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Altersdurchschnitt

Anscheinend haben wir uns für unsere Wohnung eine tolle Ecke ausgesucht. Seit gestern ist der Altersdurchschnitt in der Hood hier von 62 auf 65 Jahren angestiegen. Da kann selbst unsere Lütte mit ihrem 1 Jahr und ein paar Krumme nichts mehr daran reißen.

Naja – irgendwann, und so lange dauert das nicht mehr, müssen auch die Politiker umdenken, denn meine Generation, die mit dem Internet groß geworden ist, wird derzeit massiv in die Ecke gedrängt … ich nenne so etwas eine Einbahnstraße für die Politiker ..

Zu viel Geld

Es gibt Personengruppen in unserem Land, die anscheinend zu viel Geld haben. So auch in meiner unmittelbaren Nachbarschaft. Hier geht es nicht um die Rentner im Allgemeinen, sondern um ein Rentner-Ehepaar im Speziellen. Wieso ich darauf komme?

Heute hatte sich doch Jemand erdreistet auf dem Wobra-Mieter-Parkplatz im Innenhof für 5 Minuten auf einen vermieteten Parkplatz zu stellen. Ja, ich weiß, das kann man als Hausfriedensbruch gesetzlich auslegen. Aber hier ging es nicht ums Dauerparken, sondern ums Be- und Entladen. Ich hatte die Sache vom Balkon aus mitbekommen, als das besagte Rentner-Ehepaar von deren Balkon aus brüllend und wüst beschimpfend auf die “Parkplatzräuber” einredeten. Es wäre ihr “privater” und alleiniger Parkplatz, für den sie bezahlen und die Klauer sollten endlich den Platz räumen, sonst gäbe es saures – oder so. Irgendwas fiel noch von wegen, dass hätte es unter Adolf nicht gegeben – aber bei derartig braunem Geschwätz weigern sich meine Ohren und mein Hirn auf Empfang zu bleiben.

Stimmt so weit – wie aus oben angegebener Sachlage. Interessant wird es aber, dass auf diesem Parkplatz bisher nur einmal ein Auto stand – und zwar zu Silvester. Die restlichen Tage – und wir wohnen hier fast 1 1/2 Jahre – war dieser frei von irgendeinem Auto. Ich muss nicht sonderlich betonen, dass der Parkplatz mit 30,- € Monatsmiete zu Buche schlägt, was im Jahr 360,- € ausmacht.

Man könnte somit schon sagen, dass diese Rentner zu viel Geld haben, wenn sie es für etwas ausgeben, was sie nicht nutzen, oder?

Rücksichtslos

Ein Tag, wo man sich einfach nur ärgern kann. Zum Einen parkt man das neue Auto und zwei ältere Damen im Rentenalter, vom Schnattern abgelenkt ihre Hunde ausführend, fangen an mit mir zu diskutieren, als ich sie freundlich darauf hinwies, sie mögen auf ihre Pudel besser aufpassen. Wieso? Ich war gerade ausgestiegen, ging zur Beifahrertür, um noch einiges vom Sitz mitzunehmen, da pinkelte einer der Pudel ans Auto. Die Damen selbst lobten noch dazu den Hund, wie toll er doch seine Blase entleeren kann.

Ich fragte sie, ob sie ihre Tiere nicht unter Kontrolle haben und was das Ganze eigentlich soll. “Ja, der arme kleine Hund muss doch auch mal”. Ich fragte sie, wieso aber am Besitz Anderer? Ich stelle mich doch auch nicht hin und pinkle auf ihre Gehhilfen oder Handtaschen. Das konnten oder wollten sie nicht verstehen und schritten blubbernd von dannen. Ein Unding, finde ich. Und ich Idiot nehme Rücksicht auf ältere Menschen – wieso, wenn ein Teil dieses Schlages nicht einmal Rücksicht auf die Rentengeld-Erzeuger haben?

Zum Anderen fand in der Wohnung unter uns eine “kleine” Party statt. Nichts gegen Parties oder Treffen mit Freunden und Bekannten. Aber bitte mit Rücksicht. Ich stapfe doch auch nicht wie ein Elefant durch die Buchte. Die Wohnungen sind hier derart hellhörig – ich kann euch sagen, da gibt es Dinge zu hören, die man nicht hören möchte. Jedes lautstarke Lachen, Grölen und Lungen vom Schleim leeren war selbst im Arbeits- und Wohnzimmer zu hören. Und das, obwohl die Feiergesellschaft sich genau unterm Kinderzimmer befand.

Selbstverständlich ist davon unsere Lütte mehrfach mit Brüllerei aus ihrem Schlaf gebracht worden – so sehr hat sie sich erschrocken. Und weil das noch nicht alles war, räumen gerade die Unternachbarn lautstark ihre Buchte auf. Stühle kann man ja nicht heben, sondern muss sie durch das Laminat schieben. Die Türen haben anscheinend irgend etwas Böses angestellt, sodass sie ständig zugeschmissen werden und der Oberhammer ist, dass um Mitternacht der Staubsauger und der Mixer angeschmissen wurden.

Ich geh mal “frische Luft schnappen” – eine Etage tiefer reicht.