Ärger: KiTa-Plätze in Brandenburg

Irgendwie sind meine letzten Beiträge nicht sonderlich erfreulich. Ebenso dieser hier!

Wir, meine Freundin und ich, versuchen seit Tagen eine KiTa zu finden, welche unsere L?tte ab ca. 1 Jahr bei sich aufnimmt. Entweder bekommen wir die Aussage, dass alle Plätze belegt wären, oder sie nur die „Lizenz“ hätten ab 1 1/2, 2 bzw. 2 1/2 Jahren Kinder zu betreuen.

Bitte schön was soll das denn sein? Sollen wir wirklich „gezwungen“ werden, dass einer von uns seiner Arbeit nicht nachgehen kann, nur weil keine KiTa in der Lage ist bzw. nicht durch die Behörden in die Lage versetzt wird, Kinder ab 1 Jahr zu betreuen? Oder ist es zu aufwändig, da man diese vielleicht ja noch wickeln m?sste?

Nun gut, dachten wir uns, dann nehmen wir halt eine Tages-Mutter. Das Geld, was wir auf Grund unseres gemeinsamen Einkommens an die KiTa abdr?cken m?ssen, das können wir auch vorher einer Tages-Mutter geben.

Gehts noch? Was machen wir in der Zeit nach meinen 1-2 Monaten Elternzeit? Da sind mindestens 2 Monate Luft. Sollen wir unsere Kleine während wir arbeiten gehen, Geld verdienen, wovon ?ber 40% Steuern und Sozialleistungen abgezogen werden,  zu Hause liegen lassen? Wo leben wir denn? Der Staat braucht Kinder. Im Allgemeinen Nachwuchs. Das erreicht er nicht, wenn Viele davon abgeschreckt werden, dass sie ihren Beruf nicht mehr nachgehen können, da es keine Möglichkeit gibt, dass eine Einrichtung fr?hstmöglich auf die Kinder aufpasst. Oder braucht der Staat meine oder meiner Freundins Steuern nicht?

Anregung an die Politik – tut was. Wer Nachwuchs braucht, der sollte sich auch um alle Facetten k?mmern, die sich daran anschliessen.

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13 Antworten

  1. Marcus sagt:

    Ja, es ist ein Elend. Das ist wirklich total wichtig und hier werden viele im Stich gelassen. Was die Kinderbetreueung angeht sollten sich die Verantwortlichen von heute mal ein Beispiel am DDR-System nehmen. Da hat sowas anstandslos geklappt, da war das eine Selbstverständlichkeit und absolut kein Problem.

  2. FireFox sagt:

    DDR-System? Das ist doch heutzutage verpönt. Da führt man doch lieber nach und nach das nordische System ein. Was viele nicht wissen ist, dass diejenigen damals das praktizierte System aus der DDR übernommen hatten. Kinderkrippen und Kindergarten. Schulen, die sich fast den ganzen Tag inkl. Arbeitsgruppen mit den Kindern beschäftigt hatten, damit diese von der Straße kamen und dementsprechend was lernten. Ich habe zum Beispiel noch Werken und Nadelarbeit gehabt – gibts das heute überhaupt noch? Oder die SERO-Aktionen wo wir alle sammeln waren, um Geld für die Klassenkasse für Ausflüge zu sammeln.
    Schau dir einfach mal an, was „unsere“ Politik derzeit wieder einführen will – KOPFNOTEN. Das hatten wir alles schon und es war gut. Der Arbeitgeber und Eltern hatten auf den ersten Blick gesehen, ob man ordentlich ist oder respektlos usw usw usw ….
    Aber mit Sicherheit lassen die leitende Lehrerschaft (Direktoren und noch höher) die Zensuren eh wegdiskutieren wie es heute meist praktiziert wird. Den Eltern wird mehr Glauben geschenkt als den Lehrern.
    Wenn ich wegen mangelhafter Leistung eine 4 oder 5 bekomme (zu Recht eigentlich) dann kann es nicht sein, dass die Schulleitung den Lehrer drängt die Note zu verbessern, da ja die Eltern auf die Barrikaden gehen. Tja, Schüler sind halt auch nur „Kunden“. Und besere Abschlüsse und weniger Sitzenbleiber sind gut für die öffentlichen Gelder.
    Wenn ich als Lehrer begründen kann, dass die Leistung mies war, dann muss dementsprechend entlohnt werden. In der freien Wirtschaft, auf Arbeit später ist es auch so. Die Schüler sollen aufs Leben vorbereitet werden, sollen etwas lernen, damit sie später bessere Chancen haben, als das was heute 40-50 % der Abgänger ereilt. Schlechte Noten = schlechte Chancen für Ausbildung. Ist klar, dass dann von den Eltern diskutiert wird – aber das eigentliche Problem ist damit nicht gelöst, oder?
    Wie mans dreht Marcus, überall ist vieles faul und nicht weit genug durchdacht. Aber „wir“ (die Politiker) haben erstmal etwas getan und die breite Masse mit dem augenscheinlichsten ruhig gestellt, aber für welchen Preis?

