Kundenzugänge für die Administration nicht nachträglich neu einrichten wollte.
Nun kursierten eine Menge Hilfestellungen im weltweiten Netz, dass die Platte keine GUID-Partitionstabellen enthalten würden und deswegen dieses verwehrt wäre. Dem war bei mir leider nicht so.Ich bin dann zufällig auf einen kleinen Tip unabhängig von der Schneekatze gestoßen, der bei mir in dieser Konstellation erfolgreich war.
Mac OS X kann zur Laufzeit die Partitionsgröße der eigentlichen Partition verändern. Hierzu muss lediglich im Festplatten-Dienstprogramm die Größe der zu installierenden Partition geändert und gespeichert werden. Danach kann man auch prompt wieder die alte Größe wiederherstellen lassen.
In meiner Konstellation habe ich die letzte Ziffer – hier eine 5 – lediglich auf 4 gesetzt, das Ganze übernommen und kurz darauf gleich wieder geändert in 5. Die Partitionsdaten wurden damit neu geschrieben und einer Installation stand sowohl aus Update unter Leopard bzw. direkt gebootet via DVD nichts mehr im Wege.
Unmöglich? Doch möglich …
02. Apr
So etwas habe ich in meiner langjährigen Berufszeit noch nicht erlebt. Ein Kollege hatte bei einem Kunden heute Netzwerkkabel, welche von einer Kabeltrommel des Elektrikers bereits vorverlegt war, fertig gemacht und aufgelegt. Beim letzten Kabel bekam er aber keine Verbindung mittels seiner Testgeräte. Erst das “Gute” zeigte auf, dass es bei dem 18m langen Kabel ein Problem nach 16m, bzw. 2m, wenn man von der anderen Seite heran geht, auftauchte.
Er stellte einen massiven Knick in der Isolierung fest und öffnete diese. Gummi-Isolierung und äußerer Flechtschirm waren intakt, aber die einzelnen Adern darunter waren der Hammer, denn diese waren anscheinen während der Produktion mal gerissen und mittels kleinen roten Isoierbändern miteinander verknüppert worden. Danach kam der Flechtschirm und die Isolierung drüber, welche sich durchgehend bei der besagten Kabeltrommel auf 1km Länge erstreckte. Ergo existierte dieser Fehler bereits während der Produktion des Kabels.
Das so etwas überhaupt verkauft wird? Zum Glück gibt es Firmen und Leute, die ihre Arbeit noch testen …
Phantom(as) nicht existent
25. Mrz
Was wurde nicht alles gemacht, um das Phantom, welches 2 Polizisten auf dem Gewissen hatte – eine tot, der andere schwer verletzt – aufzuspüren. Da wurden DNA-Proben genommen um diese mit “freiwillig” abgegebenen Proben zu vergleichen. Die “Freiwilligen” waren meist unbescholtene Autofahrer, denen letztendlich die Pistole auf die Brust gesetzt wurde: Abgeben, oder …. !
Die DNA des Phantom wurde an so vielen Stellen und Tatorten gefunden, dass das Phantom mit mehreren Straftaten in Verbindung gebracht wurde, was schließlich zu weiteren Anstrengungen zur Auffindung führte.
Der Stern meldet, dass das Phantom als Solches nicht existiert, da die DNA-Proben auf Wattestäbchen und anderen Sammelbehältnisse vorher bereits bei der Herstellung kontaminiert wurden. 16.000 Überstunden umsonst, Millionen an Steuergeldern verpulvert und eine peinliche Aktion seitens der Polizei, denn geahnt hatten diese es schon lange – Hut ab.
Glanzleistung mit Sternchen!
Vodafone Dashboard – Wegoptimierer Nr. 1
28. Feb
Ich hatte ja bereits in einem Artikel darüber geschrieben, wie die Vodafone Software in der Lage ist, den Mailabruf bzw. Mailversand zu stören bzw. sogar auszuhebeln. Heute lege ich noch einen drauf – mit meiner Erfahrung vom gestrigen Tage bei einem anderen Kunden.
Das Szenario ist ähnlich, wie im oben verlinkten Artikel – Laptop mit Windows XP und Vodafone Dashboard Software. Dieses Mal ist es aber eine neuere Version gewesen – die 9.3 (wenn ich es recht im Kopf habe) vom Januar 2009. Der Kunde beschwerte sich zurecht, dass er weder mit der Vodafone Software via UMTS-Datenkarte, noch via WLAN, ins Internet käme. Ein angeschlossenes Netzwerkkabel funktionierte aber. Schon seltsam.
