Autobahnbau gegen Arbeitslosigkeit

Die Krise greift um sich, die Arbeitslosigkeit steigt auch in Polen. Um dem entgegenzuwirken möchte der polnische Premier Donald Tusk Arbeit schaffen, indem in den Autobahnausbau investiert wird.

Er ist davon ?berzeugt dass die steigenden Arbeitslosenzahlen mit dem Bau von Autobahnen und Schnellstraßen aufgefangen werden können und beruft sich hierbei auf die Erfolge der Deutschen in den 30er Jahren und auch der USA in den F?nfzigern als durch gigantische Infrastrukturmaßnahmen unzählige Menschen plötzlich Arbeit fanden.

Klasse, oder? Und Polen ist da nicht allein. Obamas Geheimrezept liegt auch schon griffbereit in der Schublade:

Besser geht es da schon den USA, deren neu gewählter Präsident Barack Obama die dramatisch wachsende amerikanische Arbeitslosigkeit, mit einem Budget von 136 Milliarden Dollar zum Bau von Br?cken und Autobahnen stoppen will. Die Planungen hierzu liegen schon ?berall in den USA seit Jahren in den Schubladen der Architekten und Bauämter herum.

Und wer bezahlt Polens Gegen-Arbeitslosigkeitspläne?

Die polnische Regierung ist davon ?berzeugt dass Dank der Wirtschafts- Krise die vereinfachten Genehmigungsverfahren f?r Fördermittel in Br?ssel schneller abgearbeitet werden und man dadurch z?giger an´s Geld komme um dieses schleunigst auch Arbeitsplätze- schaffend einsetzen zu können. Nach Angaben von Regierungschef Donald Tusk sollen schon im kommenden Jahr so 5000 weitere Arbeitsplätze im Strassenbau geschaffen werden, welche bis Ende 2011 auf sogar 20 000 neue Jobs anwachsen sollen. 

Ich frage mich, weswegen eigentlich in den 30er Jahren durch Hitler die Autobahnen gebaut wurden? Ist es so sinnreich, sich bei seinen Plänen auf die damalige „Errungenschaft“ zu st?tzen? Vor allem die Polen sollten doch noch wissen, was danach passiert ist. Die Unmenschlichkeit von damals haben uns doch deren Politcheffen mindestens einmal pro Woche an den Kopf geworfen …

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