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Alle Tage wieder – die Telekom

Als ob die Millionen, schon verlorenen gegangenen Daten, nicht genug sind, kommen neue verschwundene Daten hinzu. Dass diese zum Teil schon für dubiose Zwecke ausgenutzt wurden, sollte in der heutigen finanziell schwierigen Zeit kein Wunder sein. Auch die Abzocker wollen nicht am Hungertuch nagen. 

Wann begreift man endlich, dass gespeicherte Daten immer Begehrlichkeiten hervorrufen, sowie immer die Gefahr besteht, dass diese für nicht gedachte und nicht freigegebene Zwecke missbraucht werden, denn wir sind alle Menschen und Menschen sind nun mal schlecht – der eine mehr, der andere weniger. Na ok – du/sie als Leser selbstverständlich nicht. ;-) Da frage ich mich doch zu recht, ob man solch einem (aber auch andere TK-Anbieter) Laden die VDS, wie auch die De-Mail anvertrauen darf?

Aber mit Sicherheit wird sich der Herr Obermann wieder bei allen persönlich entschuldigen – als ob einem damit geholfen ist. Dennoch bin ich dann mal auf dessen Telefonrechnung gespannt – sofern er eine hat.

Wie sprach schon Goethe sinngemäß:

Heinrich Telekom! Mir graut’s vor dir!

De-Mail nicht kostenlos?

Wie darf ich die Aussage zur folgenden Frage in der FAQ zur De-Mail verstehen?

Wie teuer wird der De-Mail-Versand?

Preise und Modalitäten wird jeder Anbieter von De-Mail im freien Wettbewerb um die Kunden selbst festlegen. Es wird voraussichtlich ein ähnliches Prinzip wie beim Postversand gelten: der Absender zahlt ein e-Porto.

Ähm, hallo? Um zB. mit Behörden zu kommunizieren zahlt man dann trotz elektronischem Versand über das Internet (was ja auch pauschal bei den meisten was kostet) ebenfalls?

Auch wenn der freie Wettbewerb das Ganze auf 0,- € bringen sollte, bringt das Ganze zu den bisherigen Vorgängen kaum Verbesserung (die schnellere Bearbeitung lass ich mal außen vor, da das nicht prüfbar ist bzw. ich befürchte, dass sich da kaum was zu jetzt verändern wird) als zur Schneckenpost heute. Wird ja nur mit Steuergeldern mitfinanziert, die wir alle leisten?

Apropos – wie wird denn das e-Porto dann bezahlt? Direkt per Einzugsermächtigung?

Da kann ich auch gleich weiter Schneckenpost versenden – dazu fällt mir gar nichts mehr ein!

De-Mail oder WBürgermail

Damit die Kommunikation mit den Behörden bürgernäher und schneller von statten geht (wer es glaubt), werkeln große Unternehmen an der sogenannten De-Mail. Eine eigenständige Mailadresse inklusive Zertifikat, mit der dann mit Behörden zertifiziert kommuniziert werden kann.

Interessant ist, wer so alles daran “interessiert” ist, uns “sichere” Kommunikationswege zu verpassen.

Die Deutsche Bahn, Deutsche Telekom und Deutsche Post entwicklen derzeit zusammen mit Microsoft …

Das bedeutet:

  • es wird zukunftssicher, wie ePost,
  • die Daten werden vertrauenswürdig, wie bei der Deutschen Telekom üblich und in den letzten Monaten, Wochen und Tagen mehr als deutlich erkennbar sicher, behandelt,
  • die Kommunikation verläuft schnell, zuverlässig und pünktlich, wie bei der Deutschen Bahn und
  • die Datenformate sind frei und universell, wie wir es von Microsoft gewohnt sind und kennen.

Braucht man so etwas? Also ich nicht. Ich habe für meine Mailadressen jeweils ein Zertifikat und möchte eigentlich nicht noch eine aufgebrummt bekommen – vor allem eine, die nach derzeitigen Gedankenverwurstungen so umständlich und lang ist.

Sollte mir das zu Denken geben, dass nahezu alle gierigen Datenkraken, die in der Vergangenheit schon durch diverse Skandale und Mini-Skandale aufgefallen sind, auf einem Haufen sich nun tummeln und gemeinsam am großen und absolut sicheren Datenaustausch für den Bürger arbeiten? Es fehlt eigentlich nur noch eine nahtlose Integration mit Google – dann habe ich 1000%iges Vertrauen in die entstehende Projektleiche.

Wieso das Ganze zum Scheitern verurteilt ist und ergo unserer aller Steuergelder vor unserern Augen unwiderruflich symbolisch vernichtend verbrannt und weggeworfen wird? Folgender Ablauf soll dies mal verdeutlichen … Weiter lesen …

Deutschland auf Platz 2

Das Jahr ist noch nicht zu Ende und somit ist es immer noch möglich, bei dem Datenverlust-Wettbewerb weiter zu punkten. Mit Hilfe der 17 Millionen verschwundenen Daten bei der Telekom (Abteilung T-Mobile) katapultiert sich Deutschland somit zum Vize-Meister auf Platz 2 und lässt die Amerikaner damit ganz schön alt aussehen.

Interessant ist, dass nicht etwa wegen der 17 Millionen verschwundenen Daten aufgeschrien wird – nein, weil darunter auch Geheimnummern und Adressen von Politikern, Prominenten und anderen Pseudo-Wichtig-Leuten waren. Es ist schon merkwürdig, dass deren Daten mehr wiegen, als die der anderen. Wie freut sich da ein Stalker, dass er sein “Ziel der Begierde” trotz mehrfachen Umzuges wieder aufspüren kann oder Ehemänner, die endlich die Adressen und Telefonnummern der weggelaufenen Ehefrau (weil sie geschlagen wurden) erhalten oder Leute, die Jemanden aus politischen Gründen ans Leder wollen – um nur ein paar Beispiele von unwichtigen und nicht schützenswerten Daten zu nennen …

Spionage und Überwachung …

.., mit unter anderem von Verbindungsdaten, seien laut Spiegel bei der Telekom durchgeführt worden, um “Informationslecks” bei Managern und Aufsichtsräten zu Journalisten zu überprüfen. Ein ganz schön dickes Ding, wie ich finde.

Und es zeigt wieder einmal ganz klar – wo Daten da sind, werden diese auch missbraucht. Der Aufschrei des DJV (Deutscher Journalisten Verband) spricht von Angriff auf die Pressefreiheit. Es ist “schön” zu sehen, dass die Burschen mal langsam aufwachen – komischerweise erst, wenn sie selbst davon betroffen sind. Ein Kommentar im Heise-Forum spricht mir da aus der Seele.

Ich hoffe nur, dass das eigentliche Ausmaß riesig ist und den Kritikern der Vorratsdatenspeicherung und Co. eine gelungene Brücke zu diesen Telekom-Skandal gelingt, damit auch die Unwissenden oder mit der Hand abwinkenden mal sehen, was derartige Datenauswertungen mit sich bringen. Der Verdacht reicht ja allein schon, um eine derartige Maschinerie ins Laufen zu bringen – vor allem für ein Privat-Unternehmen in diesem riesigen Stil.

Wieder online …

Man mag es nicht glauben, aber seit heute morgen um 5 Uhr (gemäß Log) wurde mir seitens der Telekom wieder erlaubt mich anzumelden. Mein Schreiben habe ich bereits fertiggestellt und wartet auf den Versand via Fax und dem Postweg.