Servierendes Sparwunder

[singlepic=979,100,100,,left]Seit einigen Tagen steht unter dem Schreibtisch mein neuer „Server“ von MSI – ein Wind PC Nettop.

Dieses Gerät wird mittels eines Intel Atom Prozessors betrieben und zeichnet sich durch seine Strom sparenden Eigenschaften aus. Unter normaler Last verbrät das Teil weniger als eine 40W Gl?hbirne und das zusätzlich mit 3 angeschlossenen externen USB Festplatten.

Die Leistung des Rechners ist völlig ausreichend und werkelt derzeit mit Vista Business (keine Buhrufe bitte). Der Grund ist einfach: ich wollte ohne lange Ausfallzeiten den alten Server (Laptop mit kaputtem Display) ersetzen, da dieser sich ins heilige Reich der nicht wieder belebbaren Elektronikgeräte verabschiedet hat. Des weiteren steht mir derzeit nicht der Sinn nach (sorry Artanis 😉 ) Frickelei, um das Ganze auf den Funktionsumfang zu bringen, den ich brauche: Nutzung vorhandener NTFS-formatierten Platten ohne bei jedem Schreibvorgang mit angstverzerrtem Gesicht zu hoffen, dass keine Schweinereien durch die nachprogrammierten NTFS-Treiber unter Linux/Unix auftreten, einfache Freigaben nebst spezifischen Berechtigungen und wenig Einrichtungsaufwand.

Ich benötige meine Zeit f?r andere Dinge und möchte sie derzeit nicht f?r die Erforschung eines möglichen neuen OS f?r einen einfachen Datei- und Druckserver verbraten, welcher meinen Bed?rfnissen gerecht werden muss. Das heißt aber nicht, dass ich irgendwann diesen Schritt gehen werde – halt nur nicht jetzt.

[singlepic=980,100,100,,right]Wie bereits geschrieben, werkelt in dem Teil ein Intel Atom Prozessor mit 1,6 GHz, welcher Hyperthreading unterst?tzt. Insgesamt tummeln sich standardmäßig 2GB RAM, eine 320GB Festplatte und ein DVD-R/RW Double-Layer fähiger Brenner darin. Als Grafikkarte kommt ein integrierter 945GM Grafikcontroller von Intel zum Einsatz. Zusätzlich ist eine 1GBit Netzwerkkarte mit von der Partie, welche wunderbar die vorher langwierigen Datentransfers reduziert. Da das Ding definitiv nicht zum Spielen gedacht und geeignet ist, ist das auch völlig f?r diese Zwecke ausreichend und kommt immerhin auf eine sagenhafte 2,4 in der Leistungsindex-Bewertung. Das aber auch nur, wegen der Grafikkarte 😉

[singlepic=981,100,100,,left]Was mir wirklich bei Vista gut gefällt, ist der Standby Modus. Dieser funktioniert bisher zu 99,9% (fast tadellos) und entspricht genau meinen W?nschen. Der Server befindet sich bei Nicht-Nutzung vornehmlich im Standby Modus und wird durch einfachen Netzwerkzugriff geweckt. Daf?r reich ein einfacher Ping bzw. der Start eines Mount-Vorganges unter Mac OS („Mit Server verbinden“) und schon macht es leise Klick und der Server ist binnen weniger Sekunden in Bereitschaft, nebst Bereitstellung aller angeschlossener Festplatten nebst Freigaben, Drucker und anderer eingerichteter Dienste. Und wenn er nicht gebraucht wird, dann legt er sich nach festgelegter Zeit der Inaktivität sanft ins Bettchen.

Datensicherung wird immer mehr zu einem akuten Thema. Nach und nach sammeln sich Dokumente, Fotos, eigene Programme nebst Quellcode und anderes sicherungsw?rdiges Zeugs an. Auf Grund dessen werden in Zukunft die zu sichernden Daten verschl?sselt und mittels Spiegelung abgelegt, um Murphy ein kleines bisschen foppen zu können.

Das Ganze ist bei Händlern des Vertrauens f?r ca. 220€ zu haben (ohne externe Platten und Vista-Lizenz).

 

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10 Antworten

  1. Artanis sagt:

    Eeeehh! 🙂

    Erstens: Buh!

