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Stop(p)

Ich glaube, ich brauche nicht zu erwähnen, dass Kindesmissbrauch eine sehr schlimme Sache und ein ernstes Thema ist. Ich denke aber, über ein Stop(p)-Schild kann man sich aber mitunter amüsieren, vor allem, wenn der folgende Clip passt, wie die Faust aufs Auge. Schon in den 70ern wollte Schlemihl aus der Sesamstraße dem armen naiven Ernie ein Stop(p)-Schild verkaufen – hatte damals aber schon nicht funktioniert.

Was also, wenn Ernie für die deutschen Bundesbürger, das typische Stimmvieh und Schlemihl für unsere Ministerin von der Leyen stehen würden?

(gefunden via Blogsprache)

Demagogie

Unprüfbare und faktisch nicht belegbare Aussagen werden in einer Rede von Frau von der Leyen für den Wahlkampf ausgenutzt. An ihrer einstudierten Mimik und Gestik und dem gekünstelten Tonfall erkennt man sehr gut, besonders bei den “reißerischen” Worten, wie “betroffen” sie wirklich ist.

Und auch da möchte ich sagen – diese Dinge, die ich ihnen jetzt schilder’ lassen sie vielleicht im ersten Augenblick entsetzt und scheinbar ohnmächtig weil das Internet so weit und so global und so allumfassend ist. Aber da kommt auch wieder der Punkt, dass wir in der Lage sind… wir haben das Internet als Menschen geschaffen. Das heißt wir sind auch in der Lage im Internet zu sagen: Es ist kein rechtsfreier Raum!

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, Frau von der Leyen! Es ist einfach widerlich und verachtenswert, wie Sie auf Stimmenfang gehen – ohne belegbare Fakten, reißerisch und magenumdrehende Satzkreationen und einer Art Profilierungssucht. Und im Nachhinein einlenken zu wollen und ein Aufsichtsgremium zur Kontrolle des BKA einzuführen, macht das Ganze keinen Deut besser oder akzeptierbarer … zum Glück begreifen es immer mehr Menschen, was und wie sie von sich geben. Selbst meine Eltern und sogar Großeltern, viele Bekannte und Kunden sind einfach nur noch angewiedert von Ihnen und Ihrem “Verein” – und das sollte schon was heißen.

Protest gegen Sperren

ZAPP hat einen schönen Beitrag auf den Dritten über den Äther gejagt und ich empfehle jedem diesen sich anzusehen.

Des weiteren möchte ich allen Lesern ebenso das Mitzeichnen bei der ePetition gegen Netzsperren nahe legen. Nach derzeitigem Stand ist die 90000er Marke geknackt und je mehr zeichnen, um so besser und wirksamer wird es auch von den abhängigen Medien und hoffentlich auch der Politik beigebracht, was im Volke um sich geht.

DNS-Sperren erst in 6 Monaten?

Wer das glaubt, dass die Erstellung der DNS-Sperrmechanismen für die Telekom besonders zeitaufwändig ist, der nagelt sich auch seine Mütze mit einem Presslufthammer an den Kopf. Die Telekom hat mindestens bereits die Basis für die DNS-Sperrmechanismen funktionsfähig, was man mehr als gut an der T-Online Navigationshilfe, über die ich bereits berichtete, sehen kann.

Ich glaube nicht, dass, wenn die Zeit für Sperrmechanismen benötigt wird, es sich um die Realisierung der DNS-Sperren handelt. Vielmehr, weil es der gesetzliche Rahmen der Gesetzesvorlage nicht einschränkt, wird an tiefergehenden Mechanismen gewerkelt – mit Sicherheit!

Generell sei der Entwurf aber “technikoffen” formuliert, sodass Provider auch zusätzliche Sperrmethoden einsetzen könnten. (Heise) (original Gesetzesentwurf)

By the way: Ich verwehre mich dagegen ständig von diesen lupenreinen Politikern beleidigt zu werden. Diesmal ist es wieder Frau von der Leyen, die in meinen Augen den Bock abgeschossen hat:

Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft.

