Bye bye HTPC – hallo HTMAC

[singlepic=927,125,125,,left]Ab heute ist es endlich soweit gewesen. Die Funktionalität eines HTMAC, welche die letzten Wochen vorerst getestet wurden, haben heute Einzug in das heimische Wohnzimmer gefunden. Wenn auch noch nicht komplett fertig, so zeigt es doch schon jetzt in Ansätzen viele Vorteile gegen?ber des „alten“ Systems.

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Als Basis des HTMAC dient ein schnieker Mac Mini, welcher ganz objektiv betrachtet nur „unwesentlich kleiner“ ist, als mein „altes“ System. Zusätzlich reduziert sich der Stromverbrauch unter Last auf maximale 100W (max. Angabe vom Netzteil, im Schnitt liegt dieser bei 30W). Als Vergleich sei hierzu, trotz Einsatz stromsparender Komponenten, beim alten HTPC folgende Werte aufgezeigt: Last bis zu 300W, im Schnitt ca. 100W.

Der Mac Mini ist zudem sehr leise. Trotz Auslastung (Videos ansehen via VNC werden ?brigens sehr fl?ssig dargestellt) hört man zwar dessen L?fter, aber dieser ist leiser als das Grundrauschen des Vorgängers. Die Aufr?stbarkeit hält sich zwar sehr in Grenzen (verständlicherweise), dennoch sind die zahlreichen Anschlussmöglichkeiten eine willkommene Lösung f?r dieses Manko. 4 eigenständige USB 2.0 Ports und ein Firewire Anschluss verleihen dem Mac Mini die Möglichkeit unterschiedlichste Peripherien anzusteuern.

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Dies ist auch wichtig, da f?r den derzeitigen Fernsehempfang DVB-C zum Einsatz kommt. Das Signal selbst liefern 2 Tuner von Digital Everywhere – die FireDTV DVB-C. Diese Lösung lässt sich auch später leicht austauschen gegen die anderen DVB Formate und ist somit in meinen Augen f?r die nächsten Jahre gewappnet (DVB-S2 ist auch möglich). Angeschlossen werden diese mittels Firewire und funktionieren unter Mac, als auch unter VMC (Vista Mediacenter).

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Das schöne an diesen Tunern ist, dass ein Antennenkabel und ein Firewire-Kabel vollkommen ausreichen. Diese haben intern einen Repeater eingebaut, welche mit Hilfe des zusätzlichen Antennenausgangs und des zweiten Firewire Ports eine weitere Box anschließen lassen. Ebenso versorgen sich die Geräte mit nur einem Netzteil. Das zweite Gerät wird ?ber das Firewire-Kabel mit Strom versorgt. Als Krönung haben diese ein „Integrated Common Interface“-Slot, sodass auch mit geeigneter CAM-Karte verschl?sselte Programme empfangen werden können.

Zwar noch suboptimal, dennoch bisher sehr akzeptabel benutze ich ein Plugin (PyeTV) f?r das bei fast jedem Mac mitgelieferte Front Row, um EyeTV – das TV Programm f?r Mac – in die Front Row Oberfläche zu integrieren. Es hapert noch etwas, aber an dem Plugin, wie auch an EyeTV wird fleissig weiter programmiert, sodass auch die einen oder anderen Käferchen in Zukunft der Vergangenheit angehören sollten. Hier hat noch VMC definitiv die Nase vorn, was Integration bedeutet. Aber ich denke, dass wird sich noch ändern.

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Was mich sehr ?berrascht hat, sind die Aufnahmegrößen der Sendungen. Ich hatte bereits am „alten“ HTPC die FireDTV am Laufen. Ich kann sagen, dass die Aufnahmen im EyeTV um ca. 1GB kleiner sind als im HTPC. Dies ist mitunter am DVR-MS Container Format von Microsoft geschuldet, welches unnötigen Ballast in der Aufnahme mitf?hrt. Im Vergleich zur analogen Aufnahme verringert sich (optimale Qualität) die Aufnahme einer 60 Minuten Sendung von 5GB auf allgemein 2GB – und das bei weitaus besserer (da eh schon digital) Bildqualität. Das ist ein weiterer Pluspunkt f?r das HTMAC System.

