Des Zahnarztes Rache

Heute war einer der grausigen Tage im Jahr – ich musste zum Zahnarzt. Zugegeben, mein jetziger Zahnarzt ist einer der Besten, im Vergleich zu meinen 5 davor, aber dennoch kann er mir meine kleine Phobie mit seinem buddhistisch angehauchtem Wesen nicht vollständig nehmen.

Die Untersuchung heute, begann eigentlich recht ordentlich und ohne Komplikationen. Es wurde ein „kleines“ Löchlein festgestellt, welches er auch prompt stopfen wollte. „Tut auch gar nicht weh – und immer schön in die Mitte hinein atmen!“ – sagte er zu mir.

Während ich also in meine Mitte atmete bzw. versuchte herauszufinden, wo sich diese Mitte befindet und wie ich diese mit Luft f?llen könnte, und den Bohrern ihren Lauf gab, die schmerzlose Behandlung „genoss“, dachte ich so bei mir:

Ein Zahnarzt muss schon verdammt arm sein, wenn er sich seinen Lebensunterhalt aus den M?ndern seiner Patienten zusammenkratzen muss.

Und ich hatte den Gedanken kaum fertig im Kopf gebildet, als ich die Stirn von meinem Zahnarzt in Falten sah und einen Millimoment später der Bohrer aus Versehen einen Nerv traf.

Ich nahm es locker und lächelte – trotz Schmerz. Anscheinend meinte er, ich hätte meine Lektion nicht gelernt, denn zu Hause angekommen quälte „uns“ unsere kleine Maus. Der 15. Zahn kommt zusammen mit Fieber, Unausgeglichenheit, Meckern und vielen vollen Windeln. Das ist Horror, wo selbst eine Wurzelbehandlung ein Segen ist.

Ich werde mal mit meinem Zahnarzt reden – ich habe meine Lektion gelernt:

Denke niemals schlecht ?ber Menschen, während sie dir Metallstäbe in den Mund stecken, denn sie könnten deine Gedanken lesen.

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