Unsichere Erfassung von Biometrie

Hach ist das schön – langsam gibt es immer mehr Reportagen, Aufdeckungen, Berichte und Erkenntnisse auch aus den Kreisen der „regierungsnahen“ Medien ?ber die Unsicherheiten in der Biometrie.

Diesmal ist es das Magazin WISO vom ZDF, die einmal aufzeigen, welche Sicherheitsl?cken existieren. Und seien wir mal ehrlich: ich glaube nicht einmal ansatzweise, dass die Behördenrechner zu 100% sicher vor Viren, Trojanern oder allgemein Hacker sind – egal, wie gut die Supporter dort auch sein können (ohne Jemanden zu Nahe treten zu wollen).

Schlimm ist es halt, dass derart sensible Informationen per Gesetz erfasst werden, aber bei der Erfassung, Einpflege und Verwaltung diese nicht mit f?r den derzeitigen Stand der Technik geeigneten Sicherheitsmaßnahmen gesch?tzt werden. Wozu auch, denn erstens sprengt der Kostenaufwand zur Sicherung dieser Daten weit mehr, als was eingespart werden w?rde und zweitens ist das Ziel ja eh bereits erreicht. Jeder (Staat + Behörden) hat Zugriff darauf!

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4 Antworten

  1. Artanis sagt:

    Den Bericht habe ich auch gesehen, sehr schön fand ich vor allem folgendes Zitat:

    „Es geht nicht um Sicherheit, sondern um Qualität.“

    Ungemein beruhigend, wie ich finde…

  2. ich sagt:

    @Artanis: Die Aussage ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Sie ist nämlich auf die Zertifizierung der Fingerabdruckscanner durch das BSI bezogen. Die zertifizieren also nur das Bild des Fingerabdrucks nicht jedoch die Übertragung an den PC.
    Schön das solche schlecht recherchierten Beiträge die Angst der Bevölkerung weiter schüren, indem ein selbsternannter Experte meint, dass es ja so einfach sei, das Verfahren zu fälschen. Ein paar Eindrücke dazu gibt auch http://blog.netplanet.org/2009/02/02/wiso-und-das-datenleck/
    Warten wir mal auf eine öffentliche Stellungnahme evtl. doch noch von BSI oder BMI. Man sollte nur nicht alles glauben, was so im TV kommt, auch wenn die Leute noch so seriös erscheinen.

  3. Artanis sagt:

    Das man nicht alles glauben sollte, was im Fernsehen läuft, ist mir durchaus bewußt. Und WISO gehört für mich auch zu den besonderen Kandidaten. Einer der Berichte (paßt hier nicht genau hin) handelte über das Thema „Abo-Falle“. Man möge sich daran erinnern, daß bspw. die WISO-Software mit genau einer solchen Abo-Falle gearbeitet hat, bis der Verbraucherschutz eingeschritten ist: Eine Installation war nur möglich unter Angabe von Kontoverbindung und Abschluß eines Abos.
    Auch sowas kratzt einigermaßen an der Glaubwürdigkeit…

    Und ein fader Beigeschmack bleibt trotzdem, wenn ich das Zitat lese… 😉

  4. FireFox sagt:

    Ich denke es geht hier nicht um Seriösität. Und der Glaube fehlt bei solchen Sachen auch – zugegeben. Worum es aber letztendlich geht ist, dass, wenn auch oberflächlich und viel zu einfach dargestellt, es für eine bestimmte Zielgruppe möglich ist, Daten zu verfälschen, da auf dem Transportweg keinerlei Schutzmaßnahmen existieren. Sicherlich kann das nicht Hinz und Kunz, wohl aber bestimmte Leute.
    Was ich damit letztlich sagen will ist, wenn der Staat schon solche Daten erhebt – aus welchen scheinheiligen Gründen auch immer – dann hat er gefälligst jegliche Art von Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, denn was nach dem Meldebehörde-Computer passiert, dass weiß keienr von uns, und wenn ich Hr. Ziercke höre, wie sie über den Austausch der Sperrlisten für KiPo-Filterung reden und dann als Austauschformat eine Exceltabelle – ungeschützt, nicht verschlüsselt – in einer Mail verschicken wollen, dann treibt es meine Nackenhaare nach oben.
    Über die sonstige Qualität solcher Sender und Sendungen lässt sich streiten und ist auch nicht mein präferiertes Ziel – aber wenigstens, wenn auch mehr schlecht als recht, wird darüber mal auf den Öffentlichen berichtet.

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