Getagged : PC

Tipp und Lösung: XP Feature? Dateinamen werden nicht angezeigt …

xp-feature-03.jpg Das folgende “Problem” hatte ich noch nie, aber ich konnte es dennoch aufspüren und lösen. Ein Kunde rief an und monierte den Windows Explorer unter XP, der ihm keinerlei Dateinamen in der Miniatur- bzw. Filmstreifenansicht in einigen Ordnern mit Bildern darstellte. Das sich dieses Verhalten ebenso in anderweitigen Auswahldialogen von Programmen durchzieht, ist ihm die Arbeit damit unmöglich geworden. Ich dachte erst, dass er irgendwie seine Ansichtsoptionen im Explorer verstellt hätte – dies war aber nicht der Grund, da ein Ausblenden des Dateinamens nicht möglich ist.

xp-feature-02.jpg Die Lösung ist denkbar einfach: man lasse sich den Explorer-Baum anzeigen und klicke auf einen völlig anderen Ordner, als den, der das “Problem” mit der Anzeige hat (hier Beispielbilder). Im Beispiel bin ich einfach auf den Ordner Beispielmusik gewechselt.

xp-feature-01.jpg Nun halte man die SHIFT-Taste gedrückt und klickt im Explorer-Baum auf den Ordner, der das “Problem” hat (Beispielbilder), mit Linksklick. Danach ist die Anzeige der Dateinamen wieder gewährleistet. Will man dieses wieder rückgängig machen (wieso auch immer), wechselt man wieder zu einem anderen Ordner und klickt dann erneut SHIFT-Linksklick auf den Bilderordner. Danach ist die Anzeige der Dateinamen wieder verschwunden.

Wenn das ein Feature sein soll, dann ist es ein eher problemaufwerfendes Feature. Zugegeben trat es bisher nur einmal auf – aber dennoch war es für den Kunden ein Problem und nicht eine Sonderfunktion. Man sieht ja an Windows 7, wieviele Features eingebaut werden, die keiner braucht, der ein stabiles System haben möchte. und auch keiner kennt. Wie sagt man so schön: It’s not a bug, it’s a feature …

Vodafone Dashboard – Wegoptimierer Nr. 1

Ich hatte ja bereits in einem Artikel darüber geschrieben, wie die Vodafone Software in der Lage ist, den Mailabruf bzw. Mailversand zu stören bzw. sogar auszuhebeln. Heute lege ich noch einen drauf – mit meiner Erfahrung vom gestrigen Tage bei einem anderen Kunden.

Das Szenario ist ähnlich, wie im oben verlinkten Artikel – Laptop mit Windows XP und Vodafone Dashboard Software. Dieses Mal ist es aber eine neuere Version gewesen – die 9.3 (wenn ich es recht im Kopf habe) vom Januar 2009. Der Kunde beschwerte sich zurecht, dass er weder mit der Vodafone Software via UMTS-Datenkarte, noch via WLAN, ins Internet käme. Ein angeschlossenes Netzwerkkabel funktionierte aber. Schon seltsam.

Es war zu beobachten, dass nach Aktivieren des WLAN-Moduls dieses keine DHCP Informationen erhielt. Da beim Kunden eine Alternativkonfiguration hinterlegt war, wurde diese stattdessen genutzt. Seltsamerweise aber ohne Bindung des Standard-Gateways. Egal, was ich tat, führte dazu, dass alle Einstellungen bis auf das Standard-Gateway gesetzt wurden. Eine Verbindung via UMTS führte zwar zu einer aufgebauten Verbindung, aber bis auf gesendete Daten passierte nichts. Daten kamen nicht rein – ergo auch kein Surfen möglich.

Das das Phänomen dem mir bekannten ähnelte, startete ich den Installer der Dashsoftware und deinstallierte das Optimierungsmodul. Nachdem dies vollbracht war, wurde automatisch die Verbindung zum WLAN getrennt und kurz darauf wieder aufgebaut: diesmal mit der Konfiguration vom DHCP und auch Internetzugriff war möglich.

Zur Probe installierte ich das Optimierungsmodul wieder und musste den bekannten Dreckeffekt wieder sehen.

Also – Tipp an alle Dashboard-Nutzer: deinstalliert bzw. achtet bei der Installation darauf, dass das Optimierungsmodul nicht mit installiert wird, denn in der neueren Version greift es diesmal sogar auf die WLAN-Konfiguration mit ein. Bestimmt, damit Vodafone, wie die Telekom bisher, den bezahlbaren Zugriff auf bestimmte Hotspots im Auge behalten kann.

