HomeNAS, die Zweite

Ich hatte mich die letzten Tage mit dem HomeNAS beschäftigt. Dieser Rechner läuft auch zu 99% ohne Probleme – wenn er läuft. Sobald er ausgeschaltet wurde, um ihn dann später wieder neu zu starten, bootete das System nicht durch.

Grund hierf?r ist die Implementierung von möglicherweise via USB-Datenträgern seitens des BIOS. Es ist egal, ob dem BIOS gesagt wird, dass nur vom SD-Kartenlesegerät gestartet werden soll, denn beim nächsten Start drängelt sich alles an die erste Stelle: nur nicht das Kartenlesegerät.

Das war mehr als suboptimal, sodass ich etwas umdenken musste. In diesem Sinne habe ich mich doch durchgerungen, den auf dem Mainboard integrierten CF-Slot zu nutzen, welcher auch bei jedem Startvorgang vorhanden ist. Dazu musste ich aber, wie im ersten Teil beschrieben, das komplette Mainboard ausbauen, da die „Spezialisten“ von MSI den Einschub derart g?nstig auf die Platine gebracht haben. Der Einschub wird durch das Gehäuse blockiert – tolle Sache.

Nun wollte ich aber die derzeitige Konfiguration nebst Installation von der SD-Karte ?bernehmen, da das DVD-Laufwerk aus dem Rechner entfernt wurde und somit auf die Schnelle eine Neuinstallation erschwert wird. MacOS kann aber von Haus aus nicht mit UFS/UFS2 Dateisystemen arbeiten, welche bei FreeBSD/FreeNAS Standard sind. Hier kommt *nix bzw. Linux mit dem Befehl dd wieder ins Spiel (dank an Guru Artanis f?r den schnellen Hinweis bei meiner Anfrage). Da MacOS im Unterbau auf Unix setzt, ist der Befehl ebenso enthalten.

Mittels eines USB-Kartenlesegerät habe ich die SD- und die CF-Karte am Mac angeschlossen. Man muss dann lediglich herausfinden, welche Device-Kennung diese beiden Datenträger erhalten haben. Das findet man in /dev in der Shell heraus. Mit der Kennung und dem dd-Befehl ist dann eine 1:1-Kopie der SD- auf die CF-Karte möglich.

dd of=/dev/disk7 if=/dev/disk8 (disk7 war hier SD, disk8 die CF)

Das hat ein Weilchen gedauert, aber der Inhalt wurde sauber ?bertragen und danach wurde sie gleich in den daf?r vorgesehenen Slot auf dem Mainboard gesteckt, alles wieder verschraubt, angeschlossen und gestartet: und siehe da, ohne Probleme startete nun das HomeNAS von der CF-Karte.

Jetzt fehlt nur noch die Verschl?sselung des Ganzen, inklusive dem Handling bei möglichen Problemen (dass man auch noch an die Daten wieder ran kommt). Insofern feine Sache das, und der Nachtschlaf war somit „mehr als verdient“! 😉

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