  3. krecki sagt:

    Hey Firefox,
    wir haben unseren Lütten gleich nach der Geburt beim DRK Kinderdorf in der Magedburger Str. angemeldet (gegenüber Lidl). Die nehmen schon Babys ab 6 Wochen, haben im Sommer keine Schließzeiten, und haben ein sehr schön großes Gelände. Weiterhin kann unser nach der Krippe dort gleich in den Kindergarten gehen. Mir wurde diese Einrichtung mehrmals empfohlen und ich muss sagen ich bin von der Einrichtung und ihrer Philosophie so überzeugt, dass ich es auch weiterempfehlen kann. Wenn du willst, kann ich dir die Nummer der Krippenleiterin geben. Wir gehen jetzt schon regelmäßig zum kostenlosen Babytreff sodass der Kontakt schon vor der eigentlichen Zeit beginnt.

  4. krecki sagt:

    Sorry, die vorhin angegebene Email habe ich deaktiviert! Falls du fragen hast, nimm diese!

  5. Artanis sagt:

    Ich hab mich vor langer Zeit mal mit einem ehemaligen Kollegen über das Thema KITAs unterhalten und er war total entsetzt, als ich meinte, das wäre damals bei uns besser gelaufen. Quintessenz der Diskussion: Geht ja garnicht, weil es Unsummen kostet. Ja klar, immer die Kostenschiene fahren, das ist das Totschlagargument für wirklich alles…
    Zum Thema Kopfnoten fällt mir der letzte Sonnabend ein: Da gab es doch allen Ernstes in der Düsseldorfer Innenstadt eine Demonstration von Schülern – die meisten offensichtlich linksorientiert – GEGEN die Kopfnoten, weil sie wohl ungerecht wären. Während ich so mit tausenden anderen Leuten auf den Vorbeizug gewartet habe, habe ich mal ein wenig über die Argumente auf den Transparenten nachgedacht und bin zu dem Schluß gekommen, daß diese Kopfnoten alles andere als ungerecht sind, sondern eigentlich erst eine vergleichbare Einschätzung von Leistungen ermöglichen. Aber naja… 🙂

  6. Anni sagt:

    Ich kann ebenfalls das DRK Kinderdorf empfehlen…meine beiden Neffen sind dort auch ab einem Jahr gegangen und waren sehr zufrieden damit. Der Große wurde sogar kurzfristig (ca. 1 Monat vorm Ablauf des Erziehungsurlaubes) aufgenommen, da meine Schwester auch bei allen anderen Kitas entweder keine Antwort bekam oder nur abgelehnt wurde.