EyeTV hat als kleines Schmankerl die Möglichkeit die Aufnahmen direkt in ein anderes Format umwandeln zu lassen. Sei es ins H.264 Codec, DIVX oder MPEG2 (und viele andere), um noch mehr Platz bei gleichbleibender Qualität zu erhalten (bis auf MPEG2).

Das EPG ist, wie bereits in vorherigen Beiträgen beschrieben, mit TVTV.de direkt gekoppelt. Zusätzlich können DVB-EPG Daten den Sendern zugeordnet werden, sodass auch f?r nicht abgedeckte Sender EPG-Informationen vorliegen. Schön ist auch die schnelle und einfache Kanalsuche und EPG-Zuordnung, welche sich auf dem VMC bei vielen Sendern sehr schwer darstellt – und das ist bei DVB Empfang (DVB-H, DVB-C, DVBS) fast immer so. Die „intelligenten“ Aufnahmen erleichtern das dynamische Programmieren von Aufnahmen ungemein – einfach Stichwörter, Ausschl?sse, Schauspieler, Titel usw. angeben und logisch verkn?pfen („Dr. House“ aber keine Wiederholungen) und es wird gemäß dieser Kriterien aufgenommen. Und es funktioniert …

In den nächsten Tagen werde ich nach und nach meinen „Server“ auf den Mac Mini ?bertragen. Sinn und Zweck ist es, 2 Geräte (HTPC und Fileserver) auf Eines zu bringen. Somit werden noch die Server-Stromkosten eingespart (zumindest f?r die Zeit der Aktivität). Das der Fileserver aber schon dann immer aktiv war, wenn das HTPC an war (wegen Filme, Musik, Fotos), liefen letztendlich f?r eine Funktion (HTPC) schon 2 Rechner – das musste abgeschafft werden. Hierzu muss ich aber erst die NTFS-Platten sichern, damit ich diese dann f?r MacOS X neu formatieren und an den HTMAC (zwecks fehlender Schreibzugriffe auf NTFS) anschließen kann. Ebenso möchte ich noch die einen oder anderen Kabel und externen Geräte verschwinden lassen (Kabelkanal, Regal, R?ckseite von Schranke bzw. Schubfach). Derzeit stört mich das schon beim „alten“ HTPC, da Strom-, Antennen- und Datenkabel teilweise unkontrollierbar an der Wand durch die Wohnung flattatterten. Das wird sich aber noch etwas hinziehen.

Zumindest ab heute heisst es bei mir: My home is PeeCeeFree. 🙂

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10 Antworten

  1. Artanis sagt:

    Du machst mir langsam Angst… Vor einem Jahr noch hieß es „Geh mir weg damit“ und nun hast Du noch vor mir Deine gesamte Hardware ausgetauscht… 🙂
    Ich überlege auch schon seit einiger Zeit, ob ich mir als stromsparenden Server nen Mac mini zulegen sollte. Aber was mache ich dann mit dem AMD64? Hat wer Interesse? 🙂 Auch muß ich vorher noch die Frage beantworten, ob da ohne Probleme ein FreeBSD drauf läuft. Weil Server mit Klicki-Bunti geht garnicht… 🙂

  2. FireFox sagt:

    Das war geschuldet an den Negativ-Eindrücken aus dem Mac-Labor zu FH-zeiten. Die waren ja nun wirklich grottig, wenn man PCs gewöhnt war.
    FreeBSD sollte gehen – einfach selbst oder mittel Bootcamp die Partition vorbereiten oder gar komplett nackig machen. Die Datenträger für den Schritt zurück hast ja dabei. Beim Mac Pro hab ich einfach ne Platte eingebaut und dann bei der Installation lediglich Windows angewiesen darauf zu installieren. Und da die Hardware bei Macs gut ausgewählt ist, sollte auch FreeBSD ohne Probleme damit laufen, oder? … Ansonsten machste auf den mac noch ne VM mit FreeBSD 😉

