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RTFM

sbs-2k8-ram.jpg Derzeit testen wir in der Firma unterschiedliche Serverbetriebssysteme und Serveranwendungen aus, da die Infrastruktur bei uns erneuert werden soll. Zusätzlich muss man in diesem Gewerbe auf der Höhe der Zeit bleiben und seine Hände an neuen Hard- wie auch Softwaretechnologien legen – man möchte ja auch den bestmöglichen Support seinen Kunden zu Gute kommen lassen.

Dass bei jeder Aktion auch immer RTFM (Read The Fucking Manual) gilt, sollte bekannt sein. Dass man selbst das mitunter nicht beachtet ebenso – zum Leidwesen der eigenen Zeit. Heute zum Beispiel lief eine knappe Stunde lang die Installation eines SBS 2008 Standard (Small Business Server 2008) auf einer Testmaschine, nur um im Moment der Euphorie über das baldige Ende der Installation der angegebene Screenshot gezeigt wird.

Installation ergo nicht möglich, da die Testmaschine “nur” 2GB RAM zur Verfügung hat und kein passender RAM mit ECC zur Verfügung steht und ebenso nur für diesen Fall speziell für die Testmaschine nicht extra angeschafft wird. Ich sagte ja schon immer, dass mehr RAM stets zu bevorzugen ist, aber dass für solch ein Produkt gleich 4GB Pflicht sind, ist schon etwas … nja, bescheiden!

Dennoch hätte man die Stunde einsparen können, wenn schon während oder vor der Installation darauf hingewiesen worden wäre, dass zu wenig RAM in der Kiste steckt. Microsoft signalisiert ja sonst auch jeden Pups unter Windows.

Naja, was solls .. die Moral von der Geschicht – vergiß niemals nie das RTFM nicht!

Tipp und Lösung: XP Feature? Dateinamen werden nicht angezeigt …

xp-feature-03.jpg Das folgende “Problem” hatte ich noch nie, aber ich konnte es dennoch aufspüren und lösen. Ein Kunde rief an und monierte den Windows Explorer unter XP, der ihm keinerlei Dateinamen in der Miniatur- bzw. Filmstreifenansicht in einigen Ordnern mit Bildern darstellte. Das sich dieses Verhalten ebenso in anderweitigen Auswahldialogen von Programmen durchzieht, ist ihm die Arbeit damit unmöglich geworden. Ich dachte erst, dass er irgendwie seine Ansichtsoptionen im Explorer verstellt hätte – dies war aber nicht der Grund, da ein Ausblenden des Dateinamens nicht möglich ist.

xp-feature-02.jpg Die Lösung ist denkbar einfach: man lasse sich den Explorer-Baum anzeigen und klicke auf einen völlig anderen Ordner, als den, der das “Problem” mit der Anzeige hat (hier Beispielbilder). Im Beispiel bin ich einfach auf den Ordner Beispielmusik gewechselt.

xp-feature-01.jpg Nun halte man die SHIFT-Taste gedrückt und klickt im Explorer-Baum auf den Ordner, der das “Problem” hat (Beispielbilder), mit Linksklick. Danach ist die Anzeige der Dateinamen wieder gewährleistet. Will man dieses wieder rückgängig machen (wieso auch immer), wechselt man wieder zu einem anderen Ordner und klickt dann erneut SHIFT-Linksklick auf den Bilderordner. Danach ist die Anzeige der Dateinamen wieder verschwunden.

Wenn das ein Feature sein soll, dann ist es ein eher problemaufwerfendes Feature. Zugegeben trat es bisher nur einmal auf – aber dennoch war es für den Kunden ein Problem und nicht eine Sonderfunktion. Man sieht ja an Windows 7, wieviele Features eingebaut werden, die keiner braucht, der ein stabiles System haben möchte. und auch keiner kennt. Wie sagt man so schön: It’s not a bug, it’s a feature …