Kindergarten im Innenministerium

Was anderes kann man bald nicht mehr zu den aus dem Innenministerium kommend vehement sprudelnden Murks sagen. Heute haben sich die Kandidaten wieder einmal selbst ?bertroffen. Trotz der aufgedeckten Skandale mit „verschwundenen“ Daten wollen sie immer noch am Bundesmelderegister festhalten.

Da werden Gr?nde aus dem Hut gezaubert, die fernab jedweder Realität sind. Wozu muss – und so frei interpretiert ist es nicht – die Hamburger Feuerwehr wissen, wer in M?nchen in einem brennenden Haus sich befindet? Von gegenseitiger Hilfe habe ich schon was gehört, aber das ist völlig daneben und steht in keinem Zusammenhang mit den Meldedaten aller B?rger.

Ebenso der Flugzeugabsturz. Warum muss sofort und umgehend „mit einem Fingerschnipp“ ermittelt werden können, wer die Opfer sind? Lieber eine längere Datenabfrage, als dass mit einem Fingerschnipp alle Meldedaten aller B?rger durch die Gegend transferiert werden.

Obwohl sich die im Gesetzesentwurf angepriesenen Kostenreduzierungen durch ein Zentralregister als Milchmädchenrechnung herausgestellt haben, sprach Reisen weiter von zu erwartenden Einsparungen „im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich“ f?r die Kommunen.

Bitte brav weiter l?gen – immer l?gen. Einfach Fakten leugnen und am eigenen Realitätskonstrukt festhalten.

Da gibt es ein Dokument aus dem eigenen Haus, welches die Kostenreduzierung massiv verneint und weil dem Bundesinnenministerium gerade so kalt ist, wollen sie trotzdem Steuergelder verbrennen? Ist ja wie im Kindergarten … „Och menno, ich will aber unbedingt auf die heiße Herdplatte fassen …“ … aber Kinder lernen hinterher wenigstens daraus.

Wie sagte meine Mutter immer bei Argumentationsversuchen meinerseits: „Da wurde letztens Einer erschossen! Weißt du auch warum? Nein? Dem sind die Ausreden ausgegangen …“

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