HomeNAS

Nachdem nun die halbe Sippschaft der allgemeinen und speziellen GGRS (gelbglänzende R?sselseuche) heimgefallen ist, war hier und da am Wochenende Zeit, mich dem Thema NAS erneut zu widmen.

Ich habe unterschiedliche Distributionen getestet. Zum einen Ubuntu Server, welches aber umgehend wieder von der Platte verschwand. Zum anderen testete ich FreeBSD. Mit Hilfe guter Anleitungen und dem Wiki von FreeBSD, ist es mir binnen kurzer Zeit gelungen die Basis eines NAS nachzubilden. Mit Hilfe von Samba und AFP (via Netatalk) hatte ich mein HomeNAS von außen zugriffig.

Nachdem ich aber Stunden damit verbracht hatte, mittels CUPS den bei uns herum oxidierenden Drucker bereitzustellen, habe ich frustriert das Handtuch geworfen und somit die Grundbedingung Druckdienste verworfen. Die Folge war, dass ich mich weiter umgesehen hatte: wieder hin zu FreeNAS. FreeNAS bietet von Haus aus all das, was f?r ein NAS benötigt wird. Damit ich nach meinen Tests nicht erneut alles ?ber den Haufen werfen musste, da ich noch nicht die endg?ltige Konfiguration im HomeNAS bewerkstelligt hatte, zog ich die Fertigstellung der Finalkonfiguration vor.Ich habe den DVD-Brenner aus dem MSI Wind PC entfernt und den freigewordenen „Hohlraum“ mit einer zusätzlichen Festplatte gef?llt. Somit sind beide SATA-Ports belegt: mit 2 x 500 GB SATA Festplatten. Diese dienen als Software RAID 1, f?r die wichtigsten Daten im Haus.

Der integrierte CF-Slot auf dem Mainboard ist leider sehr ung?nstig platziert worden. Ich hätte das Mainboard umständig ausbauen m?ssen, um eine geeignete Karte einbinden zu können. Da das Wind aber einen SD-Kartenlesegerät in der Front eingebaut hat, entschied ich mich, das FreeNAS auf eine SD-Karte zu bannen. FreeNAS ist mitunter daf?r konzipiert – ständige Zugriffe auf den Datenspeicher werden umgangen, indem Log-Dateien usw. in den RAM ausgelagert werden. Somit wird vornehmlich nur lesend auf die Karte zugegriffen. Schreibend nur, wenn Konfigurationsänderungen erfolgen. Somit werden Speicherkarten oder USB-Sticks als Boot- und Installationsmedium geschont.

Die Installation der FreeNAS embedded Version geht schier einfach von der Hand. Die heruntergeladene img-Datei kann entweder unter Linux/Mac OS/*nix einfach mit Boardmitteln auf die Karte gebannt werden. Wenn man das Ganze unter Windows realisieren möchte, dann lohnt ein Blick auf M0n0wall. In deren Anleitung ist ein geeignetes Tool zum Download angegeben, womit das Schreiben der img-Datei unter Windows möglich ist. F?r beide Möglichkeiten gibt es hier die „Installationsanleitung„.

[singlepic=993,200,200,,left]Nach dem ersten Start braucht man nur einmalig den Zugriff auf die Konsole: zur Festlegung der zu nutzenden IP-Adresse. Danach ist die komplette Konfiguration via HTTP oder HTTPS möglich. Die Web-Oberfläche ist gut strukturiert, sodass sich auch Anfänger damit auseinandersetzen können. Auf Wunsch sind unterschiedliche Sprachen, darunter auch Deutsch, f?r die GUI einstellbar. Neben Diensten wie AFP (Apple Filing Protocol) und SMB (Server Message Block / Windows Freigaben) gibt es auch einen iTunes/DAAP Service oder RSync.

Apropos RSync: dieser Dienst ist eine feine Sache, macht er doch Backups von Datenbeständen so einfach wie einen Fingerschnipp. Gut, ganz so einfach nicht, aber es ist ohne große M?hen damit möglich Backups von Daten zu erstellen und diese mitunter synchron zu halten. Über diesem Wege werden die Daten des RAID auf eine große externe USB-Festplatte gesichert – der Sicherheit wegen.

[singlepic=994,200,200,,right]Wieviel leistet nun das gute St?ck? Ich hatte schon in Kommentaren zu meinen Beiträgen den Engpass USB-Datenspeicher aufgezeigt bekommen. Ich selbst hätte diesen nicht sooooo schlecht gesehen, aber meine „Tests“ zeigen genau das Gegenteil meiner vorherigen Meinung, die da war: „Ach USB-Festplatten reichen aus …“.

Sofern die Zugriffe ?ber das Netzwerk direkt auf die USB-Festplatten erfolgten, hatte ich einen Durchsatz von maximal 12 MB/s. Nicht sonderlich berauschend, wenn man ein Gigabit-fähiges Netzwerk hat. In der jetzigen Konfiguration, mit dem Software RAID 1, komme ich im Schnitt auf einen Durchsatz von 40-45 MB/s. Die Einbr?che sind keine Einbr?che als Solches, sondern viele kleine Dateien, die ?bertragen wurden. Das ist f?r mich ein mehr als akzeptables Verhalten. Schnell und mit einem gewissen Grad Zuverlässigkeit, die ich auch vertreten kann.

Mal sehen, was man noch so Schönes aus dem HomeNAS machen kann. Ich bin gespannt wie ein … 😉

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1 Antwort

  1. 3. Dezember 2008

    […] HomeNAS Dez […]

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