Überfällige technische Entscheidungen

Derzeit liegen bei mir privat zwei Themen auf dem Tisch, wie es mit zwei computerisierten Geräten im Haushalt weitergehen soll.

Thema Nummer 1 ist der HTMAC als HTPC (HTHIASIM) und Nummer 2 ist die Entscheidung dar?ber, welches Betriebssystem (OS) f?r den „Heimserver“ nun angedacht werden soll. Welche Probleme bzw. Missstände leiten mich dazu?

So schön einfach bedienbar Vista derzeit ist, krankt es doch am Aufnahmeformat. Durch das Fiji-Pack (TV Feature Pack 2008), welches die beiden DVB-C Receiver auch mehr oder weniger ordentlich bedienen kann, werde ich zu einem neuen Aufnahmeformat der Sendungen gezwungen. Dieses ist das WTV-Format und hat die leidige Eigenschaft die Aufnahme mit DRM zu besudeln, welche, wenn ?berhaupt, nur auf dem aufzeichnenden System diese Datei in ein anderes Format umwandeln lässt.

Gängige Tools, wie ToDVRMS, scheinen zwar in bestimmten Situationen zu funktionieren, aber viel zu oft kommt es vor, dass Aufnahmen mit mehreren Audio-Spuren (Deutsch, Französisch und/oder Englisch) nach dem Konvertieren nur noch eine zufällige Spur beinhalten. Meist ist das Französisch oder Englisch, aber halt nicht Deutsch. Somit ist das Ganze f?r die weitere Archivierung (z.B. Märchenfilme f?r die L?tte) völlig ungeeignet.

Ich neige dazu, die GUI von Vista hinter mich zu lassen und wieder auf die Seite MacOS X zu wechseln. Zwischenzeitlich sind einige Updates f?r das MacOS X und auch EyeTV nebst PyeTV erschienen, sodass die damaligen Mängel, weswegen ich wechselte, ausgemerzt sein sollten. Nur muss ich hierzu erst einmal TV-Aufnahmen von 400GB Größe irgendwie verstauen und die Frage mit der einfachen Bedienung des Ganzen via Fernbedienung steht auch noch im Raum.

Der Punkt mit dem „Daten hin und her schaufeln“ bringt mich zum Punkt des „Heimservers“. Vista ist ja gut und schön, aber auf längere Sicht ist es völlig ungeeignet als OS f?r einen kleinen Server. Stellenweise bricht die Netzwerkperformance rapide zusammen – und ja, das liegt hier nachweislich an Vista, da andere Verbindungen und deren Geschwindigkeiten davon nicht betroffen sind – und sinkt auf stolze 64KByte pro Sekunde. Eine Ursache daf?r kann ich nicht nennen, aber soweit ich es beurteilen kann, liegt es bei mir am OS, da zwei unterschiedliche Systeme mit Vista ähnliche Symptome aufweisen.

Man mag sich das Ganze nun vorstellen, wie bei derartiger Datenrate versucht werden soll, die Aufzeichnungen und andere Daten hin und her zu kopieren. Das Ganze artet in eine Geduldsorgie aus, f?r die ich erstens keine Zeit, zweitens keine Nerven und drittens keine Lust habe. Es muss halt einfach funktionieren – und das zu 99% zuverlässig!

Ich habe keine Probleme damit, die eine oder andere Einschränkung der Funktionalität in Kauf zu nehmen, solange sie das eigentliche Ziel nicht suboptimiert. Faktum ist, dass Vista runter muss. Faktum ist, dass etwas Anderes anstelle dessen treten muss. Schön wäre es, wenn dazu keine Neuanschaffungen den Geldbeutel wieder etwas leichter machen w?rden – es sei denn, es ist unausweichlich. Welches OS nimmt man dann nun? Einige hatte bzw. habe ich in die engere Wahl gezogen, aber bisher sagt mir keines so recht zu. Entweder, da einiges an Konfigurationsaufwand von Nöten ist, oder aber, da entscheidende Funktionalität fehlt.