Das Optimierungsmodul benutzt irgendwie einen Proxydienst, um Grafiken und anderes Gedöhns in ihrem Größenumfang zu minimieren. Toll, dass es so gut optimiert, dass gar kein mobiles Netzwerk funktioniert – wobei es dennoch in der heutigen Zeit viel sicherer ist, kein Internet zu haben ;-)

Artanis selbst hatte damals genug Probleme mit der tollen Software von Vodafone auf seinem MacBook Pro. Ich denke, selbst sein Abenteuer spricht für sich …

Problem durch die Zukunft

Mich ereilte vor Feierabend heut ein dringender Ruf eines Kunden (ältere Generation). Die Anmeldung an seiner Arbeitsstation, welche sich in einer Domäne befindet, war ihm nicht möglich. Über Fehlermeldungen schwieg der Kunde sich aus, dennoch sollte sich jemand unbedingt jetzt sofort und am besten schon vor 5 Minuten dem Problem annehmen.

Da eh fast Feierabend war (Elternzeit) fuhr ich auf dem Weg nach Hause bei dem Kunden vorbei, startete den Rechner und bekam nach versuchter Anmeldung die Meldung, dass auf Grund unterschiedlicher Zeiten zwischen dem Client und dem Server eine Anmeldung nicht möglich sei.

Ich schaute den Kunden an und fragte, ob er die Systemzeit des Rechners geändert hätte. Wie zu erwarten bekam ich die Antwort: “Selbstverständlich nicht!”. Ich startete den Rechner erneut und begab mich ins BIOS und dort zur Abteilung Datum/Uhrzeit und ich erblickte 18.06.2009!

Ich: “Arbeiten Sie gern in der Zukunft?”
Kunde: “Wieso?”

Ich: “Da die Zeit des Rechners auf in 4 Monaten gesetzt ist …” – speicherte die Konfiguration mit korrektem Datum ab und startete den Rechner neu.

Kunde: “Wie passiert denn das?”
Ich: “Was haben Sie denn beim letzten Mal getan?”

Kunde: “Ich habe Termine koordiniert – dazu klicke ich immer rechts unten auf die Uhrzeit und schaue nach, an welchem Wochentag der Termin stattfindet.”
Ich: “Und dann?”

Kunde: “Wenn der Termin bestätigt wird, trage ich ihn in den Kalender in Outlook und schließe danach das Fenster mit ‘OK’.”
Ich: “….”

Ich: “Und hatten Sie rein zufällig gestern einen Termin vereinbart für den 18.06.2009?” 
Kunde: “Ja, wieso?”

Ich: “Weil Sie damit die Systemzeit des Rechner geändert haben …”
Kunde: “…..”

Ich habe ihm dann noch schnell erklärt, wieso diese Art der Methode nicht sonderlich die Beste ist, um Termine abzustimmen und zeigte ihm, dass er auch ruhig den Kalender in Outlook nutzen könne, um herauszufinden, an welchem Tag welcher Wochentag ist. Zusätzlich bekommt er auch die Information, ob er an diesen Tag bereits Termine hat. Somit würde er auch nicht mehr versehentlich die Uhrzeit und das Datum des Rechners ändern.

Der Kunde war fassungslos – über sein unbedarftes Verhalten. Ich beruhigte ihn, da ja nichts passiert wäre. 

Kunde: “Sie sind aber deswegen extra zu uns gekommen … wegen so einen Fehler meinerseits …”
Ich: “Auch das ist mein Job – und wie Sie sehen, können wir auch einige Probleme durch die Zukunft lösen …” ;-)

Ich: “Übrigens – ich wünsche einen schönen Feierabend und selbstverständlich geht diese Runde aufs Haus – versteht sich von selbst …”

Hintergrund: Ursache des Problems liegt in den unterschiedlichen Datumseinstellungen des Servers und des Client innerhalb einer Domäne. Bei Versuch der Anmeldung des Clients am Server wird ein Kerberos Ticket erzeugt. Dies beinhaltet auch, dass ein Zeitunterschied zwischen beiden Systemen nicht mehr als 5 Minuten (laut Erinnerungsstand) betragen darf. Ist dies dennoch der Fall, dann ist das Ticket ungültig und der Nutzer (auch der Domänenadministrator) kann sich nicht anmelden.

Man kann nun sich als lokaler Admin anmelden und das Datum ändern – man kann aber auch, wenn man Zugriff auf das BIOS hat, das Datum im BIOS ändern. Danach sollte eine Anmeldung an der Domäne funktionieren. Wenn nicht, dann sollte man die Einstellung bezüglich Sommer-/Winterzeit beachten (herausnehmen, bzw. setzen). Mir ist es bisher zweimal untergekommen, dass einer der beiden Parteien (Server bzw. Client) den Haken gesetzt hatte, der andere nicht. Somit bestand trotz augenscheinlich gleicher Zeit und Datum eine einstündige Diskrepanz, welche ergo auch dahingehend führt, dass der Server die Anmeldung des Client verweigert.