  7. FireFox sagt:

    Das DRK Kinderdorf scheint eine gute Sache zu sein, aber dort hätten wir bereits beim Treffpunkt Samenzelle + Ei uns anmelden müssen. Ein erster Termin WÄRE erst im August/September 2009 möglich. Soviel dazu. Aber wir bleiben dran. Irgendwie ist der Geburtstermin unserer Püppi derart „dämlich“ für Institutionen, dass wir da wirklich fast gegen eine Wand laufen und so wie es aussieht die Zeit mit einer Tagesmutter überbrücken müssen … aber wir haben noch einige KiTa’s offen.

  8. krecki sagt:

    Wir haben uns unseren Platz auch schon zum Ende der Schwangerschaft besorgt, ca. 18 Monate vor der eigentlichen EinKITAierung des Kleinen.

    Unser Termin (Mai) passt ihnen auch nicht so recht, ihnen ist es wohl immer am liebsten wenn alle Kinder im August/September Geburtstag haben, aber nun gut. Danach richtet man sich ja nicht. Da wir aber soo früh schon den Platz reserviert haben, gings dann doch.
    Habt ihr schon in der Bäckerstr bei der Privatkita angefragt? Die nehmen auch schon ab 1 Jahr.

  9. FireFox sagt:

    Dort haben wir noch nicht nachgefragt – aus persönlichen Gründen die ich vorerst nicht weiter nennen möchte. Noch haben wir nicht alle favorisierten Stellen durch. Man möchte ja für die Püppi was gutes suchen. zB ist für uns ein Thema, wenn unsere Püppi schon trocken sein sollte, dann sollten auch die KiTas dementsprechend unseren Wunsch respektieren und sie aufs Töpfchen setzen, anstelle ihr wieder Windeln umzulegen. Sind so die Feinheiten auf die wir achten wollen, bevor irgend eine KiTa unser sauer verdientes Geld bekommt (und wenn ich mir das KiTa-gesetz ansehe wirds wahrscheinlich n kleines Vermögen, da ja unsere beiden Gehälter zählen)

  10. krecki sagt:

    Heutzutage ist es nicht man davon ab die Kinder im 1 Jahr trocken zu bekommen. Hygiene und alles drumherum wird erst im 2. Lj ein Thema, die Kinder sollen sich erstmal nur auf das spielen konzentrieren. Aber gut.

    Kleines Vermögen ist gut, wir arbeiten auch beide und zahlen dann den höchstsatz der sich bei einer Betreuungszeit von 30-40h pro Woche auf ca. 300 EUR beläuft, nimmt man 40-50h sinds schon 420 EUR pro monat
    Das find ich auch richtig teuer und dann wundern sich alle warum keiner nen 2. oder 3.Kind in die Welt setzt außer die Hartz4 Empfänger die ja die Kiddis fast umsonst in die Kita geben können!

  11. FireFox sagt:

    Schon allein durch Pampers im Gegensatz zu den Stoffwindeln von früher ist es schon schwierig ein Baby trocken zu kriegen. Ich seh es ja an unserer Lütten. Pipi? Seh ich am Gesicht und riechs ggfs. Aber die Windel ist innen wie außen trocken. Insofern können sich die Kinder lange Zeit dran gewöhnen – denn es ist einfach und unkompliziert und ohne „Folgeschäden“, wie nasse Haut, in die Pampers zu buchsen. Dennoch, sollte es möglich sein erwarte ich von einer KiTa, dass sie es respektiert, wenn die Lütte trocken ist und sie auch auf den Topf setzt und nicht einfach der Einfachheit halber die Buchsen ummachen.

    Kleines Vermögen … ja, so will ich das mal nennen. Da wir auf 8-10 Stunden am Tag auf eine KiTa angewiesen sind, und auf Grund unseres Einkommens, wird auch da der Höchstsatz fällig, und wie du schon selbst aufzeigst sinds mal locker 420 Euro. Dafür erwarte ich aber auch, dass unsere Wünsche respektiert sind, denn für eine geförderte Einrichtung hiesse das fast, dass ich das Gehalt zur Hälfte (+ zweites Paar Eltern + Förderung) einer Erzieherin bezahle. Nehmen wir noch die abgezogenen Steuern, Lohnnebenkosten und Sozialleistungen die von meinem Gehalt weggehen, dann dürfte ich rechnerisch fast allein + Förderung das Gehalt tragen. Ok – ist etwas übertrieben, aber der geneigte Leser rechnet es mal nach.