    Zweitens: Worauf bezieht sich das Frickeln? 🙂 Auf’s Hardware-Zusammenschrauben? Das würde ich wohl auch nicht mehr machen (ohne Garantie). Oder auf’s Installieren von Software? Dann seien die bspw. der c’t-Debian-Server oder FreeNAS empfohlen. Da muß man nix frickeln…
    Außerdem gilt immernoch: Eine GUI hat auf einem Server nichts zu suchen. Administratoren gehören nicht an eine Maus. 😉 Ein Kollege hat das mal mit einer UNIX-Kiste getestet: Das Abschalten des X-Servers hat 30% Ressourcen gebracht. Und bei Vista ist das sicher noch mehr, Windows verursacht doch bestimmt schon mind. 40% Grundrauschen auf der CPU. 🙂

    Als Dateisystem für Server sollte man zudem am besten auf alles aus dem Hause Microsoft verzichten und eher einen Blick Richtung ext3/4 und ZFS werfen. Da ist vor allem wichtig, daß es sich um Journaled File Systems mit hoher Ausfallsicherheit handelt.
    Quellcodes und anderes textbasiertes Zeug könntest Du auch in ein Versionskontrollsystem wie Subversion einspielen.

    Für das Backup hätte ich Dir ja rsync und REOBack empfohlen, kosten beide nix. Aber ob es die auch für Windows gibt?!

    Ansonsten scheint das Ding ne nette Investition zu sein, klein und fein. Na mal drüber nachdenken und abwarten, was weitere Erfahrungsberichte von Dir bringen.

  2. FireFox sagt:

    Och – nimms doch nicht so persönlich 😉
    Mit Frickeln meinte ich, dass ich mich nicht die erste Zeit mit einem System auseinandersetzen möchte, von dem ich „vorerst“ keinen Blassen habe.
    FreeNAS ist schon etwas Tolles – keine Frage. Was mir aber da fehlt – bzw. die Kenntnis – ob das Teil auch mittels CUPS erweiterbar wäre zum Print Server. Ebenso stellt sich die Frage des automatischen Standby inkl. automatischen Aufwachens.
    Schön ist es schon auch mittels FreeNAS via AFP arbeiten zu können, aber die Standby und Druckproblematik ist für mich ziemlich wichtig, weisst?
    Wenn du da eine Idee hast, dann immer her damit. Vlt. kann man das eskalieren und daraus einen eigenen Beitrag machen, um kostengünstig und sicher einen Server aufzusetzen, wo der Verwaltungsaufwand sich in Grenzen hält. Es muss halt „funktionieren“ nach anfänglicher Konfiguration.

    Das Grundrauschen hält sich aber bei Vista in Grenzen. Da ich eh kaum mich am Teil anmelde, wird auch keine GUI gestartet. Die Dienste laufen ja eh undabhängig davon. Freigaben sind halt Freigaben 😉

    Wie gesagt: wenn du hast, dann reich mir mal ein paar Alternativen (inkl. der Genannten) rüber und ich schau mal, ob es sich bei mir rentiert und sich realisieren lässt.

  3. Artanis sagt:

    Öhm, willst Du mir sagen, daß da keine GUI läuft, wenn der Rechner eingeschaltet ist? Also ich bin mir sicher, daß Windows nicht ohne GUI tut, egal, ob da jemand angemeldet ist, oder nicht. 😉

    Wenn ich denn selbst mal die Zeit und v.a. die Hardware hätte, andere Dinge auszuprobieren, dann werd ich das sicher tun. Bisher hats ja „nur“ für den FreeBSD-basierten Server sowie den OpenWRT-basierten Backup-Server (NSLU2) gereicht. Die beiden tun auch, schon seit langem. Ich mache nur gelegentlich mal eine Admin-Sitzung um ggf. ein paar Dinge einzustellen.
    Ich finde jedoch schon, daß man sich mit den Systemen, die man im Einsatz hat, auskennen sollte. Im Falle eines Fehlers kann man dann schnell eingreifen. Somit verstehe ich natürlich Deinen Griff zu Vista durchaus. 😉
    Mir macht es jedenfalls Spaß, an den Kisten rumzufrickeln, ich lerne ja dabei auch noch etwas. 🙂

    Ein Kollege hat übrigens Ubuntu Server erfolgreich getestet, wäre also auch noch ein System auf der Liste.

  4. FireFox sagt:

    Ubuntu hatte ich bisher ebenfalls in einer VM in der Hand … naja, was soll ich sagen 🙂 es war halt nicht mein Fall.
    Mit FreeNAS hatte ich schon gute Erfahrungen gemacht. Wie gesagt fehlt mir da der Standby (HDDs in Standby funktioniert, aber nicht der Rechner wie gewünscht) und halt das leidige Problem Print Server. Ich habe keine Lust mir einen extra netzwerkfähigen Print Server anzuschaffen – erstens wegen der zusätzlichen Energie und wegen dem (wenn nicht viel) zusätzlichen finanziellen Aufwand. Das muss nicht sein.
    Da ich derzeit am Anfang stehe und noch nicht alles bis ins Detail realisiert habe, ist ein Umschwenken immer noch möglich. Es gibt viele interessant wirkende Distributionen. Aber größtenteils krankt es wieder an der einen oder anderen Sache. Das mit dem zusätzlich lernen beim „Frickeln“ wäre nicht das Problem, nur sollten die eigentlichen Ziele (Daten / Druck) relativ zügig implementiert sein.
    Hilfestellungen / Anleitungen via Web nehme ich gern entgegen. Das, was ich bisher gefunden habe, war nicht so berauschend und des öfteren am Ziel vorbei.

