(Kontrollierte) Datensicherung = unnötige Kosten?

Diese Frage d?rfte f?r einen Kunden nicht mehr in dieser Form im Raum stehen.

Aus welchem Grund auch immer hat sich das RAID 5 seines SBS 2003 Servers verabschiedet. Da die Festplatten als Solches nach der Pr?fung als weiterhin i.O. gelten, gehe ich davon aus, dass eine mehrfache Stromunterbrechung, wie sie auch geschildert wurde, dazu f?hrte, dass die RAID-Informationen nicht mehr korrekt waren und der RAID Controller das Raid als ung?ltig definierte. Selbst mit einigen unserer herkömmlich eingesetzten Tools war ein Rankommen an die Daten nicht möglich.

Zum „Gl?ck“ gab es einen von uns damalig (vor 2 Jahren) eingerichteten Sicherungsjob, der mittels der SBS Sicherungen die Daten auf eine externe Festplatte sichern sollte – nur verweigert diese seit dem letzten halben jahr ihren Dienst und sicherte nur dann, wenn ihr danach war. Wie sich herausstellte, war auch die zweite externe, f?r die Datensicherung bestimmte Festplatte niemals an dem Server angeschlossen gewesen und vegetierte im Schrank dahin. Es hatte sich keiner die M?he gemacht, gemäß unserer Einweisung und späteren Nachfragen die Datenträger zu tauschen und die korrekte Funktion zu ?berpr?fen (Protokoll / automatischer Ausdruck des Protokolls / eMail intern des Protokolls). Vom Kunden wurde uns damals „untersagt“ derartige Protokolle und Statusinformation an unsere Mail-Adressen automatisiert zu senden – ergo waren wir ?ber den Un-Stand nicht informiert. Wir können auch nur darauf hinweisen und Empfehlungen geben, aber letztendlich ist der Kunde mit seiner Entscheidung selbst verwantwortlich.

Derzeitig läuft noch ein Tool, um ggfs. Datensicherungen auf der externen Platte aufzusp?ren. Dennoch sieht es so aus, dass eine Neuinstallation unausweichlich ist.

Die Kosten f?r z.B. Acronis inkl. 2 ausreichend großer Sicherungsplatten wollte der Kunde damals nicht tragen. Angeblich wäre dies mit unnötigen Anschaffungs- und Folgekosten verbunden. Folgekosten, wie sich herausstellte, in Bezug auf Anschaffung möglicher weiterer Festplatten und Zeiten f?r das Austauschen und Wegschließen (Bank/Safe) der Sicherungsplatten, sowie Kontrollieren des Sicherungsstatus.

Ob er in Hinblick auf den derzeitigen entstandenen „Schaden“ immer noch so denkt?

Ich empfehle sowohl den Privatanwendern, als auch Firmen, sich Gedanken ?ber eine ansprechende Sicherung der Daten zu machen. Denn wenn der Schaden eingetreten ist, dann ist es meist zu spät und nur mit teilweisen hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand mit geringer Erfolgs-Wahrscheinlichkeit zu beheben …

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2 Antworten

  1. Artanis sagt:

    Das ist wie mit dem Kind und der heißen Herdplatte: Es muß erst ordentlich wehtun, bevor man versteht, daß man gewissen Empfehlungen folgen sollte. Egal, was es kostet…
    Die andere Frage ist allerdings die, ob auch jeder mit den vorhandenen Sicherungen auch mal den Ernstfall durchgespielt hat. Also Testsystem aufsetzen, schrotten und Sicherung einspielen. Ich geb ja zu, daß ich das noch nicht gemacht habe. 🙂

  2. FireFox sagt:

    Wie wahr, wie wahr … das Problem mit dem Server zieht sich derzeit noch etwas, da jetzt auch die Ursache gefunden wurde – zum Glück noch im Haus – da auf einmal das OS nicht mehr starten will. Resultat: Das Board hat ne Meise.
    Ausprobiert haben wir die Szenarien schon ausreichend genug, zum Beispiel mit Acronis. Funktioniert wunderbar und wird auch je nach Hardware-Konstellation vorher ausgetestet, ob Acronis in der Lage ist bei RAID-Controllern oder spezieller Hardware zu booten und selbstverständlich das Image wieder rückspielen kann.
    In diesem Falle kann ich Acronis uneingeschränkt empfehlen.
    Unter Mac habe ich selbst ohne Probleme mit der Time Maschine oder anderen Tools mit Hilfe der Sicherung mein System wieder herstellen können. Mit Hilfe der Time Maschine habe ich meine Daten und Programme ohne Probleme vom MacBook Pro auf dem Mac Pro übertragen können. Mit anderen Tools habe ich den Wechsel von 10.4 Tiger auf 10.5 Leopard gemacht.

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