Ein Tag, wo man sich einfach nur ärgern kann. Zum Einen parkt man das neue Auto und zwei ältere Damen im Rentenalter, vom Schnattern abgelenkt ihre Hunde ausführend, fangen an mit mir zu diskutieren, als ich sie freundlich darauf hinwies, sie mögen auf ihre Pudel besser aufpassen. Wieso? Ich war gerade ausgestiegen, ging zur Beifahrertür, um noch einiges vom Sitz mitzunehmen, da pinkelte einer der Pudel ans Auto. Die Damen selbst lobten noch dazu den Hund, wie toll er doch seine Blase entleeren kann.
Ich fragte sie, ob sie ihre Tiere nicht unter Kontrolle haben und was das Ganze eigentlich soll. “Ja, der arme kleine Hund muss doch auch mal”. Ich fragte sie, wieso aber am Besitz Anderer? Ich stelle mich doch auch nicht hin und pinkle auf ihre Gehhilfen oder Handtaschen. Das konnten oder wollten sie nicht verstehen und schritten blubbernd von dannen. Ein Unding, finde ich. Und ich Idiot nehme Rücksicht auf ältere Menschen – wieso, wenn ein Teil dieses Schlages nicht einmal Rücksicht auf die Rentengeld-Erzeuger haben?
Zum Anderen fand in der Wohnung unter uns eine “kleine” Party statt. Nichts gegen Parties oder Treffen mit Freunden und Bekannten. Aber bitte mit Rücksicht. Ich stapfe doch auch nicht wie ein Elefant durch die Buchte. Die Wohnungen sind hier derart hellhörig – ich kann euch sagen, da gibt es Dinge zu hören, die man nicht hören möchte. Jedes lautstarke Lachen, Grölen und Lungen vom Schleim leeren war selbst im Arbeits- und Wohnzimmer zu hören. Und das, obwohl die Feiergesellschaft sich genau unterm Kinderzimmer befand.
Selbstverständlich ist davon unsere Lütte mehrfach mit Brüllerei aus ihrem Schlaf gebracht worden – so sehr hat sie sich erschrocken. Und weil das noch nicht alles war, räumen gerade die Unternachbarn lautstark ihre Buchte auf. Stühle kann man ja nicht heben, sondern muss sie durch das Laminat schieben. Die Türen haben anscheinend irgend etwas Böses angestellt, sodass sie ständig zugeschmissen werden und der Oberhammer ist, dass um Mitternacht der Staubsauger und der Mixer angeschmissen wurden.
Ich geh mal “frische Luft schnappen” – eine Etage tiefer reicht.