  5. FireFox sagt:

    Apropos GUI! Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaube, wenn du dich (nicht du, sondern man im Allgemeinen) an deinem Rechner (Windows) nicht anmeldest, dann wird ein Großteil an Krams nicht gestartet. Sei es die Explorer.exe oder andere Programme und Dienste, die von der Winlogon.exe bzw. userinit.exe abhängig sind.
    Insofern würde ich schon sagen, dass weitaus mehr Resourcen zur Verfügugn stehen, wenn kein User sich an der GUI angemeldet hat.

  6. toni sagt:

    Hmm. MSI? Die haben seid 2000 billig immer wieder Kondensatoren verbaut. Die Mainboards sind zu hauf in den PCs verbaut worden, die in meiner alten Firma zum Einsatz kamen. Alles Rückläufer. Mein aktueller Windows Server hat nach 1 1/2 Jahren (Fujitsu/Siemens) gestreikt; das Putzen der Lüfter hat die Situation nicht verbessert; leider auch MSI Mainboard.
    Nun das gute dabei ist, das MSI recht preisgünstig ist. Als Server Hardware meiner Meinung nach ein no-Go.
    Beim Fileserver USB Festplatten zu verwenden, ist gleichermassen praktisch wie unsicher. Speziell Windows tritt mit ausgefallenen USB Devices immer wieder ins Rampenlicht, blöd nur, wenn die Daten noch nicht zurückgeschrieben sind. USB ist für ein externes Backup eine feine Sache; in einen Fileserver gehört es nicht. (Unter Linux und MacOS mags auch USB Probleme geben, davon ab). Die sicherer Datenübetragung ist bei USB eher auf gut Glück.
    Wers mag, steckt Parity RAM in seinen File Server; aus gutem Grund übrigens. Wenn so eine Maschine mal 3 Jahre durchläuft, gibt es bis dahin Alterungserscheinungen. Festplatten im RAID verbund sind eine weiteres Mittel, um Datensicherheit zu verbessern. Das vermisse ich hier.
    Angesicht der Tatsache, das 1TB Platten ca. 100 EUR (Stand mitte Oktober) kosten, mittlerweile ein Kinderspiel.
    Zum Thema Stromverbrauch: LP PCs find ich toll. Allerdings sind die billig Netzteile pro USB Drive (hier 3 Stück) ein Haar in der Suppe. Die Dinger haben im Allgemein schlechten Wirkungsgrad.
    Hätts nicht auch ein heruntergetakteter PC mit Energiesparnetzteil und Onboard Graphik getan? Das Ganze verbaut in einem Mini oder Midi Tower Gehäuase – je nach Geschmack.
    BTW: DIe WIndows klicki-bunti Graphik kostet auch Strom. Für einen Fileserver
    reicht einen ASCII-Console.
    Wie passt das zusammen?

    Ich hör jetzt mal auf, sonst wird mein Pseudonym gesperrt 😉

  7. FireFox sagt:

    Hier wird nix gesperrt. Kommentare und Kritik sind gern gesehen -wenn auch zähneknirschend 😉
    Ich denke, machen kann man eine Menge. Und sicherlich wären deine Anregungen auch mach- und realisierbar. Leider passt das nicht ganz in mein Konzept. Da das System nicht 24×7 laufen, dennoch adäquat flink sein soll, reicht die von mir gewählte Konfiguration aus.
    Da ich noch etwas „frickeln“ möchte, bleiben schon vorkonfigurierte NAS Systeme außen vor (Synology, Qnap und Co.).
    Das USB nicht das Allheilmittel ist, das brauchen wir nicht im Raum stehen zu lassen. Das System soll einfach, und wenn nur zu 99% sicher, spezifische Daten, die sich auf den einzelnen Rechnern tummeln, sichern und eben diese zu spezifischen Zeiten X manuell bzw. via Programm oder Skript auf eine weitere Platte duplizieren. Diese zweite Platte kommt nur dann und wann raus – ansonsten ist sie sonstwo sicher verstaut 😉
    letztendlich ist es eine Kosten-Nutz-Rechnung, die sich jeder selbst aufstellen muss, worunter auch die allgemeine Sicherheit und Ausfallsicherheit fällt. Ich wollte halt mit 2TB (2x1TB als Speudo-Spiegel) unter 500 Euro landen – was mir auch gelungen ist.
    Der Rest wird sich zeigen – ebenso, ob es bei Vista bleiben wird, oder ich andere Wege einschlagen werde.
    Dennoch: das Ganze können wir gern ausgiebig diskutieren … inkl. Vor- und Nachteile. Ggfs wird das für andere mitunter interessant 🙂

