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Update: Web und DNS manipuliert

tonline-dns.jpg Ich dachte ich guck nicht richtig, als ich das links stehende Bild in meinem Browser erblicken musste. Wie kommt es, dass T-Online bzw. Telekom meine HTTP-Anfragen und ergo die zugrunde liegenden DNS Abfragen manipuliert, ohne eine AGB-Änderung anzumelden bzw. den Kunden (respektive mich) zu kontaktieren. Ich finde das eine derbe Frechheit das Ganze noch als “Feature” zu verkaufen.

Aufgefallen ist mir das, weil ich mich etwas blödsinnigerweise bei der URL-Eingabe vertippt habe. Jetzt hatte ich das Ganze mehrfach wiederholt und es ist tatsächlich so. Ebenso habe ich durch Suche gefunden, dass das Ganze anscheinend schon seit dem 08.04.2009 am Laufen ist.

tonline-abschalten.jpg Und dann muss ich persönlich auch noch aktiv werden, damit ich das Ganze abschalten kann. Netterweise haben die ja auf deren “Oops – Seite nicht gefunden”-Seite ja einen Link in das Kundencenter, um die “geile” T-Online Navigationshilfe abschalten zu können.

So etwas in der Art ist in meinen Augen ein Teil zum Weg zu den DNS-Sperren ala Zensur. Es wurde da bereits darüber diskutiert, ob DNS-Manipulationen ein Eingriff in das Fernmeldegeheimnis darstellt, welches auch viele Leute bejaen. Hier tauchen nun schon 2 Sachen auf – DNS Manipulation und Manipulation von HTTP-Anfragen. Ein einfaches “Domain nicht gefunden”, wie es üblich ist, reicht vollkommen aus. Aber die Telekom lenkt anscheinend die Datenkommunikation komplett um, um mich auf deren Navigationshilfe zu bringen. So etwas kann auch auf andere Art und Weise genutzt werden – obwohl die Seite, die man erreichen will, existiert, wird man umgeleitet … ich hasse so etwas.

Ich werd ein Schreiben fertig machen …

Update: Wie ich gerade sehe, hatte auch Ecki vom eckpfeiler.net das gleiche “Phänomen” … nur, dass bei mir der FF auf Google weitergeleitet hatte und nicht auf die Navigationshilfe (da so eingestellt). Nach Deaktiverung im Kundencenter und Neueinwahl des Draytek habe ich den Mist nicht mehr … das Schreiben an die dreiste Telekom ist aber raus …

Vertrauen in Wahlcomputer?

Diese Frage stelle ich mir schon seit einigen Jahren und steht derzeit beim BVerfG vor einer Grundsatzentscheidung. Immer wenn “neue” Gründe seitens der Befürworter erscheinen, versuche ich diese mit meinen Erfahrungen mit Soft- und Hardware in Einklang zu bringen. Bisher ist mir das aber nie gelungen. Wieso? Das versuche ich in der von mir bekannten “kurzen und knappen” Art und Weise zu schildern und wäre zudem an den Ansichten anderer interessiert. Weiter lesen …

“Wir sind ratlos, wo das Problem liegen könnte”

Es ist ja bekanntlicherweise schon amtlich und Viele bekamen bereits Post (ich noch nicht, aber ich brenne schon darauf mit einer Musterklage mal beim Anwalt vorbeizuschauen). Der Inhalt? Die eineindeutige Steueridentifikationsnummer.

Man könnte beinahe anfangen zu lachen, wenn das eigentliche Grundthema nicht so traurig wäre. Das es schier schwierig, vielleicht gar unmöglich ist, sämtliche Daten aus den einzelnen Behörden zusammenzufassen, das war fast jedem im Hinterkopf klar. Das die Zusammenführung derart Müll produziert hat sollte Jedem aufzeigen, wie gewissenhaft mit den Daten vor der Zentralisierung umgegangen wurde und mit Sicherheit danach weiter umgegangen wird.

Ich habe nicht einmal genügend Finger an meinen Händen, um die verzögerten, schief gelaufenen und unnützen IT-Projekte des Bundes zu zählen. Das kostet unser aller Geld – Steuergelder für Dinge, die keinen sichtlichen Nutzen mitbringen (außer es ist alles zentral und wird alles besser – wer es glaubt). Wieso gibt man diese Unsummen nicht für wichtige Dinge aus? Geld für die Bildung, Unterstützung von sozial Schwachen, die dieses Geld weitaus dringender bedürfen oder Schaffung und Unterstützung von Arbeitsplätzen. All das ist weitaus besser als in sinnlose Projekte das Ganze zu verpulvern.

Zusätzlich kostet es vielleicht auch irgendwann einmal die Identität, wenn, wie beim Datenabgleich, Einträge auftauchen:

… heißt zudem etwa der Rentner William Jung jetzt mit Nachnamen “Ficken” und wurde in “Hamburg, Kasachstan” geboren. Astrid Brauer stammt demnach angeblich aus dem Iran, ihr Mann aus Russland und ihr Sohn aus Spanien.

Und wir reden hier “nur” von der Steuernummer – nicht einmal vom ePerso. Wenn ich mir ein derartiges Fiasko bei der Einführung der biometrischen Ausweise vorstelle, wird mir ganz schlecht. Ich frage mich sicherlich später, wo ich dann geboren wurde, welchen Nachnamen ich derzeit besitze und wieso um Gottes Willen ich eine Namensänderung vornehmen lassen muss, nur weil das Amt 1000%-ig sicher ist, dass deren falschen Daten stimmen und ich ergo in deren Augen lüge?

Die Damen und Herren spielen mit Dingen, die leicht nach hinten losgehen können und wahrscheinlich auch werden. Ich mag mir nicht vorstellen, wenn ich durch einem Fehler im System auf einmal durch eine falsche Herkunft, eines Namens oder der Religion auf einer ganz anderen Liste stehe und die netten Herren vom BKA, BND, SEK oder sonst wer an meine Türe “sanft” anklopfen oder die Wohnung verwanzt und überwacht wird.

Aber sie können nichts dafür – sie sind ratlos, wo das Problem liegen könnte. Oder anders gesagt: Sie wissen nicht, was sie tun.

Spaß mit Bildern

creation1.jpg Vor einigen Tagen bin ich auf die Seite PhotoFunia gestolpert. Auf dieser ist es möglich ein hoch geladenes Foto oder Bild in eines der bereit gestellten Effekt-Vorlagen einzubetten. Das Resultat kann sich wirklich sehen lassen. creation2.jpg

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Bei vielen der Effekt-Vorlagen kann man fast davon ausgehen, dass die Bilder mit dem eingeschobenen Foto real wären. Es ist wirklich interessant, was dort realisiert wird. creation4.jpg

Sei es das Foto an der Plakatwand oder im Bilderrahmen, auf der Titelseite der Vogue – einfacher geht es nicht sein Abbild mal in der Öffentlichkeit zu sehen – und dann noch relativ realistisch :-)