Es war zu beobachten, dass nach Aktivieren des WLAN-Moduls dieses keine DHCP Informationen erhielt. Da beim Kunden eine Alternativkonfiguration hinterlegt war, wurde diese stattdessen genutzt. Seltsamerweise aber ohne Bindung des Standard-Gateways. Egal, was ich tat, führte dazu, dass alle Einstellungen bis auf das Standard-Gateway gesetzt wurden. Eine Verbindung via UMTS führte zwar zu einer aufgebauten Verbindung, aber bis auf gesendete Daten passierte nichts. Daten kamen nicht rein – ergo auch kein Surfen möglich.
Das das Phänomen dem mir bekannten ähnelte, startete ich den Installer der Dashsoftware und deinstallierte das Optimierungsmodul. Nachdem dies vollbracht war, wurde automatisch die Verbindung zum WLAN getrennt und kurz darauf wieder aufgebaut: diesmal mit der Konfiguration vom DHCP und auch Internetzugriff war möglich.
Zur Probe installierte ich das Optimierungsmodul wieder und musste den bekannten Dreckeffekt wieder sehen.
Also – Tipp an alle Dashboard-Nutzer: deinstalliert bzw. achtet bei der Installation darauf, dass das Optimierungsmodul nicht mit installiert wird, denn in der neueren Version greift es diesmal sogar auf die WLAN-Konfiguration mit ein. Bestimmt, damit Vodafone, wie die Telekom bisher, den bezahlbaren Zugriff auf bestimmte Hotspots im Auge behalten kann.
Das Optimierungsmodul benutzt irgendwie einen Proxydienst, um Grafiken und anderes Gedöhns in ihrem Größenumfang zu minimieren. Toll, dass es so gut optimiert, dass gar kein mobiles Netzwerk funktioniert – wobei es dennoch in der heutigen Zeit viel sicherer ist, kein Internet zu haben
Artanis selbst hatte damals genug Probleme mit der tollen Software von Vodafone auf seinem MacBook Pro. Ich denke, selbst sein Abenteuer spricht für sich …
Ade, AD und DNS! Oder etwa doch nicht?
12. Feb
Wenn es nach der gestrigen intensiven Google-Suche meinerseits geht, ist das gestern aufgetretene (berufliche) Problem bei einem Kunden mehr als selten. Informationen hierzu waren spärlich, wenn nicht sogar armseelig. Anscheinend taucht es niemals auf – obwohl es das tut. Was war passiert? Ich versuch es so ausführlich wie möglich, aber bedenkt – ich mach es aus dem Kopf, da ich die Fehlermeldungen nicht mehr vorliegen habe.
Die genauen Hintergründe sind mir selbst verborgen. Anfangs lag der Verdacht auf ein fehlerhaftes Update eines Antiviren-Programmes, welches ich aber nach erster Recherche beim Kunden vor Ort ausschließen konnte. Nach Start des Servers (hier ein MS 2003 Server Standard), war eine Anmeldung nicht möglich, da ein Fehler im Verzeichnisdienst (Active Directory) aufgetreten ist. Um es mit einfachen Worten zu sagen, die Active Directory Informationen waren im Anus.
Im Verzeichnisdienstwiederherstellungsmodus war es mir nicht möglich die ntds.dit-Datei (welche die AD-Informationen beinhaltet) mit den üblichen Tools, wie ntdsutil oder esentutl zu reparieren. Ich hatte an dieser Stelle fast aufgegeben, da eine aktuelle Sicherung nicht vorhanden war. Der Server pfiff eh schon auf dem letzten Loch und die Datensicherung war genauso zuverlässig und glaubwürdig, wie Backsteine in der Luft schweben können.
Die Betonung lag hier auf “aktuelle” Sicherung. Ich hatte noch Zugriff auf eine Sicherung von 2006. Also relativ zeitnah möchte ich anmerken. Aus dieser holte ich im Modus Verzeichnisdienstwiederherstellung die ntds.dit und überschrieb die Originale (nach händischer Sicherung) im Ordner C:\WINDOWS\NTDS. Die Prüfungsmechanismen mittels ntdsutil verliefen fehlerfrei und ich startete den Server durch. Ich konnte mich daraufhin anmelden aber das nächste Problem folgte – der DNS Server. Es handelte sich um eine AD mit integriertem DNS und die rückgesicherte ntds.dit war einfach viel zu alt, sodass der DNS Server dies nicht akzeptierte. Ich konnte den DNS Server nicht konfigurieren oder eine neue Zone erstellen – beides wurde mit einer Meldung in der Art “konnte nicht in Active Directory (null) schreiben”. Ebenso war es mir nicht möglich, mit den mir verständlichen Mitteln den DNS Server zu deinstallieren und blanko zu installieren. Es schlug jeder Eingriff fehl.
