Düsseldorf / Neuss

Wie ich j?ngst schon angedeutet habe, war ich dieses Wochenende dienstlich in D?sseldorf oder besser im daneben liegenden Neuss zu Gast, um die dortige, ?ber das Wochenende gehende, Veranstaltung eines Systemhaus-Verbundes wahrzunehmen. Die Veranstaltung selbst fand im Swissôtel in Neuss statt, in welchem ich auch pflegte zu nächtigen.

Das Hotel selbst, und so viele Erfahrung habe ich noch nicht, ist recht ordentlich, die Zimmer und Betten sind akzeptabel und der Service lässt auch nicht zu w?nschen ?brig – dennoch kann es besser sein. Aber die Lage ist blanker Hohn – inmitten eines Industriegebietes, wie mir scheint, und somit ist die Attraktivität dahin.

Auch ein Blick gen D?sseldorf hatte ich gewagt – zusammen mit Artanis, der im Selbigen wohnhaft ist, sind wir in die Altstadt gefahren, um etwas zu essen, zu trinken und die dortige Gegend in mich aufnehmen lassen zu können. Mein erster Eindruck, der sich auch bis zum Ende hin nicht verfl?chtigte, war, dass D?sseldorf und Neuss ziemlich schäbig wirken.

Okay, jetzt nicht unbedingt die Altstadt, aber halt das Drumherum. Ich f?hlte mich persönlich nicht sonderlich wohl, was vielleicht auch an der Menge an Leuten liegen könnte, die dort ihr Wesen und auch ihr Unwesen treiben. Der Hauptbahnhof ist ständig in Aktion, ein Gewusel allermöglichster Gestalten, wo man sich manchmal fragt, aus welcher Einrichtung sie gerade entflohen sind. Das Drumherum am Bahnhof ist weitaus schlimmer wirkend als unser l?tter Bahnhof in BRB – und das will was heißen. (Anm.: das sind subjektive Eindr?cke)

Auch wenn es eine dortige Geflogenheit ist, gefällt mir das „Service-Verhalten“ in den Kneipen nicht sonderlich. Kaum war mein „Alt“, welches sich in einem mickrigen 0,2l Glas befand, leer, kam auch schon die Bedienung und ließ ungefragt die Luft aus dem Glas. Artanis klärte mich nach meinen fragenden und verwirrten Blick auf: Solange kein Bierdeckel auf dem Glas sich befindet, wird das Glas wieder gef?llt oder ausgetauscht. Darauf muss man erstmal kommen – durch die Unwissenden ist mit Sicherheit der eine oder andere Euro durch so etwas zusätzlich in die Geldbörse gewandert.

Ebenso kann ich die Aussage von Artanis bez?glich der Fahrkarten der Rheinbahn und den nicht nachvollziehbaren aufgestempelten Zeiten bestätigen. Mein Ticket wurde p?nktlich, nach dem Einwurf von 2,20€, um 18.00 Uhr gedruckt. Keine 10 Sekunden später stand ich am Entwerter. Ticket rein, entwertet und raufgesehen – die aufgestempelte Uhrzeit betrug bei mir 18.05 Uhr. Satte 5 Minuten Fahrzeit unterschlagen. Peanuts? Wohl kaum, denn das entspricht dort im Schnitt 2 bis 5 Stationen mit der Straßenbahn.

Fotos wird es von mir keine geben. Erstens, weil ich f?r mich in dieser Zeit nichts Interessantes gefunden habe und zweitens weil es schlichtweg an der Technik scheiterte, welche ich nicht bei mir hatte. Deswegen sei auf die Galerie von Artanis verwiesen, um den einen oder anderen Eindruck bildlich erfassen zu können – wenngleich die negativen Aspekte mit Sicherheit nicht auf den Bildern erkennbar sind 😉

Viel habe ich nicht sehen können. Zum Einen war ich tags?ber mit teilweise sehr interessanten Veranstaltungen beruflich eingedeckt, wie auch am Abend mit ausklingenden und feuchtfröhlichen Events. Zum Anderen benötigt man f?r eine tiefergehende Besichtigung immer mehr Zeit, als nur einige Stunden – daf?r ist D?sseldorf doch ein klitzekleines bisschen zu gross. Ob sich an meinen Eindr?cken noch was ändern wird, kann ich schwer beurteilen, denn meine dieswochenendliche Erfahrung hat leider einen etwas bleibenden und festsitzenden Eindruck hinterlassen.

