Digitale Langzeitarchivierung?

Gibt es das ?berhaupt? Diese Frage stelle ich mir seit einigen Tagen vehement. Ich denke, jeder von uns, der seine Daten archiviert, kennt das Problem. Datei-Formate werden abgelöst und alte Dateien m?ssen umkonvertiert werden. Programme zum Darstellen oder Erzeugen dieser Formate ändern ihr Format beim nächsten Release oder sind von der Struktur her anfällig (Word). So weit so gut.

Aber was passiert mit Daten, die verschl?sselt oder mit einer Signatur versehen sind? Der Schl?ssel hierf?r ist zeitlich begrenzt und nach Ablaufen des Zeitraumes sind die Daten Geschichte. Wieso? Bei konsequenter Nutzung von Signaturen werden verschl?sselte bzw. signierte Daten ung?ltig und aus ebenso aus oben genannten Aspekt unlesbar.

Das wird sicher interessant bei den Vorhaben der Politik – ich verweise zum Beispiel mal in Richtung ELENA oder eGK, wo die Signatur sich alle 3 Jahre ändert. Ebenso bei anderen Vorhaben Dokumente, wie Geburts- und andere Urkunden signiert zu archivieren. Besonders pikant wird es, damit das Dokument seine G?ltigkeit auch bei der sogenannten Übersignierung behält, dass ich diese mit einem neuen Schl?ssel ?bersignieren muss.

Und selbst wenn ein anderer, wie bei einer beglaubigten Kopie, anstelle meiner einer das Ganze ?bersigniert, wie vertrauensw?rdig ist diese Person? Und auf dem „Original“ ist die alte Signatur abgelaufen – das passiert bei einem Papier-Original nicht, wo meine Unterschrift drauf ist.

Ob sich die da oben dazu ?berhaupt Gedanken gemacht haben? Schwieriges Thema – vielleicht habe ich ja einen Denkfehler. Ich stelle das mal hier zur Diskussion.

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