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Grundrechte und Kriminalität

Man kann es nun halten wie man will. Was genau? Naja, Google Street View half der Polizei dabei ein Verbrechen aufzuklären – und zwar mit Hilfe ihrer von ihren Fahrzeugen aufgenommenen Fotos, welche Google von allen Straßen gern hätten. Nun scheint es auf den ersten Blick recht löblich und ich höre schon Einige sagen, dass an dieser Stelle Datenschutz ja Täterschutz gewesen wäre.

In besonders lustigen Tagen hätte ich vielleicht gesagt, dass die Straßen kein rechtsfreier Raum bleiben dürfen. Wenn ich das Ganze dann aus anderer Ecke betrachte, könnte man sich gut vorstellen, dass das BKA anstelle dessen ein riesengroßes Stopp-Schild aufgestellt hätte. Fürwahr können derartige Geschehnisse dazu führen, um weitere permanente Kameraüberwachungen nebst Aufzeichnungen zu fordern – gemäß dem Motto der “Ich habe nichts zu verbergen”-Fraktion: “Wer gegen die flächendeckende Videoüberwachung ist, muss sich fragen lassen, warum er Verbrecher unterstützt!”

Ist es wirklich so, das ein Problem geringerer Ausprägung Grundrechte aller aushebeln darf?

Von Google über Überwachung

Es ist schon erstaunlich, wie “differenziert” der “gemeine” Bürger bestimmte Aspekte der möglichen Überwachung, öffentliche Foto- und Videoaufnahmen oder Vollarchivierung der Kommunikation sieht.

Thema ist diesmal Google Street View. Die Leser, die mich etwas kennen, wissen, wie ich zu Google stehe. Deswegen finde ich es auch für richtig, dass man sich gegen die Aufnahmen der Street View Flotte wehrt. Schon allein, da die Aufnahmen gegen die Panoramafreiheit, die in §59 UrhG beschrieben ist, mit ziemlicher Sicherheit verstoßen.

Der Aufnahmestandpunkt muss zudem allgemein ohne Hilfsmittel zugänglich sein. Eine Leiter – auch wenn sie nicht dazu dienen sollte, über ein Hindernis hinwegzublicken – ist demnach genauso wenig zulässig wie ein Hubschrauber. Auch die Aufnahme von einem anderen Gebäude aus ist nicht zulässig, selbst wenn eine Genehmigung für das Betreten des Aufnahmestandpunktes vorliegt.

Aber Google’s Wunschträume sind nichts im Vergleich dazu, worin wir alle schon mindestens seit 2007 stecken, wenn nicht gar schon länger: Vorratsdatenspeicherung sämtlicher Kommunikationen nebst (wenn möglich) dem Standort, von wo aus kommuniziert wurde, Biometrie in Ausweisdokumenten, sensible zentral gespeicherte Daten, Maubrücken, RFID in Kundenkarten …

Paradox ist für mich, dass man versucht sich gegen Google mit allen erdenklichen Mitteln zu wehren, aber den Staat ungehindert schalten und walten lässt. Insofern kann ich umso mehr meinen Kopf schüttelnd gen England richten, wo die alltägliche Übnerwachung jeglicher Art mehr als ausufernd ist, man sich aber extrem vor Google fürchtet. Irre!

Vor den halbstaatlichen Behörden, die das Ganze auch noch mitmachen, für den Staat speichern und irgendwann Hilfssherrifs spielen werden (Urheberrechtskontrolle durch ACTA) und zwangsläufig irgendwann eine Deep Packet Inspection des gesamten Datenverkehrs einführen müssen/wollen, damit die Content-MafiaAnbieter die pösen Einnahmenräuber dingfest machen können und die auch noch mitunter diese Daten missbrauchen oder weitergeben, habe ich mehr als einmal gewarnt und der Leser wird auch auf meinen Blog fündig.

Ja, es ist wichtig sich zu schützen, doch die Prioritäten sollten noch einmal bedacht werden: Lidl, Bahn, Telekom, BND, BKA, Innenministerium, Bundes-Trojaner … nur um einige zu nennen. Es ist für mich persönlich zweitrangig, ob meine Wohnung oder Haus, mit meiner Person darauf, abgelichtet wird, wenn ich nicht einmal mehr in meinen  eigenen 4 Wänden “geschützt” vor Überwachung sein kann.

Update: Kontodaten gefällig?

Ich bin immer erstaunt, was und wie Fefe so alles raus kramt. Wie sicher mitunter vertrauliche Daten in Behördenhand sind, zeigt diesmal die Internetwache Brandenburg just am heutigen Tage. Gesucht wird ein ec-Kartendieb und Betrüger, welcher auch prompt am 9. Februar 2008 von einem ec-Automaten aufgenommen wurde.

Man beachte bitte das Datum des Vorfalles und vergleiche es mit dem Tag der heutigen Meldung. Sind ja nur etwas über 10 Monate seitdem vergangen – sprich zeitnah.

Besonders pikant wird es aber, wenn man das “Fahndungsfoto” mal genauer betrachtet, denn auf dem Foto sind die Bankverbindungsdaten der gesteckten ec-Karte eingeblendet und das volle Pulle im Großformat (beim Klick auf das Bild) nebst Höhe der “geklauten” Geldmenge im Internet für alle einsehbar. Ein schwarzer Balken bewirkt manchmal Wunder! So haben gewiefte Leutchen es sehr leicht an Geld zu kommen …

So viel zum Datenschutz (“Schwärzung” von mir – originale Links, sofern noch verfügbar, von der Polizei) …

Wie die Polizei Datenschutz pflegt

Update: Die Internetwache hat die vertraulichen Informationen bereits retuschiert.

Spaß mit Bildern

creation1.jpg Vor einigen Tagen bin ich auf die Seite PhotoFunia gestolpert. Auf dieser ist es möglich ein hoch geladenes Foto oder Bild in eines der bereit gestellten Effekt-Vorlagen einzubetten. Das Resultat kann sich wirklich sehen lassen. creation2.jpg

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Bei vielen der Effekt-Vorlagen kann man fast davon ausgehen, dass die Bilder mit dem eingeschobenen Foto real wären. Es ist wirklich interessant, was dort realisiert wird. creation4.jpg

Sei es das Foto an der Plakatwand oder im Bilderrahmen, auf der Titelseite der Vogue – einfacher geht es nicht sein Abbild mal in der Öffentlichkeit zu sehen – und dann noch relativ realistisch :-)

Wirtschaftsjunioren …

Anfang des Jahres, auf der Neujahrs-Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren Brandenburg, wurde ich unter anderem für “meine” Dienste schon zu Beginn des neuen Jahres mit einem Geschenk ausgezeichnet. Völlig baff musste ich mich vor allen Gästen präsentieren, bis ich endlich geschnallt hatte, weswegen – wegen der Geburt unserer Püppi.
Es handelte sich beim Geschenk um ein Shirt. Wie ich finde, eine sehr nette Geste, welche mich damals auch in die eine oder andere Lokal-Zeitung namentlich und mit Bild brachte. Soviel zu sehen und gesehen werden …
Da Püppi nun eine passende Größe erreicht hat, kommt hier nun die Revanche :-)

Helena im Wirtschaftsjunioren-Shirt

Nochmals vielen Dank – nachträglich – für diese Aufmerksamkeit!