  3. Artanis42 sagt:

    Kaufen oder nicht kaufen, das ist hier die Frage…
    Ich würde auf jedenfall ne andere Platte dann einschrauben für ein solches Experiment und die mitgelieferte mit dem Originalsystem gut einlagern. Was mir allerdings die Fragezeichen ins Hirn treibt, ist der Unterschied BIOS – EFI. Wenn ich das aus den wenigen Quellen richtig deute, ist es soo leicht nicht, da etwas anderes draufzuinstallieren als ein MacOS X. Aber man munkelt auch, FreeBSD 7 käme mit dem EFI klar. Na mal sehen…

  4. fdr sagt:

    Der Bericht über den HTMAC ist sehr interessant. Ich bin selbst auch gerade auf der Suche nach einer schicken Home Theater Lösung. Mein Favorit ist derzeit Linux MCE, weil es dem Client/Server Konzept folgt. Es gibt ein prima Video welches die Möglichkeiten demonstriert (sogar mit IP Phone Support): http://video.google.com/videoplay?docid=2176025602905109829&hl=en
    weitere Infos unter: http://wiki.linuxmce.org/index.php/Video

    Es ist vielleicht etwas oversized … wenn Ihr funktionierende Argumentationspfade für meine Frau habt: ich bin ganz Ohr !

    Gruß aus dem Bergischen Land.

  5. FireFox sagt:

    @Artanis – Wenn XP installierbar ist, welches auch ohne EFI klar kommt (erst Vista SP1 hat EFI-Unterstützung) dann sollte ein FreeBSD erst recht dazu in der Lage sein, oder?

  6. Artanis sagt:

    Kommt darauf an… Kann man XP ohne Helferlein wie rEFIt, BootCamp oder eine existierende Partition mit MacOS X installieren? Wenn ja, sollte ich mal schnell zu Gravis flitzen. 🙂

  7. FireFox sagt:

    Ja, man kann. Sicherlich muss man beim Mac mini Bootcamp zur Partitionierung nutzen – es partitioniert eben nur, oder man macht es gleich im Terminal selbst. Bootcamp ist nur eine GUI. Dennoch lässt sich XP und Vista ohne SP1 problemlos installieren – am Mac Pro hatte ich es ja durch (ohne Bootcamp auf extra eigenständig eingebaute HDD).
    Soweit mir bekannt läuft ein BIOS-Emu auf dem EFI, um auch andere Systeme ohne EFI Unterstützung installieren zu können. Deswegen dauert manchmal der Boot (nach Boot-Auswahl) bei XP/Vista länger. 🙂

    @fdr: Hab mir das mal angesehen. Ist für mich etwas oversized und leider nicht sonderlichen augentauglich – sprich Augenkrebs-verursachend. Das kann sich sicherlich noch ändern, aber bis heute wäre es für mich noch nicht interessant einzusetzen. Man bedenke, dass der WAF bei „gemounteter Frau“ immer eine Rolle bei derartigen Entscheidungen spielt – IMMER. 🙂

  8. Tony sagt:

    warum nimmst du den keinen eyetv hybrid ( http://www.elgato.com/elgato/int/mainmenu/products/tuner/hybrid08/product1.de.html ) -der kann auch dvb-c und ist bei weitem kleiner und more „maclike“ aber okay…natürlich ohne smartcard!

  9. FireFox sagt:

    Der Hybrid war zum damaligen Zeit noch ein leichtes Leuchten im Auge des Hardware-Designers. Zugegeben, zum jetzigen Zeitpunkt würde ich, da ich noch keine Smartcard nutze, auch auf diesen Stick setzen. Nur würde es dann mit den USB-Ports langsam eng und ich müsste für Dual-Tuner Empfang 2 Antennenkabel ziehen bzw. splitten, was ich derzeit nicht muss. Ist alles eine Frage des Geschmackes und des Aufwandes 😉
    In der jetzigen Konfiguration bin ich jedenfalls mehr als zufrieden mit dem Ganzen. Es tut das, was es soll und das zu 99% zuverlässig. Wer 100% sucht, der versteht Murphy nicht 🙂

  1. 14. September 2008

    […] Rede ist vom HTMAC, laufend unter Mac OS X mit EyeTV und FrontRow. In den letzten Tagen haben sich in meinen Augen […]

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