Somit konnten auch die Clients keine Namensauflösung mehr machen, geschweige denn sich an der Domäne anmelden. Intern, wie auch extern war der Zugriff auf DNS-Namen nicht möglich. Ein Glück, dass der Kunde mittels HTTP-Proxy surfte. Zumindest war der Server via \\IP-Adresse erreichbar. Eine Konstellation, die dem Kunden “erst einmal ausreichte”. Ich versprach mich darum zu kümmern, denn völlig mich einer Neuinstallation hingeben lag mir fern. Ich recherchierte gestern über 5 Stunden zu Hause und stieß auf den für mich letzten besaglichen Strohhalm.
Heute beim Kunden angekommen, habe ich das auch gleich umgesetzt, Daumen gedrückt, weggesehen und … es lief! Einzig allein die wenigen Arbeitsstationen musste ich aus der “alten” Domäne austreten und in die “neue” Domäne eintreten lassen und alles funktionierte, wie es sollte. Und für alle die, die ungeduldig warten, was ich getan habe, hier eine “Kurzanleitung” am Hauptserver (DC+DNS).
- Deinstallation des DNS-Servers (Systemsteuerung->Software->Windowskomponenten hinzufügen/entfernen)
- Löschen (vorher sicherheitshalber sichern) der Dateien netlogon.dns und netlogon.dnb (hier unter C:\WINDOWS\SYSTEM32\CONFIG)
- Löschen (vorher sichern) des kompletten Ordners DNS (unter C:\WINDOWS\SYSTEM32)
- wenn noch nicht vorhanden, die Support Tools von M$ installieren
- CMD starten und folgenden Befehl eingeben (vom Support Tools Installationspfad aus): netdom resetpwd /server:SERVERNAME /userd:SERVERNAME\Administrator /passwordd:*
- es wird nun nach dem Kennwort gefragt: hier kann einfach das alte Administratorkennwort eingegeben werden
- DNS Server installieren (Systemsteuerung->Software->Windowskomponenten hinzufügen/entfernen)
- Sicherstellen, dass die oben entfernten Dateien und Ordner wieder erzeugt wurden
- CMD starten und netdiag /fix ausführen
- Restarbeiten (Aus- & Eintritt der Client-PCs in die Domäne)
- Feierabend machen
Mindestens durch die alte ntds.dit Datei, wenn nicht durch einen Fehler in der DNS Konfiguration oder anderen Ursachen, wurde das Kerberos-Passwort des Administrators zurückgesetzt. Mittels netdom wird dieses “aufgefrischt” und dann sollten in dieser Hinsicht diese Probleme beseitigt sein.
Hoffe es hilft Einem – dem Kunden für sein Geschäft und mir für das “Wissen” auf jeden Fall.
Keine Gefahr, da verboten
13. Jan
Welche Drogen muss man genommen haben, um in meinen Augen, massive Sicherheitslücken so wischiwaschi mit nichtssagenden Sprachblasen aus der Welt schaffen zu wollen?
Das DECT Forum die Kerle, die den DECT Standard für schnurlose Telefone “entwickelt” haben, hatte eine Stellungnahme zur gelungenen Abhörmöglichkeit von Gesprächen veröffentlicht. Ich fasse mal zusammen: Da das Abhören von Telefongesprächen eine Straftat darstelle, sei es nicht möglich, Telefongespräche zufällig abzuhören. Nur Personen, die mit krimineller Energie und Absicht handeln sowie über detaillierte technische Kenntnisse und Ausstattungen verfügen, sind überhaupt in der Lage, Gespräche abzuhören.
Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Zufällig passiert dort eh nichts und wer Mithören will, der schreckt auch vor der Strafe nicht zurück. Wenn mein Nachbar das technische Know-How besitzt und einfach Spaß dran hat mitzulauschen, dann wird er es auch tun. Da muss nicht einmal gesonderte kriminelle Energie dahinterstecken – Neugierde reicht aus. Das Risiko erwischt zu werden ist doch eh bei null. Und was mit detaillierte technische Ausstattung gemeint wäre, verstehe ich auch nicht, wenn das Forscherteam dahinter eine einfache kostengünstige Laptop-Karte und Linux einsetzte.
Wenn ich mir das Ganze durchlese, dann ist im DECT-Standard eine Menge faul. Aber es besteht ja keine Gefahr belauscht zu werden – schließlich ist es ja verboten. Politsprech in Perfektion auf dem Weg in die Wirtschaft und alle Welt glaubt es …
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