Einmal geblitzdingst reicht nicht …

Auf dem Weg zur?ck von einem Kunden erlebte ich heute etwas, was ohne Zweifel in meine Top Ten der kuriosesten und kopfsch?ttelsten Aktionen Einzug gehalten hat.

Wer die B5 kennt, weiß, daß diese mit vielen stationären Blitzern gespickt ist. Die Fahrerin hinter mir schien das nicht zu wissen und f?hlte sich trotz der 80er Schilder und meinen konsequenten 80 km/h genötigt zu ?berholen. Anscheinend hatte sie es eilig, beschleunigte nicht gerade wenig, um just einige 50m nach dem Überholvorgang die erste Blitzmaschine aktivierte.

Da auch der andere teilnehmende Verkehr keine Lust auf ein teures Ganz-Auto-Portrait hatte, wurde sie durch diesen ebenso genötigt. 2 Kilometer später (ich hatte wieder etwas aufgeschlossen mit gesetztem Tempomaten) setzte sie erneut an. Sie hatte Timing im Blut, denn als auch dieser Überholvorgang abgeschlossen war, begr?ßte sie die just hinter einem Baum hervorspringende zweite Anlage mit einem freundlichen Rot.

Spätestens an dieser Stelle sollte eigentlich das Hirn doch langsam klick machen, aber denkste. Sie fuhr die B5 ab (genauso wie ich) um in Richtung Brandenburg zu fahren. Da sie auch nicht allein auf den Straßen war, wurde sie immer wieder von aufdringlichen Korrekt-Fahrern in ihrer Ankunftszeit gestört. Sie setzte, als frei war, erneut an, fuhr vielleicht mit 70 oder 80 Sachen am Ortseingangsschild vorbei, um von einer getarnten mobilen Blitzeinheit begr?ßt zu werden. Das war Nummer 3.

Ich dachte dann: „Jetzt hat sie es begriffen – sie fährt anständig.“ Pustekuchen…, denn in Barnewitz gab sie auf einmal aus unerklärlichen Gr?nden Gas, wo schon der nächste mobile Blitzer auf sie wartete. Bitte Lächeln, Nummer 4.

Und weil das noch nicht alles war, kam es noch zum kröhnenden Abschluss. In Brielow Ausbau fuhr sie auf der 60er Strecke mit geschätzten 80 – zumindest entfernte sie sich wieder rapide – anscheinend dr?ckte wieder die Zeit. Aber diesmal gab es kein Foto – nein, sie wurde von den freundlichen Polizisten herausgewunken. Lasermessung!

Ich konnte mir ehrlich gesagt ein fettes Grinsen nicht verkneifen. Ok, ein Foto kann es immer mal geben – man passt nicht auf, trieft oder was weiß ich. Aber insgesamt 5 Mal hintereinander? Und was hat es ihr gebracht? Durch den Verkehr, der sie „aufgehalten“ hat, war ich immer wieder mit den erlaubten Geschwindigkeiten zu ihr aufgeschlossen.

Wäre sie mal ab der B5 hinter mir geblieben. Das hätte zum einen Sprit, Aggressionen und Aufregungen, Schock durch die Blitzer und einiges an Geld gespart.

Aber wer nicht hören will muss f?hlen, oder?

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4 Antworten

  1. Krecki sagt:

    Nicht schlecht, Leute gibs…..

  2. FireFox sagt:

    @Krecki: Das war wirklich interessant zu beobachten. Derartige Lernresistenz hätte ich wirklich nicht erwartet. Zusätzlich wird sie sich aus den aufeinanderfolgenden Blitzern nicht rausmogeln können, da Kreuzungen und Neubeschilderungen das Ganze nicht als Tateinheit rechtfertigen. Das Ganze wird mit Sicherheit jeweils einzeln gezählt – zusätzlich die Sturheit. Wenn die Dame an meine damalige Richterin kommen würde ?!? Da sag ich nur Auweia!

  3. Marcus sagt:

    Oh man, das ist ja unglaublich. Fünf mal geblitzdingst zu werden in nur einer Stunde ist echt der Wahnsinn. Das wäre bei mir schon die Nummer 1 auf meiner Kuriositätenliste. Ich glaube die hat sich damit ordentlich den Tag verdorben, wenn nicht gar das ganze Jahr 😉

  4. FireFox sagt:

    @Marcus: Na wenn man es so betrachtet …. wie oft kommt es vor, dass man innerhalb so kurzer Zeit massig an Fotos erhält … also sollte ich es doch auf die erste Stelle der Top Ten setzen 😉 .. wenn sie Glück hat, kommt sie mit nem blauen Auge und etwas Geldverlust davon – je nachdem welche Behörden/Landkreise zuständig waren – je mehr, umso besser für sie. Ansonsten heisst es aufs Rad schwingen oder gehen oder n Tretroller holen. Und das nicht nur für einen Monat.
    Ich glaube der Richter nennt so etwas Beharrlichkeit – und das wirkt sich sehr negativ aus bei der Rechtsprechung 😉

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