„KiPo“-Sperren

So schwammig formuliert kann nur das Haus Schäuble und von der Leyen Eckpunkte f?r eine Gesetzesvorlage zur Sperrung von KiPo im Netz präsentieren. Man beachte, dass erst im Rahmen des gesetzgeberischen Verfahrens ?ber die Effektivität und Eignung solcher Sperren erörtert werden. Sprich: erstmal Grundrecht einschränkende Gesetze machen und dann mit den besten Mitteln filtern.

Auf Anhieb fielen mir mind. 2 Sperrverfahren ein, die völlig nonsens sind:

  1. DNS-Sperre (nach Wunsch von der Leyen): nutzlos, da binnen Minuten ein neuer DNS Server registriert und bereits in Foren & Co. im Umlauf ist. Ebenso ist die Änderung der DNS-Einstellung im Router usw. binnen Sekunden erledigt und die Sperre ist wirkungslos, und
     
  2. IP-Sperren: nutzlos, da hier spätestens die Provider nicht mitziehen werden. Wieso? Ein Großteil aller Webseiten und Domains liegen auf virtuellen Servern und hinter einer IP-Adresse „verstecken“ sich meist bis zu 10000 unterschiedliche Domains. Wenn also die IP gesperrt wird, dann sind die restlichen 9999 Domains lahm gelegt. Was das f?r Klagewellen an die Provider auslösen w?rde ….

Einfacher ist es also, wenn Einem (BKA und Co) die Webseiten schon bekannt sind, diese auch durch die Provider lahm zu legen. Einfach Schalter umlegen und fertig. Kostet einen Anruf bzw. eine eMail und binnen Sekunden ist die Seite vom Netz. Wobei ich von dieser Organisation selbst nichts halte, da f?r diese der Schutz der Kinder nicht unbedingt an erster Stelle steht, dennoch geht es um das Prinzip und wie einfach ohne Grundrechtseingriff das möglich ist …

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1 Antwort

  1. Tommy sagt:

    Das Problem besteht doch darin, dass es einfach mal nicht um KiPo geht.. es geht darum KiPo für die Einführung eines solchen Zensurapparates als Grund zu benutzen.
    Es ist ja wohl eindeutig klar, dass der deutsche Bürger früher oder später nur noch Seiten zu Gesicht bekommen soll, welche nach Meinung der aktuell Herrschenden keine Gefahr für ihn darstellen – wir sind ja alle Kleinkinder, welche nicht selber entscheiden können, was für uns gut ist und was nicht.
    Und Vater Staat meint es doch nur gut mit uns.. das kann man doch nicht als Zensur beschimpfen.

    Ich könnt garnich so viel essen wie ich kötzen möchte, wenn ich so viel Unwissenheit, Lern-/Baratungsresistenz und Ignoranz sehe, wie es bei den aktuellen Politikern der Fall ist.

    Naja.. auf dass das BVerfG mal wieder schön viel zu tun hat und den Leuten mal zeigt wo der Hammer hängt – da wird der Schäuble wieder toben 😀

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