Mediensprech …

Fefe hat es etwas genauer betrachtet. Die Meldungen der Nordsee-Zeitung hatte ich auch gelesen, mitunter auch in vorherigen Beiträgen zum Thema verlinkt, aber anscheinend nicht so genau nachgesehen, wie er. Wenn man es mal genau liest, wird man merken, wie man mittels lockerer Schreibweise einen ganz anderen Sachverhalt konstruieren kann, wo man zu Recht die Frage stellt, ob wirklich unvoreingenommen berichtet wird.

Meldung vom 05.03.2009

„Es gab SMS-Kontakt zwischen einem 29-jährigen Bremerhavener und dem Abgeordneten“, sagte Frank Schmitt, Leiter der Staatsanwaltschaft der Seestadt, mit Blick auf den Kinderpornografie-Verdacht gegen Tauss. Daten mit kinderpornografischem Inhalt seien zwischen den beiden hin- und hergeschickt worden.

Meldung vom 06.03.2009

„Die Ermittlungen haben ergeben, dass der Bremerhavener Daten per Handy an den Abgeordneten geschickt hat“, sagt der Oberstaatsanwalt. Ob Tauss auch etwas zur?ckgeschickt habe, sei noch unklar.

Na? Unterschied erkannt? Die Meldung vom 05.03 ist diejenige, auf die fast alle Medien gesprungen sind. Der Bremerhavener und Tauss hätten Daten hin- und hergeschickt. Aber die Meldung vom 06.03. sagt etwas ganz anderes aus. Hier ist nur noch die Rede von Daten vom Bremerhavener an Tauss. Seltsam oder?

Noch seltsamer ist, dass der Bremerhavener, obwohl er bereits bez?glich KiPo Besitz vorbestraft war, f?r diesen Fall auf freiem Fuß ist, da keine Wiederholungsgefahr bestehe. Moment – lasst mich re?mieren:

  1. Er wurde bereits wegen gleicher/ähnlicher Machenschaften 2007 gefasst und verurteilt.
  2. Er hat das Gleiche wieder getan und unter anderem auch Hr. Tauss etwas gesendet (Hr. Tauss soll aber einen Decknamen gehabt haben).
  3. Er ist dennoch auf freiem Fuß, da eine Wiederholung ausgeschlossen ist!!!! Weswegen ausgeschlossen? Weil er eine Wiederholung bereits weg hat und somit all seine Wiederholungen aufgebraucht sind?

Ich denke, weitere Worte dazu sind nicht nötig – sie sprechen f?r sich. Dennoch soll das Ganze mal zeigen, dass man nicht alles aus den Medien glauben sollte. Ebenso, sollten die Medien mal R?cksicht walten lassen. In dubio pro reo – Im Zweifel f?r …

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