Über Insider, spezielle Polizisten und KiPo

Hach, die letzten Tage war es hier ziemlich ruhig. Ich war sowohl mit Hardware-, Politik-,als auch den gerade aufgekommenen „Sperrt KiPo im Netz“-Recherchen beschäftigt.

Mein Standpunkt zum letzten Punkt ist klar. Ich vertrat und vertrete die Meinung, dass Sperren (Zensur) nichts bringen und man lieber korrekt, technisch versiert gegen die Betreiber, Verbreiter und Produzenten vorgeht.

Heute kam mitunter eine Meldung auf, dass „möglicherweise“ ein „Polizist“, vor oder schon während dieser KiPo-Welle, KiPo als Thema ausnutzte, um andere zu erpressen. Sind halt alle integer und vetrauensfähig und ?ber aller Zweifel erhaben … und diese sollen „unser“ Internet filtern d?rfen bzw. entscheiden, was gefiltert/zensiert wird?

Ebenso hat Scusi einen Insider-Bericht veröffentlicht – eine anonyme Mail eines Pädophilen der in einschlägigen Kreisen unterwegs ist – welche zwar thematisch und an einigen Stellen aussagekräftig völlig wider meinen Verstand und moralischen Vorstellungen geht, wenn es um die Aussagen der Freiwilligkeit der „Opfer“/Kinder geht, dennoch aber mitunter das Ausmaß des dahinterliegenden, teils kriminellen, Netzes, die angewendete Technik und andere Praktiken, sowohl auf deren, wie auf Seiten der „Wir wollen Kinder sch?tzen“-Fraktion, aufzeigt. Dies mitunter sollte jedem zeigen, was von diesen „Filtern“ aka Zensurmethoden, die bei uns angestrengt eingef?hrt werden sollen, zu halten ist.

Der Text ist sehr lang, also nicht erschrecken und ich empfehle es auch wirklich durchzulesen. Auf die Gesinnung des Schreiberlings und seine Ansichten, dar?ber,  wie gesagt, gehe ich nicht darauf ein. Ich vertrete diese nicht und distanziere mich davon ausdr?cklich.  Es geht im Hintergrund um Botnetze, die Art und Weise, wie die Zahlungen vorgenommen und verschleiert werden, ?ber die Wege der gesicherten Kommunikation der Käufer auf ihre „Ware“. Es geht um die Hintergr?nde, was KiPo ist, wie sie entstand, ?ber „sexuelle Selbstbestimmung“ und ?ber Zukunftsaussichten. Ebenso, und das ist f?r mich erschreckend, geht es darum, welche Organisationen sich hinter den ganzen Organisationen verbirgt, die sich auserkoren haben, gegen den Missbrauch von Kindern zu agieren.

Es unterliegt mitunter der Informationsfreiheit auch zu wissen, wie und wieso solche Menschen „ticken“. Auch wenn sie in der Gesellschaft geächtet sind. Man kann nur ?ber den Sachverhalt urteilen, wenn man beide Seiten der Medaille zu Wort kommen lässt.

Aufmerksam sollte man nicht nur die Fädenzieher betrachten, sondern auf der anderen Seite, wie die KiPo-Macher weiter vorgehen, um Filter und Zensur zu umgehen – ich lass dieses Zitat aus der Mail unkommentiert stehen, denn jeder nur etwas technisch versierte Mensch weiß, was das f?r „einfache“ Vorgänge  und wie schwer diese ?berhaupt „filterbar“ sind…

Es gibt kommerzielle Angebote wo man keine Kinderpornografie mehr kauft sondern sich eine solche virtuelle Workstation mietet auf der sich ein tolles Geschenk befindet voller Videos und Dateien… Die Verbindung kann ganz ruhig via Windows Remote Desktop oder VNC aufgebaut werden. Zwischen dem Computer des Kunden und des Servers laufen keine Dateien sondern lediglich Tastaturbefehle und Bildschirminhalte – meistens in verschluesselter Form und ohne die geringste Spur zu hinterlassen was man angesehen hat. Da der Bildschirm eines Computers zB. aus Russland auf dem PC in Deutschland angezeigt werden kann, entegeht der Kunde jeglicher Filterung, Zensur oder Ueberwachung durch den deutschen Staat. Tja, und dabei koennen die Vertreiber von Kinderpornos sogar seelenruhig virtuelle Computer verkaufen wozu Visa und Mastercard sicherlich nichts haben wird… Wenn sich dann der Kunde mit dem virtuellen Computer verbindet findet er eine nette Datei die nichts anders ist als ein TrueCrypt Container fuer den er auch das Passwort erhalten hat um es zu oeffnen. Den Container kann er auch seelenruhig auf seinen Computer nach Hause transferieren und da kein Mensch weiss was drin ist, bleibt er einfach nur einen Nutzer wie Millionen andere. Die Russen haben seit ca. 4 Jahren saemtliche Eventualitaeten durchgedacht und fuer Loesungsansaetze gesorgt. Bei denen wird das Geschaeft nicht ausgehen. Aber bei der deutschen Regierung verschwindet das Geld der Steuerzahler und die Wirtschaft fuer unsinnige und teure Systeme.
Falls Sie es immer noch nicht bemerkt haben: Technik ist nicht die Loesung zur Eindaemmung von Kinderpornographie. Keinen Filter, keine Zensur und keine Totalueberwachung kann daran etwas aendern.

Was wäre also die nächste logische Konsequenz? Verschl?sselung verbieten? Jeder der Truecrypt und/oder VPN nutzt ist ein KiPo-Freund?

Ich denke, die Debatte ?ber KiPo ist lange nicht beendet, aber in meinen Augen schon längst bez?glich der gewollten Sperrung von Webseiten, denn spätestens dieses „Geschäftsgebahren“ ist nicht auf den Fluss von Daten oder Sperren von Webseiten in der Technik verfolgbar, sondern nur durch Fahndung und Ermittlung mit fähigen Leuten. Denn wenn das stimmen sollte, was der Insider da ausplaudert, dann spielt das BKA und Co. locker Taschenbilliard und muss definitiv mit kreativen und fähigen Leuten und Know How ausgestattet werden, um die Täter aufzusp?ren und zu fassen – sofern sie ?berhaupt die Täter dingfest und etwas gegen KiPo und diese mafiösen Strukturen machen wollen.

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