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Windows 7 nur mit Windows

Um Windows 7 mal nativ auf dem Mac Pro die nächsten Tage testen zu können, wollte ich einfach “nur” die 64-Bit Edition von Microsoft herunter laden. Die Bedingungen für den Download lasen sich gut: benötigt werde der IE7, IE8 oder Firefox. Kein weiterer Ton zum benötigten Betriebssystem oder sonstigen Voraussetzungen.

Ich also frisch ans Werk, mich mit meinem bestehenden Account angemeldet und – nichts passiert. Er sprang immer wieder zur vorherigen Seite zurück und startete den Download nicht einmal ansatzweise. Also eine virtuelle Maschine mit Windows XP gestartet und das Ganze von dort ausgeführt und – es ging problemlos herunter zu laden.

Frage an MS: Ihr wollt doch eure Software an den Mann (oder Frau) kriegen, oder? Dann solltet ihr auch den Download von nicht Windows-Systemen aus zulassen. Wer, wenn er nicht gerade eine DVD bereits sein Eigen nennt, installiert sich vorher ein Windowssystem, um Windows 7 herunter laden zu können?

Keine Gefahr, da verboten

Welche Drogen muss man genommen haben, um in meinen Augen, massive Sicherheitslücken so wischiwaschi mit nichtssagenden Sprachblasen aus der Welt schaffen zu wollen?

Das DECT Forum  die Kerle, die den DECT Standard für schnurlose Telefone “entwickelt” haben, hatte eine Stellungnahme zur gelungenen Abhörmöglichkeit von Gesprächen veröffentlicht. Ich fasse mal zusammen: Da das Abhören von Telefongesprächen eine Straftat darstelle, sei es nicht möglich, Telefongespräche zufällig abzuhören. Nur Personen, die mit krimineller Energie und Absicht handeln sowie über detaillierte technische Kenntnisse und Ausstattungen verfügen, sind überhaupt in der Lage, Gespräche abzuhören.

Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Zufällig passiert dort eh nichts und wer Mithören will, der schreckt auch vor der Strafe nicht zurück. Wenn mein Nachbar das technische Know-How besitzt und einfach Spaß dran hat mitzulauschen, dann wird er es auch tun. Da muss nicht einmal gesonderte kriminelle Energie dahinterstecken – Neugierde reicht aus. Das Risiko erwischt zu werden ist doch eh bei null. Und was mit detaillierte technische Ausstattung gemeint wäre, verstehe ich auch nicht, wenn das Forscherteam dahinter eine einfache kostengünstige Laptop-Karte und Linux einsetzte.

Wenn ich mir das Ganze durchlese, dann ist im DECT-Standard eine Menge faul. Aber es besteht ja keine Gefahr belauscht zu werden – schließlich ist es ja verboten. Politsprech in Perfektion auf dem Weg in die Wirtschaft und alle Welt glaubt es …

 

Adressbuch im Web

Habt ihr mal die Nummer oder Adresse eines Bekannten verlegt? Hat sich dieser auch noch dummerweise nicht ins Telefonbuch der T-Com eintragen lassen? Was? Ihr kennt aber dessen Internet Adresse?

Dann sei ein Blick auf das gute alte Whois Gold wert. Sei es unter Mac, Linux, BSD oder via Web, nicht nur private, sondern mit Sicherheit auch wirtschaftliche Interessen können damit bedient werden. Ich denke da so an Werbung oder die leidlichen, “lieb gewonnenen” Abmahnungen. whois.jpg

Zu finden sind teilweise die komplette Adresse des Domain-Besitzers, als auch in einigen Fällen Mail-Adresse oder Telefonnummer. Interessant wird es, wenn der Provider diese Daten aktualisiert bzw. aktualisieren kann, bevor man sich nach einem Umzug bei diesem mit jener Info überhaupt meldet. Letztendlich hat es ihn nur zu interessieren, dass bezahlt wird. Von wem, dürfte keine Rolle spielen, oder?

Wieso eine derartige Datenpreisgabe (siehe geschwärzter Screenshot) in Hinblick auf Datenschutz-Bestimmungen seitens Provider sein muss, verschliesst sich mir vollends. Ich glaube ich muss mal mit 1&1 ein “Wörtchen” reden …