Zum Einen wäre das bekannte FreeNAS, welches die Basis verschiedener Datei-Dienste bereitstellen w?rde. Positiv ist die Unterst?tzung von AFP, welches ideal f?r die ganzen Macs im Hause wäre, und die meist einfache Konfiguration via Webinterface. Das OS kann auf eine Compact-Flash Karte abgelegt werden, ist schlank, durchschnittlich performant und Resourcen schonend. Leider beinhaltet das auf FreeBSD basierende FreeNAS keinen Printserver und nach meinen Recherchen ist dies auch nicht nachr?stbar, da CUPS nicht nachträglich installierbar ist. Dies w?rde bedeuten, dass entweder ein USB-Printserver oder ein neuer netzwerktauglicher Drucker angeschafft werden m?sste.

Und da ich gerade FreeBSD erwähnte, käme jedes BSD Derivat in Frage. Mächtig, stabil und performant, aber halt nicht nur „Frickelei“ bei der Einarbeitung und Erst-Konfiguration.

Ebenso wäre Openfiler eine Alternative, aber dieses krankt an fehlender AFP Unterst?tzung und so richtig warm werde ich nicht mit deren Dokumentation und Support.

Viele schwören auch auf Ubuntu – speziell den Ubuntu Server. Hier besteht aber ebenfalls das Problem (mitbekommen durch einige Quellen), dass AFP nicht sonderlich stabil lauffähig ist.

Die Frage ist also, welches OS oder vielleicht welche Hardware? Die Geräte von Synology sehen attraktiv aus – Marcus hat bereits ein Gerät und scheint zufrieden. Ich f?r meinen Teil bräuchte die dringende Erkenntnis, ob auch der von mir genutzte Drucker vom Mac aus erreich- und nutzbar ist. Laut Dokumentation und inoffizieller Liste sieht es eher Mau aus, was aber nichts heißen mag. Sofern das Gerät so ansteuerbar ist, wie die Druckerfreigabe unter Windows, dann sollte es auch mit einer Synology gehen.

Vielleicht gibt es aber auch eine Distribution jeglicher Art, welche einen Funktionsumfang, wie die von den Geräten von Synology aufweisen? Sollte ich ein eigenständiges NAS erwerben, was mache ich dann mit dem derzeitigen Server? Hätte da jemand Interesse an einem wirklich stromsparenden Rechner? Ebenso steht noch das „alte“ VMC System bei mir, welches ich vollständig, oder teilweise in pflegende Hände abgeben w?rde.

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4 Antworten

  1. Marcus sagt:

    Du kannst ja gern mal mit deinem Macbook vorbeikommen und ausprobieren ob er sich mit meinem Drucker an der SynologyDS versteht, dann weisst du es 🙂

  2. FireFox sagt:

    Das sollte ich wohl mal tun. So, wie es jetzt ist, kann es jedenfalls nicht bleiben. Und wie ich bereits schrieb, liegt es nach Tests mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit an Vista, so wie es auch viele Berichte über langsamen Netzwerkzugriff im Netz gibt.
    Da ich schon viel Zeit mit der Erforschung von MS Produkten und Apple verbringe, habe ich nicht sonderlich Ambitionen auf die Erforschung anderer Sphären … da sollen sich andere, denen das mehr liegt, ihren Kopf zerbrechen …

  3. Artanis sagt:

    Mach doch mal einen Eintrag, in dem Du kurz und prägnant die Wünsche an Dein System aufführst (Hardware, Software, Funktionalitäten). Dann kann die geneigte Leserschaft das hier ausdiskutieren. Das perfekte System wird es nicht geben, Du kannst höchstens das mit dem bestmöglichen Funktionsumfang für Deine Ansprüche zusammenstellen.
    Wir hatten ja die Tage über das Thema diskutiert. Da Du die Zeit für eine Einarbeitung in Unix/Linux nicht aufbringen kannst, bleibt eigentlich nur ein Fertigsystem, wobei Du dort dann natürlich entsprechende Einschränkungen in Kauf nehmen mußt.
    Ein Kollege hat übrigens als Storage-Lösung einen Drobo im Hause (http://www.drobo.com/).

  4. FireFox sagt:

    Das werde ich mal tun Artanis. Unter anderem werde ich mir das mal ansehen. Danke für die Info

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