    Ich bin nicht böse auf die Hartz IV Empfänger. Einige können wirklich nichts für und sie bemühen sich auch. Aber sicherlich ist es global gesehen ein Thema, dass für gleiche Leistung sie kaum oder nichts bezahlen müssen, obwohl sie eigentlich von rechts wegen zu Hause sind und aufpassen können auf ihre Kleinen. Und ja – in diesem Umfeld ist die Geburtenrate höher, als bei denen, die arbeiten gehen …. und die bekommen nicht einmal garantiert einen Platz und werden mit Mehrbelastungen oder Halbtagsstellen oder Joblosigkeit konfrontiert, weil es nicht anders geht.
    Mehrbelastungen auf Seiten von zusätzlichen Tages- oder „Stunden“müttern, Halbtagsjobs + Mehrbelastung, oder Job kündigen, um für das Kind da zu sein …
    Und da denkt Papa Staat, dass er nur durch 10-monatiger Wurfprämie (14 Monate sinds ja nicht mal, da 2 Monate Krankenkasse und Arbeitgeber zahlen, und 10 Monate der Staat + max. 2 Monate hinten dran, wenn der Papa auch zu Hause bleibt) alles zum Besten bringt?
    Besser wäre gewesen, wenn sie das Geld in die Verbesserung, Ausbau der KiTa’s gesteckt hätten .. erstes wäre es preiswerter geworden, und zweitens hätte es ja auch mehr gebracht, da die Eltern beruhigt arbeiten gehen können – meine Meinung zu diesem Thema.

  12. krecki sagt:

    Ja das mit den Windeln ist wirklich sone Sache! Die Krippenleiterin hatte uns mitgeteilt, dass er sollte unser dann trocken sein (wovon ich jetzt mal nicht ausgehe) sie dann das mit dem Topf auch so handhabt, wie wir es dann wollen! Sowas muss auch jede Kita mac´hen, die mein sauer verdientes Geld haben will!!!
    Das Elterngeld an sich ist schon ne gute Sache für die arbeitende Bevölkerung, aber wirklich nur ein 1. Schritt! Ohne dem neuen Elterngeld hätten wir 6 Monate lang 300 EUR oder so bekommen, das macht jetzt über die Elternzeit gesehen locker mal 10.000 EUR aus die uns dann im Gegensatz zu jetzt, gefehlt hätten.
    Aber die Betreuungskosten sollten jetzt auch in Angriff genommen werden. Aber bis da was passiert geht unserer und eure bestimmt auch, bereits in die Schule!!!

  13. FireFox sagt:

    Ich denke da hast du Recht. Auch wir, zum Glück, profitieren davon. Nicht auszudenken, wie wir nur mit den 300 EUR hätten klarkommen sollen. Was jetzt nicht heißt, das wir es nicht geschafft hätten, aber dann wäre erneut ein Umzug mindestens Pflicht gewesen, da bin ich mir sicher.
    Das Elterngeld war ja eigentlich auch gedacht, um der etwas besser verdienenden unteren und mittleren Schicht den Anreiz zu schaffen Kinder in die Welt zu setzen. Dennoch, so wie du auch sagtest, ist das nur eine Seite der Medaille und es muss noch viel mehr getan werden, damit irgendwann diese dämliche Alterspyramide wieder wie eine Pyramide aussieht und nicht wie ein verkrüppelter Tannenbaum, dem fast alle Äste fehlen, außer den oben. Nur wie es derzeit ist, da kann sich „unsere“ Regierung drehen und wenden, wie sie will, der Baum wird unten herum immer dünner.
    Aber ich denke, das ist ein anderes Thema, zu dem ich sicherlich auch noch meine Meinung kundtun werde, nachdem ich mich darüber etwas schlauer gemacht habe.

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