Getagged : Starthilfe

Klack, klack

Es gibt Momente, da sollte man sich wirklich über nichts mehr wundern. Heute früh war es wieder so weit. Einer dieser Momente trat ein. Frisch vergnügt die Lütte ins Auto gesetzt, Eis gekratzt, Zündschlüssel ins Auto und wie vorgestern machte es nur noch “Klack Klack”.

Umgehend habe ich das Autohaus meines Vertrauens angerufen mit der “Bitte”, sich des Problems umgehend anzunehmen. Ich sage nur 4 Monate altes Auto.

Die Hilfe kam prompt nach 20 Minuten: ein kleiner Schlepper mit Ersatzauto auf dem Rücken. Selbstverständlich habe ich den ganzen Wechselvorgang nicht gleich vollzogen, denn ich musste umgehend in die Kita, damit nicht noch mehr Zeit verloren geht. Der Techniker war auch recht umgänglich, nahm sein transportables Starter-Gerät und gab erst einmal Starthilfe. Um sicher zu gehen, dass ich nicht beim Versuch von der Kita zum Autohaus zu kommen wieder liegen bleibe, durfte ich das Gerät mitnehmen. Zum Glück, denn selbst die Entfernung zur Kita reichte nicht aus, sodaß es für den nächsten Startvorgang auch klappte.

“Bitte auf 200 stellen und Platz frei – ich schocke den Patienten …” – und das Auto lief erst einmal wieder.

Jetzt kurve ich mit einem Leihwagen herum und das Autohaus hat die Nacht Zeit alles mitloggen und beobachten zu lassen, um den Verbraucher oder das Problem ausfindig zu machen. Was anderes, als ein Verbraucher, der sich mitten in der Nacht aktiviert, kann es ja fast nicht mehr sein. Mal Daumen drücken. Eines ist aber sicher: das Ganze läuft definitiv unter Garantie bzw. Gewährleistung.

Lösung: Akku futsch?

Digitalkameras brauchen Strom – ich denke, das steht nicht zur Diskussion. Vermehrt tauchen aber Kameras auf, welche über einen “Spezial-Akku verfügen, und nicht einfach mittels Standard-Akkus beladen werden können.

Um so ärgerlicher ist es, wenn dieser Akku etwas längere Zeit nicht genutzt wurde und dessen Kapazität sich auf ein unteres Minima befindet. Das Spezial-Ladegerät zum Spezial-Akku verweigert auch vorschriftmäßig seinen Dienst: es lädt den Akku nicht, da eine zu geringe Restladung vorhanden ist. Der Akku selbst ist aber nicht kaputt.

Im Speziellen Fall handelt es sich um einen Akku aus dem Hause Casio vom Typ NP-20. Bevor man also in die weite Welt hinausrennt und den Elektronikladen des Vertrauens konsultieren möchte, was meist zur Folge hat, dass man sich für 20 Öcken einen neuen Akku kauft, der möge sich doch einen gut gemeinten Tip zu Gemüte führen und ausprobieren. Vielleicht ist ja damit der Akku – oh Wunder – wiederbelebbar.

Wenn die Kapazität also zu gering ist, dann verhelft doch einfach mittels “Starthilfe” dem Akku zu etwas mehr Ladung. Speziell in diesem Fall habe ich einfach eine 9V Blockbatterie genutzt, die Plus-Pole untereinander und die Minus-Pole untereinander verbunden. Den Kontakt für ca. 30 Sekunden bis 1 Minute so belassen. Danach sollte das Ladegerät auch wieder den Akku zum Aufladen wieder akzeptieren. Sollte das noch nicht reichen, dann ist die 1 Minute weiter zu dehnen. Einfach zwischendurch die Überprüfung im Ladegerät durchführen.

Bei mir hat es funktioniert, das Ladegerät macht seine Arbeit, und ich bin froh doch noch etwas vom Physikunterricht behalten zu haben ;-)