Geht es noch tiefer? Leute, die von Technik Ahnung haben, wissen wie man Einstellungen vornimmt, wissen wie das Ganze funktioniert, sind zum Teil schwer pädokriminell!  Sprich, meine Eltern wären außen vor, weil sie das Internet zwar nutzen, aber von der Materie keine Ahnung haben, aber zB. meine Person ist nach Frau von der Leyen’s Aussage pädokriminell – Na vielen Schrank auch!

Wenn ich fies wäre, würde ich das Ganze verbal umdrehen und könnte das gleiche über die Leute sagen:  Ein Teil Derer sind schwer pädokriminell  die mit dem erneuten Missbrauch des Missbrauch von Kindern ihre politischen Machenschaften durchsetzen, Überwachung und Zensur einführen und sich selbst der Überwachung und der Zensur herausnehmen wollen. Aber ich bin nicht so fies und würde so etwas nicht sagen!

Als “Wermutstropfen” bezeichnete es die Familienministerin, dass im Rahmen einer Abwägung von Aufwand und Nutzen nur kommerzielle Anbieter mit mehr als 10.000 Kunden erfasst werden sollen. Dies entspreche dann “97 Prozent” des Marktes. Ausgenommen seien auch Behörden und Universitäten mit eigenem Netz.

Macht immer weiter so, denn wie sagt man so schön: abgerechnet wird am Schluss …

Joo-Janta Gefahr-O-Sensitiv

Douglas Adams hat es sehr treffend in seinem Anhalter geschrieben und anscheinend haben die meisten Leute sich eine Joo-Janta Gefahr-O-Sensitiv Brille zugelegt. Diese Brille wird bei Gefahr schwarz und da man nichts mehr sehen kann, ist man auch völlig sicher. Das unsere Behörden mit ziemlicher und garantierter Sicherheit gegen jeglichen Verdacht auf Kindesmissbrauch und Co. vorgehen, zeigt sehr deutlich der Bericht von Panorama – nämlich, dass sie gar nichts tun: schon gar nicht informieren oder aktiv werden … so viel zur Joo-Janta Gefahr-O-Sensitiv: wenn wir das Problem nicht sehen können, dann existiert es auch nicht. Ähnlich auch die Sperrlisten: wenn man es nicht mehr sehen kann (obwohl die Bilder nicht gelöscht werden), dann existiert auch keine KiPo.

Und so wie als Beispiel der Fall im Panorama geschildert wird, genauso wird auch bei diesem emotionalen Thema weiter verfahren werden. Man blendet einfach das Ganze aus, weil es einfacher ist, als sich dem eigentlichen Problem zu stellen.

Nun haben heute 5 große TK-Anbieter einen Vertrag bezüglich der “freiwilligen” KiPo-Sperre mit dem BKA abgeschlossen (wo ich mir noch immer die Frage stelle, wie das überhaupt rechtlich möglich ist und wieso das BKA hier Judikative, sowie Exekutive spielen darf).

Geheime Verträge zur geheimen Umsetzung einer geheimen Sperrliste, erstellt durch ein geheimes Gremium inklusive Verantwortungsübernahme durch eine Behörde im Falle der wahrscheinlichen Illegalität und Nötigung bis hin zur Erpressung durch staatliche Stellen – kurz, jedweder politischer, gesellschaftlicher und gesetzlicher Diskurs ist somit ausgeschaltet.

Hat Jemand noch im Hinterkopf, was eigentlich Demokratie ist? Das auf jeden Fall ist keine …

Es bedarf nur ein einzelnes schwarzes Schaf in den Reihen der ISPs, dem BKA, der Regierung – all jenen, die auf diese GEHEIME Liste Zugriff haben, und die KiPo-Szene wird mit tagesaktuelle Listen der gesperrten Seiten versorgt. Aber so weit würde ich persönlich nicht gehen – eher, dass auf diese Liste unkontrollierbar Dinge landen werden, die missliebig sind. Diese Gedanken haben auch die Aktivisten und Vereine, die sich heute vor dem Unterzeichnungsort eingefunden hatten

Interessant ist die Argumentation von Frau von der Leyen, die KiPo-Bilder als etwas hinstellt, wo jeder Unbedarfte süchtig nach werden kann – eine Droge, der jeder unterliegen kann. Wissenschaftlich fundiert – versteht sich ..