Oder sagen wir es mal anders: ich persönlich könnte mich niemals damit anfreunden in D?sseldorf zu wohnen.

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4 Antworten

  1. Artanis sagt:

    Das Ganze erinnert mich irgendwie an ein Gespräch, das ich mal mit einer Dame aus dem Düsseldorfer Umland führte. Als ich meinte, daß ich mit der Mentalität der Leute noch so meine Probleme hätte, kam prompt als Antwort „Düsseldorf ist ja auch voller Spießer.“ 🙂 Also in der Tat bevorzugen es die meisten Leute, außerhalb zu wohnen. Ich hab mich allerdings an meine Ecke gewöhnt, solange man zu viel interagiert, geht’s. 🙂
    Nein, aber mal im Ernst. Natürlich hat auch Düsseldorf schöne Seiten, z.B. die Altstadt, den Medienhafen und den Nordpark. Aber das war es auch schon, glaube ich. Die Fahrt mit dem Taxi vom Bahnhof nach Hause führt fast ausschließlich durch furchtbare Ecken. Wenn ich selbst mit dem Auto unterwegs bin, kann es durchaus passieren, daß ich an manch einer Ampel die Türen sicherheitshalber verriegle… Fotos von solchen Ecken wird es auch sicher nicht in der Galerie zu sehen geben. 😉
    Was das Gewusel an Menschen angeht, so lohnt es immer, mal 20 Minuten rumzustehen – Bahnhof oder Altstadt – und die Leute zu beobachten. Und man hat in der Tat den Drang, sofort schreiend wegzurennen. Viele der Gestalten machen einen sehr fragwürdigen Eindruck und mir kommt es manchmal so vor, als würden gerade die Damen rumrennen, als wären sie vom „Service“. Und dabei überbieten die sich auch noch gegenseitig. *grausel* Das macht sich besonders dann bemerkbar, wenn man zwischendurch immer mal wieder andere Orte und Menschen beobachten kann. Und das DUS noch schlechter wegkommt als BRB, will schon eine Menge heißen. 🙂

  2. FireFox sagt:

    Schön zu sehen/lesen, dass ich doch nicht ganz so falsch liege. Jede Stadt hat auch schöne Seiten – ich denke mal, das kommt auch etwas in meinem Beitrag heraus. Aber Düsseldorf ist wirklich für mein Empfinden extrem.
    Das mit den Leuten am Bahnhof beobachten konnte ich ja definitiv auch machen – ich sag nur, wenn man sich verabredet und die beiden Parteien an unterschiedlichen Punkten lauern und auf den anderen warten 😉 Daher kommt auch mein Eindruck über die Leute und Menschen dort. Sicherlich kann der Eindruck täuschen, aber die subjektive Betrachtung hat nun mal Vorrang – kann es leider nicht ändern.
    Spießer würde ich die Leute nicht nennen – es ist halt bunt gemischt, aber jede Farbe macht im Grtoßteil ihr Ding und „leider“ treffen viel zu viele Klischees zu 95% ein. Jedenfalls fühlt man sich fremd und wie auf einem anderen Planeten – oder besser, eine andere Galaxie.
    Was ich noch zum Hotel loswerden möchte, aber vergass zu schreiben: Ich habe mal einen Test mit den Damen vom Reinigungsdienst gemacht und 1 Euro „zufällig“ liegen gelassen. Mit der Erkenntnis, dass dieses Stück zwar bewegt wurde, aber ich wieder vorgefunden habe – insofern spricht es zumindest für das Reinigungspersonal in der Person als Solche, die bei mir im Zimmer werkelte.

  3. Artanis sagt:

    Dann mußte mal bei Deinem nächsten Besuch auf die Kö gehen, dann wirst Du sehen, was ich meine. Da läuft das andere Extrem dann rum. 🙂

  4. FireFox sagt:

    Jetzt mal die Frage an dich: Soll das eine Drohung sein? 😉
    Nee, im Ernst – es ist ja schön, wenn es – sagen wir mal – Artenvielfalt gibt. Aber subjektiv muss ich sagen, dass es doch etwas übermäßig viel von jeder Art dort gibt. Und das Ganze noch auf einem Haufen komprimiert lässt einen unterbewusst immer dichter in die nächst liegende Ecke krauchen, oder besser noch das Weite zu suchen.
    Ich bin vielleicht inkompatibel mit dieser Region – das wird es wohl sein 🙂

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