 

Darum Dell …

HomeNAS, die Zweite

Ich hatte mich die letzten Tage mit dem HomeNAS beschäftigt. Dieser Rechner läuft auch zu 99% ohne Probleme – wenn er läuft. Sobald er ausgeschaltet wurde, um ihn dann später wieder neu zu starten, bootete das System nicht durch.

Grund hierfür ist die Implementierung von möglicherweise via USB-Datenträgern seitens des BIOS. Es ist egal, ob dem BIOS gesagt wird, dass nur vom SD-Kartenlesegerät gestartet werden soll, denn beim nächsten Start drängelt sich alles an die erste Stelle: nur nicht das Kartenlesegerät.

Das war mehr als suboptimal, sodass ich etwas umdenken musste. In diesem Sinne habe ich mich doch durchgerungen, den auf dem Mainboard integrierten CF-Slot zu nutzen, welcher auch bei jedem Startvorgang vorhanden ist. Dazu musste ich aber, wie im ersten Teil beschrieben, das komplette Mainboard ausbauen, da die “Spezialisten” von MSI den Einschub derart günstig auf die Platine gebracht haben. Der Einschub wird durch das Gehäuse blockiert – tolle Sache.

Nun wollte ich aber die derzeitige Konfiguration nebst Installation von der SD-Karte übernehmen, da das DVD-Laufwerk aus dem Rechner entfernt wurde und somit auf die Schnelle eine Neuinstallation erschwert wird. MacOS kann aber von Haus aus nicht mit UFS/UFS2 Dateisystemen arbeiten, welche bei FreeBSD/FreeNAS Standard sind. Hier kommt *nix bzw. Linux mit dem Befehl dd wieder ins Spiel (dank an Guru Artanis für den schnellen Hinweis bei meiner Anfrage). Da MacOS im Unterbau auf Unix setzt, ist der Befehl ebenso enthalten.

Mittels eines USB-Kartenlesegerät habe ich die SD- und die CF-Karte am Mac angeschlossen. Man muss dann lediglich herausfinden, welche Device-Kennung diese beiden Datenträger erhalten haben. Das findet man in /dev in der Shell heraus. Mit der Kennung und dem dd-Befehl ist dann eine 1:1-Kopie der SD- auf die CF-Karte möglich.

dd of=/dev/disk7 if=/dev/disk8 (disk7 war hier SD, disk8 die CF)

Das hat ein Weilchen gedauert, aber der Inhalt wurde sauber übertragen und danach wurde sie gleich in den dafür vorgesehenen Slot auf dem Mainboard gesteckt, alles wieder verschraubt, angeschlossen und gestartet: und siehe da, ohne Probleme startete nun das HomeNAS von der CF-Karte.

Jetzt fehlt nur noch die Verschlüsselung des Ganzen, inklusive dem Handling bei möglichen Problemen (dass man auch noch an die Daten wieder ran kommt). Insofern feine Sache das, und der Nachtschlaf war somit “mehr als verdient”! ;-)

HomeNAS

Nachdem nun die halbe Sippschaft der allgemeinen und speziellen GGRS (gelbglänzende Rüsselseuche) heimgefallen ist, war hier und da am Wochenende Zeit, mich dem Thema NAS erneut zu widmen.

Ich habe unterschiedliche Distributionen getestet. Zum einen Ubuntu Server, welches aber umgehend wieder von der Platte verschwand. Zum anderen testete ich FreeBSD. Mit Hilfe guter Anleitungen und dem Wiki von FreeBSD, ist es mir binnen kurzer Zeit gelungen die Basis eines NAS nachzubilden. Mit Hilfe von Samba und AFP (via Netatalk) hatte ich mein HomeNAS von außen zugriffig.

Nachdem ich aber Stunden damit verbracht hatte, mittels CUPS den bei uns herum oxidierenden Drucker bereitzustellen, habe ich frustriert das Handtuch geworfen und somit die Grundbedingung Druckdienste verworfen. Die Folge war, dass ich mich weiter umgesehen hatte: wieder hin zu FreeNAS. FreeNAS bietet von Haus aus all das, was für ein NAS benötigt wird. Damit ich nach meinen Tests nicht erneut alles über den Haufen werfen musste, da ich noch nicht die endgültige Konfiguration im HomeNAS bewerkstelligt hatte, zog ich die Fertigstellung der Finalkonfiguration vor. Weiter lesen …