  8. Artanis sagt:

    Unabhängig von der spezifischen Diskussion hier sollte man vllt. in der Tat einmal überlegen, welche Hardware-Komponenten zu so einem Server (File, Web, Mail, …) gehören sollten. Ich denke da speziell in die Richtung Qualität, die allerdings auch nicht überteuert sein sollte. Ich habe jedenfalls in letzter Zeit festgestellt, daß billig nicht immer das ist, was man will.
    Was ich mir vorstelle, ist ein kompaktes Gerät mit möglichst wenig Mechanik (Stichwort passive Kühlung), entsprechender Performance mit geringem Energieverbrauch (Mobilprozessor), Anschlußmöglichkeiten (Firewire für ext. Platten) bzw. genug Platz im „Innenraum“. Stabil laufen sollte das ganze, egal ob 24×7 oder auch nicht. Speziell im letzten Falle sollte man bedenken, daß ständiges Hoch- und Herunterfahren der Festplatten für selbige nicht unbedingt gesund ist.

    Any suggestions?

    Mac mini als Komplettsystem wäre ne Möglichkeit, aber ist absolut furchtbar, was die Erweiterbarkeit angeht und aus meiner Sicht nicht soo wirklich als Server geeignet (kleine Festplatte, GUI 😉 ).
    Gibt es geeignete Komplettsysteme? Oder muß man selbst schrauben?
    Dann würde ich als Mainboard wohl zu einem teuren Tyan greifen. Als Festplatten setze ich z.B. nur noch Seagate ES ein, weil diese speziell für den Serverbetrieb ausgelegt sind.

  9. FireFox sagt:

    Oha – das wird letztendlich zur Grundsatz-Diskussion 🙂
    Alles was im mobilen Sektor vertreten ist, könnte eingesetzt werden. Nach bisherigen Kenntnissen aus unterschiedlichen Foren usw. greifen viele gern zu EPIA Systemen bzw. Mini-ITX Boarden zB von VIA. Diese sind, je nach Ausstattung, auch (wie das Wind von MSI) komplett lüfterlos. Mainboard ist Mainboard und somit jederzeit auch in ein Gehäuse der Wahl einbaubar.
    Die RAM Frage stellt sich in Abhängigkeit des gewollten Zieles – welche Dienste benötigen was in welcher Menge. Sei es Mailing/Groupware, PHP/Webservices und andere Dienste wie Streaming Services …. jeder kann sich das für sein Szenario erweitern.
    Die P-Frage steht immer im Raum und hier gilt es glaube ich den eigentlichen Kompromiss zu finden. P = Power = Strom. Welches Netzteil für welchen Einsatz (DVD LW / Festplatte(n) usw.) – irgendwie brauchen die Teile ja diese Form der Energie. Ggfs kann man das Serverbetriebssystem auf eine CF packen (wie bei FreeNAS) und sich so ein an- und ablaufen der Festplatte beim Start ersparen, da die externen zB. nur aktiv werden, wenn sie auch wirklich benötigt werden.
    Ich hab das mal bei meiner Konfiguration bereits getestet. Ich komme bei 2 externen Platten, der 3,5″ internen + Mainboard/Prozessor/usw. auf 38 Watt. Ich denke, dass ist ein ordentlicher Wert. Wenn ich das Ganze jetzt etwas ausdehnen würde, dann könnte ich das Mainboard aus dem Wind ausbauen und in ein größeres Gehäuse stopfen, nebst Platten intern verbauen. Das sollte ebenso noch gehen … einziges Manko – das Wind hat keinen PCI. Aber ist immerhin preislich gesehen immer noch günstiger, als ein System von Qnap oder Synology. Vor allem konfigurierbarer und freier einsetzbar.

    Für eine eigenständige Realisierung müsste ich einfach mal den mir verfügbaren Distributionskanal durchblättern. Vielleicht gibt es das eine oder andere Board mit Atom oder VIA zu sehen, woraus sich etwas Feines bauen lässt ..

  1. 16. November 2008

    […] Sollte ich ein eigenständiges NAS erwerben, was mache ich dann mit dem derzeitigen Server? Hätte da jemand Interesse an einem wirklich stromsparenden Rechner? Ebenso steht noch das “alte” VMC System bei mir, welches ich vollständig, oder […]

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